Mai 2006
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: RSF: Die schwarzen Löcher des Internets
: RSF: Die schwarzen Löcher des Internets Reporter ohne Grenzen haben ihren jährlichen Internet Annual report 2006 mit dem Untertitel „Everyone’s interested in the Internet – especially dictators“ veröffentlicht. Der Bericht kann als 28-seitiges PDF heruntergeladen werden. Gleichzeitig gibt es die Inhalte auch noch auf der Webseite.
Europa kommt auch vor und es wird kritisiert, dass die Vorratsdatenspeicherung die Privatsphäre aller europäischen Bürger gefährdet. -
: Chinesische Contentpolizei, süß, zahlreich und oder undercover
: Chinesische Contentpolizei, süß, zahlreich und oder undercover Da haben die chinesischen Liebhaber freier Meinungsäußerung mal die Kreativabteilung angehauen. Seit neuestem (oder schon etwas länger) werden u.a. in den universitären Internetforen chinesischer Universitäten knuffige Internetpolizei-Grafiken „eingesetzt“. Gemäß einer popkulturellen Maxime, nach der alles süß anzuschauen sein muss (impliziert: auch die Repression), repräsentieren sie auch die sozial vermittelte Kontrolle durch Kommilitonen, die undercover unterwegs sind, wie Kai Raven bei supersized.
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: Internetzensur in Weissrussland
: Internetzensur in Weissrussland Die OpenNet Initiative hat einen neuen Länder-Report veröffentlicht. Thema ist diesmal die Internetzensur in Weissrussland, vor allem vor den letzten umstrittenen Wahlen. Der 52-seitige Bericht kann als PDF heruntergeladen werden.
Amidst fears that the authoritarian regime of President Aleksandr Lukashenka was going to close down Belarus political cyberspace during the elections, ONI testing found little evidence of systematic and comprehensive filtering, despite earlier ONI investigations that established the regimes capability to do so. -
: Pressemitteilung: US-Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa
: Pressemitteilung: US-Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa Die folgende Pressemitteilung haben wir gerade veröffentlicht. Weiterverwendung und ‑verbreiutung erwünscht!
Deutsche Bürgerrechtsorganisationen: Amerikanischer Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa
In den letzten Tagen ist bekannt geworden, dass der amerikanische Geheimdienst NSA die Telefon-Verbindungsdaten von 200 Millionen Amerikanern sammelt. Es handelt sich dabei um die „größte Datenbank der Welt“. Die gespeicherten Kommunikationsdaten werden automatisch auf Auffälligkeiten geprüft; „soziale Netzwerke“ der Gesprächsteilnehmer werden offengelegt.
Die EU-Staaten haben im Februar 2006 ebenfalls eine systematische und verdachtslose Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten der gesamten Bevölkerung beschlossen. In Deutschland hätten nicht nur Strafverfolger Zugriff auf die Kommunikationsdaten, sondern auch Geheimdienste aufgrund des „Terrorismusbekämpfungsgesetzes“. Auch die Musikindustrie soll auf die Daten zugreifen dürfen, so der Entwurf eines „Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums“. Daneben hätten ausländische Staaten wie die USA aufgrund internationaler Verträge (z.B. „Cybercrime-Konvention“) Zugriffsrechte, wie die EU-Kommission kürzlich bestätigt hat.
Sollten die Pläne zur Vorratsdatenspeicherung umgesetzt werden, sind Missbräuche der Daten zu erwarten. Zahlreiche Beispiele in der Vergangenheit zeigen, dass sich der Missbrauch geheimer Überwachungsbefugnisse nicht verhindern lässt. Bekannt geworden ist etwa die Bespitzelung kritischer Journalisten und Aktivisten in Deutschland, politischer Gegenspieler in Frankreich sowie von Menschenrechts- und Umweltverbänden in Großbritannien und den USA. Auch die regierungsinterne und andere sicherheitsrelevante Kommunikation wäre nicht mehr vor unbefugtem Zugriff geschützt, wie der Abhörskandal in Griechenland vor drei Monaten gezeigt hat.
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: Schweiz: Verein Wikimedia CH gegründet
: Schweiz: Verein Wikimedia CH gegründet Am Sonntag 14. Mai 06 wurde „Wikimedia CH – Verein zur Förderung Freien Wissens“ gegründet. Der Verein wird eng mit der US Wikimedia Foundation Inc. zusammenarbeiten. Er ist das siebte lokale Förderverein für Wikimedia Projekte. Die Gründungsmitglieder der Wikimedia CH rekrutieren sich aus dem Umfeld der deutsch‑, französisch‑, italienisch- und alemannischsprachigen Wikipedia und es gibt für jede Landessprache ausser Rätoromanisch eine Ansprechspersonen.
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: Norbert Röttgen wird BDI-Geschäftsführer
: Norbert Röttgen wird BDI-Geschäftsführer Etwas verwundert war ich heute morgen, als der Wechsel von Norbert Röttgen (MdB und 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) zum BDI bekannt gegeben wurde. Norbert Röttgen war mal „mein Wahlkreisdirektkandidat“ und ich glaube, ich hab ihn sogar schonmal bei meiner ersten Wahl vor einigen Jahren gewählt.
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: FBI vs. Warez-Groups
: FBI vs. Warez-Groups Die BusinessWeek beschreibt, wie die Filmindustrie zusammen mit dem FBI Jagd auf Warez-Gruppen macht: Hauling In The Hollywood Hackers.
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: Liquid Video – VJ-Festival in Berlin
: Liquid Video – VJ-Festival in Berlin Im Moment läuft in Berlin das „Liquid Video“ – VJ-Festival im Rahmen des Designmai mit internationalen A/V‑Künstlern. Am Donnerstag und Freitag gibt es die beiden Höhepunkte. In der K44 Lounge (Köthener Str.44 – nahe Potsdamer Platz) gibt es am Donnerstag Abend drei VJ-Künstler live in Action zu sehen.
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: UK: Konservative sind gegen Creative Archive
: UK: Konservative sind gegen Creative Archive Die britische konservative Tory-Partei wendet sich gegen die Pläne der BBC, das Internet stärker zu nutzen. Dies berichtet die Times: Tory attack on BBC media domination. Die Argumentation ist dieselbe, weshalb in Deutschland ARD, ZDF und Co. künstlich aus dem Internet rausgehalten werden. Aus Gründen des Wettbewerbes dürften die öffentlich-rechtlich finanzierten Sender den privaten Anbietern keine Konkurrenz machen.
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: Audionautes im Portrait
: Audionautes im Portrait In der IHT und in der NYT gibt es jeweils ein Portrait über Aziz Ridouan von den französischen Audionautes (Blog). Der 18-jährige hat die Verbraucherorganisation mitgegründet (welche sich für die Rechte von Internet- und Filesharing-Nutzern einsetzt) und bekommt vom Innenminister manchmal Entschuldigungsbriefe, wenn er der Schule fernbleiben muss, um Politiker zu treffen.
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: Bundesrat setzt sich für mehr Open Access ein
: Bundesrat setzt sich für mehr Open Access ein Die Fachausschüsse des Bundesrates fürchten, dass Deutschland „durch ein weit über die berechtigten Interessen der Rechteinhaber hinaus ausgerichtetes Urheberrecht hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, die in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und insbesondere in den USA über das Prinzip des „fair use“ für Bildung und Wissenschaft bestehen“.
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: BBC: Citizen Internet Experts
: BBC: Citizen Internet Experts Neben Citizen Journalism gibts jetzt sogar die neue BBC-Innovation: Citizen Internet Expert. Und das funktioniert so: Da steht man als Taxifahrer im Empfangsraum der BBC, um einen Kunden abzuholen und ein Mitarbeiter schleppt einen als vermeintlichen Experten ins Live-Studio, wo man zum Markenprozess Apple vs.
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: Sony und Microsoft umgehen Kopierschutz
: Sony und Microsoft umgehen Kopierschutz Nach den Plänen von Bundesregierung und Content-Industrie soll ja künftig das Umgehen von technischen Kopierschutzmechanismen strafbar sein. Netterweise kriegt die Industrie diese Systeme selber oft nicht auf die Reihe. Initiativen wie Privatkopie.net nennen sie daher teilweise „Digital Inconvenience Management“ statt „Digital Restriction Management“.
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: Interview: Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht
: Interview: Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht Bei stern.de gibt es ein Intervie wmit der grünen Politikerin Katja Husen zur Vorratsdatenspeicherung: „Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht“.
Was ist an der EU-Regelung aus Ihrer Sicht problematisch?
Es handelt sich um einen erheblichen Eingriff in das Fernmeldegeheimnis und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. -
: LAPD-Blog
: LAPD-Blog In Los Angeles bloggt jetzt die Polizei: LAPD-Blog.
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: Trusted Computing Animation gewinnt Award
: Trusted Computing Animation gewinnt Award Die „Trusted Computing“-Animation von Benjamin Stephan und Lutz Vogel ist meiner Meinung nach die beste Animation zum Thema Netzpolitik. Schön, dass die Animation jetzt den „Audience Award“ bei den Animago Awards gewonnen hat.
Hab ich schonmal gesagt, dass wir mehr von solchen Animationen brauchen, die in kurzer Zeit visuell komplexe politische, gesellschaftliche und technologische Zusammenhänge schön darstellen können?!
Inhalt von YouTube anzeigen In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. -
: „Mailt dem Phonoverband“-Kampagne wird eingestellt
: „Mailt dem Phonoverband“-Kampagne wird eingestellt Aus gegebenen Anlass müssen wir leider unsere „Mailt dem Phonoverband“-Kampagne einstellen. Dr. Hartmut Spiesecke, der Pressesprecher des deutschen Phonoverbandes (aka „Die MusikindustrieTM“) verlässt „auf eigenen Wunsch“ den Verband, wie er heute in einer Pressemitteilung verkündet. Ob er wieder zurück in die Politik wechselt? Vor seiner sechsjährigen IFPI-Zeit war er Sprecher des Bremer CDU Innensenators, aber wie ich aus Bremen hörte, war dieser ihm wohl zu „links“.
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: Neues Album der Mediengruppe Telekommander
: Neues Album der Mediengruppe Telekommander Die Mediengruppe Telekommander hat ein neues Album veröffentlicht. Dazu gibt es eine MP3 des Songs „Bild Dir Deine Meinung“ auf GoogleIdol zum Download bereitgestellt. Auf ihrer Webseite rufen sie ihre Fans dazu auf, eigene Musikvideos zu dem Song zu machen.
Das Debüt-Album läuft hier immer noch phasenweise im Büro rauf und runter, muss mir mal die neue Platte kaufen, die es auch auf Vinyl gibt. -
: BND: Massiver Angriff auf die Pressefreiheit
: BND: Massiver Angriff auf die Pressefreiheit Der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof, Gerhard Schäfer, hat dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) des Bundestages einen 170 Seiten langen und geheim eingestuften Bericht zu den Aktivitäten des Bundesnachrichtendienstes vorgelegt: BND bespitzelte Journalisten in großem Stil.
Wie die Süddeutsche Zeitung erfuhr, belegen die Untersuchungen Schäfers, dass der BND nicht nur einzelne Journalisten beschattet hat. -
: Keine Berufung im Fall Tron.
: Keine Berufung im Fall Tron. Das Landgericht Berlin hat eine Berufung des Wikipedia-Urteils im Falle „Tron“ zurückgewiesen. Auch wenn es rechtlich erlaubt ist, den Realname von Tron zu verwenden, sollte man es aus Respekt gegenüber den Eltern trotzdem nicht tun.