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Freitag, 9. Mai 2008

Pflichtlektüre für Fernsehchefs

Ich habe selten einen so gut den Kampf zwischen Fernsehkonzernen und Piraten kurz zusammenfassenden Artikel gelesen, wie diesen auf ars technica.

Der Kampf beschränkt sich auf die Punkte Preis, Qualität und Bequemlichkeit. Beim Preis sind Piraten unschlagbar, aber Qualität und Bequemlichkeit ist die Waffe der Konzerne. Nur sie haben die Mittel, Qualität und Bequemlichkeit zu erreichen.

Den Artikel sollte sich eigentlich jeder TV-Chef an seine Tür hängen und jeden Morgen lesen, wenn er in sein Büro tritt. Dann werden sie vielleicht weniger klagen und ihre Online-Strategie justieren. User generated content und social networking ist zwar auch supi, aber nicht gerade das Kerngeschäft vom Fernsehen.

Update:
Das ist ja lustig. Gerade muss ich lesen, dass The Pirate Bay wieder verklagt wurde. Diesmal natürlich wieder von der MPAA. Der US-Film-Verband hat dafür willkürlich eine Summe festgesetzt, die sich auf eine Anzahl von Torrent-Datei-Downloads bezieht. Nunja, nach schwedischem Recht ist Pirate Bay ohnehin legal. Die MPAA weiß eigentlich auch, dass sie den Prozess nicht gewinnen kann. Sie wollen damit nur in der Presse erscheinen, ihren Mitgliedern zeigen, dass sie nicht untätig sind und ihren Lobbyisten Zahlen in die Hand geben, die skizzieren sollen, wie sehr die Filmindustrie leidet.
Hervorragend gelaunt ist auch wieder einmal Peter Sunde - der ja bereits bei der re:publica für allgemeine Heiterkeit und derbe Lacher meinerseits verantwortlich war. Seine Schilderungen der von der USA induzierten illegalen Razzia in Schweden waren sehr unterhaltsam. Zudem hat er damals betont, dass The Pirate Bay weder aus finanziellen noch aus politischen Gründen agiert, sondern schlichtweg Spass an juristischen Pöbeleien hat. Dabei äußern sie sich nur zu den interessanten juristischen Anmachen, um nicht jeder öffentlichkeitsgeilen Kanzlei ein Plattform zu bieten. Auf die MPAA allerdings hat Peter Sunde reagiert. Er sei betrübt, weil er in einer persönlichen Wette die Forderungssumme anders geschätzt hatte.

Montag, 15. Oktober 2007

Die Mission hinter Miro

Die freie Software Miro (formerly known as Democracy Player) steht kurz vor der offiziellen Release Version 1.0 und kann jetzt schon zur Zukunft des Fernsehens gezählt werden. Video-Podcasts anschauen ist damit so einfach wie noch nie.

Von den Machern gibt es jetzt ein kleines Video zur Software: “The Mission Behind Miro“.

Last week I recorded Nicholas Reville, our executive director, giving his presentation on Miro and the importance of open video. If you’re wondering how a piece of software could possibly pave the way to a more independent and democratic media space, definitely watch this video.

Das Video (MP4) ist aber nicht besonders spannend, weil nur ab und an die Slides wechseln. Das MP3 ist demnach viel interessanter.

 

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