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Montag, 10. Dezember 2007

Creative Commons workshop in Taipei: Asia and Commons in the Information Age

Für unsere asiatischen Leser, insbesondere die in Taiwan interessant: am 19. und 20. Januar 2008 findet in Taipei (”Taipeh”) ein Workshop statt, veranstaltet von der Academia Sinica (quasi die nationale Akedemie der Wissenschaften) und CC Taiwan. Diese Ankündigung kam gerade per Mailingliste Asia Commoners rein. Die Veranstaltung will Themen, Erfahrungen und Entwicklungschancen für den asiatisch-pazifischen Raum zusammenbringen und auch eine Vorbereitung für den kommenden iCommons Summit Ende Juli 2008 in Sapporo (Japan) sein. Aus der Einführung:

The objectives of this workshop are the following:

1. Strengthening the “Asia Commons” by bringing in more members and improving links to related organizations within the Asia Pacific region;
2. Promoting the commons in the region, and providing a forum to develop practical strategies for this promotion;
3. Providing a forum for industry engagement, and in particular identifying and presenting successful commercial uses of open content licensing within the region;
4. Providing a forum for discussion of topics of importance to the Asia Commons (e.g., the meaning of ‘open’ in our age, and the history and role of the commons in Asia).

This workshop will be a good venue for people to formulate Asia Pacific perspectives on the issues of commons in our age

Bisher gibt es ein vorläufiges Programm, aber die Programmgestaltung ist noch offen für Beteiligung.

[Danke Ted!]

Donnerstag, 12. Juli 2007

Kopierschutz light in Japan

Japan will wohl die Fesseln der Kopierschutzsysteme etwas lockern und bis zu neun Privatkopien per Gesetz erlauben, wie das TR-Blog schreibt: Kopierschutz light.

Antikapitalismus kann ich der japanischen Bürokratie wahrlich nicht vorwerfen. Doch dann und wann versuchen die Bürokraten, das kurzfristige Gewinnstreben der Konzerne höheren Zielen unterzuordnen. Das jüngste Beispiel ist der Kopierschutz für digitale TV-Programme. Während in Europa Bürokraten und Bosse darüber nachdenken, wie sie den Menschen die Lust am Zeitalter der digitalen Vollvernetzung durch restriktive Kopierschutzbestimmungen aber so richtig vergällen können, will Japans Innenministerium die Industrie zur Lockerung bestehender Fesseln zwingen. Ab nächsten Jahr wollen die Regulatoren Privatpersonen statt einer Kopie neun Kopien von auf Videorekorder-Festplatten gespeicherten Digital-TV-Inhalten erlauben, verriet die größte Tageszeitung des Landes Yomiuri. Die mögliche Befreiung der Japaner aus dem festen Kopierschutzzugriff der Konzerne war dem Blatt am Wochenende sogar die Titelgeschichte wert.

In Deutschland gibt es ja verschiedene Ansichten, wieviel Privatkopien erlaubt sind. Gängig ist die Zahl von “sieben” Privatkopien, alternativ Interpretationen gehen von höchstens drei aus.

Sonntag, 8. April 2007

Japanische Blogs beherrschen die Welt globale Blogosphäre

Wie AsiaMedia (UCLA) berichten kann, steigt die Zahl der Blogs weiterhin enorm. Direkt von der Taipei Times übernommen, schreiben sie: Japanese lead explosion of blogging:

The popular online personal journal technology, which exploded on the Web only about five years ago, has now spread around the world, with Japanese the biggest bloggers, ahead of English-language bloggers and the rapidly growing Chinese blogging community according to Technorati, which tracks blog content.

Blogging has also exploded in politically repressed countries, with Iran’s Farsi language also scoring high and rising in blogging rankings, the San Francisco company said.

In its State of the Live Web report, Technorati said the number of blogs around the world surged from 8 million in March 2005 to more than 72 million last month.

Also, die Zahlen, die so durch die Gegend fliegen, unterscheiden sich ja dann doch um Größenordnungen voneinander. Man sollte überhaupt nie nur einer Firma allein vertrauen, die Zahlen unter die Leute bringt.

[gefunden via SmartMobs]

Freitag, 29. Dezember 2006

Erdbeben in Taiwan: Details zu Unterseekabeln

Während berichtet wird, dass sich nach dem Erdbeben vor der Küste Taiwans Bandbreite und Telefonverbindungen von und nach Asien durch neue Routen wieder beginnen zu erholen, finde ich die technischen Details interessant.

Chunghwa Telecom, größter Telekommunikationsanbieter in Taiwan, wird von Taipei Times zitiert:

Taiwan’s undersea communications cable system consists of seven lines extending from the northern and southern points of the island. The quake damaged the two southern lines. [...] Damaged cables include the APCN2 cable and Sea-Me-We3 cables, Leng said. Eight STM-1 cables from Okinawa and 4 STM-1 cables from Shanghai are acting as backup, Chunghwa said.

Etwa 30% der Kunden hatten wohl in der einen oder anderen Weise Probleme, bis hin zum Totalausfall in Richtung anderer asiatischer Länder. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Indonesien zeitweise (auch von Europa aus) schwer oder gar nicht zu erreichen war. Taipei dagegen hatte keine erkennbaren Probleme, alles lief schnell wie immer. Joi Ito zitiert und übersetzt dankenswerterweise auch eine Meldung der staatlichen China Telecom aus der Volksrepublik:

Affected by the earthquake, Sina-US cable, Asia-Pacific Cable 1, Asia-Pacific Cable 2, FLAG Cable, Asia-Euro Cable and FNAL cable was broken and cut up. The break-off point is located 15 km south to Taiwan, which severely affected the International and national tele-communication in neighboring regions.

Auch von China in die USA und anderswohin gab es Probleme. Dazu passt die Meldung von letzer Woche, dass neue 1.28Tbit/s-Kabel bereits beschlossen sind und 2008 in Betrieb gehen sollen; Redundanz für bis 5.12TBit/s erweiterbare Bandbreite und immerhin etwas gesteigerte Ausfallsicherheit für etwa 500 Millionen US-Dollar.

Die Reparatur soll in wenigen Wochen geschafft werden, so wie beim letzten Ausfall eines 40 Gbit-Kabels 2001, das wohl gleich an 4 Stellen durch Fischerboote geschrottet wurde. Bis hierher scheint aber niemand verbindliche Zahlen zu haben, was die tatsächliche Anzahl der Kabel und der zu behebenden Schäden angeht (Channelnewsasia):

South Korea’s information and communication ministry said all six undersea fibreoptic cables off Taiwan were hit, causing major disruption.

Wie viele Kabel waren das nun? 8? 7? 6? Das dicke neue SEAMEWE 4 jedenfalls ist wohl nicht betroffen. Auch andere Telkos (und ihre User) in Asien haben Ausfälle, KDDI (Japan), China Netcom (VR China), Singtel (Singapore), PCCW (Hong Kong), und andere.

Die Wikinews geben einen Überblick hier. Und wir sollten nicht vergessen, dass 2 Menschen getötet und 42 verletzt wurden.

UPDATE: Die Schäden sind wohl größer als gedacht.

 

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