Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Dienstag, 27. Mai 2008

Malte Welding: “Mozart brauchte kein Copyright”

Malte schreibt in der Netzeitung über das Urheberrrecht. Das tut er so wunderbar, dass die Lektüre eines längeren Hinweises hier pure Zeitverschwendung wäre:

Niemand – weder Mozart noch DJ Ötzi – schafft Musik allein aus sich heraus. Immer bedarf es der Vorarbeit von anderen. Mal bedient man sich offen aus dem Vorhandenen, mal wird man inspiriert, ein anderes Mal mag man bestehende Strömungen weiterentwickeln – aber niemals kommt man auf die Welt, wandelt taub und blind umher und schreibt dann die Zauberflöte. Man kann Musik nicht stehlen. Ein Dieb nimmt dem anderen etwas weg. Musik aber bleibt.

Direktlink: “Mozart brauchte kein Copyright” in der Netzeitung lesen.

Dienstag, 9. Oktober 2007

MovieSuccess-Center

Gerade bei Heise gelesen und sehr gelacht.

Marketingwissenschaftler der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Hamburg haben eine nach eigenen Angaben unabhängige Studie vorgelegt, die sich mit den Auswirkungen des Filesharing von auf die Filmwirtschaft auseinandersetzt.
Insgesamt gingen der Filmindustrie in Deutschland somit über 190 Millionen Euro pro Jahr verloren.

Und jetzt der Lacher:

Eines der Hauptprobleme ist laut Professor Dr. Thorsten Hennig-Thurau, Hauptautor der Studie und Leiter des Weimarer Moviesuccess-Forschungscenter

Zuerst “unabhängige Studie” und dann “MOVIESUCCES-FORSCHUNGSCENTER” - Krass. Und der Name ist Programm. Ich hab mir mal eine Präsentation von denen angesehen. Auf Seite zwei steht:

• Das MovieSuccess-Center ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Bauhaus-UniversitätWeimar. Damit sind für die Filmindustrie zwei wichtige Vorteile verbunden:
• Innovativität und Kompetenz. Wir verwenden anspruchsvolle wissenschaftlicheund analytische Methoden wie ein repräsentatives proprietäres Panel von Filmkonsumenten, das für die Durchführung von Studien zur Verfügung steht.
• Kosten. Als Non-Profit-Einrichtung ist es uns möglich, wissenschaftlich interessante Studien zu niedrigen Kosten anzubieten.

Na, wenn das kein billiges Ergebnis ist.

Update: Spiegel-Online hat sich wohl nicht die Präsentation angeschaut, wenn man das dort liest:

Jetzt gibt’s keine Ausreden mehr. Bisher konnten sich Befürworter illegaler Filmkopien stets damit herausreden, dass die Schauermeldungen über enorme Umsatzverluste ja von der Industrie selbst stammen, also ideologisch verfärbt seien. Jetzt aber hat ein Forscherteam der Uni Hamburg und der Bauhaus-Universität Weimar eine Studie veröffentlicht, die den Filmbossen Recht gibt: Der durch Raubkopien angerichtete Schaden sei enorm.

Dienstag, 31. Juli 2007

Har Har!

Bei der OSCON2007 erzählt Rick Falkvinge, der Gründer der schwedischen Piraten Partei, über die Geschichte seiner Partei, ihr politisches Konzept und ihre strategischen Ziele.

Video thumbnail. Click to play

Das recht lustige Video gibt es auch hier.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Ein Discotänzchen in Freiheit

Richard Silver, Choreograf, hatte in den Siebzigern einen Tanz erfunden - “The Electric Slide”. Er hält das Copyright auf seine bestimmte Abfolge von Gleitschritten. Als das Web und Youtube erfunden wurde, stellte Kyle Machulis ein Video mit tanzendem Publikum im Rahmen eines Konzerts auf die beliebte Videoplattform. Als Richard Silver auf das Video aufmerksam wurde, erkannte er seine Abfolge von Gleitschritten und versandte eine “Take-Down-Notice”.

In dem folgendem Rechtsstreit vertrat die Electronic Frontier Foundation Kyle Machulis und erwirkte ein Nachgeben von Richard Silver. Richard Silver will laut EFF fortan seine Gleitschritte für nichtkommerzielle Tänzer und sie dokumentierende Kulturgüter freigeben. Weiterhin wolle er sie unter eine nichtkommerzielle Creative Commons Lizenz stellen.

Zum Lernen gibt’s hier ein gif. Da die Handhabung der nichtkommerziellen Lizenz aber noch nicht lupenrein geklärt ist, sollte man vielleicht vom Tragen eines Marken-T-Shirts beim Tanzen absehen.

Samstag, 19. Mai 2007

The Professional Suicide of a Recording Musician

Auf einer Veranstaltung des Zentrum für Aktuelle Musik (ZAM) auf der Musiktriennale Köln gab es gestern ein Konzert und Vortrag von Bob Ostertag (Komponist, Performer, politischer Aktivist, Prof. of Technocultural Studies and Musik). Er sprach über das Bewusstsein, mit digitalen Technologien Kunst zu machen - welches dieselben Technologien sind, mit denen andere Menschen Beiträge zu Kriege, Klimaerwärmung und anderen gesellschaftliche Katastrophen anrichten. Des weiteren erklärte er, warum er seine sämtlichen Aufnahmen seit einem Jahr unter einer Creative Commons-Lizenz zum Download bereit stellt, was mich auf seinen kürzlich veröffentlichten lesenswerten Artikel “The Professional Suicide of a Recording Musician” aufmerksam machte, in dem er seine Entscheidung zur freien Veröffentlichung seiner Musik im Detail begründet.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Neue Copyright-Richtlinie kriminalisiert chinesische User

Gerade bei der EFF gefunden: DMCA for China? A new copyright law would make it an offense in China to “break encryption set by copyright owners”. Bei out-law.com steht wenig detailreiches:

China is drafting its first internet-specific laws to protect copyright on-line for the benefit of copyright owners both in China and abroad. It follows concerns of confusion expressed last month when China’s Supreme People’s Court ruled to extend existing copyright laws to the internet.

Gemeint ist, dass derzeit öffentliche Anhörungen laufen, um das Urheberrecht zu “modernisieren”. Wie erwartet ist das ein Platzhalter für Kriminalisierung der User, die mögliche Abschaffung von Bagatellklauseln, die Strafbewehrung von Privatkopien, wenn dazu ein Kopierschutz überwunden werden muss. Man macht der Contentindustrie also den Hof, und das nennt sich dann “Copyright in the Digital Environment”. Die Anhörungen laufen noch bis Ende April. Ausgangspunkt sind wohl die derzeit geltenden Bestimmungen Hong Kong, nach Ansicht der Industrie total ungeeignet, ihre Interessen zu wahren. Gleiche Rhetorik wie überall.

Bei der South China Morning Post findet sich der Artikel leider nur im kostenpflichtigen Archiv, und nur für Mitglieder. Bei Reed Elsevier gibts den Artikel von Robin Kwong “A Digital Dilemma?” noch online.

Other measures, which largely mirror the United States’ Digital Millennium Copyright Act (DMCA), include extending copyright protection for materials across different medium, setting statutory damages for copyright infringement, and requiring internet service providers to facilitate enforcement of copyright.
Internet service providers, for example, may be required to keep records of their customers’ internet activities and to take down infringing copies hosted on their platforms. One suggestion is for service providers to actively filter or block the transfer of infringing copies.
For the creative industries, the review on copyright of digital works is long overdue. But academics have criticised the consultation as being “shockingly one-sided”.

Zitiert wird Michael Geist, Professor für Internet und E-Commerce-Recht an der Uni Ottawa. Besonders die Orientierung am DMCA stößt ihm auf:

“The DMCA is viewed by many as an extreme example of implementing the WIPO [World Intellectual Property Organisation] Internet Treaties. Many countries - including Canada and New Zealand - have begun to distance themselves from the DMCA-style approach,” Professor Geist said.
“Indeed, the emphasis on enforcement and stronger penalties without any balancing provisions to address the legitimate concerns of Hong Kong citizens is deeply troubling.” Implementing the proposals would have an “absolutely disastrous” effect on innovation and creativity, he said. [...]
“There is no significant evidence that suggests tougher copyright enforcement will encourage and promote the content industries, particularly not at the local level,” he said. “Most local content creators have little interest in digital rights management or suing fans. For example, in Canada, many of the best known musicians have formed a group actively opposing P2P lawsuits and DRM use. The proposed policies may benefit foreign-owned entities, but cause real harm to local culture and do little to genuinely promote new creativity and industry.”

UPDATE: Beim Intellectual Property Department sind die originalen Dokumente zu finden.

Samstag, 9. Dezember 2006

Creative Commons Lizenz-Verträglichkeiten

Was man schon immer mal wissen und übersichtlich erklärt haben wollte:

I used part of a Creative Commons-licensed work, which Creative Commons license can I relicense my work under? (die Frage ist aus der Creative Commons FAQ, das schicke Chart von CC Taiwan).

[via]

 

Tagmap

Kategorien