Politische Blogs in Deutschland

Igor Schwarzmann hat für Blogpiloten.de Jan Schmidt interviewt, der die Umfrage „Wie ich blogge?!“ initiiert hat: Politische Blogs in Deutschland: Ist da was?

Blogpiloten: Können Politikblogger in Deutschland zu Multiplikatoren und Meinungsführer werden, wie man sie aus den USA kennt?

Jan Schmidt: Ja. Allerdings sind sie noch nicht so weit wie in den USA. Etwas ausführlicher: Blogs ergänzen in meinen Augen den traditionellen (auch politischen) Journalismus, weil sie Themen aufgreifen, kommentieren und weiter verbreiten. Ich sehe durchaus das Potenzial, dass Blogger in Deutschland zu bestimmten Themen Anlaufstelle werden, wenn man sich über neue gesellschaftspolitische Entwicklungen informieren und Meinungen, Kommentare und Diskussionen verfolgen will. Die Frage ist, wie weit der Einfluss reichen kann – ein Meinungsführer innnerhalb der Blogosphäre hat ja trotzdem nur eine begrenzte Reichweite. Ich glaube aber, dass sich für bestimmte politische Themen (IT- & Datenschutz, Bürgerrechte, …) durchaus politische Öffentlichkeiten in der Blogosphäre in Deutschland ausbilden werden, die sehr wichtig für den generellen Diskurs sein können. Netzpolitik.org ist da beispielsweise schon ein erster Anfang; im Moment sicher noch stark auf die Filterung und Verbreitung von Informationen konzentriert, aber das wird sich meiner Ansicht nach noch weiter entwickeln.

Unserer Ansicht nach wird es sich auch weiterentwickeln. :-)

Das ganze Interview ist übrigens lesenswert. Ich bin froh, mit meiner Analyse zum Bereich Blogs und Politik in Deutschland nicht allein zu sein, und jetzt auch auf die Wissenschaft zurückgreifen zu könne.

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2 Ergänzungen

  1. Ich denke, die politisierung der Blogger muss weiter voranschreiten. Es sollte mehr Menschen geben, die kritisch und doch objektiv aus ihrem soziopolitischen Umfeld berichten. Somit können ohne Massenquellen wie Reuters vernünftige und Meinungsbildende Themen generiert werden. Einfach mehr Mut und nicht nur vorgekautes verbreiten!!!

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