Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

 

Freitag, 2. November 2007

Nochmal: Fingerabdrücke sind kein Sicherheitsmerkmal

Angesichts der biometrischen Entwicklung, kram ich mal ein altes Video hervor:

Fingabdrücke fälschen: Das hat der CCC doch schon mal ganz genau erklärt.

  1. Die heutigen Pässe sind sicherer, als die Rente: In den letzten fünf Jahren gab es sechs Fälschungen. (Laut Bundesregierung!)
  2. Die Verschlüsselung des Funkchips im Reisepass, auf dem Gesichtsbild und Fingerabdrücke drahtlos auslesbar sind, wurde bereits gehackt.
  3. Der Staat muß einer GmbH vertrauen, dass sie die Abdrücke nach der Produktion auch wirklich löscht.
  4. Fingerabdrücke hinterlässt man überall, jeder kann sie duplizieren (siehe Video) und woanders hinterlassen.
  5. Meinen Fingerabdruck habe ich bereits veröffentlicht - jeder kann meine Spuren hinterlassen.
  6. Mein neuer Pass ist auch gültig, wenn der Chip kaputt ist.

(Dies Crossposting ist auf einmachglas.info auch mit einem kleinen Schreiben an Wolfi versehen.)

Montag, 12. März 2007

RFID: Ohne das Vertrauen der Verbraucher zum Scheitern verurteilt?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert in einer Pressemitteilung einen verbraucherfreundlichen Einsatz der RFID-Technologie: Ohne das Vertrauen der Verbraucher zum Scheitern verurteilt - Erst Datenschutz und Verbraucherschutz sicherstellen, dann neue Technologien einführen. Weiterlesen …

Mittwoch, 7. Februar 2007

Nur zwei Jahre Herstellergarantie auf RFID-Chips im britischen ePass

Wie der Inquirer meldet hat das britische National Audit Office (NAO) seinen Bericht zur Einführung des elektronischen Reisepasses veröffentlicht. Neben den vermuteten Kosten geht der Bericht auch auf Garantieleistungen bezügich der RFID-Chips ein. Einer Gültigkeit der Reisedokumente von bis zu 10 Jahren steht eine Garantie der Hersteller für die integrierten Chips von lediglich zwei Jahren gegenüber. Phillips wollte ursprünglich sogar nur eine Garantie von 12 Monaten einräumen. Später auftretende Ausfälle müssten vom Staat, also vom Steuerzahler, übernommen werden.

Freitag, 12. Januar 2007

Kanadas Münzen enthalten RFID-Tags

Nicht nur Äpfel, nein, die Kanucks versehen auch ihre Münzen mit RFID-Tags. Besonders überraschend finde ich daran, dass es die Amerikaner des Verteidigungsministeriums waren, die das entdeckt haben. Bei CBC gibts einen lesenswerten Artikel:

Security experts believe the miniature devices could be used to track the movements of defence industry personnel dealing in sensitive military technology.

“You might want to know where the individual is going, what meetings the individual might be having and, above all, with whom,” said David Harris, a former CSIS officer who consults on security matters.

Schön ist auch, dass an diesem einen Beispiel schon die wichtigsten Argumente exerziert werden: niemand will sich überwachen lassen, und wer überwacht wird gibt unbeabsichtigt viel über sich und sein Umfeld preis, was weitreichende (mißliebige, uninformierte, etc.) Interpretationen zulässt. Und unsere Regierung kümmert sich nicht um die Bedenken, die schon im Alltag ganz massiv aufkommen.

Freitag, 5. Januar 2007

Bibliotheken, die 24h geöffnet haben, bekommen mehr Besucher

Die Meldung, die einen Offensichtlichkeitspreis verdient, bringt heise.de gestern.

Die neue 24-Stundenbibliothek der Universität Karlsruhe wird von den Benutzern offenbar sehr geschätzt. Nach Angaben der Schweizer Bibliotheca RFID Library Systems AG ist die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr auf das Dreifache angestiegen. Ein Viertel der Nutzer arbeite inzwischen nachts zwischen 19 und 9 Uhr, zehn Prozent der Nutzung falle auf das Wochenende. Insbesondere am Sonntag würden die zusätzlichen Arbeitsstunden bis spät abends wahrgenommen. Im Vergleich zu samstags gebe es sogar doppelt so viele Besucher. Die jährliche Ausleihzahl von 600.000 Medien ist indes nahezu gleich geblieben.

Simple Regel: die Nutzung steigt, wenn man länger öffnet. Anderswo macht man das so, ohne mehr Technik.

In England konnte ich an der Unibibliothek auch Samstags (immerhin bis 16 Uhr) arbeiten, und Sonntags ebenfalls (auch wenn ich da oft doch zu bequem für war). Die Lesesäle werden fleißig genutzt, die fast eingehaltenen Ausleihfristen generös bis zum Montag verlängert und alles ist entspannter. Das ging auch ohne brandneues RFID, und das schon vor Jahren. Es gab dort diese herkömmlichen, beinahe visitenkartengroßen passiven Funketiketten, wie man sie seit Jahrzehnten aus dem Buchhandel kennt. So teure, neue, schicke Technik braucht man nicht. Man hätte auch einige sonst arbeitslose Bibliothekare für die Nachtschichten einstellen können, gleicher Effekt. Immerhin schön zu hören, dass auch in Deutschland die akademischen Einrichtungen auch mal benutzerfreundlicher werden und lange öffnen.

Montag, 25. Dezember 2006

Teil 3 und 4 der Video-Serie “Alltag Überwachung”

Teil 3 und 4 der Video-Serie “Alltag Überwachung” von Roman Mischel und Fiete Stegers gibt es mittlerweile bei tagesschau.de zu sehen:

Winzige Helfer mit Schnüffelpotenzial

Teil drei unseres Video-Dossiers beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken der RFID-Technologie. Vom Supermarkt-Etikett über das WM-Ticket bis zum Reisepass: In immer mehr Gegenständen stecken winzige Funkchips. Die Industrie verspricht sich von der RFID-Technik billigere Logistik und ihren Kunden individuellere Dienstleistungen. Skeptiker reden dagegen von “Schnüffelchips”.

Auf dem Weg in den Überwachungsstaat?

Im letzten Teil unseres Video-Dossiers geht es um die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber der digitalen Sammelwut - und um die Arglosigkeit vieler Bürger. Ob durch Überwachungskameras an der Tankstelle, beim Surfen im Internet oder beim Bezahlen mit einer Treuekarte: Freiwilig oder unfreiwillig hinterlässt jeder Spuren. Aber wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Oder?

Samstag, 18. November 2006

Britischer RFID-Pass gehackt

Nach dem niederländischen und dem deutschen ist nun auch der britische RFID-Reisepass geknackt worden.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

RFID-Broschüre von FifF

Das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. hat eine Broschüre zu RFID veröffentlicht. Auf 64 Seiten gehen Experten auf verschiedene Aspekte von dieser Technik und ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen ein. Die Broschüre kann man für 3,50 Euro bei FifF bestellen oder hier als PDF kostenfrei herunterladen.

 

Tagmap

Kategorien

Am häufigsten kommentiert