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Mittwoch, 1. November 2006

Wikimedia bleibt gemeinnützig und kauft Server

Das Finanzamt für Körperschaften I in Berlin hat vor wenigen Tagen die Gemeinnützigkeit des Vereins Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. bestätigt. Damit ist der Verein weiterhin – zunächst bis Oktober 2011 – berechtigt, Zuwendungsbestätigungen auszustellen. Mitgliedsbeiträge und Spenden können in Deutschland also auch in Zukunft von der Steuer abgesetzt werden.

Aber auch die konkrete Förderung des Zugangs zu Freiem Wissen gehört zu den Zielen des Vereins. Vor wenigen Tagen hat der Verein 15 neue, leistungsfähige Server bestellt. Voraussichtlich in drei bis vier Wochen werden die Systeme im Wert von über 50.000 Euro einsatzbereit sein und das bestehende europäische Rechenzentrum von Wikimedia ergänzen. “Damit werden die derzeit vorhandenen Kapazitäten in Amsterdam mehr als verdoppelt”, freut sich der Erste Vorsitzende Kurt Jansson und erhofft sich davon “spürbare Effekte beim Zugriff auf die freie Enzyklopädie Wikipedia und ihre Schwesterprojekte”. Allerdings zeige die Erfahrung auch, dass solche Effekte nicht sehr lange anhalten, zumindest wenn die Projekte weiterhin so rasant wachsen wie bisher. Wikimedia sei auch in Zukunft auf Spenden angewiesen, um die technische Infrastruktur kontinuierlich ausbauen zu können.

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Freie Software Wochen bei ZDF.Online?

Im Online-Angebot von ZDF.Heute gab e sin den vergangenen Tagen vermehrt Artikel und Videobeiträge rund um Freie Software.

Zum einen gab es am vergangenen Wochenende zwei Artikel zu FreeDOS:

Frei wiedergeboren - Die Freie-Software-Gemeinde hat MS-DOS geklont - als “FreeDOS”

MS-DOS hieß das Betriebssystem auf das Bill Gates seinen Erfolg gründete - und eigentlich ist es seit 12 Jahren tot. Mit Windows 95 beendete Microsoft Verkauf und Support des erfolgreichen Oldtimers. Jetzt haben Open-Source-Hacker das System nachgebaut: “FreeDOS 1.0″ ist vor wenigen Wochen erschienen - und, wie Linux, frei verfügbar.

“Der Welt ein Debüt geben” - FreeDOS-Erfinder Jim Hall im Interview

Als 22-jähriger Student beschloss der Amerikaner Jim Hall, Microsofts Betriebssystem DOS als freie Software nachzubauen. Das war im Jahr 1994. Vor ein paar Wochen haben er und eine internationale Gemeinschaft von Freiwilligen mit Version 1.0 ihr Ziel erreicht. Im Interview macht er deutlich, wie Open-Source-Projekte entstehen.

Und dann gibt es aktuell noch einen Beitrag zu Debian. Dieser kommt mir aber bekannt vor und es scheint mir, als ob er schonmal vor wenigen Wochen dort erschienen ist.

“Das beste Linux, das es je gab” -Neue Version des Community-Linux Debian bald fertig

“Etch” ist der Spitzname des neuen Debian GNU/Linux 4 - der einzigen großen Linux-Distribution, die ausschließlich von einer Gemeinschaft von Freiwilligen entwickelt wird. Deren basisdemokratische Organisation sorgt seit je her für lebhafte Diskussionen - und die werden umso lauter, je näher die geplante Fertigstellung im Dezember rückt.

Montag, 23. Oktober 2006

Splicemusic

Janko Röttgers schreibt in der Netzwelt über Splicemusic: “Die Online-Remix-Community“.

Die Splice-Community scheint das alles nicht zu stören – und das ist es denn auch, was Splicemusic wirklich auszeichnet. Musikfans kollaborieren, remixen gegenseitig ihre Tracks und geben sich Tipps zum Perfektionieren des eigenen Sounds. Mehr Spaß als das Musizieren unterm Tannenbaum macht das allemal.

Klingt sehr interessant. Die Plattform basiert auf Flash und hat noch etwas Kinderkrankheiten. Die rechtliche Grundlage für das Remixen ist die sehr liberale Creative Commons Namensnennungs - Lizenz.

Dienstag, 17. Oktober 2006

Global Freifunk Newswire

Mario Behling hat für die immer grösser werdende Freifunk-Community einen “Global Freifunk Newswire” aufgsetzt. Unter global.freifunk.net gibt es eine Aggregierung von vielen Blogs und Newsquellen rund um freie Netzwerke. Aus diesem Blog wird die Kategorie “Freie Netze” aggregiert. Bisher konnte Mario 284 landesweite, regionale und lokale Freifunk-Projekte aus 34 Ländern eintragen.

Eine Übersicht vieler Freifunk-Initiativen (inklusive Communities ohne Feeds) gibt es auch. Eine andere allerdings nicht ganz aktuelle Liste von Wireless-Communities und Intitiativen gibt es auch auf der englischen Wikipedia..

Montag, 11. September 2006

DrupalCon und GovCamp in Brüssel

Eigentlich wollte ich nächste Woche im Anschluss an die Wizards of OS 4 und die verschiedenen After-Show Events noch nach Brüssel fahren. Dort findet die DrupalCon Brussels 2006 statt und das erste “GovCamp Brussels“, was spannend klingt:

GovCamp is an event in the spirit of BarCamp for governments and other public institutions to share social and technology solutions to turn them into Government 2.0.

Aber ich sehe gerade, dass die DrupalCon nur begrenzt Platz zur Verfügung hat und die Registrierung geschlossen ist. Schade. Und für einen Tag GovCamp fahre ich wohl nicht direkt nach dem WOS-Stress acht Stunden Zug nach Brüssel und wieder zurück. Aber die Idee eines GovCamp finde ich prima und habe mir vorgenommen, sowas mal im Herbst / frühen Winter in Berlin zu veranstalten. Hat noch jemand Interesse daran?

Dienstag, 29. August 2006

Österreich: Bundeskanzleramt nutzt Wiki

Das österreichische Bundeskanzleramt nutzt ein öffentlich zugängliches Wiki als “Umgebung für vernetzte Bearbeitung und Dokumentation”. Aus der Selbstdarstellung:

BKA-Wiki ist nicht bloß die Dokumentation eines Wissensstandes, sondern unterstützt auch den Entwicklungsprozess zur Erarbeitung eines gemeinsamen Bildes. Dies manifestiert sich in der Ausarbeitung von Leitlinien, Konzepten und Policies für E-Government im weitesten Sinne.

Die Ausarbeitung erfolgt zumeist in Arbeitsgruppen, welche fast nie von einer einzelnen Dienststelle oder Behörde, sondern meistens gemeinschaftlich von allen Ebenen der Gebietskörperschaften, Interssensvertretungen und anderen gebildet werden.

LibriVox - Klassiker frei vorgelesen

Vor gut einem Jahr wurde das amerikanische Online-Projekt LibriVox gegründet: Das ehrenamtliche Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, Klassiker, die der Allgemeinheit bislang frei zugänglich sind, als Hörbücher online zu veröffentlichen. Unter dem Motto „acoustical liberation of books in the public domain“, der „akustischen Befreiung von Büchern des Allgemeinguts“, können Hörer in dem englischen Katalog stöbern oder sich Episoden als Podcast in einem Abspielprogramm wie Democraycy Player oder Podnova automatisch herunterladen. Erhältlich sind die bislang etwa 200 Audio-Files in der Regel im mp3-Format oder im Freien Ogg Vorbis.

Ob Plato oder „Die Kunst des Krieges“ von Sun Tzu, Werke von Jane Austen oder Shakespeare: Die Klassiker wurden unter dem amerikanischen Copyright vor 1923 veröffentlicht und dürfen frei und nicht-kommerziell weiter gegeben werden. LibriVox ist für seine Verbreitung von Hörbüchern natürlich völlig auf die freiwillige Mithilfe von motivierten Vorlesern angewiesen, die Bücher nicht nur für ihre Sprösslinge vortragen wollen.

Montag, 28. August 2006

Backstage bei der Ars Electronica

Die Futurezone berichtet über die Jury-Sitzungen des “Prix Ars Electronica”: Backstage bei der Ars Electronica. Ich war als Adviser in der Kategorie “Digital Communities” beteiligt und habe verschiedenste Projekte online bewertet. Gewinner in dieser Kategorie wurde “canal ACCESSIBLE“.

Die Goldene Nica für “Digital Communities” geht an “canal ACCESSIBLE”, eine spanische Netzinitiative, die die Zugänglichkeit und Unzugänglichkeit der Stadt Barcelona für gehbehinderte Menschen dokumentiert.

Die Ars Electronica beginnt am Donnerstag und findet bis zum 5. September in Linz/Österreich statt. Im Gegensatz zum letzten Jahr kann ich wegen verschiedener anderer Termine diesmal leider nicht teilnehmen und mitbloggen.

 

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