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Mittwoch, 30. April 2008

Heute Abend: Quoten, Klicks & Kohle in der ARD

Heute Abend um 23:30 Uhr gibt es wieder einen spannenden TV-Beitrag in der ARD, der wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit verdient als die späte Ausstrahlung dies zulässt: Quoten, Klicks & Kohle - Was dürfen ARD und ZDF im Internet?.

In Leifs TV-Dokumentation werden die Strategien der Verleger analysiert, die - unter dem Eindruck sinkender Auflagen ihrer Blätter - künftig Gewinne vor allem mit digitalen Angeboten erzielen möchten. Um diese neuen Geschäftsmodelle nicht zu gefährden, fordert der Präsident des deutschen Zeitungsverlegerverbandes Helmut Heinen eine weitgehende Abstinenz von ARD und ZDF im Internet. ZDF-Intendant Markus Schächter und der ARD-Vorsitzende Fritz Raff führen dagegen an: Wer künftig nicht mit angemessenen Angeboten im Internet vertreten ist, verliere die Jugend und damit die Zukunft als Medienanbieter. In dem ARD-Feature “Quoten, Klicks und Kohle” wird der Kampf um Marktanteile, Profitchancen und Geschäftsinteressen an vielen Beispielen illustriert und mit den wichtigsten Medien-Managern Deutschlands diskutiert. Das Fazit des Autors: “Dieser Medienkrieg entscheidet nicht nur darüber, wer Sieger und wer Verlierer sein wird, sondern auch, ob die Medienlandschaft künftig allein von kommerziellen Interessen geprägt sein wird.”

Auf der Webseite finden sich dazu Interviews und Hintergrundmaterial.

Bei Tagesschau.de gibt es ein Interview mit Thomas Leif zur Kritik an den Online-Aktivitäten von ARD und ZDF: “Lobbyismus mit groben Mitteln”.

tagesschau.de: Der jüngste Entwurf des Rundfunkstaatsvertrags sieht vor, dass textbezogene Angebote, also etwa tagesschau.de, nur sendungsbezogen zulässig sind. Bedeutet das: die Bundesländer teilen inzwischen die Ziele der Verleger?

Leif: Das bedeutet zunächst, dass die Verleger eine starke Unterstützung aus norddeutschen Staatskanzleien erfahren haben. Sie haben nun einen Punktsieg erzielt. Aber vielleicht hat es auch etwas Gutes. Allen ist nun klar, worum es geht. Persönlich glaube ich, dass diese Position nicht durchsetzbar ist. Der Vertrag muss ja einstimmig beschlossen werden. Kurt Beck, der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, sagt in unserem Interview, dass ihm dieser Entwurf viel zu weit geht. Wir werden sehen, wie die übrigen Ministerpräsidenten damit umgehen.

Leider eine komische Sendezeit: Ich würde mich daher über einen Mitschnitt freuen, den wir dann irgendwo im Netz online zur Verfügung stellen können.

Das Wortfeld-Blog hat den aktuellen Entwurf des Rundfunkstaatsvertrags veröffentlicht (PDF), wo es aktuell um die umstrittene 7-Tages Begrenzung für alle öffentlich-rechtlichen Inhalte im Netz geht. Das würde bedeuten, dass z.B. tagesschau.de oder Deutschlandfunk nach 7-Tagen alle Inhalte aus dem Netz nehmen müssen. Das ist der totalle Schwachsinn und genau das Gegenteil von dem, was ich mir für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorstelle. Immerhin finanzieren wir den Laden mit unseren Gebühren und da möchte ich auch auf alles zugreifen können, wann und wo ich will.

Weitere Informationen liefert auch unser Artikel “Rundfunkänderungsstaatsvertrag vs ARD und ZDF im Netz” vom 11. April. Dort findet sich auch ein interessanter Beitrag von ZAPP zur Thematik.

Wenn Euch etwas daran liegt, die Öffentlich-Rechtlichen mehr im Netz zu sehen, dann kontaktiert als Bürger Eure Ministerpräsidenten und wünscht Euch dies. Ich hab mal eine Liste im Netz gefunden, wo Kontaktadressen sind. Schickt ein Fax, einen Brief oder eine Mail. Die Zeit drängt auf jeden Fall.

Baden-Württemberg
Günther Oettinger
Staatsministerium Baden-Württemberg
Richard-Wagner-Str. 15, 70184 Stuttgart
Tel.: 0711/215 30, Fax: 0711/215 334 0
poststelle@stm.bwl.de, www.staatsministerium.baden-wuerttemberg.de
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Mittwoch, 9. April 2008

China und die Pressefreiheit

Spiegel-Online hat ein Interview mit dem ZDF-Korrespondent Johannes Hano über die aktuelle Presse-Situation in China: “Der größte Überwachungsapparat der Welt”.

SPIEGEL ONLINE: Was merken Sie persönlich davon?

Hano: Wir wollten am Montag auf der Straße jemanden interviewen. Der guckte sich unser Mikro genau an und ging dann einfach weiter. Der Grund: Ich selbst und auch das ZDF sind in Internetforen angeprangert worden - wie beim Blog anti-cnn.com. Dort wurde uns zwar kein Fehler nachgewiesen, aber unterstellt, wir würden einseitig berichten. Alle Chinesen sind dort aufgefordert worden: Gebt keine Interviews, wenn dieser Mann oder das ZDF-Logo irgendwo auftauchen.

SPIEGEL ONLINE: Spüren Sie auch die Zensur im Land?

Hano: Was bedeutet schon der Begriff Zensur? Entweder kann man bestimmte Dinge nicht schreiben oder senden. Oder - viel perfider - man kommt an Informationen gar nicht mehr heran.

SPIEGEL ONLINE: Das heißt?

Hano: Grundsätzlich hat sich das chinesische Presserecht vor den Olympischen Spielen zum Positiven gewandelt. Wir müssen nicht mehr bei den Behörden anfragen, wenn wir drehen wollen. Es gilt: Stimmt der Interviewpartner zu, können wir loslegen - eigentlich. Denn das Perfide ist, dass unsere Interviewpartner nun im Vorfeld unter Druck gesetzt werden, nicht mit uns zu sprechen.

Dienstag, 1. April 2008

ARD und ZDF bei Zattoo

Wer NetzpolitikTV schaut, war schon früher informiert: Seit heute sind viele Programme von ARD und ZDF beim Schweizer P2P-Fernsehen Zattoo in einer Testphase von einem Jahr zu sehen. Bisher eignete sich der Dienst nur dazu, Al Jazeera und CNN zu schauen, jetzt gibts noch Tatort & Co dazu:

Mit den öffentlich-rechtlichen Sendern um ARD und ZDF sind 24 neue Programmangebote zu den bisherigen 22 Sendern auf Zattoo dazugestoßen. Neben den Hauptprogrammen von ARD und ZDF werden die regionalen dritten Programme der ARD, die gemeinsamen Partnersender und die digitalen Zusatzkanäle des öffentlich-rechtlichen Fernsehens übertragen.

Dienstag, 29. Mai 2007

ZDF über den Wildwuchs an Kameraüberwachung

Am Sonntag kam im ZDF ein sehenswerter Bericht über den “Rapiden Anstieg der Videoüberwachungen”: “Reiner Wildwuchs”.

Kameras im öffentlichen Raum sind seit den Neunzigern üblich; ihr Zweck ist weitgehend akzeptiert: Abschreckung von Kriminellen, bessere Strafverfolgung und eine Erhöhung der subjektiven Sicherheit. Doch während die Technik Fortschritte macht, wird der Datenschutz noch häufig missachtet. Ein Problem, denn die Zahl der Kameras hat erheblich zugenommen.

Hier gibts den Link zur Mediathek. Der Video-Beitrag könnte ruhig mal befreit werden.

Montag, 26. Februar 2007

ZDF-Mediathek soll zu 7-Tage-Abruf-Angebot werden

Tolle Sache: ZDF baut Online-Abruf-Fernsehen aus.

Der ZDF-Fernsehrat hat einer Weiterentwicklung der sendereigenen “Online-Videothek” Mediathek zu einem 7-Tage-Abruf-Angebot auf Fernsehgeräten, PC und mobilen Endgeräten zugestimmt. Zur Internationalen Funkausstellung (IFA), die am 31. August anfängt, soll das Angebot der ZDF-Mediathek von derzeit einem Viertel auf etwa die Hälfte des ZDF-Hauptprogramms erweitert werden und offiziell als 7-Tage-Abruf-Fernsehen des ZDF starten, heißt es in einer Mitteilung des Senders. Die Beiträge der Mediathek sollen dann bis eine Woche nach der Fernsehausstrahlung zeitunabhängig und unentgeltlich abrufbereit sein. Ausgewählte Programme sollen auch für eine längere Zeit abgerufen werden können.

Kann man noch Wünsche und Hinweise mit auf dem Weg geben? Ich hätte gerne alles per RSS. Ohne RSS ist das langweilig. Ausserdem erwarte ich offene Formate für mein Geld. Ansonsten viel Erfolg!

 

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