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Donnerstag, 31. Januar 2008

The network is the medium

Christiane Schulzki-Haddouti hat im Kooptech-Blog “10 Thesen zum Medienwandel” verfasst und kommt zu dem Ergebnis: “The network is the medium“.

1. These: Der Nutzer wird zum Produzenten
2. These: Nicht jeder Nutzer wird zum Produzenten
3. These: Netzwerke kanalisieren Informationsflüsse
4. These: Der Link ist die Währung der Netzwerke
5. These: Der Wert von Inhalten hängt vom Wert ihrer Umgebung ab
6. These: Publizistische Werte erleben ein Revival
7. These: Produktionszyklen werden Produktionsflüsse
8. These: Die Werbung wird das Netzwerk entdecken
9. These: Die Werbung endet im Long Tail
10. These: Mash up your business!

-> The network is the medium

Dienstag, 4. Dezember 2007

Facebook überwacht trotz Opt-Out - und behauptet das Gegenteil

Die in den USA sehr populäre Social-Networking-Plattform Facebook hat in den letzten Wochen ja einige Prügel bezogen wegen zwei Neuerungen, durch die die Privatsphäre der Nutzer massiv eingeschränkt worden war: “Social Ads”, wo Leute ungefragt in Werbeanzeigen eingeblendet werden, und “Beacon”, wodurch die Kontakte eines Nutzers erfahren, was er sonst überall im Netz so treibt. Sogar die Aktivisten-Plattform Moveon.org hatte einen Aufruf dagegen gestartet. Facebook hat daraufhin halbherzig zurückgerudert und eine mühsame Opt-Out-Möglichkeit eingebaut.

Und was kommt jetzt raus? Sie speichern lustig weiter, was ihre User so auf den vielen Partnerseiten machen, nur dass denen das weder verraten noch angezeigt wird. Sie überwachen den User übrigens auch dann noch, wenn er sich bei Facebook ausloggt (deutsche Kurzfassung bei heise).

Ich bin ja mal gespannt, ob das jetzt der Todesstoß war. Cory Doctorow hat kürzlich übrigens sehr schön analysiert, warum solche Plattformen auch dann Probleme kriegen, wenn die Mitglieder nicht weglaufen, sondern wenn sie zuviele Nutzer haben:

Facebook and other social networks have built-in self-destructs: They make it easy for you to be found by the people you’re looking to avoid.

Mehr Infos und Gedanken zum Thema hier, hier und hier, und wer zum Thema Social Networking schlaue Überlegungen lesen will, kommt ohnehin um Fred Stutzmans Blog nicht herum.

Mittwoch, 22. August 2007

Zeit-Zünder über Spock

Das Jugendmagazin der Zeit, der ZEIT-Zünder, hat mich zu Spock.com* und Datenschutz in Sozialen Netzwerken befragt: Spock weiß alles.

Die Suchmaschine Spock.com zeigt alle Daten, die über uns im Netz kursieren, auf einen Blick. Das ist nichts, worüber wir uns freuen sollten, meint der Datenschützer Markus Beckedahl.

* Kann es sein, dass die Seite seit ein paar Tagen wieder offline ist?

Vor wenigen Tagen gab es beim Deutschlandradio auch ein Interview mit Johann Bizer vom ULD zum gleichen Thema. Hier ist die MP3.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Danah Boyd über Social Networks

Danah Boyd war zu Gast bei der Berkman Luncheon Series und sprach über Social Networks. Davon gibt es jetzt eine MP3, die ca. 80 Minuten lang ist.

On June 19, danah boyd participated in the Berkman Luncheon Series to discuss her work and research in the area of social networks. She provided a great historical context to the various sites that have come and gone from the center of Internet activity, as well as some insight into what brought about their successes and failures.

Prior to her presentation she explained, “Publics offer youth a space to engage in cultural identity development. By engaging in public life, youth learn to interpret the cultural signals that surround them and incorporate these cultural elements into their life. For a diverse array of reasons, contemporary youth have limited access to the types of publics with which most adults grew up. As a substitute for these inaccessible publics, networked publics like MySpace and Facebook are emerging to provide contemporary American youth with a necessary site for peer engagement.”

Interessant ist auch ihr aktuelles Essay über “Klassenunterschiede” in den Social Networks: Viewing American class divisions through Facebook and MySpace.

Donnerstag, 8. Februar 2007

Feeds remixen

Bleed von de:bug hat etwas entdeckt, Pipes: Rewire the web bei Yahoo. Wenn uns heute im Büro eine Sache vom Arbeiten abhalten wird dann bestimmt das hier:

“Pipes is a hosted service that lets you remix feeds and create new data mashups in a visual programming environment. The name of the service pays tribute to Unix pipes, which let programmers do astonishingly clever things by making it easy to chain simple utilities together on the command line.”

Soweit so gut. Warum will man das benutzen? Erstens ist die Schwemme an RSS-Feeds, durch die man sich mittlerweile kämmt, manchmal nur noch schwer zu bewältigen. Dann steigt man um auf spezieller Blog-Searchengines, aber das hat eben den Nachteil, dass man nicht sonderlich speziell suchen kann. Pipes allerdings lässt einen alle möglichen Filter einbauen, und damit ziemlich obskure spezielle und vor allem automatisierte Suchen basteln, die selbst die - jedenfalls bei mir - komplexen Email-Filter übertreffen.

Ich glaube das ungesehen. Ich mochte früher die Filter bei The Bat!, aber die waren ja nur für Emails gut. Virtuelle Ordner allein machen noch keinen großen Aha-Effekt, und die konnte man nicht gut teilen.

Mittwoch, 29. November 2006

Deutschland Online 4 Studie

Heute wurde die Studie “Deutschland Online 4” vorgestellt. Inhalt sind die “wichtigsten aktuellen Entwicklungen wie Branchenkonvergenz, Triple Play, Internet-TV und Social Web”. Dahinter stehen die Deutschen Telekom AG, T-Com, der Hubert Burda Media und die Durchführung übernahm ein Prof. Dr. Bernd W. Wirtz.

Neues sollte man von der Studie nicht erwarten, da findet sich eher der aktuelle Zeitgeist wieder. Hier als Beispiel nur mal die Kernaussagen zum “Social Web”:

* Das Internet wird sich in Zukunft zu einem Medium wandeln, das in hohem Maße durch die Interaktion der Nutzer geprägt ist.
* Das gesellschaftliche Leben wird zunehmend durch Online-Anwendungen des Social Web ergänzt und bereichert.
* Die wichtigsten Anwendungen im Social Web sind der C2C-Commerce, Online-Communities und der Austausch von Dateien zwischen Usern.
* Für Unternehmen wird das Social Web zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Marketings und der Kommunikation.
* Bei einem Sechsländervergleich schneiden nur Großbritannien und Frankreich beim Entwicklungsstand des Social Web schlechter ab als Deutschland - besser sind hier die USA, Japan, Südkorea und Schweden.

Ich frag mich immer noch, wieso Frankreich beim Entwicklungsstand des “Social Web” noch schlechter abschneidet als Deutschland. Mir kommt das immer andersherum vor.

Witzig ist der folgende Abschnitt:

Aber auch Blogs, Wikis, Bewertungsportale und Mash-Ups werden zukünftig immer wichtiger im Social Web. So attraktiv diese Anwendungen auch sein mögen: Keine von ihnen ist so anziehend wie der C2C Commerce. Warum das so ist? Die Antwort hierauf ist einfach: Von Konsumenten bereitgestellte Informationen über Produkte und Dienstleistungen erscheinen anderen Konsumenten glaubwürdiger als Hersteller- oder Händlerangaben.

Kleine Testfrage: Mit welchen Anwendungen schreiben denn wohl die “Konsumenten” über Produkte und Dienstleistungen?

Eine 51-seitige Kurzfassung mit vielen bunten Frafiken gibt es hier als PDF.
Aber für aktuelle Zahlen eignet sich die Studie schon. Soviel andere Studien gibts ja in Deutschland nicht.

Update: Heise war bei der Pressekonferenz: Studie: Armes Breitband-Deutschland.

Dort wurde wohl über Netzneutralität diskutiert und die Ersteller der Studie “halten diese Idee nicht für abwegig”:

Lebhaft wurde die Frage diskutiert, ob erfolgreiche Diensteanbieter nicht eine Datenmaut an die Telekommunikationsunternehmen bezahlen sollen. Sowohl Prof. Wirtz wie auch Raizner (Telekom-Vorstand) halten diese Idee nicht für abwegig. Die Telekom will aber vorerst nur beobachten, wie die Diskussion über eine solche Datenmaut in anderen Ländern verläuft.

Der ebenfalls in Berlin anwesende Nord-Europa-Chef von Google, Philipp Schindler, vertrat jedoch eine ganz andere Meinung. Er wehrte sich gegen die Ansicht, Google sei Nutznießer der Breitbandinfrastruktur. Das seien die Anwender, die dafür auch bezahlen: “Bedenkt man alle Anschlussgebühren, sind wir weit von einer Null-Euro-Flatrate entfernt. Hier wird nichts verschenkt.”

Freitag, 13. Oktober 2006

Betriebsräten Datenspuren erklären

Ich bin jetzt gleich mal auf dem Weg nach Bremen, wo ich als Referent auf einem verdi-Kongress zum Thema “Mitbestimmung” eingeladen bin. In einer Session mit dem Titel “Mitbestimmung bei e-government” werde ich sowohl über Datenspuren und Privacy Enhancing Tools als auch über Social Software zur Kollaboration und Vernbetzung sprechen. Das ganze wird ein grober Überblick, um Personal- und Betriebsräten etwas mehr Bewusstsein im Umgang mit Informationstechnologien zu vermitteln.

Montag, 2. Oktober 2006

Blogtalk Reloaded

In Wien findet heute und morgen die Blogtalk-Reloaded statt. Ich wollte eigentlich dorthin fahren, aber aufgrund von zuviel Projekten und Arbeit hier hab ich den Wien-Trip dann lieber nicht angetreten. Letztendlich war mir das Programm auch fast wieder zu wissenschaftlich, um den Reiseaufwand jetzt auch mich zu nehmen, wenngleich einige sehr interessante Perlen darunter sind.

Aber glücklicherweise gibt es Videos schon online zu sehen. So kann ich mir gleich mal die Keynote von Danah Boyd zum Thema “The significance of social software” anschauen.

 

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