Studie „Open Source Schweiz“ in Zürich vorgestellt

Balkengrafik
Anwendungsgebiete und Dienstleistungsbedarf bei Open Source Software

Heute Nachmittag werden in Zürich die Ergebnisse der vierten Schweizer Open Source Studie vorgestellt, die alle drei Jahre durchgeführt wird. Aus der Pressemitteilung:

„Die Schweizer Open Source Studie 2015 zeigt eine unerwartet hohe Zunahme der Nutzung von Open Source Software durch Behörden und Unternehmen. Die 200 befragten CEOs, CIOs und Informatikleiter gaben bei Kategorien wie Cloud Computing, Security-Technologien oder Linux Servern an, bis zu einem Drittel mehr Open Source Lösungen einzusetzen als bei der letzten Umfrage im Jahr 2012. Die Studie wurde von den Fachverbänden swissICT und /ch/open bei der Universität Bern in Auftrag gegeben und vom Bund, Kanton Bern, educa.ch und Open Source Anbietern finanziert.“

Hier ist eine der hübschen Grafiken:

Die Studie ist inzwischen hier herunterzuladen und kann unter CC-BY 4.0 weiterverwendet werden. Disclaimer: Ich bin der Studienautor.

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4 Ergänzungen

  1. Interessante Studie. Mal eine (vielleicht doofe) Nachfrage von jemandem, der sich mit solchen statistischen Umfrageauswertungen gar nicht auskennt:
    Greift man da irgendwie rechnerisch oder anders ein um eine Verzerrung dadurch zu verhindern, dass tendenziell vielleicht eher Firmen antworten, die ohnehin überdurchschnittlich an freier Software interessiert sind? Oder sind solche Effekte bei der großen Zahl der Teilnehmer gar nicht vorhanden?

    1. Wie in der Studie beschrieben haben wir rund 800 CEOs, CIO, CTOs und Leiter von Informatikabteilungen von Behörden und Unternehmen angeschrieben, die entweder Mitglied des Schweizer ICT-Verbandes swissICT sind oder als Mitglied der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK bei der Bundesverwaltung, Kantonsverwaltung oder Stadtverwaltung für IT verantwortlich sind. Diese angeschriebenen Personen haben schonmal grundsätzlich keine bestimmte Neigung für oder gegen Open Source Software, von dem her ist diese Grundgesamtmenge (Population) ohne Verzerrung (Bias) gegenüber dem Forschungsthema. Bei den 200 Antwortenden gab es sicher einige Open Source Enthusiasten, aber es gab auch zahlreiche Open Source Kritiker, die das entsprechend im Kommentar so bekannt gegeben haben. Bei den meisten Antwortenden gehen wir jedoch davon aus, dass sie eine relativ pragmatische Einstellung gegenüber Open Source haben, also diese Software einfach dort einsetzen wo es für sie gerade Sinn macht. Somit gehen wir davon aus, dass es bei den 200 Antworten keinen signifikanten Bias pro oder contra Open Source Software hat.

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