monatliches Archiv:: August 2011

Piratenpartei könnte in Berlin erstmals 5%-Hürde knacken

Die Piratenpartei könnte in Berlin erstmals in ihrer Geschichte die 5%-Hürde für ein Landesparlament erreichen und am 18. September ins Abgeordnetenhaus von Berlin einziehen. Bereits seit mehreren Wochen halten sich die Umfragewerte verschiedener Institute zwischen 4% (Emnid) und 4,5% (Infratest dimap, Forschungsgruppe Wahlen, INFO GmbH).

10.000 Mitzeichner gegen die Vorratsdatenspeicherung

Die aktuelle Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung hat heute die 10.000er Marke überschritten. Das ist noch zu toppen, toll wären 50.000 Mitzeichner, um ein Zeichen zu setzen.

Börsenverein geht mit Urheberrechtsverletzung gegen diese vor

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat heute zusammen mit der GVU und der Musikindustrie den Nachfolger der Brennerstudie vorgestellt. Darüber hatte bereits Linus kurz berichtet. Das Bündnis fordert u.a.

Mal was neues: Netzsperren gegen Verletzungen des Urheberrechts

Der Bundesverband Musikindustrie, der Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechten haben heute das vierteljährliche Update ihres Katalogs dystopischer Forderungen zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen herausgebracht.

Wie der Iran mit Hilfe einer niederländischen Firma GMAIL abhörte

Die in Holland ansässige Firma Diginotar hat der iranischen Regierung offenbar zu einem SSL-Zertifikat verholfen, mit dem verschlüsselte SSL-Verbindungen zu Gmail abgehört werden konnten. (zuletzt in dieser Reihe: Wie Bahrain bei der Überwachung auf deutsche Wertarbeit setzt und Was ist da in Tunesien los?) Die Herausforderung bei verschlüsselten Verbindungen ist, dass sichergestellt werden muss, dass man nicht nur verschlüsselt, sondern auch so verschlüsselt, dass niemand anderes mithören kann.

Samstag: Konferenz „Netz für alle“

Am Samstag richtet die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Linken die Konferenz „Netz für alle“ im Berliner Betahaus aus. Die Referentenliste ist ziemlich interessant, darunter finden sich zum Beispiel Anne Roth, Constanze Kurz, der Telecomix-Aktivist Stephan Urbach und viele andere.

Leck bei Wikileaks bestätigt

Am Donnerstag habe ich ja schon mal über den Artikel im Freitag geschrieben, in dem Steffen Kraft berichtet, dass alle Wikileaks-Cables frei im Netz verfügbar sind – und das zum Entschlüsseln notwendige Passwort auch.

Berlin Folgen über Linus und die Amsel-Cam

Die Taz.de – Foto-Video-Serie „Berlin Folgen“ hat Linus mit seiner vergangenen Amsel-Cam portraitiert: Linus Neumann: Der digitale Bürgerrechtler from berlinfolgen on Vimeo. Linus Neumann wird 1983 im Ruhrgebiet geboren.

Günstig nach Brüssel zu Freedom not Fear

Eine Woche nach der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin findet ja auch noch ein „Freedom not Fear“-Aktionswochenende in Brüssel statt. Samstag, den 17.9., gibt es eine Demonstration, Sonntag ein Barcamp, Montag Gespräche mit Europaabgeordneten und Kommissionsmitarbeitern, Abends natürlich noch Parties etc.

10.9. in Berlin: Freiheit statt Angst – Demonstration

Am 10. September 2011 findet in Berlin wieder die jährliche Großdemonstration für (digitale) Bürgerrechte und gegen die ausufernde Überwachung statt. Wie in den Vorjahren wird die „Freiheit statt Angst“ – Demonstration wieder von einem breiten Bündnis aus vielen Organisationen, Verbänden und Parteien, sowie vielen Helfern und Einzelunterstützern getragen.

Mitmachen: Einsendungen für die VDS-Kampagne

Vor zwei Wochen hatte der Digitale Gesellschaft e.V. dazu aufgerufen, Ideen einzuschicken, wie man das Thema Vorratsdatenspeicherung visuell und kommunikativ unseren Eltern vermitteln kann. Dazu haben wir diverse Einreichungen bekommen, einerseits als Ideenskizzen, andererseits als auch schon gestaltete Motive.

Aktion gegen die EU-weite DNA-Datenbank

Update:heute gibt es auch ein Chaosradio zum Thema – und zwar hierMorgen, Freitag, um 12:00h findet vor der Vertretung der EU-Komission in Berlin eine Aktion gegen die EU-weite Vernetzung aller nationalen zentralen DNA-Datenbanken statt.

PATRIOT-Act-Request an Wikileaks‘ Domain-Registrar

Als die US-Regierung ausgerechnet von Twitter Nutzerdaten und Informationen über Wikileaks-nahe Persoenen verlangte, drängte sich ja schon der Verdacht auf, dass es sich um einen Serienbrief handelte: Es wurden Zahlungsinformationen verlangt.

Leck bei Wikileaks?

Es bleibt spannend: Der Freitag berichtet heute von einer im Internet kursierenden Datei, die unredigierte und unveröffentlichte Cables enthalte, und spekuliert, es könnte sogar der vollständige Wikileaks-Cablegate-Datensatz sein.

Politiker und die Angst vor dem Internet

NDR-Zapp hat gestern über „Politiker und die Angst vor dem Internet“ berichtet. Politiker haben es ja immer gern, wenn sie sich als tatkräftige, handelnde Personen darstellen können.

Mitzeichnen: Petition gegen Vorratsdatenspeicherung

Es gibt wieder eine neue Petition beim Deutschen Bundestag, deren Mitzeichnung wir sehr empfehlen. Die Petition „Strafprozessordnung – Verbot der Vorratsdatenspeicherung“ vom 15.03.2011 wurde von Kai-Uwe Steffens eingereicht und kommt aus dem Umfeld des AK Vorrat.

In gemeinsamer Sache…

In Andenken an Loriot. Wer hätte das geahnt? Loriot contra GEZ.

Buch: Nerd Attack!

Christian Stöcker von Spiegel-Online hat ein Buch geschrieben: Nerd Attack!: Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook (Partnerlink). Der Untertitel sagt auch schon alles zum Inhalt, es geht um Nerd-Kultur und diese wird einem größeren Publikum erklärt.

Auch Bahrain setzt bei Überwachung (und Folter) auf deutsche Wertarbeit

Der Menschenrechtsaktivist und Schulleiter Abdul Ghani Al Khanjar wurde in Bahrain in einem fensterlosen Kellerraum von Sicherheitsbeamten gefoltert, die von ihm gerne Ausschnitte aus seiner Mobilfunk-Kommunikation erklärt haben wollten: Sie hatten seine SMS-Kurzmitteilungen und Aufzeichnungen von seinen Telefongesprächen vorliegen.

Australien drohen 3-strikes

In Australien werden langsam die Weichen für eine 3-strikes-Regelung gestellt. Es läuft nach dem altbekannten Muster ab: Federführend ist eine Lobby-Organisation der Rechteinhaber, natürlich werden auch ISPs an den Tisch zitiert, und natürlich ist keine bürgerrechtsnahe Gruppe eingeladen, die Kritik an der geplanten Strafabschaltung des Internetanschlusses oder den gesellschaftlichen Folgen für die Betroffenen üben könnte.
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