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Mittwoch, 12. Dezember 2007

24C3-Preview

Noch zwei Wochen, dann geht es wieder nach Berlin zum Chaos Communication Congress. Der Fahrplan ist fast fertig, und im jüngsten Chaosradio Express erzählen Tim Pritlove und Constanze Kurz viel Interessantes über Hintergründe, Organisation, Themen, Redner und so weiter. Es wird dieses mal mehr Workshops geben und einen Vortrags-Track weniger. Ausserdem gibt es erstmals eine Kita - die Hacker und Häcksen werden zum Teil auch älter und fangen an zu forken. Und der Bundestrojaner wird da sein - zum letzten Mal, denn wie Constanze nun offiziell verkündet hat, geht er anschließend als Dauerleihgabe ins Bonner Haus der Geschichte.

Bei heise gibt es eine kleine Zusammenfassung, aber es lohnt sich wirklich, den Podcast (mp3) komplett zu hören. Da kommt Vorfreude auf.

Ich habe dieses Jahr keinen Vortrag eingereicht, daher werde ich das Programm und die Community überwiegend ungestört und ungestresst genießen können. Beteiligt bin ich allerdings an zwei Workshops des AK Vorrat, einmal zum Thema “Resistance isn’t futile - next steps to a civil society movement”, zum anderen gibt es ein Treffen der internationalen Privacy-Aktivisten.

Montag, 22. Oktober 2007

Neu: Das Chaosradio-Blog

Das Chaosradio hat jetzt auch ein Blog.

Freitag, 31. August 2007

Das Pediaphon – Wikipedia vorlesen lassen

Mit dem Dienst, den Andreas Bischoff von der FernUni Hagen entwickelt hat, kann man sich Wikipedia-Artikel vorlesen lassen. Das Ganze funktioniert mit Hilfe von Sprachsynthese für deutsche- und englischsprachige Artikel. Die Bedienung ist denkbar einfach, man muss nur den Artikel in ein Fenster tippen, voila.

Die Dateien kann man unmittelbar im Browser anhören oder als Mp3 herunterladen, auch Podcasts lassen sich so erstellen. Wer sich für die Technik interessiert: Realisiert wurde das Pediaphon mit txt2pho, MBROLA und dem MP3-Encoder LAME. Interessant ist das Projekt aus Sicht der Autoren vor allem für E- und M-Learning.

Ausprobieren kann man das Pediaphon hier.

Montag, 4. Juni 2007

Die Vorteile des Überwachungsstaats

Motor FM hat eine nette Sammlung kleiner Audioclips, die zeigen, warum es mit dem Bundestrojaner, der Vorratsdatenspeicherung und dem Rastern von Passagierdaten gar nicht so schlimm ist. Ist doch nett, wenn einen vor einer Party das BMI anruft und darauf hinweist, dass die Freundin in letzter Zeit verdächtig oft mit dem Gastgeber telefoniert hat, oder?

Montag, 25. Dezember 2006

The royal podcast

Kuriosum auf einer Insel in der Nähe von Europa: nicht nur besitzt die Königin von England einen silbernen iPod, sondern ihre Weihnachtsansprache ist zeitgleich zur Ausstrahlung im Fernsehen und im Radio als Podcast verfügbar, hier.

[via Smart Mobs]

Montag, 18. Dezember 2006

Berichte vom IT-Gipfel der Bundesregierung

Hier ist der Live-Stream von den öffentlichen Teilen (der nächste um 15:00). Phoenix wird um 17:00 berichten, u.a. von Merkels Rede und der Diskussion mit den Studenten.

Die studentischen Podcasts vom Hasso-Plattner-Institut scheinen vor allem die Firmenbosse wiederzugeben und ansonsten ihr Institut zu vermarkten - es gibt massig Einträge mit dem Titel “HPI-Studenten richten ein persönliches Statement an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel”. Die Kanzlerin kommt allerdings selber erst am Mittag nach Potsdam.

Heise berichtet von der Eröffnung. Angela Merkel hat offenbar nichts verpasst. Kurz die schlimmsten Highlights: Hasso Plattner (SAP) fordert Atomkraft für Serverfarmen und dass Reichtum als cool angesehen wird. Matthias Platzeck sagt, dass wir uns wieder “in den Fortschritt verlieben” müssen. Bitkom-Präsident Willi Berchtold will Embedded Systems, Biometrie, IT-Services, mobiles Fernsehen und DRM, dazu von der Bundesregierung die “verstärkte Bereitstellung von Finanzmitteln”. Bei den Nenngrößen für die Branche nannte er “die Anzahl an Patenten”. Michael Glos will den Mittelstand fördern (der allerdings nicht eingeladen wurde).

Die FSFE hat fix auf die DRM-Vorschläge der BITKOM reagiert.

Nach den Grünen haben auch die anderen Oppositionsfraktionen im Bundestag das Thema jetzt entdeckt. Der Linkspartei-Abgeordnete Michael Leutert kritisiert,

dass ” wieder mal nur ein elitärer Kreis aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eingeladen wurde”. Spätestens mit dem Erfolg von web 2.0 müsste auch der Bundesregierung klar sein, dass erfolgreiche Innovationen in der Informationsgesellschaft nicht durch eine Politik im kleinen Zirkel befördert werden.

Die technologiepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ulrike Flach, hält den IT-Gipfel für “reine Show”, ist sich aber offenbar nicht sicher, was man besser machen sollte. Einerseits wird der Gipfel als “Staatsaktivismus” kritisiert, andererseits endet sie mit der Forderung, dass “der IT-Gipfel vor allem zu Vereinbarungen mit den Ländern und Kommunen über die Modernisierung der Schulen und Verwaltungen führen” müsse.

Die dpa-Meldung zum Gipfel geht ebenfalls kaum auf Inhalte ein. Erwähnt werden lediglich der Fachkräfte-Mangel in Deutschland, die geplante Milliardenföderung der Bundesregierung und die Kritik des Bundesdatenschutzbeauftragten. Zum letzten Punkt: Noch mehr Datenschützer beschweren sich darüber, dass sie nicht einbezogen wurden.

Die Pressemitteilung der Bundesregierung ist noch inhaltsleerer: “Ziel ist es, den Technologie-Standort Deutschland zu stärken und die Weichen für mehr Wachstum und Beschäftigung zu stellen.”

Die Welt geht kurz auf das Gezerre hinter den Kulissen im Vorfeld des Gipfels ein, “inwieweit politische Versäumnisse der Bundesregierung beim Namen genannt werden dürfen”, und schließt ganz trocken mit der Feststellung:

Der IT-Gipfel findet am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam statt. Es ist das bisher einzige deutsche Uni-Institut, das sich vollständig privat finanziert. Möglicherweise ist dies das wichtigste Signal, das die Bundesregierung senden will.

Ein konkretes Projekt wurde am Rande des Gipfels angekündigt: Angela Merkel plant einen einheitlichen Notruf 115 bei Behördenärger. Ob man da auch fragen kann, warum die Vorbereitung des IT-Gipfels so abgeschottet gelaufen ist und sich auf wenig innovative Themen bezieht?

Ausserdem berichtet eine dpa-Meldung über die “Jugendschutz”-Erkenntnisse des von AOL gegründeten “Sicherheitsrates”, die heute morgen vorgetragen wurden und mal wieder technische Filterlösungen statt Erhöhung der Medienkompetenz vor sich her tragen.

In eigener Sache: Neben Markus Beckedahl ist heute auch Olga Drossou zur Kritik der Zivilgesellschaft am Gipfel interviewt worden.

Den schönsten Kommentar bringt übrigens die Financial Times Deutschland, die sich grundsätzlich mit dem “Gipfelchen”-Unwesen der deutschen Politik auseinandersetzt:

Merkels Gipfelpolitik produziert nicht nur viele schöne Fototermine, sie setzt auch eine bereits unter ihrem Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) erprobte Herrschaftsmethode auf höherer Ebene fort. Während Schröder die Arbeit des Gesetzgebers an Kommissionen und runde Tische ausgliederte, lässt Merkel diese Aufgaben von Arbeitsgruppen und Elefantenrunden erledigen. Die Abgeordneten müssten eigentlich Sturm laufen gegen ihre schleichende Entmachtung. Entscheidungen werden nicht mehr im Parlament getroffen, sondern von der Regierung im Einvernehmen mit Lobbygruppen oder den Koalitionsspitzen. Die Abgeordneten dürfen die Beschlüsse der Spitzentreffen nur noch durchwinken. Eine “Krise des Parlamentarismus” nannte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, diesen Zustand treffend. Die Abgeordneten scheint es nicht zu stören, sie halten still.

Update: Heise hat jetzt auch eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Sonntag, 17. Dezember 2006

Wir sind Person des Jahres (sagt Time)

Das Time Magazine hat “you” (dich) zur Person des Jahres erklärt. Die Zeitschrift hat in der Montagsausgabe einen Spiegel auf dem Cover.

Wie Herausgeber Richard Stengel schreibt:

“you, not us, are transforming the information age. (…) These blogs and videos bring events to the rest of us in ways that are often more immediate and authentic than traditional media”

Klingt so, als hätte da mal jemand was verstanden, auch wenn es dann leider etwas stark als Web2.0-Hype rüberkommt.

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Netzpolitik-Podcast mit Rüdiger Weis über Trusted Computing

In diesem Netzpolitik-Podcast gibt es ein Interview mit Professor Dr. Rüdiger Weis von der Technischen Fachhochschule in Berlin zum Thema Trusted Computing, Digital Restrictions Management und die Kriminalisierung seiner Studenten durch Urheberrechtsgesetzgebung. Rüdiger Weis warnte unter auf dem letzten Chaos Communication Congress eindringlich vor neuen Kryptographischen Unsicherheiten des Trusted Computing Standards.

Das Interview ist 30 Minuten lang und man kann die Datei wahlweise als MP3 (28MB) oder als OGG (37MB) herunterladen.

 

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