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Dienstag, 29. Juli 2008

Kanada lässt Unterhaltungslobby an ACTA mitschreiben

In Kanada dürfen die Lobbygruppen aus der IP-Industrie am internationalen Anti-Piraterieabkommen ACTA mitschreiben und die Regierung beraten, wie das iRights-Blog mit Bezug auf Michael Geist schreibt:

Den Unterlagen zufolge ist das Komitee neben Regierungsvertretern unter anderem auch mit Vertretern folgender Interessenverbände besetzt: Entertainment Software Association of Canada, Canadian Recording Industry Association, Canadian Motion Picture and Distributors Association und Canada’s Research-Based Pharmaceutical Companies. Wie der Autor des Star-Beitrags hervorhebt, sind auf der Liste weder Telekomunternehmen, Technologieunternehmen, Internetunternehmen oder Bürgerrechtsvereinigungen vertreten. Das ist bemerkenswert, da ACTA nach bisher bekannt gewordenen Informationen unter anderem auch die Einbeziehung von Internetprovidern und anderen Internetunternehmen bei der aktiven Bekämpfung der „Piraterie“ einbezogen werden sollen.

In Deutschland und der EU wissen wir nichts darüber, wer hier die Bundesregierung, bzw. die EU-Kommission beraten darf. Aber aus anderen internationalen Prozessen weiß ich, dass dies kein ungewöhnlicher Vorgang ist, Lobbygruppen einzubinden. Daher wäre es interessant, mal für Deutschland / Europa Informationen zu bekommen, wer hier konsultarisch aktiv ist.

Mittwoch, 25. April 2007

dotBoom: Lachmuskeltraining

Die Serie gibts schon länger, aber ich hab erst heute drüber gelacht: dotBoom, eine Handpuppen-Comedy aus Kanada. Gefährdet die Konzentration am Arbeitsplatz. Warning: Contains strong language.

Leider habe ich keinen expliziten Hinweis gefunden, unter welcher Lizenz das steht.

Freitag, 12. Januar 2007

Kanadas Münzen enthalten RFID-Tags

Nicht nur Äpfel, nein, die Kanucks versehen auch ihre Münzen mit RFID-Tags. Besonders überraschend finde ich daran, dass es die Amerikaner des Verteidigungsministeriums waren, die das entdeckt haben. Bei CBC gibts einen lesenswerten Artikel:

Security experts believe the miniature devices could be used to track the movements of defence industry personnel dealing in sensitive military technology.

“You might want to know where the individual is going, what meetings the individual might be having and, above all, with whom,” said David Harris, a former CSIS officer who consults on security matters.

Schön ist auch, dass an diesem einen Beispiel schon die wichtigsten Argumente exerziert werden: niemand will sich überwachen lassen, und wer überwacht wird gibt unbeabsichtigt viel über sich und sein Umfeld preis, was weitreichende (mißliebige, uninformierte, etc.) Interpretationen zulässt. Und unsere Regierung kümmert sich nicht um die Bedenken, die schon im Alltag ganz massiv aufkommen.

 

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