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Donnerstag, 17. April 2008

Die Techies hinter den US-Netzkampagnen

In der FTD ist einer der besseren aktuellen Artikel über Politik im Netz zu finden, der nur einen komischen Titel trägt: Die Klickköpfe. Beschrieben werden die Techies hinter den Netzkampagnen. Kommt mir alles sehr bekannt vor.

Blue State Digital und ähnliche Firmen arbeiten mit flachen Hierarchien und breiten Netzwerken. Im Konferenzraum saust das Firmenmaskottchen herum, ein kleiner Spitz, und irgendwo läuft laut Musik. Die Szenerie erinnert ein wenig an die New-Economy-Firmen der 90er-Jahre. “Wir reden mit den etablierten Leuten und können viel von ihnen lernen”, sagt ein E-Campaign-Stratege, “aber seien wir ehrlich: Wir schreiben hier die Regeln, nach denen man in den nächsten Jahrzehnten über Politik reden wird. Es ist eine permanente verfassunggebende Versammlung.”
[...]
E-Government, Open-Source-Democracy, People-Powered-Politics: So lauten die gemeinsamen Schlachtrufe. Dahinter steht das Projekt, Demokratie in Software und Code zu übersetzen - Demokratie, wie sie Thomas Jefferson immer gefordert hatte, der in Washington mit einem pompösen Denkmal geehrt wird.

Montag, 14. April 2008

Matrix: Mitmach-Politik - demokratische Partizipation im Web 2.0

Die Oe1-Radiosendung Matrix hat gestern Abend über die re:publica’08 und ihre Themen berichtet. Während der erste Teil auf demokratische Partizipationsmöglichkeiten eingeht und Abgeordnetenwatch, MySociety und mich interviewt, ist der zweite Teil ein Interview mit Peter Glaser: Mitmach-Politik - demokratische Partizipation im Web 2.0. Ich hab die halbstündige Sendung mal mitgeschnitten und packe sie in den Netzpolitik-Podcast.

Social-Software-Plattformen wie YouTube, MySpace oder studiVZ unterstützen mit ihren einfach zu nutzenden Angeboten viele Menschen darin, ihre Ansichten im Internet zu publizieren und zu kommunizieren. Auf die demokratischen Partizipationsmöglichkeiten im komplexen System moderner Demokratien hat das bis jetzt wenig Einfluss. Während in den USA kein Wahlkampf ohne ausgefeilte Online-Strategie denkbar wäre, schicken Parteien in Europa lieber elektronische Waschzettel im pdf-Format aus. Von niederschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Prozessen ist wenig zu sehen.

Und hier ist die 27 MB grosse MP3.

Dienstag, 11. März 2008

Visualisierung der politischen US-Blogosphäre: PresidentialWatch08

Cooles Tool zur Visualisierung der politischen US-Blogosphäre: PresidentialWatch08.

presidentialwatch.png

Man kann sich auch nette Trend-Berichte mit Graphen anzeigen lassen, welche Kandidaten zu welchem Zeitpunkt besondere Aufmerksmakeit in Blogs erhalten haben.

Dienstag, 26. Februar 2008

Elektrischer Reporter: Interview mit David Weinberger

Beim Elektrischen Reporter gibt es ein Interview mit David Weinberger: David Weinberger über die neue digitale Unordnung und Wahlkampf im Internet-Zeitalter.

Für den Netz-Philosophen David Weinberger ist das vermeintliche digitale Chaos die große Chance, alte Zöpfe unserer Vorstellungswelt zu entsorgen: das Entweder-Oder-Prinzip beispielsweise. “Wir sortieren Ideen nach dem Vorbild von Hardware”, sagt er, “diese Prinzipien sind absolut ungeeignet für die digitale Welt.” Sein Buch “Everything is Miscellaneous”, das demnächst auf Deutsch unter dem Titel “Das Ende der Schubladen” erscheint, stellt die These auf, dass wir alle lernen müssen, besser mit Chaos, Unordnung und Unschärfen umzugehen. Im Gespräch geht es außerdem um Auswirkungen, die das Internet auf den US-Präsidentschaftswahlkampf hat.

Hier ist die iPod-Version.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Konferenz zu Politik und Web 2.0

Eine recht interessante Veranstaltung gibt es im April in London:

Politics: Web 2.0: An International Conference.
Royal Holloway College, University of London, April 17-18, 2008.

Es ist eine akedamisch ausgerichtete Konferenz, die aber auch für Praktiker und andere Interessierte lohnenswert sein dürfte. Veranstalter ist die letztes Jahr gegründete “New Political Communication Unit” am Department of Politics and International Relations.

Mittwoch, 2. Januar 2008

dpa über “Neue Formen des Protests”

dpa tickerte gestern über “Neue Formen des Protests” im Rahmen der Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne, wozu ich auch zitiert wurde:

Austausch und Planung der Bürgerrechtler und Datenschützer läuft jedoch überwiegend über das Internet. Als Plattform dient die Homepage www.vorratsdatenspeicherung.de des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, in dem sich mehrere Gruppen zusammengeschlossen haben. Bei der Vorbereitung von Aktionen werden auch sogenannte Wikis eingesetzt - Internet-Seiten, die nach dem Prinzip der Online-Enzyklopädie Wikipedia funktionieren: Dort können in gemeinschaftlicher Arbeit und ohne technische Vorkenntnisse Planungen auf dem neuesten Stand gehalten werden: “Wer kümmert sich um Banner für drinnen? Welche Sprüche nehmen wir?” Absprachen werden in Sekunden getroffen, ohne lange Telefonate oder Sitzungen. “Jeder kann mitmachen, Aufgaben werden in kleine Teilaufgaben zerlegt”, erläutert Markus Beckedahl vom Blog www.netzpolitik.org, der in Deutschland zu den Pionieren für politische Kommunikation im Internet zählt, den Prozess der Zusammenarbeit.

Gibts u.a. bei Stern.de und in der heutigen Frankfurter Rundschau zu lesen.

Die Bedeutung von Weblogs für die Arbeit von Politikjournalisten

Peter Bihr hat seine Magisterarbeit über “Die Bedeutung von Weblogs für die Arbeit von Politikjournalisten” unter einer Creative Commons Lizenz online gestellt. Für die Arbeit hat er Politikjournalisten interviewt, die bei deutschen Tageszeitungen (Print und Online) sowie bei Nachrichtenagenturen arbeiten. “Überraschendes” Ergebnis: Sie nutzen Weblogs kaum.

Kurzfassung
Ob als Konkurrenz oder Partner der traditionellen Medien, Weblogs wird eine wachsende Bedeutung für den Journalismus zugesprochen (vgl. u.a. Gillmor 2006, Neuberger 2006b, Bucher/Büffel 2006, Benkler 2006): Im US-Wahlkampf sind Blogger als politische Kommentatoren längst eine ernstzunehmende Größe geworden und auch in Deutschland setzen Unter-nehmen und Parteien zunehmend Weblogs als Kommunikationsmittel ein.

Doch welche Bedeutung haben Weblogs für die tägliche Arbeit von Politikjournalisten in Deutschland? Im Rahmen dieser Arbeit wurden Politikjournalisten aus den Redaktionen deutscher Tageszeitungen (Print und Online) und von Nachrichtenagenturen dazu befragt, welche Bedeutung Weblogs für ihre Arbeit haben. Die befragten Politikjournalisten bescheinigten Weblogs mehrheitlich eine geringe Bedeutung für ihre tägliche Arbeit. Für die Auslandsberichterstattung wurde Weblogs eine größere Bedeutung zugeschrieben als für die innenpolitische Berichterstattung.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Blogpiloten-Interview als MP4

Das Blogpiloten-Interview mit mir über “Politik im Netz” hab ich jetzt auch als MP4-Datei für NetzpolitikTV online gestellt. Die Datei ist ca. 65 MB gross.

 

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