Schutz der Medien ist Schutz der Demokratie

Heute fand die Jahrestagung der Datenschutzbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten statt. Natürlich stand auch diese Tagung unter dem Einfluss der Ausspähungen und Überwachung durch verschiedene Geheimdienste. Die Datenschutzbeauftragten veröffentlichten in Reaktion auf die Ereignisse eine Pressemitteilung und forderten Bund und Länder auf, gegen die Unterwanderung vertraulicher Kommunikation vorzugehen und so die Pressefreiheit zu schützen:

Die bekannt gewordenen Ausspähungen gefährden alle Bürger. Wenn aber Journalisten betroffen sind, gefährdet das zusätzlich die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Informationsvermittlung und Meinungsbildung in unserer Gesellschaft.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

4 Ergänzungen

  1. „der Datenschutzbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“
    wo war denn der als diese gigantische Datenbank mit persönlichen Informationen der „Kunden“ aufgebaut wurde.
    diese Clowns machen sich nur noch lächerlich

  2. Wenn die ö-r Komiker über Datenschutz plappern wollen, dann sollen sie doch mal erklären, wie folgendes zusammenpaßt:
    1. „Teilnehmer“ am ö-r Rundfunk wird man ja inzwischen zwangsweise, jedenfalls finanziell
    2. ein gewisser Teil der ö-r Aktivitäten spielt sich bei Facebook ab
    3. um dort teilzunehmen, wofür man ja zwangsweise bezahlt hat, braucht man einen Account
    4. laut der Geschäftsbedingungen von Facebook muß man diesen Account mit realen Daten füttern
    5. diese Daten dürften schneller in den Beständen der NSA landen, als man die beim Abschicken die Entertaste wieder losläßt.

    Oh, die wissen das sogar ansatzweise:
    http://www.br.de/unternehmen/inhalt/soziale-netzwerke-twitter-facebook166.html
    „Viele Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter halten nicht unbedingt die Datenschutz-Standards von BR.de ein.“
    Das heißt, Für die betreffenden Teile des zwangsfinanzierten Angebots verstoßen diese Rundfunkanstalten vorsätzlich gegen diese Datenschutz-Standards. Die sollen sich ihr Lamento über die Betroffenheit ihrer Journalisten mal sonstwo hinstecken.

  3. Wenn man sich das abkotzen von Burkhard Müller-Ullrich im DLF anhört, der dabei gleich noch wichtige Tatsachen weg ist mir nicht ganz klar wen man hier noch schützen soll.

Ergänzung an rjb Ergänzung abbrechen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.