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Dienstag, 15. April 2008

Spam-Attacke

Gestern wurde eine meiner Mailadressen dazu verwendet, an andere Menschen Spam zu versenden. In der Regel passiert dies dadurch, dass fremde Rechner z.B. durch einen Virus/Trojaner übernommen werden und wahllos alle Mailadressen in einem Addressbuch zum Umgehen von Blacklisten verwendet werden. (Beliebt ist ja die Kombination Windows / Outlook wegen ihrer Scheunentore) Mir fiel es auf, weil innerhalb einer Stunde hunderte an “failure notices” an diese Mailadresse versendet wurden. Anscheinend sind davon einige aus dem Blog-Umfeld betroffen, wie man bei Twitter feststellen konnte. Eine erste Welle gab es gestern Nachmittag. Heute morgen klagten weitere über plötzliche Spamwellen. Da bei einer Person nur die übliche Mailadresse für Blog-Kommentare verwendet wurde, drängt sich der Verdacht auf, dass vielleicht ein Blog gehackt wurde und die Mailadressen zum Spammen verwendet wurde. Nur welches? Bei mir ist die Spam-Welle zum Glück wieder vorbei und es wurde nur eine eher unwichtige Mailadresse verwendet. Trotzdem nervig.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Künftig weniger Spammails aus China?

Im Grunde ja zu begrüßen, aber bei der im asiatischen Raum verbreiteten Praxis, den Kunden Breitbandmodems statt sinnvoll vorkonfigurierte Router zu geben, vielleicht nicht so wirksam wie möglich wäre: www.iscbl.anti-spam.cn wird eine dynamische Blacklist führen, wie china.org.cn schreibt:

Over 100,000 IP addresses have been blacklisted thanks to public reports, said Zhao Zhiguo, vice-director of the telecommunications department of the Ministry of Information Industry.

A “white list” of mail service providers will also be posted on the website, boosting the development of lawful mail service providers, such as the country’s big players Sina, 163, and Sohu.

ISC Secretary-General Huang Chengqing said the website will gradually open to the public and businesses to accelerate anti-spam efforts domestically and internationally.

Mal sehen was dabei rauskommt. Man hat das ja bereits seit 2006 vorbereitet. Ich bin ja eher skeptisch, das Spammails dann tatsächlich weniger werden.

(Spammer werden wieder mal einfallsreicher. Heute erreichte mich eine Börsenkurs-Spammail, wo ein Teil meiner Mailadresse Teil des Dateinamens des angehängten Attachments war. Scheint neu zu sein, sonst gabs immer nur personalisierte Betreffs und Mailtexte.)

[via]

Dienstag, 13. Februar 2007

Ich wäre gerne Durchschnitt

Von diesen Zahlen träume ich ja: Internetnutzer erhalten 100 Spam-Mails pro Woche. 100 täglich wären ja schon eine Entlastung.

Die meisten Internetnutzer in Deutschland werden einer Verbraucherstudie zufolge mit bis zu 100 Spam-Mails pro Woche überschwemmt. Fast 60 Prozent gaben bei einer Umfrage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) an, dass sie zwischen 10 und 100 der unerwünschten Mails erhalten. Knapp 30 Prozent der rund 1000 Befragten klagten sogar über mehr als 100 Massen-Mails pro Woche, teilten die Verbraucherschützer am Dienstag in Berlin mit. Jeder dritte Nutzer wurde Opfer von Spam-Mails mit Viren oder unerwünschten Programmen. Die Verbraucherzentralen fordern drastische Strafen gegen die Versender.

Donnerstag, 18. Januar 2007

Union kommentiert Telemediengesetz

Es ist ja immer wieder lustig, wenn Unions-Abgeordnete netzpolitisch-relevante Gesetzesgebungen kommentieren. Zum Telemediengesetz hat sich jetzt die Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Julia Klöckner MdB, zu Wort gemeldet. Von Datenschutz ist in der Pressemeldung nichts zu lesen. Aber hey - das ist die Union. Dafür gibt es Erleuchtendes zum Thema Spam zu lesen und was man grandios geleistet hat:

Mit der anstehenden Verabschiedung des Telemediengesetzes bringt die Große Koalition eine richtige Neuregelung und vor allem eine deutliche Vereinfachung des Internetrechts auf den Weg. Durch die Einstufung von so genannten Spam-Mails als Ordnungswidrigkeit wird auch den Verbrauchern Rechnung getragen und ein verbesserter Schutz vor irreführenden Angaben bei E-Mail-Werbung angestrebt. Charakter und Herkunft einer E-Mail-Werbung müssen sich künftig bereits aus Kopf- und Betreffzeile der Nachricht ergeben, damit die Empfänger frei entscheiden kann, wie sie mit der E-Mail umgehen, ohne sie erst öffnen zu müssen. Absender, die bewusst irreführen, müssen zukünftig mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro rechnen. So werden viele Verbraucher von unseriöser E-Mail-Werbung abgeschreckt.

Nochmal langsam von vorne. Erstmal sieht die Union eine Vereinfachung des Internetrechts. Oder sehen sie es nur auf “dem Weg dahin?” Unabhängige Stimmen, die das bestätigen, hab ich bisher noch nicht vernommen. Interessant ist ja auch, wie man mit Spambots umgehen möchte, die vermutlich am meisten Spam verursachen. Wenn Spammails mit gefälschten Adressen von Privatpersonen verschickt werden, müssen diese dann mit bis zu 50.000 Euro Bussgeld rechnen? Oder die Spammer in den USA oder China? Und das nur, um Verbraucher von unseriöser E-Mailwerbung abzuschrecken? Als Verbraucher bin ich jetzt schon verschreckt. Irgendwie ist da der Wurm in der Pressemeldung.

Samstag, 9. Dezember 2006

Blogg.de:Kollateralschaden bei Spambekämpfung?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe: Laut einem Blog von blogg.de wurden aus Versehen die Kommentare von fast vier Monaten zwischen August bis Dezember in einer Spambekämpfungsmassnahme gelöscht. Klingt wie Unkraut mit Pestiziden bekämpfen und etwas Nebenwirkungen - aber eigentlich ist das doch ein April-Scherz zum falschen Zeitpunkt, oder?

[...]wie Ihr vermutlich gemerkt habt, haben wir heute Nachmittag ernsthafte Probleme mit den Kommentaren bei blogg.de. Im Laufe der Integration einer neuen und verbesserten Maßnahme gegen Spam wurden versehentlich alle Kommentare aller Weblogs unwiederbringlich gelöscht. Und weil alles Schlimme immer in Paaren auftritt, haben wir bei dieser Gelegenheit auch feststellen müssen, daß unsere Backups seit Mitte August nicht zu gebrauchen sind.

Wir haben nun den ganzen Nachmittag und Abend daran gearbeitet, die bisherigen Backups bis August wieder einzuspielen und auch die Kommentare der letzten drei Tage aus den Untiefen der Datenbank zu retten. Da ist uns ein grober und für alle absolut ärgerlicher Fehler unterlaufen, für den wir uns mit diesem Blogeintrag bei Euch allen entschuldigen wollen.[...]

In den Kommentaren tauchte die Frage auf:

Also habe ich das jetzt richtig verstanden: alle Kommentare, die älter als drei Tage sind, sind für immer verloren? Oder besteht da noch irgendwelche Hoffnung?

Das erste wurde verifiziert. Ok, kann passieren und ist eigentlich der ungewöhnliche IT-Alptraum, den man nicht erleben möchte.

Montag, 28. August 2006

Mehr Datenschutz bei Berliner Melderegister gefordert

Wenn man in Berlin wohnt, zieht man relativ oft um. Zumindest statistisch gesehen im Vergleich zu anderen Orten in Deutschland. Nach einem Umzug wundert man sich immer über all die Werbe-Post, die einem dann in den Briefkasten wandert. Und das zu einem Zeitpunkt, wenn man noch nicht einmal alle Rechnungen, etc. umgezogen hat. Dies scheint ein Datenschutz-Problem beim Melderegister zu sein. Der Berliner Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Dix plädiert laut Heise für eine Stärkung der Bürgerrechte im Einwohnerregister. Bei der laufenden Novelle des Berliner Meldegesetzes sollen seiner Meinung nach Bürger bessere Auskunfts- und Kontrollmöglichkeiten über die behördliche Datenweitergabe erhalten.

Mehr gibts bei Heise: Mehr Datenschutz bei Berliner Melderegister gefordert.

Dix macht sich weiter dafür stark, dass der Bürger künftig bei An- oder Ummeldung entscheiden kann, ob seine Daten von der Meldebehörde an Adressbuchverlage weitergegeben werden und ob sie beispielsweise gedruckt oder elektronisch veröffentlicht werden dürfen. Bislang kann er nur einen pauschalen Widerspruch einlegen. Wird nun seine Einwilligung gemäß dem Opt-in-Verfahren verlangt, setzen sich die Betroffenen eher mit den Risiken dieser technischen Entwicklung auseinander, hofft Dix. Dazu gehöre auch die von vielen als Plage empfundene Belästigung durch unerwünschte Direktwerbung.

 

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