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Montag, 5. November 2007

40 Mahnwachen für die Grundrechte (Dienstag, 17 Uhr)

In über 40 Städten werden morgen überall in Deutschland zwischen 17h und 19h Mahnwachen zu Ehren des Grundgesetzes stattfinden.

Wegen der derzeitigen Maßnahmen, die der inneren Sicherheit dienlich sein sollen aber die Freizügigkeit des einzelnen schwächen, demonstrieren Bürgerrechtlicher vor Bundes- und Landeseinrichtungen.

Bringt Kind, Kegel und Laternen mit nach:

Beginn ist normalerweise um 17h, solange nicht anders angegeben. Schaut sicherheitshalber auf die jeweilige Wikiseite für genauere Details.

Freitag, 14. September 2007

BKA-Gesetz und Schäubles Weltbild

Die ZEIT hat heute eine schöne Analyse des BKA-Gesetzentwurfs, der vor kurzem an die Öffentlichkeit gelangt war. Es geht hier nämlich um viel mehr als den Bundestrojaner. Deutlich wird, dass immer mehr die prozessualen Hürden (Richtervorbehalt etc.) für schwerwiegende Eingriffe aufgeweicht werden sollen. Lesen!

Ausserdem: Im Handelsblatt ein erhellender Bericht über eine Grundsatzrede von Wolfgang Schäuble, in der sein gesamtes angstbesetztes Weltbild deutlich wird. Irgendwer hat ihm offenbar erzählt, dass es sowas wie “second life” gibt, er hat es nur mal wieder missverstanden.

Die technischen Probleme der Sicherheitsbehörden sind in Schäubles Augen aber nur die eine Seite des Problems. Dazu kommt eine „tiefer gehende gesellschaftspolitische Implikation“, und die hat mit der Virtualität als solcher zu tun. Mit der Möglichkeit, ein „second life“ zu führen, herausgelöst aus der bürgerlichen Gesellschaft und ihrem Wertgefüge. Diese Möglichkeit scheint dem gläubigen Konservativen Schäuble zutiefst unheimlich zu sein.

Was folgert er daraus in seiner skurrilen Logik? Der größte Feind der offenen Gesellschaft ist angeblich nun die Offenheit:

Irgendwann sei ein Punkt erreicht, wo die „von realen Menschen programmierte virtuelle Welt Macht über Menschen in unserer Mitte“ gewinnt, sagt Schäuble. An diesem Punkt „wird die absolute Offenheit des virtuellen Raums zur Gefahr für die offene Gesellschaft und ihre Verfassung als freiheitlicher Demokratie.“

Ob er wohl auch Angst davor hat, dass die ganzen e-Government-Projekte des BMI Macht über seine Bürokraten gewinnen könnten und kleine Bürokraten-Avatare aus den Rechnern kriechen und sein Ministerium übernehmen? Der Mann ist langsam nicht mal mehr als Science-Fiction-Grusel-Autor zu gebrauchen.

Montag, 23. April 2007

Wahlkampf in Frankreich

Gestern gabs ja Wahlen in Frankreich. Focus beleutet daher heute “Frankreichs virtuelle Wahlkämpfer“. Spassig ist vor allem die Aussage: “Die Parteien verweisen auf mehrere Tausend Besucher, die täglich in ihren „Second Life“-Zentralen vorbeikommen.” Tolle PR, das übernimmt man gerne. Allerdings frage ich mich, ob sich fast jeder SecondLife-Besucher für den französischen Wahlkampf interessiert. Als ich das letzte Mal US-amerikanische Wahlkampfruinen besuchte, waren die Avatare-leer. Noch nicht mal Praktikanten wollten mit mir chatten. Aber irgendwie muss man ja die teuren Ausgaben für die Bauruinen dort vermitteln.

Ansonsten gibt es noch diese schöne Visualisierung der französichen Politik-Blogs und ihre Vernetzung untereinander, die ich bei Wortfeld gefunden habe. ich verstehe zwar visuell, was da abgebildet wird, würde mich aber auch über mehr Informationen in einer anderen Sprache freuen.

Donnerstag, 5. April 2007

J!Cast 30: Persoenlichkeitsrechte in Second Life

Der J!Cast 30 behandelt “Persoenlichkeitsrechte in Second Life“.

Die Geschichte von Anshe Chung, der Second Life-Millionärin, die bei einer Online-Konferenz von fliegenden Penissen belästigt wurde, ging durch die Nachrichten. Vergeblich versuchte ihr Ehemann, gegen das zugehörige Youtube-Video Urheberrechte geltend zu machen. Bestehen hier tatsächlich Urheberrechte? Wenn ja: woran und vor allem nach welchem Recht? Und kann nicht auch Persönlichkeitsrechte verletzen, wer eine Figur in der virtuellen Parallelwelt beleidigt? Diesen Fragen nach Persönlichkeitsrechten in dem Online-Spiel Second Life geht Dr. Ulf Müller, Mitarbeiter am ITM und Habilitand bei Prof. Hoeren mit mir nach.

Die MP3 ist ca. 13 MB gross.

Donnerstag, 15. März 2007

Bundestag erklärt Second Life

Das musste ja kommen: Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklärt den Politikern Second Life (PDF). Wie wäre es mal mit World of Warcraft, das spielen ein paar Millionen Menschen mehr auf diesem Planeten und wurde noch nie im Bundestag erwähnt - also ausserhalb der Killerspiele-Debatte.

Montag, 5. März 2007

Pornographie in Second Life

Wichtige Fragen der Menschheit werden von der Netzeitung beantwortet: Wie ist denn das strafrechtlich beim virtuellen Sex mit Tieren in Second Life? Das gibt bis zu drei Jahren, seien es Mäuse oder Füchse und immer gilt dabei das deutsche Strafrecht. Andere Fragen dieser Art werden auch beantwortet.

Montag, 26. Februar 2007

Die Wirtschaftskraft von Second Life

Das wollte ich schon Freitag bloggen: The phony economics of Second Life - What the business press didn’t tell you.

Only 15 per cent of those who became residents in October of last year ever logged in again after their first 30 days - a churn rate that might surprise and dismay executives from other industries. Remove all those who never returned to Second Life after their first month and the figure falls from a then two million residents to around a quarter of a million. Typically, there are only around 15,000 clients logged in to Second Life at any one time. In other words, this economy has a population about the size of Ilkeston, Derbyshire, or Troutdale, Oregon. And each business has the prospect of a market of no more than 100 people in one place - a number easily accommodated by a church hall.

Montag, 8. Januar 2007

Second Life Client ist jetzt frei

Wie Linden Labs heute bekannt gab, ist der Client von Second Life unter der GNU General Public Licence veröffentlicht worden und damit frei.

At Linden, we have always been strong advocates of the use of open standards and the advantages of using open source products. Though Second Life makes abundant use of non-standard technologies, our basic UDP protocol message system for example, we rely on open standards and open source implementations when appropriate and available. Since many of the components that will make up this network are not yet done, we are not publishing long white papers or RFCs at this time — instead, we are giving everyone what we have along with a goal of producing those open standards with the input and assistance of the community that has brought Second Life to where it is now.

Eine weise Entscheidung.

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Samstag früh: Creative Commons Party bei Second Life

Creative Commons feiert Samstag früh in Second Life eine Party anlässlich des vierjährigen Geburtstages. Von 9pm-11pm US-Westküsten-Zeit gibt es auf “The island of Kula” eine virtuelle Party. Dort wird u.a. ein Stream der richtigen CC-Party in San Francisco hingelegt.

Come celebrate with Larry Lessig, Creative Commons’ CEO, Jimmy Wales and Joi Ito to take part in this virtual birthday bash. We will be streaming San Francisco’s live festivities into Second Life. Teleport directly to our land at 9-10pm PST on Kula Island to see the live stream, listen to music, and chat with a few of our favorite progressive thinkers and free culture fans.

Ich weiss jetzt nicht genau, wann dann Beginn in Deutschland ist, das dürfte aber in den frühen Samstag Morgen Stunden zur Afterhour-Zeit sein.

Mittwoch, 29. November 2006

Brauchen wir ein freies Second Life?

Der geschätzte Schockwellenreiter hat heute auf ein Plädoyer im Linux-Journal verwiesen: “Why We Need an Open Source Second Life“.

 

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