Youtube-Firma untersagt Berichterstattung über sie auf Youtube

Vergangene Woche hatten wir über einen Bericht des NDR-Medienmagazin Zapp berichtet, der von „Schleichwerbung bei YouTube: Unterschätzte Medien-Konkurrenz“ handelte. Wir hatten auch das passende Video aus dem ARD-Youtube-Kanal eingebunden. Dort ist der Bericht aber nicht mehr zu sehen. Warum dieser aus Youtube gelöscht werden musste, erklärt die Zapp-Redaktion in ihrem Blog: Warum ein Film über ein YouTube-Netzwerk nicht mehr auf YouTube zu sehen ist.

Die Kurzfassung: Die Firma hinter dem größten deutschen Youtube-Netzwerk, Mediakraft, hat die Nutzung von Ausschnitten ihrer Youtube-Stars Y-Titty im Rahmen des Zapp-Berichtes für Youtube untersagt. Kann man sich nicht vorstellen?!

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

6 Ergänzungen

  1. „Kann man sich nicht vorstellen?!“
    Ich kann mir das gut vorstellen. Mediakraft ist praktisch das RTL auf YouTube, finde ich.
    Obwohl eigentlich ist RTL noch mal um einiges schlimmer.

  2. Interessant ist viel mehr, welche Ausmaße der Kleinkrieg zwischen dem öffentlich rechtlichen Fernsehen und Mediakraft geradezu annimmt. Das Fernsehen sieht im stetigen Wachstum YouTubes eine Riesengefahr für seine Einschaltquoten. Wozu noch einen TV anmelden und GEZ-Zwangsbeiträge zahlen, wenn man dank Internet darauf verzichten kann? Somit ist das TV natürlich bestrebt die größten Konkurenten – also professionelle Netzwerke wie Mediakraft, Divimove, Gamestar, IDG, Tube Agency, oder was auch immer so schlecht wie möglich darstehen zu lassen.
    Ob man also alles für bare Münze nehmen darf, was bei diesem Sandkasten-Krieg verbal ausgefochten wird, wage ich doch stark zu bezweifeln…

  3. Der Satz „Warum dieser aus Youtube gelöscht werden musste, erklärt die Zapp-Redaktion in ihrem Blog“ ist natürlich nicht ganz korrekt formuliert. Er suggeriert, dass die Darstellung von Zapp die definitiv richtige ist. Eigentlich müsste er enden mit: „…, schildert die Zapp-Redaktion aus ihrer Sicht in ihrem Blog.“ Die Sichtweise von Mediakraft Networks steht nun ebenfalls dort in den Kommentaren zum Nachlesen.

Ergänzung an leinad Ergänzung abbrechen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.