Bürgerkrieg: Syrien war dann mal kurz offline

steady 66, drop to 5

steady 66, drop to 5Gestern um diese Zeit war Syrien gerade offline. Für 40 Minuten waren die Netze der Syrischen Telekom nicht in den globalen Routing-Tabellen. Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt.

Die Syrian Telecommunications Establishment betreibt zwei Autonome Systeme: AS29256 und AS29386. Durch diese Netze sind 61 der 66 syrischen IP-Netze mit dem Rest des Internets verbunden. Von 13:32 bis 14:12 UTC waren diese Netze nicht in den globalen Routing-Tabellen, wie Doug Madory berichtet.

Seit vorgestern eskaliert die Situation im Land vollends. Wenn ihr nicht eh Al Jazeera guckt, hat die englische Wikipedia eine Timeline.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

7 Ergänzungen

  1. Der „Burgerkrieg“ in der URL liest sich irgendwie lustig. McDoof vs Syria King? Wenn der Anlass nicht so ernst wäre könnte man darüber glatt lachen..

  2. Gab es sowas eigentlich schon öfters? Bzw. kann sowas überhaupt ein Unfall sein? Telekomix & Co hat wohl weiterhin viel zu tun!

    Wäre mal interessant zu wissen wieviele „Kabel“ man in Deutschland kappen müsste um uns offline zu setzen, ich höre bei Diskussionen immer, dass man nicht glaubt, dass Deutschland gekappt werden könnte. Das dürfte aber eher träumerei sein…

    1. das hat nichts mit Kabel kappen zu tun, wenn die routingtabellen gelöscht werden, wissen die Systeme nicht wohin sie die Daten leiten sollen. Ägypten hatte letztes Jahr das gleiche getan.

    2. Och, das sind vllt einige Leitungen aber nur verhältnissmäßig wenige Peering Knoten. Wenn man die abschaltet dann ist DE auch nur noch ein großes LAN. darum geht es ja, dass keine Informationen nicht mehr nach außen gelangen. Intern ist es nicht so wichtig alles ab zu schalten.

  3. Irgendwie bräuchte es mal ein weltweites bezahlbares Sattelittennetzwerk das Zugang zum Netz garantiert. Auch wenns nur geringe Bandbreiten sind, somit könnte man dann Politische Zensur viel leichter umgehen.

Ergänzung an Letron Ergänzung abbrechen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.