Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Donnerstag, 24. April 2008

Ars Electronica 2008

Für die Ars Electronica 2008 wurde heute das Motto und die Leitidee verkündet: “A New Cultural Economy – wenn Eigentum an seine Grenzen stößt.” Das klingt doch mal sehr spannend. Das dazu passende Symposium wird von Joi Ito kuratiert. Stattfinden wird der Event vom 4.-9. September, wie immer in Linz / Österreich.

Aus dem Mission-Statement:

Das Zeitalter von Copyright und geistigem Eigentum ist abgelaufen. Eine Entwicklung, die sich schon in den technischen Grundlagen des Internet manifestiert hat, ist in den Nutzungspraktiken der jungen Generation zum Leben erwacht und bringt eine neue Ökonomie des Teilens und des offenen Zugangs hervor.

Mit dieser provokanten Formulierung stellt Ars Electronica eine der Kernfragen der modernen Wissensgesellschaft in den Mittelpunkt des diesjährigen Festivalprogramms: Es geht um den Wert geistigen Eigentums, um Informationsfreiheit und Urheberrechte, um das große Geschäft und die Vision einer offenen Wissensgesellschaft, die ihre neue ökonomische Basis auf Kreativität und Innovation aufbauen will. Es geht aber auch darum, dass es weithin an brauchbaren und tragfähigen Regeln und Gesetzgebungen für diese neue Realität fehlt und nicht zuletzt darum, dass die Arbeit daran nicht nur Juristen und Wirtschaftsexperten alleine überlassen werden sollte. Denn egal, von welcher Seite man sich der Frage nähert – von den Netzpiraten über die Neuerfinder der Allmende zu den Pionieren einer Sharing Economy oder den Apologeten der Creative Industries – wenn Wissen und Content tatsächlich das neue Kapital der postindustriellen Gesellschaft sein sollen, dann muss es fließen, dann muss es zugänglich sein, für alle.

Donnerstag, 17. April 2008

Wie die Wissensgesellschaft betrogen wird

Starkes Pladöyer: Der Physik-Nobelpreisträger Robert B. Laughlin warnt in einem Essay für SpOn vor einem neuen Dunklen Zeitalter der Desinformation und Ignoranz: Wie die Wissensgesellschaft betrogen wird.

Wir stehen am Beginn des Informationszeitalters, in dem der Zugang zu Wissen in vielerlei Hinsicht wichtiger ist als der Zugang zu materiellen Ressourcen. Tatsächlich wird aber in dieser sogenannten Wissensgesellschaft der Zugang zu Informationen versperrt, und frei erworbene Erkenntnisse werden aus wirtschaftlichen, politischen oder militärischen Gründen als illegal erklärt. Die zunehmenden Bemühungen von Staaten, Unternehmen und Individuen, Konkurrenten um jeden Preis davon abzuhalten, bestimmte Dinge in Erfahrung zu bringen, die sie selbst wissen, hat zu einer erstaunlichen Ausweitung des Schutzes geistigen Eigentums im Urheberrecht und zu einer beträchtlichen Ausweitung staatlicher Geheimhaltungsmöglichkeiten geführt.
[...]
Die Abschottung und Privatisierung von Wissen führt hier also dazu, dass weniger Erfindungen und damit neues Wissen entstehen können. Auch auf anderen Gebieten ist es nicht immer sinnvoll, Wissen geheimzuhalten. So soll etwa in den Vereinigten Staaten der Atomic Energy Act dafür sorgen, dass nicht jeder Zugang zu Informationen über Kerntechnologie hat, wegen der Gefahr des Missbrauchs. Aber die Erfahrungen, die wir in den vergangenen Jahrzehnten mit diesem Gesetz gemacht haben, zeigen deutlich, dass die dort bestimmten Straftatbestände und Strafandrohungen die Ausbreitung kerntechnischen Wissens nicht verhindert haben.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Souveränität im Cyberspace

John Perry Barlow beschreibt den Stand der Bemühungen um eine “Unabhängigkeitserklärung für den Cyberspace” nach 10 Jahren:

TEN YEARS AGO, WHEN hyperbole was the last word, John Perry Barlow’s A Declaration of the Independence of Cyberspace was compared by many to Thomas Paine’s The Crisis, which signaled the beginning of the American Revolution. Writing for Wired magazine, Barlow heralded the rise of the digerati. In turn he was trumpeted by them for delivering the seminal pronouncement of the emergent digital age and for declaring war on any institution that would try to control the Internet. His manifesto has since been widely distributed, widely quoted, and is linked to more than 20,000 Internet sites. As a consequence, he has been called “the Thomas Jefferson of Cyberspace.” A decade later, as Cyberspace and Real Space have merged, California magazine asked him to reexamine his manifesto, assessing where he was right, where he was sort of right, and where he was overblown.

Montag, 23. Juli 2007

Der Kult der Amateure vs. Die Masse im Dilemma

Die Washington Post hat ein längeres “Reply All”-Duell über “Web 2.0″ zwischen den Buch-Autoren Andrew Keen und David Weinberger. Andrew Keen hat ein Buch geschrieben, was “The Cult of the Amateur” heisst. Darin spielt er den Larry Sanger und schimpft darüber, dass jeder mittlerweile publizieren kann und nicht mehr nur die Experten. Bei Lawrence Lessig gab es mal einen netten Zerriss des Buches und auch Weinberger gibt gut Kontra in dem Schreib-Duell bei der WP.

Apropos Larry Sanger: Der ist immer noch beleidigt, dass bei Wikipedia alle mitmachen können und das System funktioniert, er aber zu früh abgesprungen ist, sein eigenes Konkurrenz-Projekt Citizendum nur Experten anspricht - und niemanden interessiert. Die Süddeutsche Zeitung bietet ja in solchen Fällen gerne eine Plattform für Kritik an einer vermeintlichen “Wisdom of Crowds” und so findet man den folgenden Artikel dort: Masse im Dilemma. Problem ist bei Sanger halt nur, dass er ständig schimpft und keine überzeugende Alternative anbieten kann, die seine Thesen belegt.

Trotzdem sind beide Lektüren interssant.

Freitag, 20. Juli 2007

Heute im Bayern2Radio: suchmaschine wissen macht mit Jeanette Hofmann

Heute gibts zwischen 20.30 - 22.30h im Bayern2Radio die Sendung “suchmaschine wissen macht” mit Jeanette Hofmann (Internetforscherin vom Wissenschaftszentrum Berlin) und viel freier Musik. Thema ist “Utopie und Realität der Wissensgesellschaft”. Davon gibt es einen LIve-Stream.

Mittwoch, 29. November 2006

Empowering Women in a Knowledge Society

Bei AudioBerkman gibt es den Mitschnitt einer Luncheon-Session mit Nancy Hafkin zum Thema “Empowering Women in a Knowledge Society

Nancy Hafkin is a leading scholar on gender and information technology, and she will speak about the possibilities for Cinderellas and Cyberellas in the 21st century. Cyberella is fluent in the uses of technology, comfortable using and designing computer technology, and working in virtual spaces. Cinderella works in the basement of the knowledge society with little opportunity to reap its benefits. How will we work to support and develop Cyberellas? Ms. Hafkin has compiled the tales of Cinderella or Cyberella in a new book.

Der Mitschnitt ist 1:20h lang und findet sich als MP3 hier.

Dienstag, 28. November 2006

Stipendium zur Wissensgesellschaft

Erreichte mich gerade über die GWTF-TALK-Liste: eine Stipendiumsausschreibung für unterbeschäftigte Geisteswissenschaftler wie etwa Soziologen, Historiker und Philosophen. Das Projekt muss wohl vor allem irgendwie unter das Stichwort Wissenschaftsforschung fallen, ansonsten sei der Spielraum wirklich “sehr groß”.

Die moderne Gesellschaft prägt der Wissenschaft neue epistemische und institutionelle Merkmale auf. Diese Veränderungen lösen Rückwirkungen in anderen Bereichen der Gesellschaft aus. In dem von der DFG und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten und vom Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) getragenen Graduiertenkolleg beteiligen sich Wissenschafts- und Techniksoziologie, Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftsgeschichte und Rechtswissenschaft an der Erforschung dieser Transformationsprozesse. Das Dissertationsprojekt soll sich auf die Probleme angewandter Forschung und der Wissenschaft in Beratungskontexten beziehen.

Vielleicht gibt es ja hier Interessenten aus der formal passenden Zielgruppe, die das Doktorieren vorhaben und sich schnell entscheiden können: am 11.12. ist Bewerbungsschluss. Man müsste allerdings zu IHNEN nach Bielefeld gehen wollen. ;) Hier gibts den vollständigen Ausschreibungstext.

Donnerstag, 23. November 2006

NetzpolitikTV: Das Interview mit Lawrence Lessig bei Google Video

Hier ist das komplette NetzpolitikTV-Interview mit Lawrence Lessig im komfortablen Player-Format zum sofort im hier und Netz anschauen, ohne die Dateien herunter laden zu müssen. Die einzelnen Dateien stehen hier auch einzeln zum Download zur Verfügung. Nachdem meine Versuche gescheitert sind, OGG Theora Files bei Sevenload hochzuladen, hab ich diese nun bei Google Video geparkt. Die Plattform ist mir eigentlich auch sympathischer, da sie zugleich Downloads im OGG-Format anbietet und über eine Fullscreen-Option verfügt. Weiterlesen …

 

Tagmap

Kategorien