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Mittwoch, 6. Dezember 2006

Greenpeace überarbeitet Guide To Greener Electronics

Greenpeace hat eine überarbeitete Version ihres im Sommer erstmals veröffentlichten “Green Electronics Guide” vorgelegt. Ziel dieses Einkaufsführers ist es, Entwicklungen von IT-Anbietern hin zu umweltfreundlicheren Computern zu begleiten und diese in einem Ranking zu mehr Wettbewerb in diesem Bereich zu motivieren. Während die Unternehmen Acer und Lenovo ihre Position gegenüber dem Sommer Ranking durch Zusagen verbessern konnten, ist Apple auf den letzten Platz zurückgefallen. Ist wahrscheinlich mehr Schein als Sein und die “Green my Apple“-Kampagne von Greenpeace zeigt anscheinend noch nicht ausreichend Wirkung. Das Ranking führen Nkoia und Dell an, mit viel Platz für weitere Verbesserungen der eigenen Ökobilanz.

Mehr dazu auch hier:

Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne

Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück
Greenpeace-Kampagne: Green my Apple!

Mittwoch, 22. November 2006

Das faire Notebook

Das Freiburger Öko-Institut hat eine Studie zum “fairen” Notebook veröffentlicht (PDF). Heise berichtet darüber: Öko-Institut hält das “faire” Notebook für möglich.

Das Öko-Institut schlägt als Lösung vor, Produktionsprozesse beispielsweise hinsichtlich gesundheitsgefährdender Substanzen kritisch zu bewerten, Zulieferbetriebe unabhängig zu zertifizieren, eine vertrauensvolle Zulieferstruktur aufzubauen, Arbeitnehmer und Anwohner einzubeziehen und soziale Aspekte in der Preisgestaltung zu berücksichtigen. Die Massenfertigung von Elektronikprodukten sei inzwischen fast vollständig in ostasiatische Betriebe ausgelagert worden. Dort herrschten oft schlechte Arbeitsbedingungen, die Mitarbeiter seien unterbezahlt und leisteten extrem viele Überstunden. Eine flächendeckende Verbesserung dieser Situation würde den Endpreis eines Notebooks nur um wenige Prozent verteuern, sagte Manhart.

Montag, 16. Oktober 2006

Rettet Linda

Von der beliebten Kartoffelsorte Linda ist der Sortenschutz abgelaufen, eine Firma hat als Vertreter des Sortenschutzinhabers kurz vor Ablauf der Frist die Notbremse gezogen und die Zulassung beim Bundessortenamt löschen lassen. Klingt ein wenig bizarr und merkwürdig, ist aber bittere Realität. Seit mehr als einem Jahr kämpfen Bauern um die freie Nutzung der Kartoffelsorte im Rahmen der “Rettet Linda”-Kampagne. Nun berichtet die Welt über den bizarren Vorfall: Drohendes Aus für Linda-Kartoffel.

Die störrischen Biobauern können auf die Unterstützung von Wissenschaftlern zählen. “Nach Ablauf des Sortenschutzes hat sich die Investition in die Züchtung des Saatguts ausgezahlt. Dann sollte die Sorte wirklich frei für alle sein”, sagt Marie Porceddu vom australischen Agrarforschungsinstitut Cambia. “Züchter, Bauern und Verbraucher würden am besten fahren, wenn sie unter möglichst vielen Sorten wählen könnten.”

Cambia wird unter anderem von der Rockefeller-Stiftung gefördert und ist auf der Suche nach Alternativen zu Patenten oder Sortenschutz. Das Ziel: Pflanzen wie Linda ähnlich frei verfügbar zu machen wie zum Beispiel die freie Software Linux.

Capitalism 3.0: A Guide to Reclaiming the Commons

Von Peter Barnes ist das Buch “Capitalism 3.0: A Guide to Reclaiming the Commons” (PDF) erschienen. Das Buch wurde auch unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Peter Barne ist im Moment auch Gastblogger im “On the Commons”-Blog und hat dort schonmal ausführlich über “Capitalism 3.0” geschrieben.

Hier ist der Teaser des Verlages:

In Capitalism 3.0, Peter Barnes redefines the debate about the costs and benefits of the operating system known as the free market. Despite clunky features, early versions of capitalism were somewhat successful. The current model, however, is packed with proprietary features that benefit a lucky few while threatening to crash the system for everyone else. Far from being “free,” the market is accessible only to huge corporations that reap the benefits while passing the costs on to the consumer. Barnes maps out a better way. Drawn from his own career as a highly successful entrepreneur, the author’s vision of capitalism includes alternatives to the current profit-driven corporate approach, new legal entities, and a more responsible use of markets and property rights. Capitalism 3.0 offers viable solutions to some of the country’s most pressing economic, environmental, and social concerns.

Montag, 25. September 2006

Informationelle Ökologie ohne Ökologie?

Lesenswert ist ein Beitrag von David Bollier im “On the Commons”-Blog: »Can We have an “Environmentalism for the Net” Without an “Environmentalism for the Environment”?

Years ago, in a much-cited article, Professor James Boyle called for an “environmentalism for the net” – i.e., a mobilization of language and activism to preserve the commons of the Internet. In light of the new books about computer industry abuses of nature and human health, perhaps now it is worth asking if we can have an environmentalism for the net without also pursuing an environmentalism for the environment.

Er bezieht sich auf den Artikel “Environmentalism for Web 2.0″ von Soenke Zehle im Mute Magazin:

Happy to describe media cultures in ecological terms, net users may be unaware of the heavy ecological cost of communications networks. But can environmental justice and labour movements learn a trick or two from net culture? Soenke Zehle reviews two recent books, High Tech Trash: Digital Devices, Hidden Toxics, and Human Health and Challenging the Chip: Labor Rights and Environmental Justice in the Global Electronics Industry

Mittwoch, 30. August 2006

Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück

Lenovo und Apple haben beleidigt auf das Greenpeace Konzern-Ranking reagiert, worüber wir gestern berichtet hatten. In dem Ranking ging es darum, welche grossen Elektro-Konzerne am besten ihre Nachhaltigkeits-Hausaufgaben gemacht haben, mittlerweile auf Schadstoffe verzichten und ein Recycling ihrer Produkte anbieten.

Lenono verwendet laut Greenpeace immer noch die Gefahrstoffe PVC (Plastik) und BFR (bromierte Flammschutzmittel) und nehme nicht in allen Ländern Geräte zurück. Ein Lenovo-Sprecher erklärte gestern laut de.internet.com, dass sein Unternehmen sich weltweit an die notwendigen Umweltschutznormen halte oder sie sogar übertreffe. Das Greenpeace-Ranking zeige nicht, was Lenovo tatsächlich für die Natur tut. Geschäftsleute könnten z.B. ihre Geräte recyclen lassen, aber das würde man nicht auf die Homepage schreiben. Soso.

Apple wurde kritisiert, weil das Unternehmen keine Lite mit verwendeten gefährlichen Substanzen transparent publizieren würde. Es gäbe auch kein klares Bekenntnis, auf BFR- und PVC-Substanzen zu verzichten. Pluspunkt machte Apple dadurch, dass sie wenigstens keinen Elektromüll exportieren würden. Apple wiederum ist der Meinung, dass die Kritierien falsch angelegt seien. Noch würde eine kleine Menge Quecksibler in den Flachbildschirmen verwendet werden, aber man schaue sich nach Alternativen um. Röhrenmonitore mit Kadmium seien aus dem Programm genommen worden.

Dienstag, 29. August 2006

Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne

Greenpeace International wird nicht müde, die Umweltsünden der großen Konzerne aufzuspüren und publik zu machen. Andersherum lobt die Organisation auch die Bestrebungen von Firmen, ökologischer, schadstoffarmer und umweltfreundlicher zu produzieren: Im online veröffentlichten „Green Electronics Guide“ werden die Hersteller von elektronischen Unterhaltungsprodukten aufgelistet, ihre Bemühungen sowie auch ihre Reaktionen auf Vorwürfe seitens der Umweltschützer und der Kunden. Als Kriterien gibt Greenpeace zuerst die zwei Hauptintentionen an, die die Unternehmen signalisieren sollten: Inwieweit sie toxische Substanzen aus den Produkten verbannen und wie groß ihre Bemühungen sind, alte Produkte zurückzunehmen und wiederzuverwerten.

Ganz oben steht der finnische Mobilfunkhersteller Nokia: Der bekommt ein „gut“ für seine Versuche, giftige Chemikalien zu recyceln. Seit Ende des letzten Jahres enthalten die Handys kein PVC, dennoch verliert die Firma Bonuspunkte, weil sie keine Zahlen darüber liefert, wie viele Geräte sie bislang überhaupt recycelt hat. Dicht auf den Fersen ist ihr der Computerhändler Dell, mit einigem Abstand folgen Hewlett Packard, Sony Ericsson und Samsung.

Am schlechtesten schneidet auf der Rangliste der PC-Hersteller Lenovo ab, der in allem Kategorien aufholen sollte. Knapp über ihm ist das Mobilfunkunternehmen Motorola, das von seinem Versprechen Abstand genommen hat, kein PVC mehr zu verwenden.

 

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