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Freitag, 21. Dezember 2007

Bald kann man mit Samba richtig arbeiten

Im September 2007 wurde der Einspruch von Microsoft gegen das EU-Kartellverfahren durch den Europäischen Gerichtshof zurückgewiesen. Infolge dessen akzeptierte Microsoft die Verpflichtung, Informationen zur Interoperabilität mit seinem Betriebssystem unter bestimmten Bedingungen weiterzugeben. Das trägt nun erste Früchte. Die Protocol Freedom Information Foundation (PFIF) hat um Zugang zu den Informationen rund um Samba gebeten. Und 10.000 Euro wurden bezahlt. Samba wird jetzt vollen Zugang zu allen Informationen erhalten, die notwendig sind, um vollständige Interoperabilität mit den heutigen und künftigen Workgroup Servern von Microsoft zu erzielen.

Da bin ich mal gespannt, wann Microsoft liefert. Jedenfalls sind Spenden an die FSFE nicht umsonst.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

FSFE-Weihnachtsgeschichte

Es war einmal… . Morgen Abend ist der Präsident der Free Software Foundation Europe im newthinking store in Berlin zu Gast. Bei Tee und Gebäck wird Georg Greve die Geschichte der Foundation erzählen. Eingeladen sind alle, die eine Tasse und mindestens ein Stück Gebäck mitbringen. Zudem sollte man sich für freie Software interessieren. Beginn ist 19 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.

Apropos Freie Software:

Sie bietet die Freiheit,

  • die Software unbegrenzt und für jeden Zweck verwenden zu dürfen.
  • untersuchen zu dürfen, wie eine Software funktioniert und sie den eigenen Bedürfnissen anpassen zu dürfen.
  • die Software kopieren und an Andere weiter geben zu dürfen.
  • die Software zu verbessern und die Verbesserungen allen zum allgemeinen Wohl zugänglich machen zu dürfen.

Montag, 1. Oktober 2007

Forderungen an Microsoft nach EU-Gerichtsurteil

Im Urteil gegen Microsoft legte das Europäische Gericht Microsoft die Verpflichtung auf, in sachgemässer und nicht diskriminierender Weise Protokoll-Spezifikationen in einer Form zu veröffentlichen, dass damit vollständig interoperable Software zu Windows-Servern erstellt werden kann. Die SerNET GmbH ist einer der führenden Samba-Dienstleister und fordert von Microsoft nun diese Verpflichtungen ein. Das Samba-Team, ein internationaler Zusammenschluss von Entwicklern, soll so die Arbeit an der OpenSource-Software Samba verbessern können. Samba leistet in erster Linie die Implementierung des SMB/CIFS-Protokolls unter Linux/Unix und einigen anderen Betriebssystemen.

Bisher ergaben sich Schwierigkeiten in der Entwicklung interoperabler Software vor allem, weil Microsoft Protokoll-Spezifikationen nur unzureichend offenlegte. Derzeit versucht das Samba Team die Interoperabilität von Samba- mit Windowsservern und Active Directory zu verbessern. Ein Proposal des Teilprojekt`s “samba4AD” ist bereits frei verfügbar: ftp://ftp.sernet.de/pub/samba4ad.

Die darin beschriebenen Aufgaben können aber nur umgesetzt werden, wenn Microsoft seine Protokolle offenlegt. Sollte es Verzögerungen oder gar eine Weigerung seitens Microsoft geben, würde dies um so mehr den bislang praktizierten Missbrauch belegen.

Problematisch ist zudem, dass die durch Microsoft angebotenen Lizenzverfahren MCPP und WSPP für Samba nicht praktikabel sind. Samba soll weiter unter GPL in der Version 3 entwickelt werden. Microsoft hat entsprechend der Fristsetzung des Gerichts noch Zeit bis zum 15. Januar 2008.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Internetgeschichte genordet

Wenn man etwas über die Geschichte des Internet liest, dann sind da meistens die Punkte Amerika, Arpanet, Atomkriegsresistenz und Genf und dann bald HTML und WWW zu lesen. Danach kommt dann die Musikindustrie und Hollywood und Napster und dann Web 20.
Einen erfrischend anderen Bogen spannt Professor Bernd Lutterbeck auf 14 Seiten. Hier ist ein Text als PDF über die skandinavische Einflüsse auf die Entwicklung des Internets.

“Zentral verordnete Mechanismen verhindern im Zweifel die in einer Informationsgesellschaft gebotenen Formen der Kooperation. Eine Gesellschaft, die ihren institutionellen Default auf Offenheit gestellt hat, scheint die überlegenen institutionellen Arrangements bereit zu halten. Die nordischen Länder Europas haben insoweit einen eigenen Weg in die Informationsgesellschaft eröffnet.”

Kein Wunder also, dass die soviel Breitband und Mobile Services haben.

Dienstag, 20. März 2007

Kuba wird Linux einsetzen

Die Nachricht ist schon älter, aber einen Absatz wert. Nachdem Kuba (nach einiger Planungszeit) entschieden hat, alle Rechner in öffentlichen Behörden auf Linux zu migrieren, will ich noch anmerken, dass es vermutlich auf unter anderem auf Gentoo hinauslaufen wird. Mich freut besonders das. :)

Montag, 29. Januar 2007

Debian und Ubuntu als 1-Klick-Install für Windows

Am Wochenende fielen mir diese Links in die Hände: Debian gets Win32 Loader und Ubuntus install.exe/Prototype (mit Screenshots). Beide ermöglichen eine simple Installation vom Windows Desktop aus.setup-ubuntu-installer-exe

The program, inspired by Ubuntu’s similar project, features 64-bit CPU auto-detection, download of linux/initrd netboot images, and chainloading into Debian-Installer via grub4dos. A frontend site has been setup for advocacy purposes.

Overall, the process is very simple (it’s been inspired by a similar project with Ubuntu). D-I-L runs on the users’ win32 system, auto-detects wether the CPU supports 64-bits, picks the appropiate linux and initrd.gz images for netboot, and uses GRUB for DOS to chainload into it.

Prima. Das senkt die Schwelle zu Linux zu wechseln erheblich. Ein CD-Image herunterzuladen und als Abbild zu brennen ist nicht überall in der Zielgruppe eine Selbstverständlichkeit. Auch auf Rechnern ohne optisches Laufwerk soll das klappen.

Dienstag, 12. Dezember 2006

Novells Danaergeschenk: Intensive Debatte über Offene Standards

Die Artikel “Novells Danaergeschenk” (auch auf Groklaw) und “Is OpenXML now a standard?” anlässlich der Anerkennung von Microsoft Office OpenXML durch ECMA International mit Gegenstimme u.A. von IBM hat mittlerweile eine intensive Debatte ausgelöst. Die Wellen finden sich u.A. im ORF Futurezone Interview “Streit ums Dateiformat der Zukunft” und im ebenfalls auf Groklaw veröffentlichten “OpenXML wrap-up after D12K“. Worum geht es?

Mit dem Open Document Format (ODF) gibt es zum ersten Mal ein international anerkanntes und durch ISO zertifiziertes universelles Dateiformat für Office-Anwendungen. Dieser erste echte Offene Standard im Office-Bereich wird durch (fast) alle Anbieter begrüßt und unterstützt, was es in Zukunft erlauben wird, beliebige Office-Programme einzusetzen, ohne dabei Schwierigkeiten im Dateiaustausch befürchten zu müssen.

Microsoft ist über diese Aussicht allerdings weniger glücklich und hat daher sein eigenes Format ins Rennen geschickt, das sogenannte “Office OpenXML”, dessen 6000-Seiten schwere Spezifikation anscheinend noch nicht einmal Microsoft CEO Steve Ballmer für vollständig umsetzbar hält — es sei denn, man heisst Microsoft. Damit dient das Format im Wesentlichen der Migration zu und Abhängigmachung von Microsoft.

Mehr Informationen finden sich unter den obigen Links, vermutlich werde ich zu dem Thema in den nächsten Tagen auch noch den einen oder anderen Eintrag auf meinem persönlichen Blog machen.

Donnerstag, 23. November 2006

Keynote von Eben Moglen auf der Seattle Plone Konferenz

“Software and Community in the Early 21st Century” ist der Titel eines Vortrags, den Eben Moglen (Justiziar bei der FSF) auf der letzten Plone-Konferenz in Seattle gehalten hat. Ein Flash-Video mit etwa 65 Minuten Länge ist bei YouTube zu sehen. Es gibt auch ein MPEG4-Video properer Qualität von etwa 274MB Gewicht bei archive.org. Das Material steht unter einer Creative Commons Attribution-Sharealike Lizenz und ist wie üblich sehr klar formuliert.

Andere Beiträge und Papers der Konferenz, die Ende Oktober in Seattle stattgefunden hat, sind meist als PDF auf der Konferenz-Seite bei Plone.org zu finden.

[über Plone-users]

 

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