1.600 neue Vorschläge für die amerikanische Terroristen-Liste – pro Tag

Im Zuge einer Antwort von FBI-Chef Robert S. Mueller an den Justiz-Ausschuss des Senats sind eine Reihe von interessanten Informationen über die amerikanische „Terrorist Watch List“ bekannt geworden, berichtet die Washington Post.


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Die Daten beziehen sich allesamt auf eine zwölf Monate lange Periode, die im vergangenen März zuende ging. In diesem Zeitraum wurden im Durchschnitt jeden Tag 1.600 neue Einträge von den amerikanischen Geheimdiensten für die Datenbank vorgeschlagen. Das FBI wies allerdings daraufhin, dass nicht jeder neue Eintrag für eine Person stehe. Vielmehr könne es sich auch um Pseudonyme oder Namens-Varianten bereites geführter Individuen handeln. Im gleichen Zeitraum stellten die Beamten täglich 600 Löschanträge und schlugen 4.800 Veränderungen in bestehenden Einträgen vor.

Insgesamt enthält die immer weiter anwachsende Datenbank nun angeblich eine Million Einträge, die sich auf 400.000 Namen beziehen. Neun Prozent der in dieser Liste erfassten Personen stehen auch auf der „No Fly“-Liste der US-Regierung. Weniger als fünf Prozent der betroffenen Personen sind amerikanische Staatsangehörige oder haben eine permanente Aufenthaltsgenehmigung in den USA.

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10 Kommentare
  1. Die besagte Datenbank war schon früher mehr für Masse als für Klasse bekannt. Es fragt sich, wie die Qualität eines solchen Datenbestandes gewahrt werden soll, gerade angesichts der hohen Zahl (ändernder) Teilnehmer. Unfälle hat es ja im Bereich Terrorismusverdacht schon reichlich gegeben, wie z.B. bei der No-Fly-Liste.

  2. Eine Liste dieser Größe kann ja eigentlich nur dazu dienen im Nachhinein sagen zu können „Hier, stand auf der Liste, wussten wir, war schon immer verdächtig“ Das hilft dann zwar nicht mehr, aber einen anderen Sinn kann das mMn nicht haben.

    PS: *Meine persönliche Liste umfasst etwas 7 Milliarden Menschen, da ist bestimmt jemand dabei, der etwas böses im Schilde führt.*

  3. Hehe ich sehe es schon kommen, der umgekehrte Fall:

    Löschantrag
    Osama Bin Laden – Nicht relevant genug -> keine belegbaren Quellen, möglicher Tod :D

    Scheint so, dass sie einfach die Bewohner der „anderen“ Länder durchsuchen und einfach in die Liste aufnehmen und im Nachhinein löschen…ich kann jedoch nicht beurteilen wie Effektiv das ganze sein soll

  4. Was erwartet ihr Euch, das ist doch ganz normal, dass die US-Regierung potenzielle Gefährder verfolgt im Interesse ihrer nationalen Sicherheit. Personen in den USA sind schon deshalb uninteressant, weil ihre Einreise nicht droht. Frage mich wie viele Deutsche auf der Liste stehen, und ob Daten mit den Behörden bei uns auch geteilt werden.

    Nach dem Raketenschild kommt das Datenschild…

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