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Chaos macht Schule: Wie Hacker sich die Digitalbildung wünschen

So wie bisher kann es mit der (kaum vorhandenen) Digitalbildung an Schulen nicht weitergehen, finden die Technikvermittler der CCC-Initiative „Chaos macht Schule“. Sie fordern neben einer besseren Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte unter anderem hauptamtliche Schuladministratoren und Open Source als Bildungsstandard.

Bildungsforderungen von Chaos macht Schule: „Schüler und Schülerinnen sollen keine bloßen Nutzer, sondern diejenigen werden, die ihre Maschinen wirklich kontrollieren und beherrschen.“ (Foto: Chaos Communication Camp 2015) CC-BY 2.0 BlinkenArea.Org

Seit Jahren kommt keine Diskussion über die Herausforderungen des digitalen Wandels aus, ohne dass die Gesprächspartner sich auf die Forderung nach mehr Bildung einigen. So richtig der Schluss ist – getan hat sich bei der Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz erschreckend wenig. Inzwischen fordert sogar die Bundeskanzlerin „Informatikunterricht für alle“, schließlich wächst der Bedarf an IT-Fachkräften für die deutsche Wirtschaft. Wie Digitalbildung aussehen könnte, die nicht nur auf die Verwertbarkeit junger Menschen für den Arbeitsmarkt abzielt, hat jüngst die Initiative „Chaos macht Schule“ in einem kurzen Katalog mit „Forderungen für eine zeitgemäße digitale Bildung an unseren Schulen“ gezeigt.

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Seit mehr als zehn Jahren besuchen lokale CCC-Gruppen unter dem Label „Chaos macht Schule“ schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen. Ziel der dezentralen Bildungsinitiative ist es, die Medienkompetenz und das Technikverständnis von Kindern und Jugendlichen zu stärken, ihren Spaß am Gerät zu fördern und über Risiken aufzuklären. Auch Erziehungsberechtigte und Lehrende können in Elternabenden und Workshops von der Expertise der Hacker profitieren. Ihr Befund: Die schulische Digitalbildung hängt massiv hinterher. Deshalb haben die ehrenamtlichen Technikvermittler auf Grundlage ihrer zehnjährigen Erfahrung nun bildungspolitische Empfehlungen formuliert.

Mehr als Informatik

Sie werben darin für ein umfassendes Verständnis von Digitalbildung: Nicht nur grundlegende Anwendungs- und Programmierkenntnisse, sondern Mündigkeit müsse das Ziel der Schulen in Hinblick auf Medien- und Digitalkompetenz sein. Kinder und Jugendliche müssten die Technik, die sie täglich nutzen, verstehen und hinterfragen können. Dazu zähle der reflektierte Umgang mit der wachsenden Informationsflut. Nur so könnten Phänomene wie das „Internet der Dinge“ oder selbstfahrende Autos tatsächlich von der ganzen Gesellschaft anstatt von kleinen Expertenzirkeln diskutiert werden. Diesem umfassenden Anspruch werde schulische Digitalbildung bislang nicht gerecht:

Der bisherige Schwerpunkt der Bildungspolitik scheint darauf beschränkt, Schüler und Schülerinnen auf „die umfassende Digitalisierung in Beruf und Studium“ vorzubereiten bzw. sie den „selbstverständlichen Umgang mit Computern und Programmen“ zu lehren. Digitale Mündigkeit muss jedoch über reines Anwendungswissen oder informatische Grundlagen wie das Programmieren hinausgehen. Schüler und Schülerinnen sollen keine bloßen Nutzer, sondern diejenigen werden, die ihre Maschinen wirklich kontrollieren und beherrschen.

Open Source und offene Plattformen als Bildungsstandards

Eine auf Mündigkeit ausgerichtete Digitalbildung macht es laut den Aktivisten erforderlich, Open-Source-Werkzeuge zum Standard an Schulen zu machen. Außerdem sollten Schüler keine „Werbeopfer“ werden. Lehrerinnen und Lehrer müssten sie deshalb von kommerziellen Plattformen fernhalten, die ihr Geld primär damit verdienen, indem sie „ihr Verhalten zu Werbezwecken aufzeichnen und auswerten“. Stattdessen sollten Lehrer die Schüler an offene, anpassbare und erweiterbare Plattformen heranführen.

Digitalbildung dürfe zudem nicht isoliert im Informatikunterricht stattfinden. Der digitale Wandel berühre alle Schulfächer:

Die zunehmende Vernetzung und Verlagerung großer Teile unseres Soziallebens ins Digitale erfordert eine Auseinandersetzung mit den daraus resultierenden ethischen und gesellschaftlichen Folgen, was nicht zuletzt einen enormen Einfluss auf Fächer wie Sozial- und Gemeinschaftskunde oder Religion bzw. Ethik hat.

Lehrkräfte müssen Vorbildfunktion gerecht werden

Noch wichtiger als die von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka angekündigte Förderung der technischen Ausstattung und Internetanbindung der Schulen ist für die Hacker, das Lehrpersonal vernünftig zu schulen. Das Thema müsse deshalb sowohl fester Bestandteil der Ausbildung sein als auch in Form von Fortbildungsangeboten bereits ausgebildeten Lehrkräften nahegebracht werden.

Es reiche dabei nicht, dass die Lehrkräfte inhaltlich kompetent seien. Sie sollten selbst einen reflektierten und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien vorleben, was bislang zu selten geschehe:

Lehrer und Lehrerinnen müssen im Umgang mit digitalen Medien Vorbilder sein, etwa beim sorgsamen Umgang mit Passwörtern oder bei der Verarbeitung und Übertragung schülerbezogener Daten. Im Rahmen von „Chaos macht Schule“ beobachten wir regelmäßig, dass zu wenig Wert auf IT-Sicherheit und Datenschutz gelegt wird.

Hauptamtliche Schuladmins und Kooperation mit lokalen Initiativen

Selbstverständlich brauche es als Grundlage eine angemessene technische Ausstattung der Schulen. Auch eine vernünftige Administration der Technik müsse sichergestellt werden. „Informatiklehrer und Informatiklehrerinnen, die diese Tätigkeiten meist nebenher durchführen, wurden in der Regel nicht für administrative Aufgaben ausgebildet“, so die Bildungsaktivisten. Um mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten und Technik sinnvoll in den Unterricht integrieren zu können, seien deshalb hauptamtliche Schuladministratoren notwendig.

Zudem fordern die Hacker, auch externe Experten in die Digitalbildung einzubinden. Kooperationen mit Makerspaces und anderen gemeinnützigen Initiativen könnten Digitalbildung unabhängig von der technischen Ausstattung der eigenen Schule voranbringen – ohne sich von kommerziellen Angeboten abhängig zu machen. Gerade kurzfristig könnte die externe Expertise außerdem helfen, den Kompetenzmangel in weiten Teilen der Lehrerschaft auszugleichen. Langfristig könnten Kooperationen und eine finanzielle Förderung außerschulischer Bildungsträger eine nachhaltige Entwicklung der Bildungslandschaft fördern.

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17 Kommentare
  1. Heißt also ein weiteres Pflichtfach für die Generation School-Burnout?
    Die scheiß Schulpflicht gehört endlich abgeschafft und durch Bildungspflicht ersetzt (wie in Canada z.B.)
    Dann wird jedes Kind das wirklich Interesse an Informatik hat sich auch damit beschäftigen.

      1. > Heißt also ein weiteres Pflichtfach für die Generation School-Burnout?

        das wollen wir bei CMS nicht. in den aktuellen debatten werden informatik, medienkunde etc. oft miteinander vermischt. ob das fach informatik sinnvoll ist, ist eine andere thematik. uns geht es darum, dass in allen fächern digitalthemen angesprochen und diskutiert werden, sodass die kids diese thematik überhaupt mal auf den schirm bekommen.

        dass unser bildungssystem immer noch fächer- und lehrerzentriert aufgebaut ist, ist wieder eine andere debatte. wobei ich persönlich begrüßen würde, wenn es einen mehr schülerzentrierten und projektorientierten ansatz gäbe und dass es nicht mehr einen zentralen lernort schule gibt. es wäre toll, wenn in verschiedenen zentren wie bspw. makerspaces etc. (natürlich auch sportstätten, bibliotheken etc.) gelernt werden kann, zu denen ich als schüler projektabhängig hinfahre.

        1. Was ist denn „Medienkunde“?
          Klingt irgendwie fragwürdig ideologisch.
          Sind das die Heinis die Schülern ihre Ideologie, ihre Weltanschauung aufzwingen wollen, wie man mit Medien umzugehen hat.
          Die Heinis, die meinen man MUSS „Datensparsam“ sein, MUSS sich mit Informationen über sich zurückhalten, oder wo es geht geheim halten.
          Denken dabei evtl. ganz selbstverständlich daran, dass einfache Lohndrohnen aufpassen müssen was potenzielle Arbeitgeber über sie online finden könnten. Politische und soziale Ansichten etc..
          Wer so denkt, der ist wirklich arm dran…
          Also Ich WILL dass jeder weiß wie Ich ticke. Und wenn ich mich bei irgendwem bewerben müsste, WILL Ich dass die Person das leicht googlen kann.
          Denn am Ende einer Bewerbung entscheide ICH ob ICH den Betrieb und Vorgesetzten/Chef akzeptiere.
          Auch wenn man selbst keine Schulabschlüsse hätte.
          So viel Stolz sollte man haben…
          Auch wenn es jemand in Hartz4 ist.
          Soll das Jobcenter doch Streß machen, lässt man sich eben richterlich bestätigen dass man das Recht auf Meinungsfreiheit auch online unter eigenem Namen hat.
          Bei mir wäre es eh ein „Akt“ dass alles verschwinden zu lassen…
          Gut so. Und genau so sollte es das Jobcenter nichts angehen, wenn man z.B. eine provokant proaktive Suizidwebseite (Terminal-Decision etc.) betreibt, die potentielle Arbeitgeber abschreckt.
          Man hat das Recht so etwas zu betreiben, auch wenn man in den Medien als „das Böse“ dargestellt wird.

          1. > Was ist denn „Medienkunde“? Klingt irgendwie fragwürdig ideologisch.

            ist auch so. Das Buzzword kommt aus der Medienpädagogik. Wie geschrieben, werden solche Wörter, die eh schon fragwürdig sind, noch mit anderen vermengt, bspw. mit der Wissenschaft Informatik. Auch hier in den Kommentaren weiter unten ist das so.

            > Die Heinis, die meinen man MUSS „Datensparsam“ sein,
            > MUSS sich mit Informationen über sich zurückhalten, oder wo es geht geheim halten.

            „Heinis“ ist abwertend, inhaltlich gehts in diese Richtung. „Think before you post“ fasst es zusammen, der Fokus liegt da meistens auf dem Umgang mit Medien wie Whatsapp, Instagram etc.

            Wir sehen unsere Arbeit in der Aufklärung. Wir zeigen, dass es Tracking gibt und erläutern, wie es funktioniert, dass Profile angelegt werden, dass „Geteiltes“ eigentlich kopiert ist und damit nicht mehr kontrollierbar ist. Die Kids sollen ihre eigenen Schlüsse ziehen.

  2. Klasse Ideen. Zunächst war ich skeptisch, ob weitere Ideen aus der Digitalbranche Einzug in unsere Schulen bzw. Zugang zu unseren Kindern finden sollten. Ab

    > Sie werben darin für ein umfassendes Verständnis von Digitalbildung: Nicht nur grundlegende Anwendungs- und Programmierkenntnisse, sondern Mündigkeit müsse das Ziel der Schulen in Hinblick auf Medien- und Digitalkompetenz sein.

    war ich interessiert und mit

    > Außerdem sollten Schüler keine „Werbeopfer“ werden. Lehrerinnen und Lehrer müssten sie deshalb von kommerziellen Plattformen fernhalten, die ihr Geld primär damit verdienen, indem sie „ihr Verhalten zu Werbezwecken aufzeichnen und auswerten“. Stattdessen sollten Lehrer die Schüler an offene, anpassbare und erweiterbare Plattformen heranführen.

    und

    > Es reiche dabei nicht, dass die Lehrkräfte inhaltlich kompetent seien. Sie sollten selbst einen reflektierten und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien vorleben, was bislang zu selten geschehe […]

    habt ihr mich ins Boot geholt.

    Wann geht’s los und wo muss ich unterschreiben? :)

    Schöne Grüße,
    Jan

  3. Was lernen die Kinder im fach Informatik? Wie ein Digitaler zu denken oder trichterhaft vermitteltes „Fachwissen“ abgestellt auf einen ITK-Fachmann/-frau? Nicht Informatikunterricht für Alle, liebe Frau Dr. Merkel, sondern die Kompetenzen, die uns in das 21 Jahrhundert bringen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und ganz individuell. Da ist die Technologie ein Trittbrett, das es zu handlen gilt. Es braucht eine Revolution der Denke, was Bildung heisst. Muss der Bürokrat 2.0 noch Schönschrift können? Oder kreativ denken und mündig handeln, weil mit kritischer Denke ausgestattet?

    1. das zitat von merkel soll in unserem text zeigen, dass die geführte debatte oft durcheinander geht. ein fach informatik einzuführen, ist sicherlich nicht verkehrt in der heutigen zeit, aber wird nicht im ansatz das bringen, was es braucht, nämlich digitale mündigkeit der jungen menschen. ggf. meinst du das?

  4. Typisch Chaoten. Warum sollen Schulen sowas vermitteln? Das Thema interessiert nicht jeden. Irgendwelche Wandel könnt ihr euch schenken. Die gibt es nicht. Der Mensch braucht Gesundheit, was zu essen, was zu trinken, was anzuziehen, eine warme Wohnung und eine(n) nette(n) Partner(in). Der Rest ist die Kür.

    Ich denke, an das Thema muss man nicht mit selbstgefälliger Schwafelei rangehen, sondern nicht alle, sondern nur Interessierte ansprechen. Dann meinetwegen erst mal mit dem Basteln eigener Websites. Danach mit aktiven Inhalten. Wer dann immer noch Interesse hat, kann sich mit Hackerei befassen. So ein Schadprogramm muss nicht langweilig sein. Man kann es ja mal sezieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das angefangen bei irgendeinem Steganoloader bis zu moderneren rootkits oder Supertrojanern wie Regin oder solchen Ekelpaketen wie NotPetya höchst interessant ist. Aber nicht alle würden dem folgen wollen. Und auch nicht müssen.

    Richtig scheint mir die Warnung vor irgendwelchen Firmen, die aus Menschen Klickaffen machen wollen, dazu muss man nicht alles können. Solche Lehrgänge zur Digitalisierung gibt es in Form von MOOC’s zum Beispiel beim Hasso Plattner Institut (HPI.de) oder anderen Anbietern, die aber auch „ausforschen“, auf Talentsuche sind. Trotzdem kann man da eine Menge lernen.

    Die Chaoskongresse des CCC sprechen viele Interessenten an, aber ich persönlich glaube, dass mir selbstgefällige Schwafler überhaupt nicht helfen. Und das sind die meisten der dortigen Redner. Nichts als launige Sprüche. Vielleicht trifft man Gleichgesinnte, das hilft eher. Da sind die Amis, ob man sie mehr oder weniger schätzt sei jedem selbst überlassen, ganz andere fachliche Kaliber. Deutschland macht den Eindruck seit mindestens 20 Jahren total abgehängt zu sein. Das ist die üble Realität.

    Was kann man machen? Die Leute für eine Sache begeistern, aber nicht mit tagesschau & co. Nicht mit nicht existierenden Aufschwüngen, mit Themen. Einfach mal mit HTML5, CSS und Javascript eigener Kreation eine Seite basteln lassen. Nicht als „Schule“, wer mag schon Schule? Als eine Art Wettbewerb.

    1. Wir gehen mit unserem Projekt direkt in die Schulen und sprechen mit den Kids. Hauptsächlich ermöglichen wir ihnen einen Blick hinter die Kulissen der digitalen Welt, wo sich riesige Firmen tummeln, die ihre Daten sammeln. Ums Hacken gehts uns nicht, sondern um diese Hintergründe.

      Richtig ist, dass in der Schule nicht jedem Informatik aufgezwungen werden sollte. Jede/r sollte mal mit Basteln und Coden in Berührung gekommen sein, um danach selbst zu entscheiden, ob es ihn weiter interessiert (und dann belegt sie/er eben entsprechende Wahlkurse).

      Dein letzter Absatz findet sich im Prinzip wieder in den Events wie „Jugend hackt“, die wir unterstützen. Schön wäre es halt, wenn es kreative Räume in Schulen gäbe, in denen man mit Technik experimentieren kann. Natürlich auch mit Kunst, mit Musik usw., denn dann sind das nicht singuläre Ereignisse an manchen Orten in DE.

      Wobei „Jugend hackt“ mittlerweile auf den Wettbewerbscharakter verzichtet, was ich persönlich gut finde. Klar gibt es einen geheimen Wettstreit, man will ja was Cooles bauen, aber wir haben sowieso schon zu viel von dem „the winner takes it all“ Quatsch in der realen Welt und den Notendruck in der Schule.

    2. Das ist im 21sten Jahrhundert ungefaehr so sinnvoll wie die Behauptung, Schreiben und Lesen interessiere ja auch nicht alle, Deutschunterricht ueberhaupt sei voellig ueberschaetzt.

      Es gibt Grundfertigkeiten, die zur Teilnahme, gerade auch zur gestaltenden und muendigen Teilnahme, an der Gesellschaft notwendig sind. Die Aufgabe von Schule ist die Vermittlung einer solchen Grundbildung, vor allem anderen.

      1. Deutschunterricht IST völlig überschätzt.
        Ein Fach indem ein Lehrer eine 5, der Andere eine 2 für das Gleiche gibt.
        Fakt, so geschehen… Da half auch keine Klage mit Unterstützung des Autors des Buches um das es ging.
        Der Lehrer hat einfach Recht, Ende… => Da sollte man eine Art „Psychogramm“ über Deutschlehrer online stellen, was will der bei Interpretationen hören (lesen) etc..

        Man sollte aus Deutsch alles entfernen , was mit Literatur zu tun hat.
        Das ist nicht objektiv. Aber auch Staatsbürgerkunde, äh Geschichte.
        Da geht es doch um reine Erziehung, nicht darum etwas zu lernen dass man wirklich einmal braucht.
        Ist schon lustig, im 19Jh dachte man über Romane so wie über Videos und Computerspiele…
        Und heute wird es eben verklärt, und Kinder die sehr viel lesen positiv als „Bücherwürmer“ bezeichnet.
        Oder man kritisiert auf der einen Seite Kurzsichtigkeit von Smartphone und Tabletnutzung in der Kindheit, ignoriert aber dass es das zuvor schon immer bei Büchern gab.
        Ob man viel in Smartphones/Tablets sieht oder Bücher, das macht medizinisch keinen Unterschied während sich die Augen entwickeln…

    3. Ab der Grundschule genau so viele Stunden wie in Deutsch und Mathematik…
      Und im Kindergarten „Scratch“ vom „Kindergarten Lab“ des MIT.

      Schüler sollten mit 16 quasi 10 Jahre Erfahrung im Programmieren haben.
      Ich sehe keinen Nachteil darin, wenn dieses Wissen weniger Elitär wird, und damit evtl. auch die Löhne der IT-Experten und Programmierer sinken.
      120.000 im Jahr verdientz ein Experte?
      Mehr als der General unter dem sie dann bei der Bundeswehr arbeiten sollen ;-D . Daher bekommt die Bundeswehr auch nicht die Besten…
      Und Ich meine NICHT dass die Generäle einfach mehr bekommen sollten, damit man den IT-Leuten 120.000 im Jahr zahlen kann…

      Wann hat man in Estland damit angefangen?
      Wenn es vor 5 Jahren war (keine Ahnung), hat es bald Millionen gerade volljährige Programmierer, die hoffentlich auch den Dt. IT-Fachleuten das Leben schwer machen…

      Ich habe ja den Verdacht man will gar keine IT-Gebildete Masse.
      Mit jedem Wissenden vergrößert sich das Risiko des nächsten digitalen Dr. Doom oder der „Furchterregende Digitalo“, Muharharhar…
      Könnte Ich scripten, es gäbe schon öängst ein neues Rottennneighbor, das ist ein Fakt.
      Es muss nur EINE weitere Person geben die Scripten kann, und das auch will, und schon könnte das Realität werden.
      Wer Angst vor Repression hat, soll einfach dass „Killerscript“ (es gibt praktisch kein solches Script wo Besucher Pins setzen und kommentieren können, eine Art „Forum“, aber es gibt keine Kategorien, nur die Weltkarte… Ein Aufsatz für phpBB wäre gut) universell gestalten, zum download anbieten, und jeder kann es für seine Ideen nutzen.
      Modellbahngeschäfte, Grillplätze, Badeseen, was auch immer. Aber eben auch um Nachbarn, oder Behörden, Polizeidienstellen bis runter auf den einzelnenen Poolizist, Gerichte bis runter auf SA und Richter mit Klarnamen… Was man will.
      Allerdings wäre ein weiteres Script, kostenlos, für Personen gut. So wie Ärztebewertungsseiten könnte man Richter, Staatsanwälte und Polizisten mit einem einzelnen Eintrag versehen und Bewerten.
      Ärzte und Lehrer müssen das auch hinnehmen…

      @ Michael

      Auch Staatsbürgerkunde, äh Geschichte „interessiert nicht jeden“.
      VOn mir aus kann man es gerne streichen…
      Es dient eh keinem, abgesehen von denen die mal Geschichte studieren. Und die können es auch noch im Studium lernen…

      Informatik kann JEDER gebrauchen.
      Und zwar für alles was einen interessiert, ohne Chef und praktisch ohne Geld.
      Ein PC mit dem man Webscripte etc. schreiben kann, kostet praktisch nichts. Schon vor x Jahren gab es die für evtl. 20 Euro inkl. Monitor etc..

      Egal wofür sich der Einzelne interessiert, mit dem Wissen kann er eine Webseite (extra Script bei Ideen die über ein reines FOrum hineau gehen), eine Software etc. schreiben.
      Speziell bei sozialen und politischen Anliegen und Interessen.

      Man könnte genau so gut sagen „Lesen und Schreiben interessiert nicht jeden“…

      IT ist auch etwas, mit dem man ohne einen Chef und Kosten und ohne Gewerberäume, und sogar weltweit von Zuhause aus Geld verdienen könnte, wenn man will.

      „Klickaffen“ wird es keine geben, denn solche einfachen Prozesse werden mit Algorythmen automatisiert…
      Komisch, keiner spricht heute von Büroaffen oder Amtsaffen. Das ist ja gaaaanz was anderes, die „haben es geschafft“. So wie eine Ratte meinen kann „was Besseres“ zu sein als eine Kakerlake (Evolutionär).

      2030 sollen 18Mio von 31Mio heutigen Arbeitsplätzen wegfallen. Also bleiben 13Mio.
      Und? Gut so! Besonders hart wird es eben die Bürodrohnen und Amtszombies sowei deren Vorgesetzte treffen. Die sich heute oft noch für unersetzlich halten. Sich absolut nicht vorstellen können dass ihre Arbeit automatisierbar wäre. Dabei folgt deren Arbeit exakten Regeln, perfekt für Software…

      Auch Ärzte wird es einmal treffen.
      Das scheint mir so ein Beispiel zu sein, wo die tumbe Masse glaubt, die gibt es ewig.

      Und irgendwann braucht es hoffentlich auch keine Programmierer mehr.
      Jeder sagt in echter Sprache, was er/sie will, Webscript oder Software und wie das Holodeck der Enterprise D wird es erschaffen…
      Da auch die Animation immer besser wird, können auch Filme quasi von jedem geschaffen werden.
      Ohne Schauspieler und echte Kulissen. Immer besser, auch wenn es anfänglich natürlich keine Qualität im Sinne von Massenware ist.
      Ja, man könnte dem Computer das Drehbuch zu lesen geben, und der Film entsteht…

      1. > Ab der Grundschule genau so viele Stunden wie in Deutsch und Mathematik…

        ich vermute, du beziehst dich auf das Fach Informatik. Das ist denkbar, macht irgendwie auch Sinn, aber es ist nicht unser Fokus.

        Wichtiger als Anwenderwissen ist die Metaebene; Informationen bewerten können, die richtigen Fragen stellen, Hintergründe kennen usw. -> dass es dazu auch ein technisches Grundverständnis benötigt und dieses wohl am besten in einem Fach Informatik, von Fachlehrern unterrichtet, zu vermitteln ist, stimmt wohl.

        > Und im Kindergarten „Scratch“ vom „Kindergarten Lab“ des MIT.

        off-topic: schau dir mal SNAP an, es basiert auf Scratch, ist meiner Meinung nach aber umfassender und damit cooler. Wobei es natürlich für Scratch aktuell viel mehr Lernprogramme gibt.

  5. Das Schulfach Programmieren verpflichtend einzuführen wäre schon längst überfällig. Man darf nicht nur das reine Coden sehen, sondern auch Probleme analysieren, Lösungswege suchen, eventuell im Team arbeiten usw. Es gibt heutzutage schon viele Systeme, die dies für Schüler interessant machen. Picoboard, Makey Makey, Raspbotics, …
    Da werden dann noch zusätzlich technische und elektronische Grundlagen vermittelt.
    Wir verwenden die Lernboards von Raspbotics gemeinsam mit Scratch und dem Raspberry Pi. Und die Kinder bzw. Jugendliche würden das am liebsten den ganzen Tag machen.

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