monatliches Archiv:: Januar 2006

Brenner Studie 2006

Die Filmförderungsanstalt hat mal wieder eine Brenner-Studie veröffentlicht. Die Studie hat für die Filmindustrie das Ziel, eine Grundlage zu schaffen, „um gemeinsam mit der Politik und der Branche weiter gezielte Gegenmaßnahmen zu formulieren“.

Massachusetts bleibt standhaft

Letzten September hatte die Regierung des amerikanischen Bundesstaats Massachusetts als erste überhaupt erklärt, bis Januar 2007 gänzlich mit Dokumenten im OpenDocument-Standard zu arbeiten. Dieser Standard basiert auf dem XML-Format und wurde von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) entwickelt, die ihn bereits zur Absegnung der der International Organization for Standardisation (ISO) vorgelegt hat.

OECD-Konferenz zu „Digital Content“

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veranstaltet heute und morgen in Rom eine Konferenz über die Zukunft der digitalen Wirtschaft„. Im Mittelpunkt der Diskussion über “Digital-Content – Creation, Distrubution and Access“ stehen die gesetzliche Regulierung von Kopierschutzsystemen sowie die Ausgestaltung von VerbraucherInnen Rechten in der digitalen Welt.

Kongress-Debatte um Zensur in China

Spiegel Online berichtet über eine geplante Anhörung des „Human Rights Caucus“ des US-Kongresses zum Thema „Zensur in China“. Vertreter von Industrie und Menschenrechtsorganisationen waren zum Meinungsaustausch und zur Information des Kongresses eingeladen.

Filmindustrie will Deine Bandbreite

Laut dem Wall Street Journal will die Kulturgut-Produktionsfirma Warner Brothers in den deutschen Markt für den Online-Verkauf von Filmdownloads einsteigen. Besser gesagt: ihn aufmachen – soviel Angebot gibt es ja nicht.

Dänemark digitalisiert die Nationalbibliothek

Lobenswerte Sache, die da in Dänemark läuft: das Nationallexikon ist digital verfügbar. Die Dänen sind üblicherweise recht forsch, was Digitalisierungen und generell das Dokumentationswesen angeht. In diesem Fall hat aber nicht die Regierung die digitale Ausgabe veranlasst, sondern eine privat gesponserte Initiative, und der Gyldendal-Verlag hat es umgesetzt.

Veranstaltung: Rechtspolitischer Journalismus

Hinweis am Rande: ich bin im Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit; wir haben uns u.a. die Vernetzung von NachwuchswissenschaftlerInnen in fächerübergreifender Diskussion zum Programm gesetzt. Kommenden Montag haben wir eine der interessanteren Veranstaltungen auf dem Programm: Christian Rath, Journalist u.a.

Fraunhofer Studie zu Freier Software

Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut hat in seiner Studie „Open Source Software: Einsatzpotenziale und Wirtschaftlichkeit“ die Anwendung von OSS eingehend geprüft. Im Praxistest wurde Freie Software mit proprietären Anwendungen verglichen und die Vorzüge und Nachteile eingehend herausgearbeitet, um deutschen Unternehmen bei der Entscheidung für eine Migration handfeste Argumente in die Hand zu geben.

Wie kam der Begriff „Geistiges Eigentum“ in die deutsche Politik?

Die Neue Musikzeitung hat ein Interview mit dem ehemaligen GEMA-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Reinhold Kreile, was ein paar interessante Punkte aufweist, wie beispielsweise: Geißler: Als Sie noch kräftig in die Tasten des politischen Klavieres griffen, gelang es Ihnen, den Begriff „Geistiges Eigentum“ in einen Gesetzestext, sogar an prominenter Stelle, einzubringen.

Das Pentagon und die Bekämpfung des Netzes

Telepolis berichtet über eine „Information Operations Roadmap“ des US-Pentagon: „Das Netz muss wie ein feindliches Waffensystem bekämpft werden„. Von besonderer Bedeutung seien drei Punkte. An erster Stelle steht dabei: „We Must Fight the Net“.

SpOn über den BT-Netzpolitik-Unterausschuss (und Markus)

http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,druck-398062,00.html Markus Beckedahl kritisiert den Einfluss von Lobbyisten auch auf die kleineren Parteien wie die FDP: „Es kommt nur sehr spärlich die Erinnerung an liberale Inhalte durch.

Geschichte verschönern mit Wikipedia

In den letzten Monaten gab es aus dem IP-Raum des US-Repräsentantenhauses mehr als 1000 Änderungen bei Wikipedia. Eine der beliebtesten Aktionen ist das Löschen von ehemaligen Kampagneninitiativen einzelner Abgeordneten, die ein wenig ihre Geschichte schönen wollen.

Berlin:Net-Lag Party ist heute

Wer in Berlin ist undheute Abend noch nichts vor hat, sollte die Net-Lag Party im RAW-Tempel nicht verpassen. Es wird nur freie elektronische Musik von Netlabels gespielt.

Landesanstalt für Medien NRW empfiehlt Pornoseiten-Filter

Schon seit einigen Tagen online zu haben, das neue Material zum Umgang mit dem bösen Internet, von der Landesanstalt für Medien in NRW. Auch über Klicksafe hat netzpolitik.org schon berichtet.

Filesharing: Was passierte?

Die Meldungen über die (Il-)Legalisierung von privaten Musikkopien mittels neuer Medien überschlagen sich in den letzten Wochen. Zeit für einen kleinen Heiseüberblick über das, was in Frankreich und Deutschland legislativ passiert.

Ne Menge Holz: Alle zwei Wochen 800 Seiten Wissen pur im Abo

Schon im Oktober solls anlaufen: Unter dem Projektnamen „WP 1.0“ will der Zenodot Verlag in vier Jahren einhundert gedruckte Bände der Freien Online-Enzyklopädie Wikipedia herausbringen. Wer mitschreiben will, ist seit gut fünf Jahren dazu eingeladen.

Regierungskoalition: Vorratsdatenspeicherung verfassungsgemäß

Dass die von der EU beschlossene Speicherung von Kommunikations-Nutzungsdaten, also von Telefon- und Internetverbindungen, einen ganzen Kontinent unter Pauschalverdacht stellt ist nicht neu. Es ist auch nichts Neues, dass die Maßnahme gegen einigermaßen helle NutzerInnen mit kriminellen Absichten nichts nützt, solange Verschlüsselung erlaubt ist.

Relaunches

Nach der TAZ hat jetzt auch Die Zeit ihr Online-Design verändert. Beide gefallen mir.

Online-Serie „The IT Crowd“.

Der britische Sender Channel4 veröffentlicht eine Soap namens „The IT Crowd“ zuerst im Netz, bevor sie später im Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Premierensendung ist jetzt online: CTRL+ALT+DELETE your TV and watch the first episode of the IT Crowd online!

Doch eine Kriminalisierung der Schulhöfe?

Hab ich irgendwas verpasst? Die Linkspartei ist auf FDP/CDU-Trip und findet die Bagatellklausel nicht gut. Also lieber Millionen Bürger kriminalisieren, die zu unkommerziellen und privaten Zwecken Musik kopieren?
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