monatliches Archiv:: November 2011

Sozis gegen Vorratsdatenspeicherung

Über die Tricks der SPD-Parteiführung, auf dem kommenden Parteitag eine Debatte um das Thema Vorratsdatenspeicherung weitgehend zu verhindern, hatten wir vergangene Woche schon berichtet. Wolfgang Michal hat das ganze nochmal ausführlich und lesenswert zusammengefasst: Die SPD und ihre innere Haltung zur Vorratsdatenspeicherung.

SOPA: Warnschuss des EU-Parlaments für die USA

Heute hat das Europäische Parlament einen Entschließungsantrag abgesegnet, der nicht besser getimt sein könnte. Zum bevorstehenden EU-US-Gipfel am 28. November betont das EU-Parlament in Artikel 25 die Notwendigkeit, die Integrität des globalen Internet und der Kommunikationsfreiheit zu schützen, indem auf unilaterale Maßnahmen zum Sperren von Domain-Namen und IP-Adressen verzichtet wird.

Rot-Schwarzer Koalitionsvertrag für Berlin

Der Koalitionsvertrag von Rot-Schwarz ist jetzt öffentlich verfügbar. Das Ergbnis klingt ein wenig wie ein Tauschgeschäft. Die CDU konnte sich mit mehr Überwachung durchsetzen, dafür hat die SPD einige gute Punkte im Teil „Fortschrittliche Netzpolitik“ untergebracht, die sehr erfreulich klingen.

Mülltrennen im Netz: Was ist digitaler Umweltschutz?

In der Berliner Gazette hat Leonard Dobusch aufgeschrieben, was digitaler Umweltschutz ist: Mülltrennen im Netz: Was ist digitaler Umweltschutz? Einen Kurzvortrag zum Thema hatte er auf dem ersten netzpolitischen Abend des Digitale Gesellschaft e.V.

Creative Commons: „The Power of Open“ in deutsch

Von Creative Commons gab es vor Monaten die Publikation „The Power of Open„. In der 47 Seiten langen Broschüre, die man wahlweise kostenfrei downloaden oder bei Lula on-demand drucken lassen kann, werden die offenen Lizenzen beschrieben und zahlreiche Projekte und Personen vorgestellt.

Zapp: Neue Recherchewege – Datenjournalismus

NDR-Zapp hat gestern über „Neue Recherchewege – Datenjournalismus“ berichtet. Wenn man eine Geschichte recherchiert, dann muss man sich als Journalist meistens durch eine Menge Zahlen und Daten wühlen.

Heute: American Censorship Day

Über die US-Debatte rund um den “Stop Online Piracy Act” (SOPA, pdf) hatten wir bereits vergangene Woche berichtet. Heute ist dazu im US-Kongress eine richtungsweisende Anhörung.

Wo bleibt die globale Bürgerbewegung zum Schutz der Privatheit?

Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum hat in der FAZ den Staatstrojaner kommentiert und wünscht sich eine globale Bürgerbewegung zum Schutz der Privatheit: Eine neue Dimension der Privatheit.

Mitmachen: Stoppt ACTA!

Wenn Ihr Euch Sorgen um ACTA gemacht habt: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum handeln! Am 1. Oktober haben einige Verhandlungspartner das sogenannte Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) unterzeichnet.

Interview im Tip-Magazin

Das Berliner Stadtmagazin Tip hat mich ausführlich zu vielen Themen interviewt. Das ist in der aktuellen Ausgabe zu lesen, aber auch online: Der Netzaktivist Markus Beckedahl über Datenkontrolle, Piraten, Handy-Gesichtserkennung auf Partys und ein Internet-Symposium.

EDRi: Für digitale Bürgerrechte in Europa spenden

Unter dem Dach von European Digital Rights (EDRi) haben sich in den vergangenen zehn Jahren mittlerweile 28 digitale Bürgerrechtsorganisationen aus allen Teilen Europas zusammengeschlossen. EDRi ist einerseits ein „Hut“, um für Aktive der beteiligten Organisationen auf europäischer Ebene politisch arbeiten zu können und gegenüber europäischen Instanzen auftreten zu können.

Medienradio 50 mit Seda Gürses über Datenschutz

Medienradio 50 ist ein Gespräch von Philip Banse mit Seda Gürses über „Wat nu, Datenschutz?“ Seda Gürses ist Informatikerin, Aktivistin und forscht an der Kath. Uni Leuven.

Friedrich kündigt Kompetenzzentrum für Staatstrojaner an

In einem Interview auf SWR2 hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein Kompetenzzentrum für Staatstrojaner angekündigt. Dies komme aber frühestens in einem Jahr. „Ich gehe davon aus, dass es mindestens ein Jahr dauert.

ROG: Petition für Freilassung ägyptische Blogger

Reporter ohne Grenzen haben eine Petition zur Freilassung der beiden ägyptischen Blogger und Netzaktivisten Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad gestartet. Hier ist der Petitionstext: Petitionsschreiben an den Obersten Rat der Streitkräfte Ihre Exzellenz Essam Scharaf, Ministerpräsident von Ägypten, Blogger und Aktivisten haben das Recht, ihre Meinung kundzutun, auch dann, wenn die Übergangsregierung diese Meinung nicht teilt.

Kartographierung: Wer schreibt wo in die Wikipedia? (Update)

Mark Graham @geoplace vom Oxford Internet Institute hat sich die Editierungen verschiedener Wikipedia-Sprachen-Communities angeschaut und diese anhand der Geolocation-Daten auf einer Weltkarte visualisiert. Die Ergebnisse sehen jeweils faszinierend aus.

Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte

Birgitta Jónsdóttir kommentiert im Guardian, wie es ist, wenn die US-Regierung den eigenen Twitter-Account hackt. Profiling has become a default with companies such as Google and Facebook.

SWR2 über Stephan Urbach und Telecomix

Das Dschungel-Magazin Machtee auf SWR2 hat Stephan Urbach von Telecomix interviewt. Das 22 Minuten lange Gespräch gibt es auf absehbare Zeit als MP3. Ein Netzaktivist ist Tag und Nacht im Internet unterwegs, so stellt man sich das vor.

Wissenswert-Wettbewerb: Verlängerung und 2000€ Bonus

Den Wissenswert-Wettbewerb von Wikimedia haben wir hier schon einmal angekündigt. Für Projekte, die das freie Wissen fördern, gibt es dort bis zu 5.000€ Förderung zu gewinnen.

Spiele-Netzwerk Steam wurde gehackt

Einige Spielehersteller haben sich die Unart angewöhnt, die Käufer ihrer Spiele an eine Online-Plattform zu binden. Man kauft legal ein Spiel und es funktioniert erst, wenn man bei dem jeweiligen Portal weitere Daten angibt und sich zum Start in der Regel auch dorthin verbindet.

USA: Muss Facebook Datenschutz-Opt-In bei Änderungen einführen?

Während unser Bundesinnenminister mit Facebook noch einige Kaffeekränzchen veranstalten will, damit das Unternehmen eine freiwillge Selbstverpflichtung unterzeichnet, handelt die US-Behörde FCC. Konkret geht es um die beliebte Praxis von Facebook, neue Features einzuführen, die man als Nutzer akzeptieren muss, um bestenfalls im Anschluß sich durch die komplizierten Datenschutzeinstellungen zu klicken und diese bei Bedarf wieder auszuschalten.
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