Überwachung

Interaktive Karte: Registrierungspflicht für Prepaid-SIM-Karten in Europa weit verbreitet

Zwar können Nutzer der neuen Prepaid-SIM-Registrierungspflicht entkommen, indem sie eine Karte im europäischen Ausland kaufen. Doch es gibt Hindernisse: Die Roaming-Gebührenfreiheit gilt nicht immer und in zunehmend mehr Ländern gilt die Registrierungspflicht, wie unsere interaktive Karte zeigt.

In vielen Ländern Europas müssen SIM-Karten mit Ausweis registriert werden. (Bildmontage) CC-BY 2.0 Pascal Kurschildgen

Seit Juli besteht in Deutschland die Registrierungspflicht für Prepaid-SIM-Karten. Wer eine SIM-Karte kaufen will, muss seinen Ausweis vorzeigen, im Laden, per Post-Ident-Verfahren oder in einem Videochat bei der Online-Registrierung. Damit stirbt die anonyme Mobiltelefonie. Ein Trend, der in den letzten Jahren in ganz Europa zu beobachten ist.


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Schon vor dem 1. Juli mussten die meisten Prepaid-SIM-Karten online angemeldet werden, doch nicht alle Anbieter haben die angegebenen Daten überprüft. Oftmals genügte es, einen Fantasienamen und eine ausgedachte Adresse anzugeben, um sich erfolgreich zu registrieren. Manche Anbieter prüften noch, ob Straße, Postleitzahl und Ort zueinanderpassen, bei manchen war auch das nicht relevant.

Als Begründung für die Identifikationspflicht wird gebetsmühlenartig die Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität ins Feld geführt. Doch selbst die EU-Kommission kam 2013 zu dem Schluss, es gebe keine Beweise, dass die Identifikationspflicht bei Prepaid-SIM-Karten zu erfolgreicher Strafverfolgung beiträgt. Und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt weiterhin den „Erwerb von Prepaid-SIM-Karten ohne Ausweisprüfung“, vor allem für Nutzer mit „erhöhtem Schutzbedarf“.

Registrierungspflicht in Europa breitet sich aus

Dennoch haben in den letzten Jahren viele europäische Länder auf eigene Faust Registrierungspflichten eingeführt. Die Situation ist daher heterogen: In einigen Ländern besteht die Identifikationspflicht seit Langem, in anderen wird noch darüber diskutiert, andere haben bislang nicht vor, die Nutzer standardmäßig zu identifizieren.

Um einen aktuellen Überblick zu schaffen, haben wir diese Informationen deshalb in einer übersichtlichen Karte zusammengetragen. Rot eingefärbte Länder verlangen nach der Identität von Prepaid-Kunden, gelbe diskutieren einschlägige Maßnahmen. Mit Grün haben wir Länder markiert, die keine Ausweispflicht vorsehen und derzeit keine Änderung planen. Ein Klick auf ein Land öffnet eine Infobox, die weiterführende Informationen bietet.

Wir wollen die Karte weiterentwickeln, das heißt: Wenn ihr nähere Informationen habt, lasst sie uns bitte zukommen. Genauso, wenn eine Angabe veraltet sein sollte.

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Prepaid-Roaming ist nicht immer einfach

Wie lässt sich trotzdem anonym mobil telefonieren? Seit dem 15. Juni sind innerhalb der Europäischen Union sowie in Liechtenstein, Island und Norwegen Roaming-Gebühren weitgehend abgeschafft – für Telefonate aus dem Ausland ins Ausland oder vom Ausland ins Inland. Das heißt: Wer eine niederländische SIM-Karte besitzt, kann in Deutschland für den normalen niederländischen Tarif telefonieren. Ist es also eine Lösung, sich eine Prepaid-SIM in einem EU-Land ohne Registrierungspflicht zu kaufen und damit in Deutschland zu telefonieren?

Prepaid-Roaming ist nicht immer einfach

Das ist ein Ansatz, der funktionieren kann, wenn auch nur zeitlich beschränkt und unter Vorbehalt. Denn die sogenannte Fair-Use-Policy beschränkt die Nutzung im EU-Ausland. Ein Betreiber kann zusätzliche Gebühren erheben, wenn sich ein Nutzer in einem Zeitraum von mindestens vier Monaten mehr im Ausland als im Land des SIM-Karten-Anbieters aufgehalten hat. Danach müssten sich Nutzer öfters eine neue SIM-Karte samt neuer Telefonnummer zulegen – für die meisten vermutlich kaum eine alltagstaugliche Lösung. Zudem gibt es Anbieter, die überhaupt keine Roaming-Option anbieten, denn sie sind nicht dazu verpflichtet. Nationale Regulierungsbehörden können außerdem Netzbetreibern Ausnahmen von der EU-Regelung genehmigen. Das ist beispielsweise in Finnland passiert, wo Anbieter nun weiterhin Roaming-Gebühren erheben.

Manche Länder wiederum knüpfen Roaming-Optionen an Bedingungen. Beispielsweise in Schweden, wo Prepaid-Karten zwar ohne Ausweiskontrolle genutzt werden können. Will ein Kunde Roaming nutzen, muss er eine solche Registrierung jedoch vornehmen. Eines der registrierungsfreien Länder, in denen Roaming auch mit Prepaid-Karten fast ohne Einschränkungen funktioniert, ist laut dem Prepaid Data SIM Card Wiki Kroatien.

Wir freuen uns über Erfahrungsberichte mit Prepaid-Roaming und SIM-Karten-Registrierung im Ausland.

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23 Kommentare
  1. Wenn es tatsächlich noch irgendwo auf der Welt SIM-Karten gibt, die ohne, oder ohne eine Überprüfung der Personalien erhältlich sind, und es, meinethalben Terroristen, Drogenhändlern, Geheimagenten () scheißegal sein kann, was die Roaming-Minute kostet, ist dann nicht die ganze Idee unsinnig? Und woher bekommt eigentlich der V-Mann jetzt sein Burner-Phone?

  2. Jetzt muss sich der Terrorist entscheiden, welche seiner fünf Identitäten er zur Registierung nutzen möchte.

    Ein permanentes Roaming zieht nur ungewollte Aufmerksamkeit auf sich. Dem Bürger bleibt nur noch die Urkundenfälschung als Mittel, um sich einigermaßen anonym im Mobilfunknetz bewegen zu können. Schade.

    „If privacy is outlawed, only outlaws will have privacy!“

    So be it!

  3. „Damit stirbt die anonyme Mobiltelefonie. Ein Trend, der in den letzten Jahren in ganz Europa zu beobachten ist.“

    Mir fehlt ein bisschen der Hinweis im Text, das die gesetzliche Situation geändert wurde (aus Gründen) und damit alle mitziehen müssen. Die Netzbetreiber haben ganz gut damit gelebt, einfach die Karten einmal zu verkaufen und NUR das Guthaben zu verwalten – im Gegensatz zu postpaid Verträgen die den vollen Verwaltungsaufwand hatten und haben.

  4. Man muss bei SIM Kauf nur Ausweis zeigen nicht die Daten aufschreiben lassen daher kein Problem. Warum kackt ihr euch alle ein wegen dem Gesetz, ist genauso wie bei Gasknarren kaufen. Muss man auch nur den Perso zeigen. Die Opfer wollen zwar die Daten notieren, aber das ist illegal und rein freiwilig und passiert nur auf den chilling effects. Und ey, geht ma in arabische Cafés denkt ihr die ziehen son Scheiß ab mit Perso Kontrolle ? Ist klar ^^ Außerdem: Vielleicht will ich die SIM ja wen schenken oder kaufe es für wen anderen, da macht die Registrierung auf mich ja schon ma keinen Sinn. Weniger akzeptieren und mehr nachfragen wo es genauso explizit im Gesetz steht

    1. Es geht nicht um den Kauf sondern um die Freischaltung nach dem Kauf, ohne die keine Nutzung erfolgen kann. Hier werden Registrierungsdaten mittels Post-Ident oder Webcam abgeglichen. So verfahren alle mir bekannten Prepaid-Anbeiter zur Zeit.

  5. Mag man jede einzelne Entwicklung abtun und verharmlosen, insgesamt zeichnet sich ein eindeutiges Bild ab. Ein Bild von einem zutiefst autoritären Staat, der ein selbstbestimmtes Leben niemals dulden wird. Ein Bild von einem paranoiden Staat, der der Mehrheitsgesellschaft die Randgruppen zum Abreagieren der eigenen Komplexe vorwirft. Ein Bild von einem reaktionären Staat, der jeden sozialen Fortschritt mit einer mindestens ebensogroßen Verschlechterung konterkarieren muss. „Vorbilder“ gibt es ja mehr als genug, das scheint ein weltweiter Trend zu sein. Die neuen Mittel sind zu verlockend, um sie nicht für einen Wettlauf ins Totalitäre zu missbrauchen.

    Die Mehrheit ist zu sehr auf Linie. Im Westen: uns geht es zu gut, wie könntet ihr sonst über ein Luxusproblem wie Überwachung mosern? Hinter dir, ein dreiköpfiger U-Bahnschubser! Im Rest der Welt: uns geht es so schlecht, wie könnt ihr über ein so theoretisches Problem mosern? Bzw: alle verhaftet und gemeuchelt, die der Staat auf dem Kieker hatte, während das Problem „theoretisch“ war. Hauptsache zur Mehrheit gehören, satt sein und möglichst besser dastehen als der Nachbar. Aber ich schweife ab.

    Ist doch alles toll – du kannst tun und lassen was du willst, unter einer Bedingung: der Staat ist über alles informiert, zu seinen Bedingungen. Vertrauen wird einseitig eingefordert, zu deiner eigenen Sicherheit. Du hast mobil erreichbar zu sein – zu unseren Bedingungen. Du hast dich zu digitalisieren – zu unseren Bedingungen. Deine Gedanken gehören der Privatwirtschaft, die bezahlt schließlich dafür. Selbstverständlich hast du Werbung zu sehen, selbstverständlich geht es in deinen Score ein, wenn deine Gesichtszüge dabei entgleisen!

    Der neue Staat duldet nur oberflächlich Mitbestimmung über das eigene Leben betreffende Fragen. An gewissen Dingen wird nicht gerüttelt. Eines davon ist Überwachung. Die muss total sein und sie wird nicht ernsthaft in Frage gestellt. Da lässt der tiefe Staat uns kleine Detailfragen für uns entscheiden, während im Verborgenen stets größere Räder in Bewegung sind und dicht unter der Oberfläche alles schon derart krass fortgeschritten ist, dass diese Detailfragen eher lächerlich erscheinen. Ob nun eine Behörde mehr die offizielle Bewegungsdatenbank kriegt, ist mir egal. Dass es diese Datenbank gibt, ist das Problem.

    Im Kleingedruckten steht: dieser fragwürdige, aber (für geistig Anspruchslose) auskömmliche Gesellschaftsvertrag kann einseitig aufgekündigt werden. Gefährder, illegal oder suspekt wirst Du ohne Prozess, die Strafe ist maximal. Wer sie abkriegt, wird sie schon verdient haben.

    Das habe ich unter den Artikel zu Prepaid-SIM-Karten geschrieben, es hätte überall gleich gut (oder schlecht) gepasst. Leider kann ich in alledem eine kohärente Entwicklung sehen. Jede Meldung über eine neue Grenzüberschreitung seitens des Leviathan ist ein Körnchen einer Wahrheit, die wiederum eine Facette einer Wahrheit über das Irrenhaus Erde ist, jedes Körnchen der bitteren Wahrheit kann einem trefflich den Tag vermiesen. Wegen der unmittelbaren Auswirkungen? Viel mehr wegen dem unfassbaren Ungeist, der dahintersteckt.

    Bei all diesen Überwachungs- und überwachungsflankierenden Gesetzen, bei all dem verordneten Datenreichtum: Geht es darum, die Grenzen dessen, was man den Untertanen zumuten kann, stetig auszuloten? Meist ist „cui bono“ die richtige Frage, aber konkret bei dem SIM-Karten-Quatsch: was zum Teufel!? Das kann doch nur ein Testballon zur Akzeptanzverschiebungs- und Leichtgläubigkeitsauslotung sein, genau wie die angekündigte Gesichts- und Verhaltenserkennung durch die Bundespolizei.

  6. Vielen Dank für ihre Ausführungen. Der Deutsche würde jetzt mit den Worten kontern:

    „Ich hab‘ doch nichts zu verbergen!“

    oder:

    „Die wissen doch eh schon alles über mich“

    Hier hilft nur ein Wachrütteln.

  7. „Damit stirbt die anonyme Mobiltelefonie“

    Solange sich die Bürger dieses Problem praktisch selbst an das Knie nageln, Wahlen, ist doch alles in Ordnung. Oder? (-:

    Schaut euch den aktuellen Verlauf der Diesel-Affäre -Dieselgipfel, *ROFL*- an. Seit 2008 versuchen alle am Thema Auto und Verkehr hängenden Ministerien konsequent zu verhindern, dass die gepimpten Emmissionswerte nur unter Laborbedingungen und nicht auf der Straße gemessen werden dürfen. Journalistisch begleitet und ohne Kosequenzen!
    Wieso also sollten die Bürger im September anders wählen wegen so etwas unbedeutendes wie die allumfassende Überwachung von Kommunikation und Mobilität…?

  8. „Damit stirbt die anonyme Mobiltelefonie“

    Solange sich die Bürger dieses Problem praktisch selbst an das Knie nageln, Wahlen, ist doch alles in Ordnung. Oder? (-:

    Schaut euch den aktuellen Verlauf der Diesel-Affäre -Dieselgipfel, *ROFL*- an. Seit 2008 versuchen alle am Thema Auto und Verkehr hängenden Ministerien konsequent zu verhindern, dass die gepimpten Emmissionswerte auf der Straße real und nicht nur unter Laborbedingungen gemessen werden dürfen. Journalistisch begleitet und ohne Kosequenzen!
    Wieso also sollten die Bürger im September anders wählen wegen so etwas unbedeutendes wie die allumfassende Überwachung von Kommunikation und Mobilität…?

    1. Die von „uns“ gewählten Vertreter in der Politik scheren sich einen Dreck um die Masse (Wähler), sobald die Wahl vorbei ist!
      Das sieht man an der „Dieselkrise“, der Dieselfahrer soll die Zeche zahlen, nicht der profitorientierte Verursacher eines Problems, das die Autoindustrie schon hätte längst lösen können!
      Wenn Twintec einen SCR Nachrüstsatz für 2000 Klinker anbieten kann, wie teuer wäre das System bei einer Großserie?
      http://www.autozeitung.de/euro-6-nachruesten-183792.html
      http://baumot.twintecbaumot.de/produkte/bnox-scr-system/
      Genau, der lächerliche Aufpreis wäre in einem Rabatt oder in einem Zusatzpaket verschwunden!
      Nein, die hohen Herren hatten ihre Boni in Sicht und statt für die Milliarden Verluste zur Rechenschaft gezogen zu werden, bezahlt der Brave deutsche Steuerzahler brav alles was verlangt wird!
      Unsere Vertreter decken natürlich ihre Freunde, eine schmutzige Hand wäscht ja bekanntlich die Andere und dann wird der ganze Dreck ins Handtuch (Wähler) geschmiert, damit die Hände sich wieder schmutzig machen dürfen!

  9. Über Politik lässt sich nicht Streiten!

    Der typische Berufspolitiker (bei der Dame fällt es gerade richtig auf) interessiert sich nur für seine (Geld-)berufliche Karriere:
    http://mobil.n-tv.de/politik/Das-gibt-Politikverdrossenen-Rueckenwind-article19969207.html

    Hier ist die Ahnungslose Clientel, die die Parteien in ihren Ämtern bestätigen, egal was diese Parteien machen, da es diese Clientel nicht mal tangiert geschweige denn betrifft:
    http://mobil.n-tv.de/politik/Senioren-sind-die-groesste-Waehlergruppe-article19752740.html

    Hier in Bayern ist es für Gefährder (investigative Journalisten, Menschenrechtler und klar Abweichler jedweder Art) gefährlich geworden!

    1. Das Überwachungspaket wird noch immer diskutiert, auch wenn aussieht, als würde es scheitern. Es gibt fast täglich Berichte über den aktuellen Stand in österreichischen Tageszeitungen. Bis das nicht vollständig vom Tisch ist, werde ich das noch nicht grün färben. Dann aber gern.

      1. Die Presseberichte werden entschwinden (weil über die Dauer nix neues und daher langweilig) und für „wichtigere“ Informationen Platz machen.
        Nachdem dieses Thema eine Zeit lang, mangels Interesse gepaart mit Überdruss aus der Presse entschwunden ist, wird sich auch Österreich zur Registrierungspflicht durchringen, warum?
        Alternativlos, Basta!
        Oder so ein Terrorist ein Attentat begehen wollte und nieee nicht aus Kostengründen oder weil er keinen Festnetzanschluss ohne festen Wohnsitz bekommen hat, eine Prepaidkarte nutze!

        Hans, du darfst dich entspannen, „Die“ lassen sich schon was einfallen, wie unsere mit dem Bundestrojaner!
        Dumm nur, das es Menschen wie Anna gibt, die auch die Gesetze lesen!

  10. anonyme SIM Karte aus Österreich bei eBay kaufen
    Paypal oder Sepa Daten hat nur der Verkäufer und die behörden können so wieso keine Verbindung mit der gekauften Nummer (beim Verkäufer) herstellen
    so einfach kanns gehen ;)

  11. Ich bin dabei, einen Thriller zu schreiben und möchte meinen Lesern nichts unterjubeln, was nicht funktioniert. Also: Meine beiden Protagonisten werden in D. gesucht, möchten aber anonym in Kontakt bleiben. Über ein Kleinanzeigenportal finden sie Adressen von Verkäufern gebrauchter Smartphones, gehen hin, kaufen und bezahlen ohne Namensangabe bar. Über einen Tipp finden sie jemanden, der ihnen nicht registrierte Prepaid-Simcards verkauft, die aus Kroatien, der Tschechei oder Österreich stammen. Oder sie fahren selbst hin, was wegen der Grenzkontrollen aber mit Risiko verbunden ist. Aufladen können sie die Karten mit Prepaid-Karten aus dem Supermarkt in D. Geht das so? Gibts Probleme mit Roaming?
    Danke für die Antwort(en)!

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