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Montag, 28. April 2008

Wissenschaftliches Publizieren zwischen Tradition und Open Access

Die Deutschlandradio-Kultur-Sendung “Breitband” hat am Freitag über “Wissenschaftliches Publizieren zwischen Tradition und Open Access” berichtet:

Die Open-Access-Bewegung, die Initiative, die sich seit Beginn der 90er Jahre dafür einsetzt, dass Wissenschaftler im Netz kostenlos ihre Publikationen bereitstellen, stößt bei Forschern nur begrenzt auf Begeisterung. Zwar gibt es mittlerweile über 1000 Zeitschriften im Netz, die Fachliteratur und Forschungsmaterialien vollkommen frei anbieten. Wenn man sich aber den gesamten Umfang an wissenschaftlichen Veröffentlichungen anschaut, wird man feststellen, dass davon im Netz gerade einmal 15 Prozent über Institutsarchive und weitere 5 Prozent via Open Access Zeitschriften zugänglich gemacht wird. Also ein relativ geringer Anteil. Katja Bigalke im Gespräch mit Peter Schirmbacher, Direktor des Computer- und Medienservice der Humboldt Universität in Berlin über die Hintergründe.

Hier ist die MP3.

Montag, 18. Februar 2008

Erfahrungen mit Open Access-Publikationen

Über die Probleme, ein eigenes Vortrags-Papier für eine Sicherheits-Konferenz unter einer Creative Commons Lizenz einzureichen berichtet Markus Hansen ins einem Blog: Erfahrungen mit Open Access-Publikationen.

Dies bedeutet, dass das vom Gesetzgeber vorgesehene Modell, nach Ablauf eines Jahres ein Werk frei publizieren zu können, durch die zu unterzeichnende Copyrightvereinbarung von der GI künstlich eingeschränkt wird. Wir erinnern uns: Die GI fordert, allen Benutzern ein freies, unwiderrufliches und weltweites Zugangsrecht zu Veröffentlichungen zu ermöglichen. Meine Anfrage an die Organisatoren der Sicherheit 2008 nach der Möglichkeit einer Einreichung unter CreativeCommons-Lizenz wurde an die GI durchgereicht. Darin hatte ich auch auf die hier aufgezeigte Diskrepanz zwischen der Copyrightvereinbarung der Open Access-Erklärung der GI hingewiesen. Die Reaktion bekam ich aber nur als Forward. Ich habe wie folgt darauf geantwortet:

Donnerstag, 24. Januar 2008

Video erklärt die Kapstadt Open Education Declaration

Über die Kapstadt Open Education Declaration, eine Erklärung für offene Bildungs-Inhalte, hatte Andrea am Dienstag schon berichtet. In einem Video-Statement erklärt Mark Shuttleworth, was die Ziele der Erklärung und weitere Schritte sind:

Samstag, 21. Juli 2007

USA: Google will Netzneutralität erkaufen

Das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika verleiht demnächst wieder Funk-Frequenzen. Im Auftrag des Volkes versteigert die Federal Communications Commission (FCC) 700 Megahertz Lizenzen. Um die 700 MHz herum liegt der Frequenzbereich der Dezimeterwellen. Das analoge US-Fernsehen sendet bis 2009 auf diesen Frequenzen. Die Frequenzen werden frei, weil das Fernsehen digital wird. Diese Frequenzen sind so begehrt, weil die durch sie transportierten Signale recht stark sind.

Wenn Frequenzen vergeben werden, gibt es immer Kontroversen. An der Grenze zum Internet-Zeitalter aber besonders. Als die Frequenzen nur fürs Fernsehen und -sprechen gebraucht wurden, genügten die bisherigen Auflagen. Mal abgesehen von der Medienkonzentration. Aber im Internet herrscht herbe Vielfalt. Und bisher gibt es kein Gesetz, dass die Frequenzinhaber verpflichtet, diesen Dienstleistungen gegenüber neutral zu sein. Wenn sich Telekommunikationsunternehmen die Frequenzen unter den Nagel reißen, dann hätten sie freie Hand, zu entscheiden, welche Dienstleistungen in ihrem Teil des mobilen Internets zu welchen Bedingungen angeboten würden. Diesem unter der Kehrseite von Netzneutralität bekannten Problem, wird nachgesagt, es würde Innovation verhindern. Da eingesessene Firmen, die Politik des Frequenzinhabers mitbestimmen würden, hätten innovative Konkurrenten, die zu Beginn dem Frequenzinhaber nur wesentlich weniger zahlen könnten, keine Eintrittschance in den Markt. Fast alle großen Internetfirmen haben mit sehr wenig Geld angefangen und nicht jedes Potential wird von einen Investor erkannt. Digitale Innovation braucht wahrscheinlich Freiheit.

Google hat nun angekündigt, bei der Versteigerung dabei zu sein. Sie versprechen mit mindestens 4,6 Milliarden Dollar, also ungefähr den Wert von 3Youtubes oder einem halben Facebook, in die Versteigerung einzusteigen. Aber nur wenn die FCC ein paar Grundsätze beachtet:

Die Konsumenten müssen jedes Programm und jeden Inhalt, den sie haben wollen, bekommen dürfen und jedes mobile Endgerät mit jedem drahtlosen Netzwerk verbinden dürfen. Wiederverkäufer von Mobilfunkdienstleistungen der 700MHz-Lizenznehmer müssen RAND-Bedingungen bekommen und ISPs sollen sich an jedem Punkt mit dem 700MHz Netzwerk verbinden können.

Den anderen Mitbewerbern gefallen diese Grundsätze gar nicht. AT&T zum Beispiel sieht dadurch sein bisheriges Geschäftsmodell gefährdet. So schrieb AT&T an GigaOM:

Google has now delivered an all or nothing ultimatum to the U.S. Government, insisting that every single one of their conditions “must” be met or they will not participate in the spectrum auction. Google is demanding the Government stack the deck in its favor, limit competing bids, and effectively force wireless carriers to alter their business models to Google’s liking. We would repeat that Google should put up or shut up— they can bid and enter the wireless market with any business model they prefer, then let consumers decide which model they like best.

Auch wenn Netzneutralität kontrovers ist und auch Google mindestens eine Public Relations-Abteilung hat. Ich kann an den Forderungen von Google nichts negatives finden. Und ein Geschäftsmodell, dass mit diesen Bedingungen nicht zurecht kommt, gehört nicht ins Internet. Obwohl mir schon ein wenig unbehaglich ist, wenn ich mir vorstelle, dass das mobile Internet der USA demnächst Google gehört. Die Alternativen wären allerdings auch nicht behaglicher.

Dienstag, 10. Juli 2007

Knowledge Ecology Studies

Knowledge Ecology International (Ehemals CPTech) hat ein neues Open Journal gestartet und die erste Ausgabe ist online: Knowledge Ecology Studies.

KE Studies is an online publication that focuses on the creation, dissemination and access to knowledge goods. It is a multidisciplinary journal that draws on a number of specialties: sciences, technologies, public policies, the laws of intellectual property, business, free speech and privacy, telecommunications and other related knowledge disciplines.

Dienstag, 3. Juli 2007

Deutsche UNESCO-Kommission veröffentlicht Open Access Handbuch

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das “Open Access Handbuch” veröffentlicht. Das Buch möchte über die Chancen und Herausforderungen dieses Modells informieren und das Thema aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchten. Es liegt als Print- und elektronische Version vor.

Und hier ist das PDF.

Dienstag, 19. Juni 2007

OECD: The Emergence of Open Educational Resources

Die OECD hat einen neuen Report über offene Bildungsprojekte veröffentlicht: “Giving Knowledge for Free - The Emergence of Open Educational Resources”. Das Buch kann man hier kaufen. Es findet sich aber auch an anderer Stelle ein PDF davon zum Download.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Internetgeschichte genordet

Wenn man etwas über die Geschichte des Internet liest, dann sind da meistens die Punkte Amerika, Arpanet, Atomkriegsresistenz und Genf und dann bald HTML und WWW zu lesen. Danach kommt dann die Musikindustrie und Hollywood und Napster und dann Web 20.
Einen erfrischend anderen Bogen spannt Professor Bernd Lutterbeck auf 14 Seiten. Hier ist ein Text als PDF über die skandinavische Einflüsse auf die Entwicklung des Internets.

“Zentral verordnete Mechanismen verhindern im Zweifel die in einer Informationsgesellschaft gebotenen Formen der Kooperation. Eine Gesellschaft, die ihren institutionellen Default auf Offenheit gestellt hat, scheint die überlegenen institutionellen Arrangements bereit zu halten. Die nordischen Länder Europas haben insoweit einen eigenen Weg in die Informationsgesellschaft eröffnet.”

Kein Wunder also, dass die soviel Breitband und Mobile Services haben.

 

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