UK–Urheberrechtsreform: Man soll jetzt kopieren dürfen

Der Titel mag ein wenig komisch klingen, aber folgende Handlungen sind tatsächlich nach aktuellem Stand im Vereinigten Königreich illegal:

  • Das Übertragen legal erworbener Musik oder Videos in andere Formate (Bsp.: CD -> mp3)
  • Backups der CD- oder MP3-Sammlung und somit auch generell das
  • Anfertigen einer Kopie

Damit gehen natürlich in der heutigen Welt jede Menge unnötiger Probleme einher: Der gesetzestreue Bürger wäre geplagt von wahlweise (einem ;-) leeren mp3-Player oder CD-Regalen, Datenverlusten, und an YouTube-Parodien braucht man gar nicht erst zu denken. Wenn nun Google, Amazon und Apple mit Geschäftsmodellen daherkommen, die die Musik „in die Cloud“ bewegen sollen, dann wäre das natürlich auch das illegal.

Seit über 10 Jahren wird das UK-Copyright als überholt & archaisch bezeichnet. Heute soll Wirtschaftsminister Vince Cable seine Reformvorschläge vorstellen. Die Auswirkungen werden in diesem Channel4-Video beschrieben: Demnach will man vom restriktiven Kopierverbot den Sprung zum Recht auf Privatkopie wagen. Diese soll man sogar seinen Freunden weitergeben dürfen, solange diese Freunde nicht unbekannte aus dem Internet sind.

Ein interessantes Beispiel für alle, die hierzulande für noch restriktiveres Urheberrecht oder Überwachungsmaßnahmen zur Erzwingung argumentieren möchten:

Dort, wo das Urheberrecht alle Träume der Content-Industrie zu erfüllen scheint, wird es reformiert und gelockert.

7 Kommentare
  1. Steve Gates 3. Aug 2011 @ 13:00
  2. Gate Steves 3. Aug 2011 @ 13:06
  3. Christopher K. 3. Aug 2011 @ 13:08
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