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Mittwoch, 9. April 2008

Beppe Grillo über Politik in Italien und sein Blog

Die Frankfurter Rundschau hat ein Interview mit dem italienischen Komiker Beppe Grillo über die politische Situation in Italien, die Folgen der Medienkonzentration und sein bekanntes Blog: “Nur Arme müssen Gesetze einhalten”.

FR: Deshalb betreiben Sie seit Jahren einen Blog, der zum bekanntesten Gegeninformations-Medium Italiens geworden ist. Glauben Sie an das Netz als Mittel, das Informationssystem zu verändern und dadurch die Politik?

BG: Aber sicher. Das Netz verändert die Art, über Politik zu denken. Es verändert die Verhältnisse zwischen den Menschen, also auch die politischen Verhältnisse. Wir sind schon dabei, uns zu verändern. Das geschieht in diesem Land sehr langsam, weil hier die Autobahnen, durch die die Informationen sausen sollten, aus Eselspfaden bestehen. 3000 von 8000 Gemeinden verfügen über keine DSL-Leitung, die italienische Telecom lässt jedermann Schutzgeld zahlen, es gibt keine Konkurrenz in der Telekommunikation. Aber das Netz ist trotzdem dabei, das Informationssystem Italiens zu verändern. Der Journalismus im Internet ist anders als in der Zeitung. Im Internet setzt sich jeder, der schreibt, dem Widerspruch seiner Leser aus. Im Netz muss man sich die Achtung seiner Leser, die Glaubwürdigkeit verdienen. Einem Zeitungsartikel kann niemand widersprechen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Italien: Freie Software-Community sucht öffentliche Fördergelder

Das lInux-Magazin berichtet über Italien, wo letztes Jahr 10 Millionen Euro Fördergelder für Freie Software ausgelobt waren. Allerdings weiss niemand, wo das Geld hingegangen ist. Die Aufklärung wird jetzt mit einem offenen Brief gefordert: Wohin floss Italiens Open-Source-Förderung?

Ende 2006 hatte die italienische Regierung die Ergebnisse einer Studie zu freier Software erhalten. Als Reaktion auf das positive Resultat legte die Regierung ein umfassendes Förderprogramm auf. Beispielsweise wurde die öffentliche Verwaltung aufgefordert, für eigene E-Governmentprojekte vorzugsweise freie Software zu wählen, und Fördergelder wurden ausgelobt für die “Stimulation der Informationsgesellschaft mittels Open Source Software”. Ende Dezember 2007 stellt die Open-Source-Aktivistin Flavia Manzano zunächst auf der Webseite “Finalmente libero” (Endlich frei) die Frage: “Wo sind die 10 Millionen Euro geblieben, die speziell für freie Software gedacht waren?”

 

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