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Donnerstag, 29. Mai 2008

Belgien vs Google, nächste Runde

Nachdem Google vor einiger Zeit Belgien gelöscht und den zugehörigen Urheberrechtsstreit verloren hat, steht jetzt der Antrag auf Schadenersatz, berichtet der The Inquirer (unter Berufung auf Reuters). Es geht um die Inhalte, die Google News indexiert und wohl im Archiv bereitgehalten hat, auch als der originale Content nicht mehr frei zugänglich genommen wurde. Und das ganze war auch noch außerhalb von Belgien verfügbar.

Klingt von hier aus nach einem eher minderen Skandal, von der Sorte “Geschäftsmodell gegen Geschäftsmodell”. Ausführlicher bei ars.technica gestern: “The whole case might seem a bit absurd to readers from all the other countries where Google News is legal”, und weiter:

When Google lost the case, it not only pulled the stories from the News archive and stopped indexing them, but it yanked the papers from its main index. Apparently, this wasn’t good for business, and the papers soon worked out a deal to get back in the index while remaining out of Google News.

One of the issues in the case turned on whether something like a headline could even be considered copyrightable content. This led the judge to draw a distinction between headlines that show no “stamp of their author,” like “The King visits Sweden,” with those headlines that show more originality, like “The tax exemption rage of Didier Reynders.” (I am not making these examples up.)

Once the copyright issue was established, the Court went on to rule that Google did not qualify for the “citation and news reporting” exemptions in Belgian copyright law for a variety of reasons not particularly interesting to go into here.

So, Google lost the case and was ordered to remove articles from any publication that requested it within 24 hours of receiving such notice. Fines would be issued for any delay, but Google wasn’t on the hook for massive damages. Now, however, Copiepresse wants those damages, and it wants a provisional fine of €4 million while the much larger fine is being worked out.

Montag, 30. Juli 2007

The OpenBusiness Guide

The OpenBusiness Guide” ist eine sehr ausführliche Übersicht im iCommons-Wiki über offene Geschäftsmodelle. Interessante Lektüre.

Montag, 9. Juli 2007

NetzpolitikTV: Interview mit Johannes Loxen

Das aktuelle NetzpolitikTV-Interview habe ich mit Johannes Loxen von SerNet gemacht. SerNet bietet als Unternehmen u.a. Dienstleistungen rund um das Samba-Projekt an. In dem Interview geht es um seine Erfahrungen mit einer Open-Source-Strategie als Geschäftsmodell, sowie um Softwarepatente und welche schädlichen Auswirkungen diese für die IT-Industrie haben.


Link: sevenload.com

Es gibt das Interview als OGG Theora, als Flash zum selber einbinden, als MP3 und als Audio-OGG.

Das Interview endet etwas abrupt. Das Tape war voll. Aber das Interview war auch vorbei. Und beim LinuxTag gab es zuviel weiss im Hintergrund. Achte ich beim nächsten Mal besser drauf.

Sonntag, 24. Juni 2007

Heute Abend: iCommons - Summit bei Matrix

Einen Audio-Bericht über den iCommons - Summit 2007 in Dubrovnik gibt es heute Abend in der Sendung Matrix um 22:30h beim ORF zu hören. In der Futurezone gibt es einen kleinen Bericht: ICommons sucht neue Geschäftsmodelle.

Das alternative Lizenzmodell “Creative Commons” und viele andere Bewegungen zum Schutz und zur Förderung des digitalen Gemeinguts sind auf der Suche nach Alternativen, nach einer Kultur, die das Teilen in den Mittelpunkt stellt. “Wir befinden uns inmitten einer technologischen, ökonomischen und organisatorischen Transformation, die uns erlaubt, die Bedingungen für Freiheit, Gerechtigkeit und Produktivität neu zu verhandeln.” Das schreibt der Harvard-Rechtsprofessor Yochai Benkler in seinem Buch “The Wealth of Networks”. Benkler war einer der prominenten Vortragenden beim iCommons Summit 2007 in Dubrovnik, der von 15. bis 17. Juni stattgefunden hat. Neben zahlreichen Vorträgen und Diskussionen über rechtliche, soziale, technische und ökonomische Voraussetzungen dieser Transformation standen vor allem konkrete Projekte im Mittelpunkt des internationalen Treffens.

Der LIve-Stream des ORF müsste hier zu finden sein.

Sonntag, 28. Januar 2007

Youtube will User an Einnahmen beteiligen (Revver tut das schon)

Neues Bekanntes von Web 2.0-Geschäftsmodellen: YouTubers to get ad money share berichten die BBC News. Demnach sollen User, die ihr eigenes Material bei Youtube bereitstellen, an den Werbeeinnahmen beteiligt werden:

YouTube founder Chad Hurley confirmed to the BBC that his team was working on a revenue-sharing mechanism that would “reward creativity”.
The system would be rolled out in a couple of months, he said, and use a mixture of adverts, including short clips shown ahead of the actual film.

Damit holt Youtube nach, was Revver schon seit 2005 macht, und was die Gründer von Youtube damals verworfen hatten (zitiert nach Wired) - bei ~70 Millionen Usern kann man seine Meinung schon mal ändern):

Hurley said that when YouTube started, he and the site’s other co-founders - Steve Chen and Jawed Karim - felt revenue-sharing would build a community of users motivated by making money, rather than their love of videos.

Youtube diskutiert etwa 3sekündige Werbeeinblendungen vor dem eigentlichen Material, Revver generiert ihre Einnahmen aus der kontextuell eingeblendeten Werbung und schüttet 50% davon aus.

Ich bin nicht sicher, ob das eigentlich eine News wert ist, oder ob das eine ausschließlich gute Entwicklung ist. Nachdem “wir” (statt “Du”) Personen des Jahres sind und als aktive User und Communitymitglieder den Verkaufspreis von Youtube mitbestimmt haben, sind solche Geschäftsmodelle ja nur konsequent. Aber per Terms and Conditions haben wir vermutlich fast überall unseren Rechtsanspruch darauf abgegeben. Zusätzlich treten damit rechtliche Implikationen ins Spiel: werden alle die möglichen Empfänger von Werbeeinnahmen-Anteilen zu kommerziellen, “unwissend geschäftsmäßigen” Inhalteanbietern? So war das mit dem Netz für alle ja nicht gedacht.

Donnerstag, 18. Januar 2007

Geld verdienen durch das Verschenken von Spielen

Die IHT berichtet über neue Geschäftsmodelle im Contentbereich: Internet pushes concept of ‘free’ content. Electronic Arts verkauft das Spiel FIFA07 in Europa zum normalen Preis von ca. 50 Euro. In Süd-Korea wurde das Spiel zum kostenfreien Download bereitgestellt. Fünf Millionen Downloads gab es daraufhin. Das neue Geschäftsmodell ist, dass EA mit “Premium-Content” Geld verdient. Zusätzliche Features wie bessere Spieler kosten Geld. Trotzdem wurden bisher 700.000 Erweiterungen verkauft. Irgendwie erinnert mich das ein wenig an einige Firmen aus dem Open Source Bereich wie SugarCRM, die ähnliche Geschäftsmodelle anbieten. Wenngleich diese noch durch eine offene Entwicklung Vorteile erzielen.

After spending millions of dollars over the past decade fighting the free exchange of their products over the Internet, some media companies are now yielding. The best way to get something in return, they are deciding, may be to accept that consumers want to play but few seem to want to pay. If enough of them join the game, there can still be a payback — either from consumers themselves or, increasingly, from advertisers.

Donnerstag, 23. November 2006

Kreative Preissysteme bei Microsoft

Irgendwelche kreativen Produktmanager bei Microsoft haben sich ein lustiges Preissystem bei einem neuen Video-on-Demand Online-Store für die X-Box und Zune ausgedacht. Man kauft Punkte und damit dann wiederum digitale Waren. Gulli beschreibt das System: Komplizierter gehts immer.

Videodownloads im Internet: in der Regel sind die Dienste teuer und die erstandenen Medien DRM-verseucht. Das reicht in der Regel, um ein Angebot unattraktiv zu machen. Wenn man sich aber ganz besonders Mühe geben will, macht mans wie Microsoft für die X-Box. Und führt dazu noch eine verwirrende Währung ein.
[...]
Einen Haken hat der Plan jedoch. Kunden neigen gelegentlich dazu, dort einzukaufen, wo es ihnen leicht gemacht wird.

NetzpolitikTV: Das Interview mit Lawrence Lessig bei Google Video

Hier ist das komplette NetzpolitikTV-Interview mit Lawrence Lessig im komfortablen Player-Format zum sofort im hier und Netz anschauen, ohne die Dateien herunter laden zu müssen. Die einzelnen Dateien stehen hier auch einzeln zum Download zur Verfügung. Nachdem meine Versuche gescheitert sind, OGG Theora Files bei Sevenload hochzuladen, hab ich diese nun bei Google Video geparkt. Die Plattform ist mir eigentlich auch sympathischer, da sie zugleich Downloads im OGG-Format anbietet und über eine Fullscreen-Option verfügt. Weiterlesen …

Freitag, 10. November 2006

Longtail für Einsteiger

Spiegel-Online führt Einsteiger in die “Longtail-Thematik” ein: Das dünne Ende der Ladenhüter.

Seine These: Die Zukunft insbesondere der Medien- und Unterhaltungsindustrie liege in der breiten Befeuerung von Nischenmärkten, während die Konzentration auf Mainstream und Megaseller eine Strategie von gestern sei. Möglich und profitabel, so Anderson, wird diese Entwicklung durch das Internet und die damit verbundenen Technologien.

Aufgrund der begrenzten Verkaufsflächen muss der traditionelle Handel sein Angebot streng nachfrageorientiert gestalten. Das Hauptaugenmerk gilt also der Massennachfrage, während alles, was nicht profitabel genug ist, häufig außen vor bleiben muss. Das aber ist eine ganze Menge - und genau das ist der “Long Tail” - im Deutschen sprechen wir gern von einem “Rattenschwanz”. Abgeleitet ist der Begriff von der Form einer Häufigkeitsverteilung: Links stehen die wenigen Dinge, die häufig nachgefragt werden - die Kurve ist hoch und schmal. Rechts schließt sich der lange, immer dünner werdende Rattenschwanz der vielen selten nachgefragten Artikel an.

Bericht von der Web 2.0 Konferenz

Bei Technology Review gibt es einen längeren Bericht von der Web 2.0 Konferenz, die gerade in den USA stattfindet: Web2.0-Konferenz: Im Info-„Dreck“ nach Gold graben.

 

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