Kultur

ZAPP: Computerzeitschriften: fragwürdige Tipps

NDR-Zapp berichtete gestern über „Computerzeitschriften: fragwürdige Tipps“.

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Sie rasen gern? Und das mitten in der Stadt? Dann nix wie rauf aufs Gaspedal. „Morgen um Mitternacht werden in Hamburg alle Blitzer ausgeschaltet! Und Polizisten gibt es sowieso zu wenig. Sie werden also garantiert nicht erwischt!“ So eine Einladung zum Gesetzesbruch ist natürlich in keiner deutschen Zeitschrift denkbar. Gibt es aber, in Computerzeitschriften. Die spielen bewusst mit der Lust auf Verbotenes, bewegen sich ganz nah am Rande der Legalität! ZAPP über das bunte Treiben in der digitalen Grauzone.

26 Kommentare
  1. Ja, das habe ich mich auch schon immer gefragt: Wieso stürzt sich alle Welt auf irgendwelche Internetlinks zu entsprechenden Inhalten, während in den Zeitschriften die entsprechenden URLs ohne Weiteres abgedruckt werden können?

  2. Contentanbieter gegen Contentanbieter … da kann es ja mal nur Gewinner geben ;)

    Ich gebe aber mal folgendes zu bedenken: Die Grauzone der freien Downloads ist auch ein Tummelfeld der Viren und Trojanerverteiler. Hier Informationen für einen sichereren Umgang zu liefern ist eigentlich im Interesse aller Computernutzer und hilft allen, denn wer will sich was vormachen: Wer illegal downloaden will tut das auch. Dann ist es mir lieber die Leute wissen was sie da tun, und verwandeln ihre Computer nicht in Bots und Virenschleudern.

  3. abgesehen von dem bericht selbst, finde ich es ja immer gut wenn verlage und content Industrie sich anfangen zu gegenseitig zu kloppen. da kann es nur gewinner geben xD

  4. Also ich habe mir den Beitrag gestern angesehen und fand ihn sehr oberflächlich und einseitig.
    Natürlich ist es nicht gerade schön das Computerzeitschriften mit solchen Dingen locken aber da wird einem ja nichts neues verraten, d.h. der geneigte User weiß sowieso schon wie er das bekommt was er will.
    Der Inhalt des Beitrags war meiner Meinung nach gleich Null.
    Vielmehr finde ich dieses „Bashing“ auf Computernutzer erschreckend, da werden User und Redakteure kriminalisiert oder werden unter Generalverdacht gestellt. Die Message solcher Beiträge ist immer ganz klar: „Wir brauchen mehr Kontrolle“. Das sich so eine Sendung wie ZAPP dafür her gibt finde ich schade.

  5. ich hatte ganz vergessen, das es immer noch printmedien gibt, die mit computer- & internetrelevanten news um leserschaft buhlen..
    die real existierende datenanarchie der letzten 1o jahre hat unsereinen gehörig desensibilisiert. für den zapp beitrag hab ich deswegen auch nur ein schulterzucken über. selbst schuld, wenn chefredakteure aussterbender zeitschriften meinen, so reißerisch den eigenen arbeitsplatz sichern zu müssen. das ist snuff-porno für gema & co.
    wenn die leute wirklich wüßten, was an einem normalen berghain-wochenende so passiert, hätte der katastrophen- & terrorschutz den laden längst ausgeräuchert & dicht gemacht.

  6. ich finde es sehr verwerflich, dass die redakteure von ZAPP illegale aktivitäten mit recht auf anonymität verwursten (0:50-1:00). Internet unzensiert abrufen ist keine straftat und auch nicht das anstiften einer straftat. journalisten sollten es lieber anfangen zu schätzen, dass sie sich noch frei im internet bewegen können. der aufschrei des journalisten lobbyverband ist zwar jetzt noch verhalten, wenn die polizei nach journalisten googlet, um sie für ein event zu akkreditieren http://www.taz.de/DJV-gegen-Castor-Akkreditierung/!81560/ aber der wird auch noch größer werden, wenn die jorunalisten davon wind bekommen, dass sie auch gleich mit ihren daten in den entsprechenden datenbanken landen.

  7. Was ist verbotene Software? Sollte es das geben?

    Wir haben ja dieses Hacketool-Verbot; Aus Sicht von Sicherheitsindustrie und Forschung ist das eh schonmal Schwachsinn – aber sollte auch noch die Bericherstattung über solche Realitäten verboten werden?

  8. Das Zapp-Beitrag ist in der Tat einseitig, und die Statements vom CHIP auch erstaunlich schlüssig.
    Es gibt eine recht große Gruppe, die bereits die gängigen Angebote kennt. Die Zeitschriften informieren lediglich darüber, und sorgen so dafür, dass auch diejenigen die dies bisher nicht kennen, wissen das es das gibt.
    Ob man diese Angebot nutzt bleibt jedem User selbst überlassen, und dass gewisse Angebote klar illegal sind, wird von den Zeitschriften stets erwähnt.

  9. ich kann nachvollziehen dass man sich über solche artikel in manchen branchen nicht freut, und dass andere zumindest den kopf verwundert neigen. aber grundsätzlich ist das so als ob mir jemand zeigt wie ich mit meinem auto 250km/h fahren kann. das ist nicht strafbar, wird als nicht verwerflich angesehen und wenn ich dann so schnell rumfahre und es passiert was, dann ist das auch alleine mein problem (in dem sinne dass ich der schuldige bin)

  10. Sehr schön, dieser Fernsehbeitrag stiftet Leute an, sich Zeitschriften zu kaufen, welche sie zum illegalen mordsurfen im interwebz anstiftet.
    Die machen da genau das Gleiche wie die Zwitschriften selbst.
    Und dann werden noch scheinheilig LInks gepixelt :)

  11. Ein reißerischer Aufmacher in der Anmoderation und als erstes beschwert man sich über die reißerischen Aufmacher. Mehr muss man zur Qualität des Beitrags nicht sagen um zu wissen wie es darum steht.

  12. Unbegreiflich was dieser Bericht macht. Ich habe ernsthaft versucht ein Problem in dem Verhalten der Verlage zu sehen, aber es geht nicht.
    Der Bericht ist einfach dermaßen konstruiert.
    Das BVMI und GVU ein Problem mit dem Austausch von digitalen Medien, wie es in der Praxis betrieben wird, über das Internet haben, verstehe ich. An der Stelle, als ZAPP die Berichte zur anonymen Nutzung des Internets kritisiert, wird einiges durcheinander geworfen.

    Großartig finde ich aber den Spin „Ja, wenn schon Zeitschriftenberichte und illegale Downloads, dann aber bitte nicht anonym damit wir eure Eltern abmahnen können und Polizei Modem und Telefon mitnehmen kann“

    Leute kommt von der Blümchenwiese runter und macht euch nochmal Gedanken zur Lösung der eigentlichen Probleme.
    Die jetzige Lösung von BVMI und GVU ist genauso verwerflich, wie die Berichte in Computerzeitschriften. Mit beiden Seiten möchte man eigentlich nicht in Berührung kommen haben.

  13. Man muss hier dazu sagen, dass im Radio regelmäßig durchgesagt wird, wo Blitzer stehen. Ich finde, das geht in eine ähnliche Richtung wie das, was die Frau da am Anfang als unvorstellbar skandalöses Beispiel nennt.

    1. Dieses Gerede von der Kostenlosmentalität kann man sich ja nicht anhören. Die größte Kostenlosmentalität herrscht immernoch in den Wohnzimmern vorm Fernseher.

      Am besten finde ich, wie einfach alles über einen Kamm geschert wird. Was ist bitte fragwürdig an der Feststellung, dass das Angebot illegaler Portale besser ist als das legale Angebot? Das ist nicht fragwürdig, das ist so. Ob das dann ein Grund ist, die illegalen Angebote zu nutzen, sei mal dahingestellt. Man kann jetzt seitens der Film- und Musikindustrie seine Zeit damit verplempern, in Sendungen aufzutreten und zu predigen, wie böse das ist. Oder man schafft einfach ein vernünftiges Konkurrenzangebot. Mag ja sein, dass das unfair ist, gegen ein illegales Angebot anzutreten, aber das Flüchten in eine Phantasiewelt, in der alles rosig ist, hat noch nie geholfen. Unfair mag es sein, aber es ist die Realität. Deal with it.

  14. Also mal ehrlich.. immer wird nach legalen Alternativen gerufen.
    Und wenn es sie gibt kommt dann als nächstes schlechtes Angebot bzw nicht aktuell genug und zu guterletzt natürlich zu teuer…

    z.B. US-Sport den kann man über diverse legale Streamingangebote
    relativ günstig sehen ( CollegePass für ein Jahr 110€ mit hunderten von Spielen) selbst die NBA wenn sie mal spielt gibt es für relativ schmales Geld in super Qualität..
    und trotz dieses Angebotes schauen die meisten/viele den kostenlos Stream.. einfach weil es dieses kostenlose Angebot gibt..

    ähnlich ist es doch nach wie vor bei Musik.. man bekommt oft Cds für schmales Geld (öfter als vor 10 Jahren z.B.) dazu gibt es teilweise sehr
    günstige Download angebote mit Alben für 4.99€ und trotzdem wird weiter das kostenlose Angebot genutzt eben weil es da ist…

    Ich glaube viele Lügen sich bewusst selbst in die Tasche, denn die Alternativen sind teilweise schon da wenn auch noch nicht im vollen Umfang und nicht immer zum kleinen Preis…

  15. Och nö!
    Nicht die schon wieder. Der BVMI und die GVU sind mal wieder am jammern, wie schlimm alles ist. Und da beides Lobby-Verbände sind, verwundert das irgendwie nicht.

    Wenn ich mal überlege, wieviel Abgaben auf den Geräten ist, die ich vor mir stehen haben, ohne das dafür eine Leistung erstmal erbracht wurde, wird mir schwindelig. Ich nehme mal Wikipedia als Quelle(die üblichen Sicherheitshinweise gelten):

    12,50 € Scanner
    12,50 € Laserdrucker
    13,65 € PC
    10,68 DVD-Brenner
    11,00 Mobiltelefon mit Touchscreen
    ———
    60,33 € Summe

    Und zwar _ohne_, dass ich irgendwas damit gemacht habe. Plus die DVDs und CDs, die auch mit einer Abgabe versehen sind, obwohl sich darauf nur meine Daten befinden. Das mit Verkaufszahlen hochzurechnen traue ich mich schon garnicht.

    Hier kann ich nur sagen: Respekt, gut verhandelt.

    Das nun irgendwelche Zeitschriften aus dunklen Ecken darüber berichten, was es alles so im pösen Internet gibt, wundert nicht. Denn auch die wollen verkaufen. So wie alle anderen.

    Und man braucht sich doch da nichts vorzumachen. Gebe es diese Berichte nicht, würde man es irgendwo im Netz trotzdem finden. Dort lässt es sich halt nur besser abmahnen.

    Alles in Allem ist der Beitrag einfach nur scheinheilig. Da bin ich aber besseres von ZAPP gewohnt.

  16. Ach ja, für was gibt es eigentlich Musik, Filme, etc. unter CreativeCommons? Dann brauche ich mir als Nutzer doch eigentlich mal gar keine Gedanken drum zu machen und wenns gefällt, kann man immer noch schauen, wie man dem Urheber was zukommen lassen kann.

    Und der Plattenladen um die Ecke hat doch auch seinen Charme oder?

  17. Beim Rasen in der Stadt gibt’s potentiell Tote. Beim Download passiert garnix. Äpfel mit Schützenpanzern vergleichen? Sind beide irgendwie grün?

  18. „daraus eine Anleitung zu machen, wie man sich umsonst und in den meisten Fällen illegal […] mit Musik, Film, Buch, Software, Games versorgt.“ … Ich bin klar gegen die Benutzung von illegalen Inhalten, aber was ist bitte an Angeboten auszusetzen, die „umsonst“ sind? Man kann nicht einfach die Konkurrenz, die billiger produziert kriminalisieren!

  19. @hak
    Danke fürs Auflisten der Abgaben für die Geräte.
    Das wird viel zu oft vergessen! Ich hätte selbst nicht gedacht, daß die Abgaben dermaßen hoch sind.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalabgabe

    Mich würde übrigens mal der Jahresumsatz der ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielungsrechte) interessieren. Leider konnte ich dazu nichts finden. Müssen die nicht in irgendeiner Form ihren Jahresumsatz bekannt machen?

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