Kultur

Aus dem Druck: Wie das Internet funktioniert

Vor zwei Monaten hatten der Digitale Gesellschaft e.V. die Broschüre „Wie funktioniert das Internet“(PDF) ins Netz gestellt. Wir hatten damals angeboten, die Broschüre irgendwie an alle Abgeordneten im Europaparlament (natürlich nur die deutschsprachigen), im Bundestag und den 16 Landtagen zu verschicken, wenn uns die Druckkosten refinanziert werden. Das hatte geklappt und nach einer Korrekturphase, einigen Ergänzungen und vier weiteren Seiten haben wir die Broschüre dann in Druck gegeben.


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Heute kamen hier 5000 Exemplare in diversen Paketen mit insgesamt rund 250kg Gewicht an und wir werden uns demnächst mal damit beschäftigen, wie wir die Broschüren kostengünstig und ohne großen logistischen Aufwand über die Poststellen von Bundestag und den Landtagen tatsächlich an alle Abgeordneten verteilen können. Beispielsweise müssen wir noch für Bundestag und 16 Landtage klären, ob man da einfach mit einem Paket Broschüren zur Poststelle gehen kann und diese verteilt die Broschüren an alle Abgeordnete. Oder ob man die Broschüre mit Etiketten individuell adressieren muss, was natürlich den Aufwand steigert.

Das muss aber erst mal bis nach der re:publica warten.

Da schon genug Fragen kommen, wie man einzelne oder eine handvoll gedruckte Exemplare erhält: Wir wissen es leider auch nicht. Da wir komplett ehrenamtlich arbeiten, hat bei uns auch keiner groß Lust, die Freizeit mit Post eintüten und verschicken zu verbringen.

20 Kommentare
  1. Also die PDF enthält einen Fehler bei den CC-Lizenzen:
    CC BY-ND wird genauso beschrieben wie CC-BY-NC-ND – „Namensnennung-_NichtKommerzeill_-KeineBearbeitung“.

  2. Hi,
    nach einem kurzen Anruf bei unserer Bürgerschaft, kann ich folgendes mitteilen:
    alles was an die Poststelle geschickt wird und sich an alle Abgeordnete richte, wird dann entsprechend in die Fächer verteilt.

    Anm: es sind 83 ;-)

    MFG
    Resu Sneipas

  3. Wäre es Euch eine Hilfe, wenn das (ich nehme an: Anschreiben und die Broschüre an sich) in Brüssel jemand gesammelt entgegen nimmt und in die Postfächer der deutschen Abgeordneten verteilt? Wenn ja, würde ich mal lieb meine Kolleg_innen bitten.

  4. Erfahrungswert: Einfach an die Poststellen geben funktioniert leider nicht, aber es muss auch nicht jeder Abgeordneter einzeln addressiert werden. Die Poststellen nehmen gerne Pakete für die Fraktionen entgegen, dort können dann die Broschüren an die Abgeordneten verteilt werden. Also müsst ihr nur recherchieren wieviele Mitglieder jede Fraktion hat und dementsprechend die Pakete packen.

  5. Hey,
    eure Broschüre finde ich echt super. Ich weiß zwar wie das alles funktioniert, aber leider viele meiner Freunde und Bekannten nicht.
    Werde das Heftchen mal weiterempfehlen.
    LG Chris

    Übrigens finde ich das was ihr so macht generell absolut genial!

  6. Ich schätze mal dass ein paar Exemplare übrig sind, die man sicher auf der re-publica abholen kann, wenn sich bei DigiGes in Berlin niemand findet, der die Bestelungen abarbeiten mag.
    Ansonsten: FoeBuD-Shop? (Jaaa, Konkurrenzverein und so, aber wenn die dafür ein wenig Schutzgebühr nehmen, haben alle was davon.)
    Verteilen in Brüssel im EP kann sicher EDRi übernehmen, wir helfen mit dem JPA-Team auch gerne mit.

  7. Ich würde mich nicht darauf verlassen dass die Dinge irgendwo verteilt werden. Will sagen: Was an der Pfrote von welcher Organisationseinheit auch immer (z.B. Fraktionsbüro) abgegeben wird, riskiert im Müll zu versinken. Direkt an die einzelnen Abgeordneten schicken ist wohl nötig.

    Ich würde mich mit einer Spende an den Portokosten beteiligen, wenn Ihr das macht. Ausserdem ein Kilo Kaffeebohnen für die Eintüter — zum wach bleiben.

    1. @stefan: Danke, zumindest für den Bundestag haben wir wohl eine Lösung gefunden. Einzelne Politiker können über Hauspost ihren Fraktionskollegen Post weiterleiten. Bisher haben wir für vier Fraktionen schon Helfer gefunden.

  8. Also für den Landtag BW kann ich mich auch gerne als Eintüter, Porto-Supporter oder Verteiler anbieten. Könnte über ein paar mehr oder weniger direkte Drähte auch die Verteilung bei 2 oder 3 Fraktionen anvisieren oder alternativ gibt es ja auch nette Adresslisten des Landtages, aus denen man mit geringem Aufwand Adressaufkleberlein drucken könnte, dann wird es tatsächlich eine individuelle Zustellung. Knapp 150 Abgeordnete x 0,85 € Büchersendung (je nach Maße), ca. 120 €. Da dürften sich ja ein paar Leute finden lassen, die das gegen Spendenquittung der DigiGes unterstützen.

  9. Ich wünsche mir solch eine Broschüre für die Bürger, wo nicht gleich im ersten Kapitel Protokolle besprochen und im Zweiten IP Adressen behandelt werden. Hiermit ließen sich dann wunderbare Workshops in der Nachbarschaft anbieten.

    Die vorliegende Broschüre würde ich ebenfalls lokalen Entscheidungsträgern vorlegen. Letztere können das Dokument dann weiter – und u.U. effektiver – in die Breite verteilen.

  10. Wenn ich Abgeordneter wäre und mich über ein Thema unabhängig informieren wollte, würde ich sicher nicht die Broschüre eines Interessenverbandes als primäre Informationsquelle benutzen…

    Und den Abgeordneten, der sowas macht, würde ich auch nicht wählen ;) Trotzdem wünsche ich Euch viel Erfolg mit der Aktion!

    1. Demnach bist du Nichtwähler? ;) Ich kann deine Haltung nachvollziehen, aber ich glaube das diverse Abgeordnete, vom Kreistag bis zum Bundestag, aus unterschiedlichen Gründen (von tatsächlicher Überarbeitung bis hin zu Faulheit) oft nicht freiwillig mit einem Thema auseinandersetzen. Die meisten haben ihr Steckenpferd und richten sich beim Rest nach der Linie der Partei, nur finde ich persönlich, dass das beim Thema Netzpolitik problematischer als bei so manchen andern ist, da dort so wahnsinnig viele Halbwahrheiten kursieren…

  11. Für den Bundestag musst jede Broschüre einzeln adressiert in einem Umschlag, dann gerne auch alle zusamen, in der Poststelle des Bundestages abgegeben werden.

    600 Broschüren mit Anschreiben eintüten und zukleben dauert 4-6 Stunden zu Zweit.

    my 2ct

    Christian

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