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Sonntag, 15. Juni 2008

Nur in Bayern: Der Lotto-Trojaner

Der Spiegel berichtet mit Verweis auf ddp, dass die dem Landesfinanzministerium unterstellte Staatliche Lotterieverwaltung in Bayern in einen Lotto-Trojaner-Skandal verwickelt ist. Im Rahmen eines Zivilprozesses hatte man einen Detektiv beauftragt, Ermittlungen gegen den Prozessgegener durchzuführen. Der hat dann einen eMail-Trojaner auf den Rechner des Betreibers einer Lottoannahmestelle geschleust und die eMails mitgelesen. Nun will in der Staatlichen Lotterieverwaltung und im Landesfinanzministerium niemand dafür verantwortlich sein.

Passend dazu: Telekomgate: Datenschützer verlangt schärfere Aufsicht über Detekteien.

Als Konsequenz aus dem Bespitzelungs-Skandal bei der Telekom fordert der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, ein Zulassungsverfahren und ein klares Berufsbild für Detekteien. “Die staatliche Aufsicht über Detekteien muss verstärkt werden”, sagte Schaar der Frankfurter Rundschau. Es müsse ein Zulassungsverfahren geben und es müsse auch möglich sein, unseriösen Detekteien die Zulassung wieder zu entziehen.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Bayern verweigert Auskunft zu Überwachungsmaßnahmen

Wie wird uns von den Sicherheitspolitikern immer erzählt? Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten? Offenbar hat die Bayerische Regierung etwas zu befürchten:

Staatsregierung und CSU verweigern im Landtag die Auskunft über Lauschangriffe und Online-Durchsuchungen in Bayern. Die CSU lehnte am heutigen Mittwoch im Innenausschuss des Landtags die Forderung der Grünen nach einem Bericht der Staatsregierung zu Spähmaßnahmen ab. Als Grund nannte die Regierungsfraktion die Vertraulichkeit der Informationen.

Die wollen den Bürgern also allen Ernstes weismachen, dass man mit der Online-Durchsuchung nicht mal mehr bis zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes warten kann, verweigern aber gleichzeitig die offene Diskussion über die bisherige Praxis. Das Staatsverständnis, das damit offenbar wird, gleicht eher König Ludwig oder Erich “ich liebe euch doch alle” Mielke. Einer Demokratie ist das nicht würdig.

Samstag, 28. April 2007

Was der Bundestrojaner uns über den Krypto-Kampf sagt

Fefe hat eine interessante Einschätzung:

So gesehen ist das ein großer Sieg, daß der Staat jetzt mit dem Onlinetrojaner die Hosen runter läßt, denn das sagt mir, daß unsere Krypto-Kampagnen Erfolg genug hatten, um den Regierenden Angst zu machen, ihre Schäfchen könnten sich ohne ihr Mitwissen gegen sie auflehnen. Daher: Weitermachen! Mehr Krypto! Alle eure Platten verschlüsseln, eure Emails verschlüsseln, alles verschlüsseln. Je weniger ihr zu verbergen habt, desto mehr Krypto müßt ihr benutzen.

PS: Wo bleibt eigentlich die Revolution?

Samstag, 23. Dezember 2006

Bundestrojaner jetzt verfügbar

Das Gesetz zum staatlichen Hacken ist in NRW gerade verabschiedet worden, aber viele andere Bundesländer und der Bundestag zögern noch. Daher kann man jetzt schon den Bundestrojaner herunterladen und freiwillig installieren. Gute Gründe gibt es genug:

Der von der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem bekannten Softwarehersteller Dodo entwickelte Bundestrojaner bedeutet vor allem für Sie einen nicht zu unterschätzenden Gewinn an Sicherheit. Denn der Bundestrojaner überwacht Ihren Computer rund um die Uhr und meldet verdächtige Dateien sofort an bis zu 37 Sicherheitsbehörden weiter, darunter das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) des Bundesinnenministeriums. Der Vorteil für Sie als Computernutzer ist, daß Sie sich dank des Bundestrojaners keine Sorgen mehr um die Sicherheit Ihres Computers oder Ihrer Daten machen müssen. Das erledigen nach Download und Installation des Bundestrojaners die deutschen Sicherheitsbehörden für Sie. Sollten alle Stricke reißen, dann haben die Sicherheitsbehörden auch ein Back-Up Ihrer Datensätze für Sie parat.

Montag, 9. Oktober 2006

Schweiz: Trojaner zur Verbrechensbekämpfung nutzen?

Die Sicherheitsbehörden der Schweiz scheinen sich in einem ambitionierten Projekt eine Trojaner-Software entwickeln zu lassen, womit man VOIP-Gespräche abhören kann: Kommissar Trojaner. Die Software soll aber auch zur akustischen Raumüberwachung genutzt werden können. Laut der schweizer SonntagsZeitung möchte man die Software so entwickeln, dass sie von keinem Virenprogramm erkannt wird und bei einer richterlichen Anordnung von dem jeweiligen Provider unbemerkt auf den Rechner des Deliquenten kopiert werden soll. KLingt erstmal nach Science Fiction, zuzutrauen ist es Sicherheitsbehörden in heutigen Zeiten allemal. Ob die Software auch für alle Betriebssysteme ausgerichtet ist oder nur Windows-nutzende Deliquenten befallen soll, ist ebenso unklar, aber letzteres eher wahrscheinlich.

 

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