monatliches Archiv:: Dezember 2009

Netzneutralität

Auf dem 26. Chaos Communication Congress habe ich zusammen mit Falk Lüke von der Verbraucherzentrale Bundesverband einen Vortrag zu „Wofür offenes Internet? Warum wir klare Regeln für Netzneutralität brauchen“ gehalten.

Kann die Wikipedia alles für alle sein?

Auf dem 26. Chaos Communication Congress gab es eine Neuauflage der Debatte um Löschdiskussionen, Relevanz und Administration in der Wikipedia. Moderiert von Andreas Bogk diskutierten Kurt Jansson, Mathias Schindler, Martin Haase und Tim Weber über die „freie Enzyklopädie“.

Können wir (noch) anonym bloggen?

Auf dem 26. Chaos Communication Congress (26C3) sprach Michael Brennan über „Stilometrie„. Dahinter verbirgt sich die Untersuchung der sprachlichen Eigenschaften von Texten mit den Mitteln der Statistik.

Island zum Datenfreihafen machen

Auf dem 26. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Club in Berlin hat gestern das Transparenz-Projekt Wikileaks.org eine Reformidee für Island präsentiert. Der Staat ist in Folge der Finanzkrise beinahe Pleite.

Einführung in die Leyen-Rhetorik

Martin Haase hält am ersten Tag des Chaos Communication Congress um 14:00 Uhr im Großen Saal einen Vortrag über „Leyen-Rhetorik„. Davon finden sich schon die Folien und ein lesenswertes Papier online, was ich nur empfehlen kann.

Politiker des Tages: Wolfgang Börnsen

Der Spruch des Tages kommt von CDU-Medienpolitiker Wolfgang Börnsen, der in der Bild-Zeitung die Smartphone-Pläne der ARD kommentierte: „ARD und ZDF gefährden die Medienvielfalt, weil sie dabei sind, ein marktbeherrschendes Kartell zu werden!“ So, und nun überlegen wir noch mal, worum es geht: Die ARD hat Pläne für eine iPhone-/Smartphone-Applikation angekündigt.

Wünsche mir neuen Kulturstaatsminister

Gehört es eigentlich zum Aufgabenfeld eines Kulturstaatsministers, Fortschritt zu verhindern? Wenn nein, kann ich mir dann mal einen anderen Kulturstaatsminister wünschen? Die Rolle von Bernd Naumann ist ja eher die, nur die Positionen bestimmter Lobbys öffentlich zu wiederholen: Kulturstaatsminister kritisiert Smartphone-Apps der ARD.

Die besten Videos und Animationen in 2009

2009 gab es zahlreiche gute Animationen, Videos und Dokumentationen. Hier ist eine kleine Zusammenstellung, die mir am Besten gefallen haben und/oder für Aufsehen gesorgt haben. Viel mehr Links bietet unser ausführlicher Jahresrückblick auf 2009.

Verwerterlobby trommelt für Urheberrechtsverschärfung

Bei Spiegel-Online findet sich ein Artikel über die Forderungen der Verwerter-Lobby in der Urheberrechtsdiskussion. Würde der Artikel nicht auf den aktuellen Kino-Füller Avatar eingehen, könnte er auch aus einem Zeitloch aufgetaucht sein, wenn man folgendes liest: In Berlin stellte „Respect Copyrights“ eine Initiative vor, um diese Form des unlizenzierten Mediengenusses „nach dem Vorbild anderer europäischer Länder zu bekämpfen“: Internetnutzer sollen beim ersten Mal auf ihre Urheberrechtsverletzung hingewiesen werden.

Zensursula muss weg – Zensurinfrastruktur abrüsten

Am 22. Februar 2010 will der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages das Anliegen der Zensursula-Petition anhören. Franziska Heine hat als Petentin gerade die Einladung bekommen. Acht Monate nach der erfolgreichen Petition ist langsam auch mal Zeit, sich die Kritik anzuhören.

DRM-Pläne der BBC schließen Freie/Open-Source-Software aus

Cory Doctorow schreibt im Guardian über Pläne der BBC, ihre digitalen HD-Programme mit DRM zu versehen. Dabei sollen nicht die Inhalte selbst, sondern „nur“ die Metadaten – darunter Zusatzinformationen für Hör- und Sehgeschädigte – verschlüsselt werden.

Der Datenschutz und “das verlorene Jahrzehnt”

Lesenswert: Christiane Schulzki-Haddouti schreibt auf Kooptech über „Der Datenschutz und “das verlorene Jahrzehnt”. Ein Rückblick mit Datenschutz-Brille auf das bald zu Ende gehende erste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts zeigt: Es war nicht nur ein verlorenes Jahrzehnt, es war ein katastrophales Jahrzehnt – mit Folgen, die so schnell nicht mehr zu reparieren sind.

Klage gegen den Web-Blaster

Alvar Freude hat nach einer Abmahnung nun eine Klage wegen des Web-Blasters bekommen: Die Hamburgerin Martina Nolte, laut eigener Darstellung Fotojournalistin, hat beim Amtsgericht Hamburg Klage eingereicht.

Privatsphäre bei eBooks

Die EFF hat eine „E-Book Buyer’s Guide to Privacy“ veröffentlicht. Der Fokus liegt zwar auf den USA, die Bedingungen in Deutschland dürften allerdings vergleichbar sein. Das Fazit sieht auf’s Erste alles andere als rosig aus: Die Marktführer greifen weit in die Privatsphäre der Nutzer ein: E-readers possess the ability to report back substantial information about their users‘ reading habits and locations to the corporations that sell them.

Wie lebt es sich in einem Land mit Zensur?

Thomas Wanhoff hat für KoopTech einen interessanten Bericht über das Leben mit der Zensur in Vietnam verfasst: Wie also lebt es sich in einem Land mit der Zensur?

China: Pläne für White Listing des Internets

Laut Beijing Times und Mingpao plant die chinesische Regierung eine weitere Ausweitung der Internetzensur. Anstelle der Sperrung unerwünschter Seiten soll demnach eine explizite Zulassung erfolgen, berichtet Danwei in Übersetzung der Beijing Times.

Jahresrückblick 2009

Hier ist der vollständige, aber sicher unkomplette und natürlich voll subjektive Netzpolitik-Jahresrückblick auf 2009. Januar Der Januar startet mit dem Netzpolitik-Ausblick auf 2009. Ist auch fast alles eingetreten, was vorausgesagt wurde.

EU verhindert Urheberrechtsschranken für Blinde

Wie Heise berichtet, haben Vertreter der EU ein Abkommen verhindert, das Sehbehinderten und Blinden besseren Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken gewährt hätte. Der „Schutz der Rechte von Darstellern an audiovisuellen Aufnahmen ihrer Darbietungen“ in internationalen Verträgen soll dagegen verstärkt werden.

Clevere Kampagne gegen Anti-Filesharing-Gesetz in Spanien

Die spanische Regierung plant derzeit die Einführung eines Gesetzeszusatzes, der die Abschaltung von Torrent-Trackern und ähnlichen Seiten ohne richterliche Prüfung erlauben soll, „um geistiges Eigentum vor Piraterie im Internet zu schützern“.

50 (kosten-)freie Fonts

50 (kosten-)freie Fonts findet man hier.
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