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Ortstermin am Südkreuz: Die automatische Gesichtserkennung beginnt

Am Bahnhof Südkreuz in Berlin startet heute in einem Testlauf die Aufzeichnung und Auswertung von biometrischen Gesichtsbildern. Wir haben einen Blick auf die Umsetzung der anlasslosen Überwachung von Gesichtern der Reisenden geworfen. Der Deutsche Anwaltverein brachte zum Projektstart erhebliche rechtliche Bedenken vor.

Kamera zur automatischen Gesichtserkennung am Bahnhof Berlin-Südkreuz. All rights reserved Benjamin Kees

Zum Start des Biometrieversuchs am Berliner Bahnhof Südkreuz haben wir uns heute auf eine Außenmission begeben, um einen Eindruck über das Einsatzszenario und die verwendete Technik zu bekommen. Es fand sich vormittags eine ganze Reihe von Fernsehteams am Ausgang des Bahnhofs zusammen, um zum Projektanlauf einige Bilder der Kameras aufzunehmen und die anwesenden Vertreter der Bundespolizei zu befragen. Insgesamt fast dreihundert Probanden hatten sich vor dem heutigen Start bereits registriert, um freiwillig bei der Gesichtserkennung mitzumachen und einen Gutschein dafür einzuheimsen. Sie tragen einen Responder dabei, der signalisiert, wer von den Testern an den Lesegeräten vorbeigeht.

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Auch wir haben die Gelegenheit ergriffen, mit dem Pressesprecher der Bundespolizei zu reden. Denn um die eingesetzte Technik war zunächst ein Geheimnis gemacht worden. Auf die Frage, ob der Pressesprecher uns die Namen der Hersteller nennen würden, antwortete er:

Nein, nein. Ich denke auch nicht, dass der Minister die drei Firmen nennen wird. Das hat einfach Gründe, die deutlich für sich sprechen. Es gibt einen Markt, der ist voll von diesen Anbietern. Wenn wir die jetzt hier nennen würden, dann würden sie für eine spätere Ausschreibung komplett ausgeschlossen werden müssen.
[…] Wir werden diese Namen nicht publizieren. Sie können die Frage ja [an den Minister] stellen.

Der Bundesinnenminister Thomas de Maizière wird am 24. August bei einem „Ministertermin“ zum Südkreuz kommen. Fragen müssen wir ihn allerdings nicht mehr, denn wenige Minuten später gab das Innenministerium auf Nachfrage bekannt, dass es sich um die drei Anbieter „DELL GmbH, ELBEX (Deutschland) GmbH und L-1 Identity Solutions AG (Teil von OT Morpho)“ handelt.
 

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Das Hinweisschild am Boden vor der Rolltreppe. Bild: Benjamin Kees.

Die Bevölkerung repräsentativ dargestellt?

Uns hat interessiert, ob die Testpersonen den Schnitt der Bevölkerung abbilden, so dass eine sinnvolle Auskunft über die Erfolgsraten getroffen werden kann. Aus den letzten zehn Jahren Biometrietests weiß man bereits, dass beispielsweise Männer und Frauen nicht gleich gut erkannt werden, ebenso wie Menschen verschiedener Ethnien. Auch Altersunterschiede verändern die Erkennungsraten oft signifikant. Daher ist für einen aussagekräftigen Test die Zusammensetzung der Teilnehmer bedeutsam. Sie muss den Schnitt der Bevölkerung gut wiedergeben und darf nicht solche Menschen bevorzugen, die regelmäßig besser erkannt werden. Strebt man also aussagekräftige und unverzerrte Ergebnisse an, muss man ein besonderes Augenmerk auf die Testpopulation legen.

Man wird es schon ahnen: Die Tester sind nicht bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt worden. Bei der Frage nach dem Anteil von Frauen oder von Senioren war die Antwort des Pressesprechers:

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Über den Köpfen der Rolltreppennutzer hängt das Gerät, das die registrierten Nutzer über deren Responder erfasst. (Foto: Benjamin Kees.)

Frauen? Das habe ich jetzt nicht drauf. […] Bei den Senioren müsste ich gucken. Ich habe mich damit nicht im Detail beschäftigt. Eine Spezifizierung, eine Klassifizierung danach haben wir nicht vorgenommen, weil das für uns nicht der springende Punkt war.

Die Aussagekraft eines Test in Bezug auf die Repräsentativität der Probanden ist allerdings schon ein springender Punkt, da ansonsten die gemessenen Fehler- oder Erkennungsraten verzerrt sind. Die Auswahl der Testteilnehmer für biometrische Verfahren erfordert Sorgfalt. Hier liegt eine unübersehbare Schwäche des Projektes.

Vielleicht sind aber wenigstens Menschen mit verschiedenen Ethnien berücksichtigt worden? Auch für solche Personengruppen werden nämlich häufig schlechtere Erkennungsraten verzeichnet. Wir fragen den Pressesprecher: Wie hoch ist der Anteil von Menschen anderer Herkunft, die nicht typisch mitteleuropäisch aussehen?

Der Anteil ist ziemlich gering. Ich habe die Testgruppe so nicht durchgearbeitet. Ich kann nicht sagen, wieviele andere Ethnien sind. […] Sie sind vorhanden, ich möchte auch nicht ausschließen, dass wir auch solche Personen mit in der Testgruppe haben. Das ist für uns jetzt aber nicht der Punkt, dass wir jetzt sagen, wir brauchen jetzt so- und soviele, die komplett anders aussehen.

Die Diversität hätte jedoch ein Ziel sein sollen, wenn man die Güte der Erkennungssoftware ernsthaft testen wollte. Die Testpopulation ist mit nur knapp dreihundert Teilnehmern ohnehin gering, eine bevölkerungsrepräsentative Zusammensetzung wäre also eine Minimalanforderung für aussagekräftige Aussagen nach Testende.

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Nahaufnahme des Responder-Auslese-Geräts.

Allerdings ist eine Transparenz bei den Ergebnissen ohnehin nicht fest eingeplant. Man könne noch keine Aussagen dazu machen, ob die Testdaten veröffentlicht werden. Es sei aber „denkbar“, die Ergebnisse zur Verfügung zu stellen, sagte der Pressesprecher der Bundespolizei. Mehr könne er dazu aber nicht sagen.

Woran werden die Ergebnisse gemessen?

Nach dem Testende gibt es übrigens nicht einmal einen Schwellwert, der angestrebt wird, um die Ergebnisse daran zu messen. Sollen etwa neunzig Prozent der Probanden stets erkannt werden oder beispielsweise achtzig Prozent der Tester wenigstens einmal erfolgreich identifiziert werden? Nach diesen Zielvorgaben haben wir explizit gefragt, jedoch keine Antwort erhalten. Mehrmaliges Insistieren ergab auf die Frage, ob es wirklich keinerlei Angaben von Ziel-Erkennungsraten gäbe:

Genau. Wir wollen nur testen, wie gut erkennen die Software und die Technik die Personen wieder.

Da fragt man sich: Wann ist der Test denn ein Erfolg, wenn es keine Vorgaben gibt, die zu erreichen sind? Der Pressesprecher hatte darauf nur die Antwort, dass man eben feststellen wolle, wie „sicher“ die Technik funktioniere.

Die Erkenntnisse aus dem gescheiterten Test am Hauptbahnhof in Mainz gingen nach Angaben des Pressesprechers nicht in den neuen Test ein. Im Jahr 2007 waren dort drei verschiedene Gesichtserkennungssysteme erprobt worden, die am Testende keine befriedigenden Ergebnisse lieferten. Aber wer gar keine Vorgaben macht, muss sich auch nicht daran messen lassen.

Bitte die Treppe nutzen

Wir haben uns auch angesehen, ob die Hinweisschilder für Reisende gut zu sehen sind und ob dem überwachten Bereich ausgewichen werden kann. Für den oberen Teil des Bahnsteigs in Richtung der Treppe und Rolltreppe sind die am Boden aufgebrachten Schilder – anders als am Bahnhofseingang – nicht deutlich sichtbar, weil sie sich unten kurz vor Beginn der Treppen befinden:
 

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Die Hinweisschilder am oberen Teil der Rolltreppe sind weniger auffällig. Nur in einem kleinen (weiß markierten) Bereich kann man beobachtungslos durchqueren. Bild: Benjamin Kees.

Ohne eine automatische Erfassung der Gesichter ist vom Bahnsteig aus Richtung Bahnhofsausgang nur ein kleiner Teilbereich von der Videoüberwachung ausgenommen. Praktisch bedeutet das auch, dass alle Gesichter auf der Rolltreppe hinab vollständig erfasst werden. Wer also aus gesundheitlichen Gründen oder wegen schweren Gepäcks die sehr lange Treppe nicht nutzen kann oder möchte, muss sich mit der Gesichtserkennung abfinden. Ausweichen kann man allerdings noch auf den Fahrstuhl.

Videoüberwachung und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung

Nicht erst beim Projektstart gab es Kritik an der biometrischen Überwachung im Bahnhof. Heute bekräftigte der Deutsche Anwaltverein (DAV) vor allem rechtliche Bedenken, wenn Menschen automatisiert erfasst und ihre Gesichter abgeglichen werden. Der DAV-Präsident Ullrich Schellenberg beklagte die fehlende Rechtsgrundlage für diese Gesichtserkennung:

Nach Ansicht des DAV gibt es derzeit keine Rechtsgrundlage, die eine Gesichtserkennung an öffentlichen Orten rechtfertigt. „Angesichts dieser neuen technischen und rechtlichen Möglichkeiten stellt sich die Frage, auf welcher rechtlichen Grundlage das massenhafte Scannen von Gesichtern gerechtfertigt wird“, so der DAV-Präsident.

Der Test mit den dreihundert Probanden erfolgt mit Einwilligung der Tester. Die anderen Betroffenen, nämlich die normalen Bahnhofsbesucher, wurden nicht gefragt.

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Informationen für Medienvertreter zum „massenhaften Scannen von Gesichtern“ stellt der DAV zur Verfügung. Bild: Constanze Kurz.

Neben seiner eigenen Stellungnahme legte der DAV auch Beschlüsse und Urteile des Bundesverfassungsgerichts bereit. In mehreren Entscheidungen hatte das Höchstgericht die Videoüberwachung und die automatische Auswertung von Bildern problematisiert, etwa als es um die Kennzeichenerfassung ging oder die Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Denn bei der Videoüberwachung ist immer das Recht auf informationelle Selbstbestimmung berührt, insbesondere auch durch die Auswertung nach der optischen Aufzeichnung (1 BvR 2368/06 vom 23. Februar 2007):

Das Gewicht dieser Maßnahme wird dadurch erhöht, dass infolge der Aufzeichnung das gewonnene Bildmaterial in vielfältiger Weise ausgewertet, bearbeitet und mit anderen Informationen verknüpft werden kann.

Übertragen auf den Bahnhof Südkreuz und die Auswertung der biometrischen Gesichtsbilder ist es auch hier nicht nur die anlasslose Aufzeichnung der Menschen, sondern insbesondere die automatische Auswertung, die rechtliche Konsequenzen hat. Bei den biometrischen Gesichtsbildern in Südkreuz sind solche Abgleiche und Datenverknüpfungen schon konkret geplant. Und ein Gesicht hat jeder nur eines, ist es vermessen und abgespeichert, bleibt es untrennbar mit der Person verbunden.

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18 Kommentare
  1. „Jeder hat nur ein Gesicht“
    Wie mans nimmt. Ich habe 3. Drei sehr genügend lebensechte Masken. Die überstehen auf Dauer keinen Mimiktest, sind aber auch mit marktgängig „guten“ Gesichtskennungssystemen nicht zu unterscheiden von einem „realen“ Gesicht.
    Eine ist recht generisch modelliert. Hergestellt aus einer Vermittlung vieler männlicher-weißer-mittalter-europäischer-Gesichter. MakeHuman war da ausreichend hilfreich. Die andere sieht sehr nach jemandem anderen aus. Die dritte auch, aber dieses mal weiblich. Die beiden letzten wurden nach realen Gesichtern modeliert und bemalt. Mit Gesichtern von Leuten, die ich nicht ausstehen kann.
    Das Anlegen der Masken dauert etwa 5 Minuten mit Spiegel, wenn man mal Übung hat. Schatten um die Augenöffnungen oder an der Ohren gibt es eigentlich nicht. Der Adhäsions-Kleber ist ein wenig aufdringlich. Für das Reinigen reicht aber Wasser.
    Ich dachte schon daran, wir machen noch mehr davon und suchen uns mal Leute, mit ähnlichen Körpermaßen …

      1. Sorry, nein. Der Beitrag sollte nur illustrieren, dass die Verwendung von Gesichtserkennung für die Verfolgung von Straftaten eher nachgeordneten Wert haben wird, wenn nicht mit größter Sicherheit festgestellt werden kann, dass die Identität der Personen tatsächlich der vermeintlichen Erkennung entspricht. False-Positives sind für eine Strafverfolgung einer Person weitaus schädlicher als ein Nicht-Erkennen.
        Dieses Wissen kann oder muss wiederum den Verantwortlichen für den Einsatz solcher Systeme unterstellt werden.

    1. Das sind jetzt wieder Ausweich-Strategien. Sollten wir lassen.

      Nach den Details im Bericht zu urteilen, scheint das nur ein Testballon für die Reaktionen der Öffentlichkeit zu sein.
      Andernfalls wäre das methodisch besser vorbereitet gewesen.

      Wenn die Miesere am 24. da seinen großen Auftritt haben will, sollte es dazu eine Gegenveranstaltung mit Kawumms geben.
      Bis dahin ließe sich die Zeit vor Ort mit dem Verteilen von Warn-Flyer oder Mahnwachen (Motto: „Endlager gefunden: Hier wird die freiheitlich demokratische Grundordnung vergraben“) überbrücken.

  2. Einen solchen Test wird es demnächst auch in Baden-Württemberg geben, denn die intelligente Videoüberwachung ist Bestandteil des Anti-Terror-Pakets auf das sich die grün-schwarze Landesregierung vor ein paar Wochen geeinigt hat. Voraussichtlich im Herbst soll der baden-württembergische Test dann in Mannheim starten.

    Vor einigen Jahren wurde das Karlsruher KIT mit 1 Million Euro gefördert, um Gesichtserkennung zu entwickeln. Das Projekt hieß PaGeVi – Parallele Gesichtserkennung in Videoströmen [www.pagevi-projekt.de]. Es sollte im Fußballstadion des KSC zum Einsatz kommen, um Krawallmacher zu identifizieren. Dazu kam es jedoch nicht, weil es zu viel Bedenken aber auch zu viel Protest dagegen gab.

  3. Die Ergebnisse interessieren keine Sau. Es wird eh flächendeckend kommen. Es wird jetzt wie gesagt nur ein paar mal als „Test“ durchgeführt, bis sich kein Widerstand mehr regt und dann verpflichtend in ganz Deutschland eingeführt. Erst auf Flughäfen, dann Bahnhöfen, Busbahnhößen, Parkhäusern, Innenstadt, Discountern und Läden, große Strassen, kleine Strassen. Am sichersten vor der Dauerüberwachung wird man auf dem Land sein, da gibts noch ne ganze Weile nur den kritischen Nachbar und die soziale Überwachung, weil jeder jeden kennt.
    Greetz,
    GHad

  4. Der Mensch ist in seinen Grundzügen ein manipulatives Wesen, dass es mit der Macht und den sicheren Umgang mit dieser nicht so genau nimmt. Analysiert man die ganzen Persönlichkeiten, die derzeit die großen Mächte in Politik und Wirtschaft lenken, wird einem schnell klar wie extrem gefährlich diese Überwachungsspielzeuge seien werden. Denn es wird nie ein Neutrum sein, dass diese Technologien lenkt nach exakt gleichen (demokratischen) Werten, sondern immer ein manipulativer Mensch / eine gesellschaftliche Minderheit / Zusammenschluss mit bestimmten und gezielten Interessen Lenkender sein, der mitnichten der Interessen der Bevölkerung treffen wird. Es ist als sehr sicher davon auszugehen, dass diese Technologie folglich zukünftig missbräuchlich eingesetzt wird. Als False Positiv hast Du dazu enorme Probleme diesen Marker wieder los zu werden. Man kann aber auch gezielte Filter gegen bestimmte Bürgerkreise aufbauen, zum Beispiel gegen Aktivisten und Hacktivisten. Somit kann man die natürliche Systemkorrektur durch seine Bürger / Journalisten in einer Demokratie damit technisch unterwandern / unterbinden, da jede Bewegung in Echtzeit erfasst,- und übermittelt wird. Informantenaustausch ist damit quasi kaum noch möglich, ebensowenig echter Journalismus anhand der gesellschaftlichen Durchdringung der Massenüberwachungssysteme. (Diese Maßnahmen schienen nach der Sache mit Snowden dringend notwendig zu sein). Dieser Baustein war folglich durch das BMI, BKA usw. zu erwarten, auch das dieser dringend gefüllt werden müsse mit einem Maßnahmenkatalog. So bekommt man Ruhe in die ganze Sache.

  5. Die Frage ist schon, wozu Gesichtserkennung auf diese Weise heutzutage noch notwendig ist. Bekanntermaßen verfügt der Mensch über ein Magnetfeld, das ihn eindeutug identifiziert. Vielleicht: Man möchte sozusagen die Überwachung sichtbar machen mit Methoden, die über die geredet werden darf. Damit verschleiert man diejenigen Methoden, über die nicht geredet werden darf. Im Übrigen verändert das Wissen über allgegenwärtige Beobachtung das Selbstbild des Menschen. Möglicherweise berührt das Thema auch das Verhältnis von Geheimdienst und Polizei.

  6. Ich bin irritiert. Die Kritik von netzpolitik.org ist, dass ZU WENIGE Leute im Probebetrieb sind? Das mag akademisch korrekt sein, ob es politisch richtig ist, ist eine andere Frage.

    1. Nein, die Kritik ist hier vor allem, dass die Testergebnisse absehbar wenig taugen werden, weil die Testpopulation eher zufällig zusammenkam, nicht nach wissenschaftlichen Kriterien, die für solche Tests normalerweise erarbeitet werden. Der Test sollte eigentlich Aussagen dazu erlauben, ob diese Technik so arbeitet, wie die Hersteller versprechen. Das ist aber nicht zu erreichen, so wie der Test aufgebaut ist.

      Im Übrigen bin ich der Meinung, der biometrische Test hätte besser vor dem Eingang des gutbesuchten Gebäudes des BND in Berlin durchgeführt werden sollen.

      1. @Constanze
        Durch Gesichtsscanner sollen kriminelle Elemente aus einer ehrlichen Bevölkerungsgruppe herausgesiebt werden,da beim BND die ehrliche Gruppe gen Null tendiert ,ist der Gesichtsscanner beim BND naturgemäß obsolet. :-)
        Die Freunde der Plastikpalme sind per Eigendefinition “ Wir sind die Guten“ Zitat BND Schindler,
        Diese Wahrnehmung Ihrer Arbeitsleistung hat der BND exclusiv.

  7. Das ist halt alles nicht der Punkt.
    Sinn und Zweck dieses Tests ist einzig und allein, dass er stattfindet.
    Und danach labert man es sich in einer PK wieder mit ein paar Füllwörtern schön und dann wird das Ding flächendeckend eingesetzt.
    Effektivität oder Sinnhaftigkeit ist bei Sicherheitsesoterik doch gar nicht zielführend.
    Es soll nichts erreicht werden – es soll Aktionismus an den Tag gelegt werden.
    Hätten politische oder polizeiliche Entscheidungsträger Ahnung, würden sie etwas anderes arbeiten.

  8. Ich denke, dass man ganz bewusst keine genauen Zielvorgaben bekannt gegeben hat. Auf diese Weise kann man es so oder so als Erfolg verkaufen. Statistiken kann man immer so interpretieren, dass das Ergebnis passt.
    Dann heißt es „ja, das hat gut so funktioniert, das setzen wir jetzt an jedem Bahnhof, Flughafen, Behörde und sonstwo ein“.
    Kein Verdächtiger / Gefährder (was auch immer man sich darunter vorstellt) / Asylbewerber / sonstige unliebsame Personen wie Aktivisten darf mehr in der Öffentlichkeit bewegen, ohne dass die Polizei das genau erfasst. Das ist es doch, was Die Misére und die anderen Law-and-Order Politiker sich wünschen.

    In wiefern unterscheidet sich das noch von 1984 oder der Stasi?

    1. Gar nicht. Haben Sie Dich auf der Uhr machen Sie Dich fertig. Sie dringen in deinen Job ein, sie dringen in deine Privatsphäre / Räumlichkeiten ein, sie dringen in deine Familie ein, sie dringen in deine berufliche Umorientierung ein, sabotieren Beziehungen, isolieren Dich von dem Rest der Gesellschaft, schüchtern ein, hängen Dir technisch andauernd am Po und spielen munter mit ihren gezinkten Paragrafen.

      Bin ein lebendes Musterexemplar dieser Form von Gewalt. (Hab dummerweise die weltweite Presse überstrapaziert durch Sammeln von Informationen, die sich gegen unsere bürgerlichen Freiheiten richten und gegen die NSA propagiert als Angestellter im ÖD, danach gabs PARTY, der Rechtsstaat ist dann quasi untergetaucht und die Vogelfreiheit und Gewalt dominierte)

      Die Stasi lebt ohne Rücksicht auf Verluste, insbesondere wenn Du technisch weißt was so alles staatlicherseits gebastelt wird, zu welchem Zweck und es nicht wissen solltest, sind sie sehr sehr aggressiv und setzen die heutigen Informationen sehr effektiv und gezielt ein, auch gegen gewöhnliche Bürger. Dabei wird auch vor physischen Beschädigungen nicht zurückgescheut. Das BMI ist ein sehr präzises Auge und gute Werkzeuge wie das BKA, das BFV oder der BND existieren ebenfalls, dazu sind die weltweit exzellent vernetzt. Polizei ist nun auch stets am Ausbauen der Vernetzung zum restlichen System. Extrem gefährlich. Wahrscheinlich richtet sich das System bald gegen alles und jeden, der es auch nur wagt bei Rot über die Ampel zu gehen.

  9. Bald kann man nur noch mit Maske nach draußen gehen. DA Vermummung verboen ist, muss man sich eben mit einer Maske gegen den Diesel-Dreck schützen. Das kann ja wohl nicht verboten werden.

    Schlimmer noch als die Gesichtserkennung selbst ist die Tatsache, dass viele Deppen-Bürger*innen das gar nicht schlimm, sondern sogar gut finden. Die sind alle noch nicht im GG-Staat angekommen, sondern sind noch im Metternichschen Feudalstaat geistig zuhause. Das ist die Wahrheit und das wirkliche Problem. Die Mehrheit hat noch Angst vor der Freiheit, sie sind lieber grundversorgte, bzw. ausgebeutete Sklaven, solange sie wenigstens Fußball im TV anschauen oder Golf spielen dürfen.

  10. Tzzz, es wird nicht die Qualität der Gesichtserkennung getestet, sondern die Akzeptanz bei Passanten. Das man dann keine Testkriterien für die Gesichtserkennung braucht, versteht sich von selbst.:)

  11. > Der Bundesinnenminister Thomas de Maizière wird am 24. August bei einem „Ministertermin“ zum Südkreuz kommen.

    Diesel-Gipfel musste verlegt werden – Minister in die Flucht geschlagen

    Das Treffen von Politik und Autoindustrie hat begonnen – aber im Innen- statt im Verkehrsministerium. Das wurde von Demonstranten belagert.

    Das könnte die Vorlage für den 24.August sein. Treibt den BIM in sein eigenes Ministerium, durch die Grünanlagen zum Hintereingang.

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