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Dienstag, 17. Juni 2008

OECD: NGOs fordern mehr Menschenrechte und Meinungsfreiheit

In Seoul findet gerade das OECD-Meeting über die “Zukunft der Internetökonomie” statt. Eine grosse Koalition aus zivilgesellschaftlichen Organisationen ist auch vor Ort und hat eine gemeinsame Erklärung (PDF) vorbereitet. Darin werden die Regierungen aufgerufen, Menschenrechte und Meinungsfreiheit in der digitalen Welt zu sichern. Monika Ermert hat für Heise eine gute Zusammenfassung der Forderungen geschrieben: Bürgerrechtler an Staatschefs: Bitte an die Nutzer denken.

Freier Zugang zum Netz und zu Informationen jeder Art sowie ein diskriminierungsfreier Zugang zu Diensten – so lauten die drei Hauptforderungen der Nichtregierungsorganisationen (NGO) [...] Die unter dem Dach von “The Public Voice” zusammenarbeitenden NGOs wollen beim Gipfel zur Zukunft der Internetökonomie insbesondere die Idee vom Netz als einem Dienst für die Bürger in aller Welt unterstreichen und warnen vor Einschränkungen durch ein verschärftes Urheberrecht, proprietäre Standards und intransparente Netzwerkmanagement-Entscheidungen. [...] Zugang, Zugang und nochmal Zugang, so könnte man das Hintergrundpapier der NGOs zusammenfassen, das in seinen Forderungen noch weiter geht als die offizielle Erklärung. [...] Dem Zugang zum Wissen widmen die NGOs eines der ausführlichsten Kapitel. Hier sehen sie Probleme durch die zunehmende Ausweitung von Exklusivrechten im Urheber- und Patentrecht. Die Abkehr vom bislang in vielen Ländern gepflegten Haftungsprivileg für Internet Service Provider sei ebenfalls kontraproduktiv für die Informationsgesellschaft. In den USA und Europa konstatieren die Organisationen Bestrebungen, Provider zu Kontrolleuren ihrer Nutzer oder Filterinstanzen zu machen. Die NGOs sehen darin nicht nur eine gewisse Innovationsfeindlichkeit, sondern auch Einschränkungen für den Zugang zu wissenschaftlicher Information und Bildung. Die dritte von den NGOs aufgeworfene Zugangsfrage befasst sich mit dem Schlagwort Netzneutralität und offenen Standards. [...] Der Verbraucherschutz habe wie der Datenschutz nicht mit der Entwicklung von Technologie und Markt Schritt gehalten. Auch bessere Sicherheit für Mobilfunknutzer und eine stark verbesserte Durchsetzung von Datenschutzbestimmungen stehen auf der Wunschliste.

Kann ich alles so unterschreiben. European Digital Rights ist auch einer der Unterstützer.

Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit-Online ist auch vor Ort und twittert von dort. Public Voice hat ebenfalls einen Twitter-Account.

Dienstag, 3. Juni 2008

OECD-Youtube-Channel zur Zukunft des Internets

Die OECD hat jetzt auch einen eigenen Youtube-Channel, wo man im Vorfeld eines Ministertreffens im Juni in Süd-Korea seine Gedanken zur Zukunft des Internets hochladen kann. Wie immer bei solchen offiziellen Youtube-Channels ist es unklar, ob sich das dann jemand anschaut und vor allem wer.

The OECD is a global forum for new ideas to create prosperity in developed and developing countries. In Seoul, Korea, on 17-18 June, government ministers from more than 40 countries, global business leaders, technical experts and academics are meeting to work out how the Internet can improve the world. They want to know what you think. You tell the leaders and opinion shapers in Seoul what you think and they will upload responses to your ideas. Join in. Take part in making a difference.

[Danke an Benedikt]

Dienstag, 6. November 2007

Neue OECD-Studie zum partizipativem Netz

Die OECD hat eine 128-seitige Studie zu “Participative Web and User-Created Content: Web 2.0, Wikis and Social Networking” veröffentlicht”.

The Internet is becoming increasingly embedded in everyday life. Drawing on an expanding array of intelligent web services and applications, a growing number of people are creating, distributing and exploiting user-created content (UCC) and being part of the wider participative web. This study describes the rapid growth of UCC and its increasing role in worldwide communication, and draws out implications for policy. Questions addressed include: What is user-created content? What are its key drivers, its scope and different forms? What are the new value chains and business models? What are the extent and form of social, cultural and economic opportunities and impacts? What are the associated challenges? Is there a government role, and what form could it take?

Hier ist das PDF. Ist wohl eine Weiterentwicklung einer ähnlichen OECD-Studie zum partizipativen Netz aus dem April diesen Jahres.

[via]

Dienstag, 19. Juni 2007

OECD: The Emergence of Open Educational Resources

Die OECD hat einen neuen Report über offene Bildungsprojekte veröffentlicht: “Giving Knowledge for Free - The Emergence of Open Educational Resources”. Das Buch kann man hier kaufen. Es findet sich aber auch an anderer Stelle ein PDF davon zum Download.

Mittwoch, 18. April 2007

OECD-Studie zum partizipativen Netz

Sehr interessant ist diese OECD-Studie zum “partizipativen Netz” (PDF) - gerne auch Web 2.0 oder sonstwie genannt. Auf 74 Seiten werden verschiedene globale Entwicklungen aufgezeigt.

The concept of the “participative web” is based on an Internet increasingly influenced by intelligent web services that empower the user to contribute to developing, rating, collaborating on and distributing Internet content and customising Internet applications. As the Internet is more embedded in people’s lives “users” draw on new Internet applications to express themselves through “user-created content” (UCC).

 

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