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Mittwoch, 20. August 2008

GPL - Rechtsleitfaden

Das Software Freedom Law Center hat einen “A Practical Guide to GPL Compliance” veröffentlicht:

This is a guide to effective compliance with the GNU General Public License (GPL) and related licenses. In accordance with the Software Freedom Law Center’s (SFLC’s) philosophy of assisting the community with GPL compliance cooperatively, this guide focuses on avoiding compliance actions and minimizing the negative impact when enforcement actions occur. It introduces and explains basic legal concepts related to the GPL and its enforcement by copyright holders. It also outlines business practices and methods that lead to better GPL compliance. Finally, it recommends proper post-violation responses to the concerns of copyright holders.

Eine verbesserte Lesbarkeit durch ein anderes Layout oder Darstellungsform würde dem Dokument noch ganz gut tun.

Montag, 21. Juli 2008

FSF gegen ACTA

Die Free Software Foundation hat jetzt auch gegen das geplante Anti-Piraterie-Abkommens ACTA (Anti Counterfeiting Trade Agreement) eine Stellungnahme veröffentlicht: ACTA threatens free software.

1. It makes it more difficult to distribute free software: Without file sharing and P2P technologies like BitTorrent, distributing large amounts of free software becomes much harder, and more expensive. BitTorrent is a grassroots protocol that allows everyone to contribute to legally distributing free software.
2. It will make it harder for users of free operating systems to play media: Consumers will no longer be able to buy media without DRM — and DRMed media cannot be played with free software.
3. It increases the chances of getting your devices taken away: Portable media players that support free formats are less common than devices which support DRM, such as the iPod. Will this make them suspicious to border guards?
4. It creates a culture of surveillance and suspicion, in which the freedom that is required to produce free software is seen as dangerous and threatening rather than creative, innovative, and exciting.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Fünf gute Gründe gegen das neue iPhone

Es ist ja schon etwas surreal, wieviel man in der letzten Woche über das neue Konsumprodukt aus dem Hause Apple lesen musste, bzw. überall damit konfrontiert wurde. Klar, das Userinterface ist nett gelöst und man wundert sich, dass Mobiltelefone immer so schlechte designt waren. Aber gleichzeitig kommt mir die ganze Diskussion rund um dieses neue Statussymbol sehr unkritisch vor. Hat sich mal jemand überlegt, was man sich da in schönem Design ins Haus holt?

Das Commonsblog hat einen kurzen Text der Free Software Foundation mit fünf guten Gründen übersetzt, warum man das i Phone der 3. Generation da lassen sollte, wo es ist: beim Händler. (frei übersetzt)…

* Das iPhone blockiert komplett freie Software. Entwickler müssen an Apple eine Steuer zahlen, Apple herrscht dann darüber wer was mit seinem Gerät machen darf und was nicht.
* Das iPhone befürwortet und unterstützt das so genannte Digital Restrictions Management (DRM) - also digitale Nutzungseinschränkungen (zugunsten der Inhaber der Monopolrechte, also Apple)
* Das iPhone verrät wo Du bist und gibt Anderen ein Instrument in die Hand, Dir ohne Dein Wissen nachzuspüren.
* Auf dem iPhone laufen keine patent- und DRM freien Formate wie Ogg Vorbis und Theora.
* Das iPhone ist nicht die einzige Option. Es zeichnen sich bessere ab, die Deine Freiheit respektieren, Dich nicht ausspionieren, freie Medienformate abspielen und Dich freie Software nutzen lassen wie FreeRunner.

Viel Spass beim Konsum.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

FSFE-Weihnachtsgeschichte

Es war einmal… . Morgen Abend ist der Präsident der Free Software Foundation Europe im newthinking store in Berlin zu Gast. Bei Tee und Gebäck wird Georg Greve die Geschichte der Foundation erzählen. Eingeladen sind alle, die eine Tasse und mindestens ein Stück Gebäck mitbringen. Zudem sollte man sich für freie Software interessieren. Beginn ist 19 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.

Apropos Freie Software:

Sie bietet die Freiheit,

  • die Software unbegrenzt und für jeden Zweck verwenden zu dürfen.
  • untersuchen zu dürfen, wie eine Software funktioniert und sie den eigenen Bedürfnissen anpassen zu dürfen.
  • die Software kopieren und an Andere weiter geben zu dürfen.
  • die Software zu verbessern und die Verbesserungen allen zum allgemeinen Wohl zugänglich machen zu dürfen.

Montag, 3. Dezember 2007

Freie Lizenzen GFDL und CC werden kompatibel

Die Free Software Foundation, Creative Commons und die Wikimedia Foundation haben sich darauf geeinigt, dass die Gnu Free Document License so modifiziert werden soll, dass sie mit der Creative-Commons BY-SA License kompatibel ist. Inhalte, die unter der neuen GFDL veröffentlicht sind, können dann unter CC weitergeben und remixed werden, wenn man den Autor nennt und das Ergebnis unter der selben Lizenz steht. Angestoßen haben dies Lawrence Lessig von Creative Commons und Jimmy Wales von Wikipedia, der das ganze unter großem Jubel ankündigte:

If Wikipedia had been founded after CC it would certainly have been under a CC license but it didn’t exist at the time, so we started with a license called the Free Documentation License which is a good license but very complicated and very difficult to use.

So a couple of years ago, Larry [Lessig] and I were walking in a park in Barcelona and started talking about license compatibility and how important this is. So he and I started a project to try to find a way for Wikipedia, which has become by far the largest repository of information in the world, and the largest repository of freely licensed information that ever existed by far and we said, “How can we make this compatible with the whole CC movement ?”

Lessig hatte schon auf dem 23C3 dazu aufgerufen, die Grabenkämpfe zwischen CC und FSF einzustellen und sich auf die gemeinsame Vision zu besinnen.

Mit der neuen GFDL könnte man künftig Wikipedia-Inhalte mit CC-Inhalten mixen, denn diese sollen dann unter der CC-BY-SA relizensiert werden. Allerdings ist noch unklar, ob das wirklich passiert. Der Wikimedia-Vorstand will eine endgültige Entscheidung erst treffen, wenn die neue GFDL fertig ist und man mit der Wikipedia-Community darüber diskutiert hat. Larry Lessig macht das auch nochmal deutlich.

In den Kommentaren dort streitet man sich schon eifrig über die Feinheiten: Darf die Wikimedia Foundation das einfach machen? Wem gehören denn die Inhalte der Wikipedia? Müsste man nicht von jedem einzelnen Autor die Zustimmung einholen? Ist CC-BY-SA frei genug? Wäre es eine Relizensierung oder eine Multi-Lizensierung? Ich bin versucht, das “na dann”-Tag für diesen Post zu benutzen.

Der Prozess hin zu dieser Einigung muss auch recht nervtötend gewesen sein:

So we went through a long process of negociation with the Free Software Foundation, many many different conversations, very complicated and with lots of legal aspects.

Am Ende sagt Wales sogar einen Satz, der den FSF-Leuten sauer aufstoßen dürfte:

…this is the party to celebrate the liberation of Wikipedia.

Auf dem Video von der Ankündigung, die auf der Wikipedia/iCommons-Party stattfand, kann man schön sehen, wie Larry Lessig sich freut.

Montag, 21. Mai 2007

Mehr Ogg wagen

Die Free Software Foundation macht gerade eine kleine Kampagne zur Verbreitung des freundlichen und nachhaltigen Medienformates “Ogg Vorbis”: Play Ogg!

Mittwoch, 7. März 2007

Offener Brief an Steve Jobs wegen DRM

Die FSF-Kampagne “Defective by Design” hat einen offenen Brief an Steve Jobs als Antwort auf seinen Offenen Brief an die Musikindustrie bezüglich DRM geschrieben.

Sign this letter to Steve Jobs asking him to back his pledge on DRM by April 1. We will send this letter with your comments to Steve on April 1, with a big thank you because he has taken one of these actions, or a jesters hat for him to wear if he doesn’t. We will publish the best/funniest comments through out the month!

Update - Das Beste hatte ich noch vergessen:

Montag, 5. März 2007

FSF-Positionspapier zu restriktionsfreier Hardware

Die Free Software Foundation hat ein Positionspapier verfasst, wie Hardware-Hersteller der Freien Software Community helfen können: The road to hardware free from restrictions: How hardware vendors can help the free software community. Pro-Linux fasst das Papier zusammen: FSF-Positionspapier zu restriktionsfreier Hardware.

Der Text ist in fünf Themenbereiche eingeteilt: Freie Treiber, Restriktionen in proprietären BIOS-Versionen, Unterstützung eines freien BIOS, Befreiung von der »Microsoft-Steuer« und Verzicht auf DRM-Funktionen. Die Autoren stellen im Hardwaremarkt bereits einen Trend zu restriktionsfreier Hardware fest. Kleinere Anbieter, die sicherstellen, dass ihre Hardware optimal mit freier Software läuft, sähen bereits jetzt erhöhte Verkaufszahlen. Die großen Anbieter arbeiten im Server-Markt bereits gut mit, es fehle jedoch ein vergleichbares Engagement im Endverbraucher-Sektor. Doch wer den Trend verpasst, warnen die Autoren, wird von flinkeren Wettbewerbern überholt.

 

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