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Mittwoch, 26. September 2007

Sonys Vizepräsident: “Ich kopiere DVDs!”

Dieses Zitat steht für sich alleine:

Als Fan des - von Gesetz wegen illegalen - DVD-Rippens outete sich auf der Konferenz auch Sony-Vizepräsident Scott Smyers: “Meine Kinder haben einen Haufen DVDs, die sie im Auto abspielen, die nach ein paar Fahrten kaputt sind. Also rippe ich die DVDs und kopiere sie, um die Originale zu schonen.” Myers weiter: “Man kann nicht abstreiten, dass Verbraucher ihre Investitionen schützen wollen.”

Warum schützen dann Unternehmen wie Sony ihre DVDs mit Kopierschutz, wenn diesen die eigenen hohen Mitarbeiter brechen? Warum setzen sich diese Unternehmen für schräfere Gesetze ein, um die eigenen Kunden zu kriminalisieren, die das auch gerne tun wollen?

Donnerstag, 20. September 2007

Popkomm-Aktion bei SonyBMG: Kopierschutz entmündigt

Auf der Popkomm haben wir heute mit unserem grossen “Kopierschutz entmündigt“-Banner eine kleine Aktion auf dem SonyBMG-Stand gemacht. SonyBMG kooperiert bisher nicht mit Anbietern, die ihren Kunden Musik-Downloads ohne Restriktionen und Kopierschutz anbieten wollen. Hierfür würde sich das MP3-Format anbieten. Wir raten daher zu einem Boykott von SonyBMG-Musik, die mit Kopierschutz ausgeliefert wird. Die Firma Sony war verantwortlich für das Rootkit-Desaster, wo Millionen CDs mit Schadsoftware ausgeliefert wurden. Gleichzeitig ist Sony einer der grössten Hersteller von Hardware mit eingebauten Kopierschutzsystemen.

popkomm_sonybmg1_klein.jpg Weiterlesen …

Donnerstag, 12. Juli 2007

Kopierschutz light in Japan

Japan will wohl die Fesseln der Kopierschutzsysteme etwas lockern und bis zu neun Privatkopien per Gesetz erlauben, wie das TR-Blog schreibt: Kopierschutz light.

Antikapitalismus kann ich der japanischen Bürokratie wahrlich nicht vorwerfen. Doch dann und wann versuchen die Bürokraten, das kurzfristige Gewinnstreben der Konzerne höheren Zielen unterzuordnen. Das jüngste Beispiel ist der Kopierschutz für digitale TV-Programme. Während in Europa Bürokraten und Bosse darüber nachdenken, wie sie den Menschen die Lust am Zeitalter der digitalen Vollvernetzung durch restriktive Kopierschutzbestimmungen aber so richtig vergällen können, will Japans Innenministerium die Industrie zur Lockerung bestehender Fesseln zwingen. Ab nächsten Jahr wollen die Regulatoren Privatpersonen statt einer Kopie neun Kopien von auf Videorekorder-Festplatten gespeicherten Digital-TV-Inhalten erlauben, verriet die größte Tageszeitung des Landes Yomiuri. Die mögliche Befreiung der Japaner aus dem festen Kopierschutzzugriff der Konzerne war dem Blatt am Wochenende sogar die Titelgeschichte wert.

In Deutschland gibt es ja verschiedene Ansichten, wieviel Privatkopien erlaubt sind. Gängig ist die Zahl von “sieben” Privatkopien, alternativ Interpretationen gehen von höchstens drei aus.

Mittwoch, 2. Mai 2007

Die Verbotene Zahl

Leute, die folgende Zahl weitergeben, werden verfolgt:

13256278887989457651018865901401704640

Diese Zahl ist als Schlüßel notwendig, um DVDs der nächsten Generation abspielen zu können. Diese Zahl soll geheim bleiben, damit nur vom DVD-Konsortium lizensierte Software die neuen Bluray- und HD-DVDs abspielen kann. Diese “legale” DVD-Software darf keinerlei Kopiermöglichkeiten bieten.

Warum Kopierschutz-Techniken doch gleich besonders kritisch zu hinterfragen sind, liest Du am besten hier nach.

Der Verwalter des Kopierschutzes, der AACS LA (Advanced Access Content System Licensing Administrator), ist nun bemüht diese Zahl aus dem Netz zu bekommen. Auf Basis des “Digital Millenium Copyright Acts” (DMCA) soll niemand diese Zahl im Zusammenhang mit dem Kopierschutz von Bluray- und HD-DVDs nennen dürfen. Zwischenzeit hat die AACS LA bereits den Schlüssel ausgetauscht, so dass sich künftig erscheinende DVDs mit dieser Zahl nicht abspielen lassen. Aber die neue kommt sicher auch bald raus …

Die Community-Linksammlung digg.com hat Beiträge, die die Zahl beinhalteten, erst gelöscht. Nach vielem Protest sieht der Gründer von digg, Kevin Rose nun davon ab und veröffentlicht die Zahl selbst.

Man dürfte sich darüber freuen, wenn das andere auch tun. Schließlich lässt sich die Zahl auf sehr viele verschiede Arten ausdrücken. Da ist auch sicher eine für Dein Blog dabei!

Etwa zur Basis 16:

09-f9-11-02-9d-74-e3-5b-d8-41-56-c5-63-56-88-c0

Oder binär:

100111111001000100010000001010011101011101
001110001101011011110110000100000101010110
1100010101100011010101101000100011000000

Oder als kleine Rechenaufgabe:

41425871524967055159433955941880327 * 320 = HD-DVD

Oder auf Japanisch.

Sehr schön auch die Umrechnung der Hexadezimalzahl in einzelne RGB-Farbwerte, dargestellt als Farb-Fahne (Dank an John von Badmouth):

Die Werte (das +C0 steht für “Crime Zero”):
#09F911 #029D74 #E35BD8 #4156C5 #635688

Oder als Morsecode (MIDI-Datei):

hddvd-blueray-key-morsecode.jpg

Sehr kreativ auch die aktustische Darstellung als DTMF-Tonfolge, mit der sich Telefone steuern lassen von Julia.

Oder als Braille-Schrift:

hddvd-blueray-key-braille.jpg

Oder als Barcode:

hddvd-blueray-key-barcode.jpg

pedro.custodio stellte dieses Zahlenbild unter die CC BY Lizenz:

aacs-numbers.jpg

Dank an Andre Heise aus Lübeck für die Verschlüsselung mit der Enigma-Maschine, die die Deutschen im 2. Weltkrieg nutzten.

aacs-enigma.gif

Schickt weitere Darstellungen bitte nicht an uns, sondern veröffentlicht sie selbst ;)

Samstag, 10. März 2007

Verbrauchervorteile durch Kopierschutz?

IBM will wohl weiter Kopierschutzsysteme an die Unterhaltungsindustrie verkaufen: IBM: “Kopierschutz führte DVD zum Erfolg”.

“Ein zuverlässiger Kopierschutz hat die DVD zum erfolgreichsten Medium gemacht, das jemals eingeführt wurde”, erklärt IBM-Kopierschutzexperte Don Leakes. Ein anfänglich zufrieden stellender Schutz sei die Grundvoraussetzung dafür gewesen, dass die Filmindustrie das Format zum Vorteil aller Konsumenten angenommen und gefördert habe, so Leakes. Ähnliches erwartet sich der IBM-Experte auch bei der Einführung der High-Definition-Nachfolgeformate Blu-ray und HD-DVD, die beim Schutz ihrer Inhalte auf die Verschlüsselungstechnologie “Advanced Access Content System” [AACS] setzen.

Der Vorteil des Kopierschutzes für die Verbraucher besteht übrigens darin, dass man zerkratzte DVDs ohne Ersatz im Sondermüll entsorgen darf, diese nicht auf jedem Gerät abspielbar sind und Verbraucherrechte wie die Privatkopie beschnitten werden. Es muss ja der Hölle gleichkommen, wenn Verbraucher sich selbstbestimmt aussuchen können, wo, wann und wie sie ein erworbenes Medium abspielen wollen, der Kauf nachhaltig ist, ihre Verbraucherrechte respektiert werden und sie die Medieninhalte auch noch weiter remixen dürfen.

Mittwoch, 21. Februar 2007

Kinder und Kopierschutz

Das fand ich gerade witzig:


Urheberrecht liegt bei Beck.

[via]

Dienstag, 13. Februar 2007

Deutschlandradio über Musik ohne Kopierschutz

Beim Deutschlandradio gibt es einen Beitrag zu “Musik ohne Kopierschutz“.

Das Urheberrecht soll dafür sorgen, dass Musiker für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden. Deshalb gibt es Musik-CDs im Laden nicht kostenlos, und deshalb ist es meist illegal, Musik aus dem Internet herunterzuladen, ohne dafür zu bezahlen.

Hier ist die MP3-Datei dazu.

Mittwoch, 3. Januar 2007

DRM visualisieren: Benutze CD mit Bohrmaschine

Unser schweizer Netzpolitik-Korrespondent Daniel Boos ist bei KulturTV.ch zu sehen:

Was Sony und andere grosse MajorLabels jeden Tag machen, wird hier von Daniel Boos und Martin Feuz präsentiert: CDs und DVDs vor dem Kopieren schützen. Erstaunlich, wie einfach das geht. Es braucht nur eine Bohrmaschine (Marke egal) und schon kann das Werk geschützt werden. Ansonsten erfahren wir mehr zur Digitalen Allmend.

Und hier als Flash: Weiterlesen …

 

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