Netzpolitik

10 Gründe, um genau jetzt einen Dauerauftrag für netzpolitik.org einzurichten.

DauerauftraegeUnsere Arbeit wird vor allem durch unsere Leserinnen und Leser finanziert. Das haben wir in unserem letzten Transparenzbericht nochmal aufgedeckelt. Aber nur ein Teil davon kommt kontinuierlich über einen Dauerauftrag rein. Dafür haben wir jetzt nochmal:


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

„10 Gründe, um genau jetzt einen Dauerauftrag für netzpolitik.org einzurichten“.

Für die ganz schnellen: Das geht hier.

1. Wir sind eines der ersten fast komplett leserfinanzierten Netz-Medien in Deutschland. Wir sind niemandem verpflichtet, außer unseren Leserinnen und Lesern und unserer Haltung. Das sehen wir als Auftrag.

2. Wir sind der zentrale Ort für die netzpolitische Debatte im deutschsprachigen Raum. Ob Politiker, Journalistin, Aktivist oder BND-Mitarbeiterin – an netzpolitik.org kommt keiner vorbei.

3. Wir sind ein Frühwarnsystem. Wer netzpolitik.org liest, weiß was in der Zukunft debattiert wird. ACTA, Vorratsdatenspeicherung, Totalüberwachung, Netzneutralität oder Netzsperren sind dabei nur einige Themen, die wir schon von Beginn an begleitet haben.

4. Wir sind kein Geschäftsmodell, sondern gemeinnützig und gemeinwohlorientiert. Die Spenden unserer Leserinnen und Leser sind nicht nur steuerlich absetzbar, sondern fließen direkt in unsere journalistische Arbeit. Mit Eurem Dauerauftrag können wir mehr Themen bearbeiten und der Politik noch besser auf die Finger schauen.

5. Wir reden nicht nur, was man tun sollte. Wir tun etwas. Seit über zehn Jahren. Mit Leidenschaft, zu wenig Geld und derzeit 2,5 festen Stellen. Und mit einem großen Netzwerk um uns herum – deutschlandweit und international.

6. Wir sind transparent und legen unsere Finanzierung offen. Durch unsere Leserfinanzierung sind wir unabhängig von großen Unternehmen und Institutionen. Wir können uns auf die Themen konzentrieren, die wir für wichtig und richtig halten, weil wir nicht abhängig von Reichweite und Klicks sind. Bei uns haben auch Themen eine Chance, die bei anderen unter den Tisch fallen.

7. Wir haben schon über den NSA-Skandal berichtet, als Edward Snowden noch gar nicht für den Geheimdienst gearbeitet hat. Wir werden weiter darüber berichten, wenn die Medienaufmerksamkeit schon längst weitergezogen ist.

8. Wir bloggen auch, wenn der Staat uns Polizisten in den Nacken setzt. netzpolitik.org hat Rückgrat und lässt sich nicht einschüchtern. Weder von Abmahnungen noch von staatlichen Stellen. Wir haben das Informationsfreiheitsgesetz fast durchgespielt und werden vermehrt unsere Transparenzrechte einklagen.

9. Wir sagen nicht, dass wir neutral sind. Wir haben Haltung, berichten journalistisch und faktentreu. Immer mit Blick auf digitale Grundrechte, ein offenes Netz und das Gemeinwohl.

10. Wir machen Open Journalism. Unsere Wurzeln liegen im Netz: Wir sind offen, wir verlinken unsere Quellen, wir kommunizieren auf Augenhöhe. Wir experimentieren, reflektieren transparent und stehen im ständigen Dialog mit unserer Community. Uns liegen Dokumente nicht nur vor, wir veröffentlichen sie in der Regel auch. Denn die Leserinnen und Leser haben ein Recht darauf, sich selbst ein Bild zu machen. Dafür stehen wir ein. Unsere Inhalte stehen unter einer Creative Commons Lizenz und können zu nicht-kommerziellen Zwecken weiterverwendet werden.

One more thing…

11. Günther Oettinger ist jetzt der neue EU-Kommissar für Netzpolitik. Deswegen braucht es noch mehr netzpolitik.org!

Hier gibt es mehr Infos zum Einrichten eines Dauerauftrages oder einfach nur zu den Spendenmöglichkeiten. Und hier schreiben wir, wie teuer eine Stunde netzpolitik.org ist.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
79 Kommentare
  1. „Ob Politiker, Journalistin, Aktivist oder BND-Mitarbeiterin“

    Ich versteh die Welt langsam nicht mehr. Mal mit „in“ mal ohne. Wie soll ich das denn jetzt verstehen?

      1. Nein, falsch verstandene, falsch fokussierte und kleinkarierte Gleichberechtigung. Soetwas läßt mich immer am Verstand des Schreibers zweifeln.

        Übrigens, schon gewußt? Die deutsche Sprache enthält wesentlich mehr feminine Substantive als maskuline.

        Klaus

      2. Mir war diese Formulierung zwar total egal, aber wenn ich als Begründung für so etwas „Gleichberechtigung“ lese, kann ich nur noch den Kopf schütteln. „Politiker“ bezeichnet nach meine Sprachempfinden eine _Person_ die dem „Beruf“ des Politikers nachgeht, ohne dabei explizit ein Geschlecht zu nennen. Es kann also für eine Frau, einen Mann oder auch das Marsmännchen stehen. „Journalistin“ hingegen bezeichnet explizit eine _Frau_ die dem Beruf des Journalisten nachgeht, die Bedeutung wird also stark verändert.

        Das verstehe ich nicht, hier wird das Geschlecht zu einem Thema gemacht, wo es doch eigentlich gar keines sein sollte. Genauso bezeichnet „Student“ auch etwas anderes als „Studentinnen und Studenten“: Die letztere Formulierung drückt aus, dass das Geschlecht wichtig ist, während ersteres tatsächlich nur von der Tätigkeit ohne Geschlechterbezug spricht. Die Formulierungen sind also nicht gleichbedeutend und somit auch nicht austauschbar.

      3. Dieses ewige „die Frauen sind mitgemeint“ oder „die männliche Form ist der neutrale Ausdruck“ usw. hat sich schnell erledigt, wenn mal ein Politiker (m) in seinem Plädoyer ausschließlich die weibliche Form benutzt und darauf hinweist, dass „die Männer mitgemeint“ sind. So passiert im Stadtrat Flensburg, und DIE anschließende Debatte war wirklich heiß!

    1. Ich sehe nun wirklich keinen Grund, sich *da* dran zu stören. Es sind offensichtlich Beispiele und keine umfassende Aufzählung (nur da wäre das generische Maskulinum grammatikalisch geboten), also kann man auch das Geschlecht etwas durchmischen. Macht es auch etwas lebendiger, da erscheinen im Kopfkino eher mal Gesichter dazu…
      Mir geht zwanghafter Gleichstellungsfimmel zwar gehörig auf den Senkel, aber die reflexhafte Ablehnung von allem was entfernt danach aussieht inzwischen auch.

    2. Mir lieber als „*“. Im Englischen ist es nicht unüblich, abwechselnd she und he zu schreiben, so lange man von einer unbestimmten Person (der/die z.B. in einer Gebrauchsanweisung ein Gerät bedienen soll) berichtet.

  2. Was soll das bringen wenn man mit Argumentationen nichts erreichen kann? Mittlerweile sollte ja wohl klar sein, das der demokratische Rechtsstaat Geschichte ist und es nur noch darum geht mittels Überwachung und Erpressung abweichende Meinungen zu unterdrücken.

    Nehmt das nicht persönlich, Engagement sollte immer gewürdigt werden.

    1. Kennen wir bisher nicht. Da gibts ja dutzende ähnliche Plattformen und wir haben uns erstmal gegen Experimente entschieden. Wir versuchen unseren Buchhaltungsadministrationsaufwand so gering wie möglich zu halten. Jede weitere Plattform steigert erstmal den Aufwand.

      1. Ich hatte das auch mal angesprochen. Mir wurde damals von dir geantwortet, dass wäre zu viel Zeitaufwand.

        Also ich spende dadurch pro Monat so ca. 2-3 Euro. Es wäre schön wenn Ihr euch damit wenigstens auseinandersetzten würdet!

    1. Egal was man davon hält, es macht sehr deutlich das Transparenz in der Demokratie immer mehr als Problem denn als Lösung gesehen wird. Das macht traurig, auch wenn natürlich einige Leute übertreiben und damit anderen die Arbeit schwer machen. Aber letztendlich ist dies hier ein deutliches Problem der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der SPD, die dort den Justizminister stellt. Blog die sich mit Transparenz beschäftigen, sollten sich auch hiermit befassen — wenn es die Ressourcen denn erlauben. *Spende ist veranlasst*

  3. Sorry netzpolitik-Team:
    Wenn ich an Euch spende, verliere ich mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Job und damit meine wirtschaftliche Existenz. Traurig, aber wahr, das ist Deutschland 2014. Trotzdem danke für Eure wertvolle Arbeit.

    1. Mhm. Wo „On the wrong side“ wohl arbeitet? Und wie hätte der Arbeitgeber Einblick auf seine oder ihre Kontobewegungen?
      Aber schön, eine Portion Wertschätzung gibt’s von mir auch. Sobald ich ein geregeltes Einkommen haben – und eine Ahnung, dass ich damit meine BAföG-Schulden begleichen kann – gibt’s von mir auch ’nen Dauerauftrag…

      1. @ ;-)

        Deine Neugierde in allen Ehren, aber „On the wrong side“ wird Dir Deine Fragen aus nachvollziehbaren Gründen wohl eher nicht beantworten. ;-) Es gibt mehr Leute, als Du denkst, die extrem aufpassen müssen, was sie sagen und tun. Eine heikle Spende oder eine kritische Äußerung und schon ist’s vorbei mit der Ruhe im Spießbürgertum.

    2. Bei einer Bareinzahlung bei einer Bank auf das Spendenkonto sollte man doch anonym bleiben können.
      Nachteil ist die dabei anfallende, z.T. recht saftige Gebühr, welche wohl von Bank zu Bank variiert.
      Man kann ja dann den Nettobetrag der Spende um die Gebühr reduzieren. Das lohnt sich natürlich nur, wenn die übrigbleibende Spende entsprechend groß ggü. der Gebühr ist. Einfach mal schauen, wie hoch die Gebühr ist.

      1. Glaubst du! Das Geldwäschegesetz sei dank muss ich sogar bei der Bareinzahlung von 10 Euro meinen Perso vorlegen und alles registrieren lassen. Brave new world!

    3. LOL bist du dumm ? Niemand weiß wohin und an wen du spendest. Das kann man auch anonym mit Bitcoins machen oder bar – oder durch Kumpels z.B. Traurig sind deine schlechten Lügen

    4. Du kannst ja auch anonym Bitcoins spenden.
      (Vollständigkeitshalber sollte hinzugefügt werden: normalerweise sind Bitcoins nur pseudonym, um wirklich anonym spenden zu können, benutzt Du einen Bitcoin-Mixer und verbindest zu allen beteiligten Stellen ausschliesslich über TOR.)

  4. Ein Tipp für Daueraufträge: Wenn Ihr wie ich weniger als 200 Euro pro Jahr springen lasst, richtet keinen monatlichen, sondern einen jährlichen Auftrag ein, da Netzpolitik Euch keine Spendenbescheinigung erstellt und Ihr im Fall monatlichen Zahlungen sonst Scherereien bei der Steuer habt.

    1. Ja, so ähnlich würde ich das auch sehen. Das Bashing gegenüber RT Deutsch habe ich auch sehr kritisch gesehen. Las sich im Wortlaut schon etwas nach persönlichen Befindlichkeiten, und die sollte man in der Position des Herrn B. aus seinen Artikeln heraus lassen. So schwer, wie es fallen möge….

      1. Troll-Sebstfütterung? Mal geguckt, was die anderen Medienjournalisten so berichten? Und „ihr“ versucht hier noch nicht mal mit Argumenten zu kommen. Wenn Ihr so gerne RT guckt, dann beschreibt hier doch mal neutral die Stilmittel des Senders, die Auswahl ihrer Quellen und begründet, warum man so „alternative“ Berichterstattung machen sollte. Dann würde ich evtl. über das, was ihr hier schreibt, auch mal nachdenken …

        https://de.wikipedia.org/wiki/Ruptly
        http://www.stefan-niggemeier.de/blog/

    2. dem kann ich in gewisser Weise zustimmen, allerdings konkurieren RT und DWN nicht wirklich mit Netzpolitik.org . Also einfach mal Schwamm drüber würde ich sagen und auf die Ziele und Erfolge von Netzpolitik.org konzentrieren …

  5. Ich les hier öfter von angedrohten „Abokündigungen“, wenn ein Artikel nicht ins eigene Meinungsschema passt. Lustig. Liebe DroherInnen, wenn ihr alle echt ein Abo (=Dauerauftrag) hättet, ginge es Netzpolitik so was von Gold! Es ist ganz einfach: Nur wer ein Abo hat kann es auch kündigen. Danach aber nicht mehr.

  6. Ich lach mich tot. Von Google bezahlter Gefälligkeitsjournalist kriegt den Hals nicht voll und will jetzt auch noch seine Leser abkassieren. Wie erbärmlich.

      1. Das scheint mal wieder einer Eurer Urheberrechtsfans zu sein, die daran glauben, dass alle von Google gekauft sein müssten, die für eine Urheberrechtsreform einstehen. Ist so eine Art Ersatzreligion oder geistige Verblendung.

  7. Also erstens mag ich Eigenlob nicht so sehr.
    Und zweitens bin ich mit einigen Dingen gar nicht einverstanden; etwa die RT-Argumentation.
    Drittens habt ihr die Lobbyistenmasche echt raus.

    Was sagt mir das? Ich habe meine Meinung. Ihr habt Eure Meinung. Aber ihr tut was. Ihr tut was für Leute wie mich. Ihr hört Euch jeden Blödsinn an, ob verletzend, diskreditierend, unfair, what ever, doch ihr gebt nicht auf. Es mag mir nicht alles gefallen, doch ihr seit absolut notwendig. Außerdem scheinen mir einige Artikelschreiber hier immer besser zu werden.

    Der Dauerauftrag scheint mir logisch. Erst wenn ihr das alles nicht mehr seit, inkl. der ersten drei Zeilen(!), dann kann ich mir das wieder überlegen. Keep rocking.

    1. Joachim, kannst Du denn mal Deine RT „Argumentation“ dagegen halten, wenn Du mit der von NP.org nicht einverstanden bist? Das würde die Sache hier weiterbringen. Und natürlich geht es hier um Lobbyarbeit, daher guckt NP auch, mit wem man sich einlässt/zitiert/Interviews gibt. Zudem ist das, was Du geschrieben hast, wirklich schwer zu verstehen. Man weiß kaum, ob Du nun spenden willst, oder nicht. Guck‘ Dir das mal mit dem Argumentieren genauer an!

      1. Sorry, ich habe etwas provoziert. So schien es mir am „einfachsten“.

        „RT “Argumentation” dagegen halten“: Hier jetzt? Nein, nicht wirklich. Höchstens, dass Pressefreiheit und „Zensur darf es nicht geben“ klar Priorität über die eigene Meinung hat. Diese Freiheit aufzugeben würde eine Schere im Kopf bedeuten.

        Aus diesem Grund werde ich NP unterstützen. Ich kann nicht von NP Dinge verlangen, die ich selbst nicht wenigstens verstanden habe. Das wäre dann meine Schere im Kopf. Muss ich mehr sagen? Zu verlangen, selbst zu denken wäre jetzt überheblich?

        In weit über 90% der Fälle tut NP mehr, als das Richtige. Sie tun Dinge die ich selbst kaum und schon gar nicht alleine kann. Sie informieren mich, auch wenn ich Dinge manchmal anders sehe. Und da wo es schief läuft, da lernen sie und wir. Wir brauchen Informationen, ein Sprachrohr und die Diskussion. Wir brauchen eine außerparlamentarische Opposition. Denn es ist unser Netz – so unterschiedlich wir auch sind. Wir müssen Meinungsfreiheit leben und bei uns selbst anfangen.

        Was wir nicht brauchen ist Selbstzerfleischung.

  8. @Markus Beckedahl:

    Ich würde gerne ein Gefühl dafür bekommen, wie viel eine einzelne Spende Euch konkret hilft. 300 Euro kostet z.B. ein Praktikant pro Monat. Wenn ich also 300 Euro monatlich spende, könnt Ihr einen Praktikanten mehr einstellen. Habt Ihr ähnliche Richtwerte, damit man ein besseres Gefühl für den Gegenwert einer Spende kriegt?

    1. Jo, das würde mich auch interessieren. Doch in meinem Fall lägen 300 Euro / Monat weit über dem Möglichem. Es gibt auch andere Dinge und man muss selbst handlungsfähig bleiben. Sonst ist niemandem gedient.

      1. Das fällt uns leider schwer. Wir haben hier immerhin keine Bäume, die wir für 5 Euro pflanzen könnten, sondern nur vage Zahlen wie für 5 Euro kann eine Person 20 Minuten recherchieren und schreiben (oder so). Und da müssten wir dann noch alle Kosten für Server, Admin, Miete, etc reinrechnen, weil nur die Arbeitskraft alleine macht das ja nicht – und hätten danach womöglich wieder Diskussionen, dass das doch zuviel sei und was es da nicht alles gibt.

        Weil 300 Euro für einen Praktikanten ist es dann auch wieder nicht, weil wir den noch anmelden und sozialversichern, einen Arbeitsplatz stellen mit Technik, Stuhl, Tisch, Telefon, etc und was wir dann für einen Praktikumsplatz pro Monat ausgeben ist weit mehr als die 300 Euro, die wir auszahlen können.

        Erstgemeinte Frage: Würde sowas echt helfen und motivieren, wenn wir das in diese Richtung aufschlüsseln würden?

      2. Nein Markus, ich hab‘ ja jetzt schon ein schlechtes Gewissen Zeit zu binden.

        Transparenz ist gut, doch hier braucht es nur eine Richtlinie, einen Durchschnitt +/- oder einfach Eure Erwartung, was ihr angemessen findet, ruhig auch von Anderen (Kommentatoren, Autoren usw.)

      3. @Markus Beckedahl:

        „Erstgemeinte Frage: Würde sowas echt helfen und motivieren, wenn wir das in diese Richtung aufschlüsseln würden?“

        Ja. Menschen möchten häufig wissen, wohin genau ihr Geld fließt – pauschal „an netzpolitik.org für digitale Bürgerrechte“ ist da zu wenig. Menschen können besser mit Konkretem als mit Abstraktem umgehen.

        Bei der GLS Bank kann man z.B. wählen, ob man lieber Öko-Landwirtschaft oder Öko-Energie fördern möchte. Dort weiß man also nicht nur, wofür das Geld genutzt wird, sondern man kann es auch selbst entscheiden. Das ist sogar noch ein Schritt mehr.

        Konkrete anschauliche Beispiele sind der Trumpf. Hilfsorganisationen, die Geld für Kinder oder Hungernde sammeln, oder Umweltschutzorganisationen, die Geld für Tiger und Urwald sammeln – sie alle nutzen konkrete, fassbare Beispiele, wofür die Spendengelder ausgegeben werden. „10 Euro und ein Kind ist gegen Polio geimpft“.

        Es lässt sich außerdem besser um Spenden werben, wenn auf Flyern oder Web-Bannern sinngemäß zum Beispiel steht: „50 Euro und netzpolitik.org kann einen Monat lang telefonieren“ oder „1000 Euro Spenden im Monat geben netzpolitik.org ein Dach überm Kopf“.

        1. Bei der GLS Bank kann man z.B. wählen, ob man lieber Öko-Landwirtschaft oder Öko-Energie fördern möchte. Dort weiß man also nicht nur, wofür das Geld genutzt wird, sondern man kann es auch selbst entscheiden. Das ist sogar noch ein Schritt mehr.

          Da haben wir uns bewusst gegen entschieden, da Themen schnell wechseln. Im vergangenen Frühjahr hätten z.B. viele vor allem wegen Netzneutralität gespendet und plötzlich kam Snowden. Hätten wir dann zweckgebundene Spenden für Netzneutralitäöt, könnten wir die nicht gegen Totalüberwachung einsetzen. Abgesehen davon dass bei unser kleinen Redaktion es keinen Sinn macht, zu 37% für Netzneutralität bezahlt zu werden und zu 23% für Urheberrecht.

          Es lässt sich außerdem besser um Spenden werben, wenn auf Flyern oder Web-Bannern sinngemäß zum Beispiel steht: “50 Euro und netzpolitik.org kann einen Monat lang telefonieren” oder “1000 Euro Spenden im Monat geben netzpolitik.org ein Dach überm Kopf”.

          Danke für den Hinweis. Ich mach mir mal Gedanken, wie wir das machen könnten.

      4. @Markus Beckedahl:

        „Da haben wir uns bewusst gegen entschieden, da Themen schnell wechseln. (…) zweckgebundene Spenden (…) zu 37% für Netzneutralität bezahlt zu werden und zu 23% für Urheberrecht.“

        Das meinte ich ja auch nicht. Das Beispiel der GLS Bank zeigt zwei Aspekte:

        1. Die Spender/Kunden wissen, für welche konkreten Themen, Projekte, Teilbereiche die Gelder verwendet werden.
        2. Die Spender/Kunden können darüber hinaus selbst entscheiden, für welchen Teilbereich die Gelder genutzt werden sollen.

        Für netzpolitik.org halte ich zunächst einmal nur Punkt 1 für sinnvoll. Es sollte konkret benannt werden, was eine Spende bewirkt. Überschriften wie „gegen Totalüberwachung, für Datenschutz“ etc. sind zu abstrakt, wenn ich wissen will, was mein Geld bewirkt.

        -> Noch eine Idee:
        Patenschaften. Was hältst Du davon?

        Ein Spender erhält die Möglichkeit konkrete Dinge zu finanzieren, als „Pate“ sozusagen. Bspw. findet sich ein wohlhabender Pate, der das Geld für einen Praktikanten für ein halbes Jahr komplett bezahlt – natürlich im Voraus damit Ihr Planungssicherheit habt. Oder jemand erklärt sich bereit, das Geld für neue Computer bereitzustellen. Das ganze kann man noch mit Anerkennung durch Namensnennung (falls der Spender keine Anonymität wünscht) garnieren. Patenschaften wären sehr konkret für den Spender und würden Bindung und Identifikation zwischen Spender und finanziertem „Objekt“ bringen. Patenschaften sind ähnlich zu Sponsoring.

  9. Ihr braucht Geld und wollt gleichzeitig was gutes tun? Schliesst Euch mit Netz- und Medienanwälten in Österreich zusammen und klagt mit Hilfe der interessierten Kreise die großen NSA-Konzerne (Apple, M$, Cisco, Yahoo etc.) nach europäischen Datenschutzrecht in Grund und Boden. http://www.europe-v-facebook.org/ macht es vor. Dann kommen auch größere Beträge rum, und man kann mal 100.000EUR in neue Mitarbeiter stecken.

  10. Hallo,

    wenn ihr viele Journalisten eure Seite lesen und diese auch als Quelle nutzen, so hat dies etwas mit Anstand zu tun auch euch fi­nan­zi­ell zu unterstützen. Oder sehe ich da was falsch?

    @On the wrong side
    Wenn du zur „dunklen Seite der Macht“ gehörst, dann sende doch wie in alten Zeiten „Briefmarken“ oder „Geldscheine“ im Paket. In kleinen nicht durchgängig nummerierten Scheinen. ;-)

    Mit einem Bogen Briefmarken für 100€ kann man auch einiges anfangen.

  11. Markus Andre Anna und das ganze Team

    Danke für Eure Arbeit! Ihr seit die Besten!

    Für mich seit Ihr echte Journalisten/innen

    Ihr hinterfragt, schreibt über unangenehme Dinge.
    Ihr denkt nach, bevor Ihr was veröffentlicht.
    Ihr traut Euch was.

    Wir machen im Freundeskreis schon Wetten wie viel Stasis ups Busis beim NSU neben euch sitzen.

    Macht weiter bitte!
    Meine Überweisung ist raus

    LG an alle und hoffentlich ruhige Weihnachtstage
    Tom

  12. „Unsere Inhalte stehen unter einer Creative Commons Lizenz und können zu nicht-kommerziellen Zwecken weiterverwendet werden.“

    CC BY-NC-SA 3.0 ist zwar schon deutlich besser als „All rights reserved.“, trotzdem ist es immernoch nicht wirklich frei. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die Meinung von jeder mit bekannten Organisation, die sich explizit mit Lizenzen auseinandersetzt. Nur um eine zu nennen: http://opendefinition.org/licenses/

    CC BY-SA 4.0 International wäre als Lizenz besser geeignet, und auch tatsächlich frei wie in free-of-speech. Welche Risiken hättet ihr als leserfinanziertes Medium? Ich sehe keine.

    1. CC BY-SA 4.0 International wäre als Lizenz besser geeignet, und auch tatsächlich frei wie in free-of-speech. Welche Risiken hättet ihr als leserfinanziertes Medium? Ich sehe keine.

      Wir sind leider nicht komplett Leserfinanziert und finanzieren unsere Redaktion auch über Gastbeiträge woanders. Wir würden gerne noch von kommerziellen Unternehmen gefragt werden und eine Vergütung bekommen, wenn sie unsere Beiträge übernehmen. Wir können uns aber vorstellen, das irgendwann mal umzustellen, wenn es mit der Leserfinanzierung so gut funktioniert, dass uns das andere egal sein kann.

  13. naja……………war im Moment die einzige Möglichkeit und mir war wenn ich ehrlich bin auch nicht wirklich klar wie ihr euch finanziert, lese euch noch nicht so lange, ist mir auch schon klar das ich damit erstmal nur mein Gewissen beruhigt hab ;)

  14. wirklich interessant wäre es zu wissen, wie viele „feste“ spenden ihr ungefähr im monat bekommt und wie viele einmalige, damit man nachvollziehen kann, wie sehr ihr jeden monat um euer geld „bangen“ müsst. ;)
    mir war bisher einfach nicht so bewusst, dass daueraufträge sinnvoller sind als „einzelspenden“.

    herzlichst :)

  15. So … nächstes Abo abgeschossen.
    Um Buchungskosten bei der Bank (die ja selbst innerhalb der GLS anfallen) und dem Steuerberater zu sparen, mit jährlicher Wiederholung zum 1.2. Ein Jahresabo halt, wo ich nicht mehr drandenken muss :)

    Weil allgemein, wie auch hier im Thread, eine gewisse Unsicherheit über die adäquate Spendenhöhe besteht: Ich überweise 10,- € pro Monat. 5,- für die jornalistische Arbeit und 5,- für die Lobby-Arbeit.

    Kein riesen Betrag, entspricht aber grob einem normalen Zeitschriften-Abo und ist ja nicht die das einzige Online-Angebot, für das ich freiwillig und gerne etwas bezahle. Mein Ziel ist es, im Jahr einen ähnlichen Betrag an Online-Angebote zu entrichten, wie ich ihn früher für Print-Titel aufgebracht habe.

    Wenn wir unabhängigen Journalismus oder auch nur einen nicht gleichgeschalteten Blick auf die Welt haben möchten, gibt es keinen anderen Weg , als auch dafür zu sorgen, dass die Anbieter davon leben können. Bei Print selbstverständlich, was es online auch sein sollte.

  16. Hier wäre es erst einmal angebracht, die willkürliche Zensur von ehrlichen Kommentaren zu unterlassen, die zurecht notwendig und fachlich korrekt gewesen sind. Doch so lange die falschen Leute darüber bestimmen, wer was zu lesen hat, braucht man erst gar nicht über die Geldfrage sprechen.
    Unterdrückung einer freien Meinungsäußerung hat es nicht zu geben, erst recht nicht wenn es vollkommen legitime Aussagen sind zu realen Sachverhalten.
    Bevor das nicht funktioniert ist Netzpolitik keinen bisschen besser, als diverse widerliche Plattformen ala Facebook und Dergleichen.

    1. Wir löschen hier selten und haben auch besseres zu tun. Aber wenn wir etwas löschen, dann gibt es auch immer einen Grund. Und in der Regel wird die Menschenwürde von anderen Menschen verletzt, was wir nicht tolerieren. Und die Menschenwürde steht als Grundrecht vor der Meinungsfreiheit.

  17. Hallo,

    ich habe noch NIE für Journalismus bezahlt. Ihr seid die Ersten die mich überzeugt haben objektiv zu sein. Ich möcht einen Dauerauftrag von 5€ im Monat einrichten, das ist nicht viel aber ein Anfang. Jetzt frage ich mich ob man dafür eine Spendenquitting bekommt (5×12 macht ja mehr als 200€) oder ob die Spendenquittung nur für Einmalzahlungen ausgestellt wird.

    Gruß,
    Ein Mitbürger

    1. Danke für die Unterstützung. Wir haben im Moment noch keine Infrastruktur, um automatisiert allen Spendern eine Spendenbescheinigung zukommen lassen zu können. Daher müssen wir das immer einzeln machen.

      Insofern hilft es uns, wenn Du Deine Kontoauszüge einreichst und dazu dieses Formular. https://netzpolitik.org/wp-upload/Spendenquittung-Vordruck-unter-200-EUR.pdf

      Notfalls können wir auch individuell eine Spendenquittung ausfüllen. Das ist dann aber erst im kommenden Jahr und wenn das alle machen wollen, müssen wir fast wieder temporär eine weitere Stelle zur Bearbeitung schaffen.

      1. Hallo,

        Dauerauftrag von 5€ pro Monat ist eingerichtet. Eure kritische Berichterstattung ist wichtig und wert gefördert zu werden. Ich weiß es nicht viel aber wenn es jeder machen würde, würde es schon ausreichen.

  18. Hallo,
    ohne die Skandal-Nachrichten über Euch wäre ich nie auf Euch gestoßen, weil ich mich gegen Netzwerke wie Facebook u. Twitter etc. stets gewehrt habe. Also rund um eine gute Werbung für Euch. Mutige Transparenz MUSS weiterlaufen, sonst versumpft Deutschland ganz schnell wieder in SS- oder Stasi-Strukturen. Die Anfälligkeit dafür ist immer latent vorhanden, sie war auch nie verschwunden. Genährt wird sie allein vom Schweigen einer gehorsamen Bevölkerung…
    Im Übrigen kann ich bei Euren Artikeln auch keine Polemik, sondern nur reine Informationen finden. Gut so – und: Weitermachen!
    Gruß Anne X.

  19. Ich habe bisher recht wenig über euch und von euch gelesen. Dennoch weiß ich seit Snowden was ihr macht und das es wichtig ist. Das ist für mich ein Grund und eigentlich auch *der* Grund, warum ihr gleich von mir eine Spende erhaltet!
    Das die Staatsoberhäupter jetzt meinen die größte juristische Keule gegen euch zu schwingen, während in der NSA Sache fast nichts unternommen wurde, ist ein Grund mehr.

    Macht weiter so und ich werde künftig häufiger bei euch vorbei schauen.

    Mike

    PS: Den Vorschlag von PV würde ich unterstützen. Evtl kann man ja eine Gegenklage einreichen oder ähnliches. Auch dieses Vorhaben würde ich separat mit einer Spende unterstützen!

  20. Hallo die Herren !
    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen,dass ihr da gut durchkommt und es dem GBA sehr Leid tun wird Euch so angegriffen zu haben.

    Weiterhin nur das Beste für Euch !

    Mit schönen Grüssen
    jupp esch

  21. Bin ebenfalls erst durch die Skandalnachrichten auf euch gestoßen und habe 5€ gespendet. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr die Klage abwenden könnt. Es wäre eine Schande wenn nicht. Solidarität mit den #Landesverrätern!

  22. Ich kenne Netzpolitik schon länger und habe auch schon öfters in anderen Medien von euch gelesen, aber ein (aktiver) Leser eures Blogs war ich bisher nicht. Aber zumindest weiß ich schon seit einiger Zeit, was ihr macht und wie wichtig eure Arbeit ist.

    Gerade jetzt und durch die zunehmende NSA-Spionage und durch die Repressalien die z.B. Edward Snowden durchmachen muss, nur weil eher die ach so freiheitliche und friedliche „Westliche Kapitaldemokratien“ ins Wanken gebracht hat, habe ich immer mehr den Wunsch mich auch außerhalb der Mainstreammedien zu informieren und auch selbst aktiv zu werden.

    Leider bin ich am morgigen Samstag, den 01. August nicht in Berlin, ansonsten wäre ich bei „eurer“ Demo dabei.

    Aber nichts desto trotz bin ich gerne mit einer Spende behilflich und werde euren Blog in Zukunft regelmäßig besuchen und bei Gelegenheit auch gerne „Werbung“ für euch machen.

  23. Ich wollte Ihnen 50 Euro mit VWZweck Landesverrat spenden, aber ich wohne in Italien und brauche also nicht nur euer IBAN, sondern auch Ihren internationalen BIC/SWIFT-Code. Bitte senden mir es per email.
    Danke und nochmals VIEL Erfolg. Icj verfolge Sie auch auf Twitter, meine Adresse ist @alexmanica.

    Schönes Wochenende!

  24. Verfahren wurde also eingestellt. Seit Ihr damit wohl nicht zufrieden? Also Ihr wurdet von bestimmten Stellen eingeschüchtert? Gibt es dafür Beweise? Wollt Ihr auch gegen die Bundeskanzlerin ermitteln lassen? Sie war doch für Euch und hat den Verantwortlichen, der natürlich falsch gehandelt hat, entlassen. Snowden hat geheime Dokumente der NSA der USA veröffentlicht. Ich finde das war Landesverrat und er muss bestraft werden. Wenn Ihr das selbe tut, dann muss gegen Euch ermittelt werden. Also würde ich lieber nicht den Namen Snowden zu stolz erwähnen. Trotzdem leistet Ihr sehr Gutes und Euer Ansinnen ist edel und vor allem mutig. Ich könnte nicht so etwas tun, wäre mir zu gefährlich. Dauerauftrag von mir erhaltet Ihr trotzdem nicht. Ich mache lieber einen DA für notleidende Kinder in Afrika. Denen in Afrika ist das vollkommen egal, was bei uns los ist mit den Geheimdiensten. Die haben viel wichtigere Probleme. Ich rege mich nicht mehr auf wegen dem, was alles über Geheimdienste im Fernseh oder sonst wo berichtet wird. Erfährt man davon zu viel, dann stumpft es ab und man kann solche Sachen nicht mehr hören. Es reicht mir schon lange. Deswegen höre ich immer weniger Nachrichten.

  25. Krieg ist wahrscheinlich nicht die klügste Antwort. Aber hier glaube ich, dass Anonymous mehr Kompetenz als irgend ein überwachungswütiger Präsident besitzt; und dass ein „Cyberwar“ in Sachen Prävention mehr Erfolg haben kann, als der nächste endlose Kriegszustand.

    Zu dem Urheber des Tweets: Wahrscheinlich nur ein Versehen, weil alles mit „Cyber“ doch jetzt in ist und in der Politik alle als zeitgemäß gelten wollen.

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