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Montag, 2. Juni 2008

Dienstag: ARTE-Themenabend zu Computerspielen

Am Dienstag, den 3. Juni 2008 gibt es ab 21.00 Uhr einen ARTE-Themenabend über “Verspielte Kindheit - Im Sog virtueller Welten

Dass Kinder und Jugendliche den Umgang mit Computern und neuen Medien für ihre Zukunft erlernen müssen, ist inzwischen unbestritten. Doch dass das Eintauchen in virtuelle Welten zu Problemen führen kann, steht ebenso außer Frage. Der Themenabend klärt, was die Faszination von Computerspielen ausmacht, warum immer mehr Kinder die Welt dieser Spiele der Realität vorziehen und welche Folgen ein exzessiver Gebrauch der neuen Medien für Körper und Psyche von Kindern und Jugendlichen hat.[...] So besteht ein gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es zu kurz greift, Computerspiele einfach zu verteufeln. Viel wichtiger scheint es, öffentlich darüber nachzudenken, warum virtuelle Welten für immer mehr Jugendliche attraktiver sind als die sie umgebende Realität.

Montag, 18. Februar 2008

World of Warcraft

Chaosradio Express Folge 073 beschäftigt sich mit “World of Warcraft - Einblicke in die Welt des erfolgreichsten MMORPGs“. Zu Gast im Studio von Tim Pritlove ist Denis Ahrens:

World of Warcraft ist ein Phänomen, mehr als 10 Millionen Spieler sollen weltweit in dem Multiuser-Online-Rollenspiel zugange sein. Der Außenstehende schüttelt oft nur mit dem Kopf und fragt sich, was die Süchtigen in den Bann schlägt und weiß wenig darüber, welche Dynamiken und Elemente das WoW-System tatsächlich ausmachen. Denis hat weit über 100 Tage Nettospielzeit in World of Warcraft investiert und berichtet im Gespräch mit Tim Pritlove von den virtuellen Auen und Wiesen, Orks und Zwergen, Levels und Erfahrungspunkten, Gruppen und Gilden sowie der sozialen Dynamik und der vollvernetzen Kommunikation der Mitspieler. Eine Reise durch eine moderne Welt der Phantasie, einem digitalen Mittelalter, in dem es Drachen, Zaubersprüche aber auch U-Bahnen gibt.

Hier gibts die MP3 dazu.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Digital Game Archiv: Propagandaspiele

Kommenden Dienstag findet im newthinking store in Berlin-Mitte wieder ein Treffen des Digital Game Archiv statt. Das Thema diesmal hat was mit “Serious Gaming” zu tun und der Abend dreht sich um “Propagandaspiele“:

Computerspiele werden immer vielfaelltiger in einer breiteren Oeffentlichkeit diskutiert. Eine der interessantesten Aspekte diesbezueglich ist die Verwendung von Games als Propagandamedium in politischen Konflikten.

Wir werden uns die bekanntesten Vertreter dieses Genres anschauen und im Spannungsfeld zwischen ludologischen und narratologischen Positionen ueber die Grenzen und Moeglichkeiten solcher Unterfangen sprechen. Als special guest begruessen wir diesmal Niklas Schrape von der Hochschule fuer Film und Fernsehen Potsdam, der an seiner Promotion zu dem Thema arbeitet. Neben einer Einfuehrung in seine theoretischen Ueberlegungen wird er uns auch die folgenden Spiele vorfuehren, die teillweise nur z.B. in arabisch erhaeltlich sind und somit zwar namentlich recht bekannt sind, jedoch selten bei uns gespielt werden: “Under Siege”, “Special Force II”, “Peacemaker”, “Global Conflicts: Palestine”.

Beginn ist 20h und der Eintritt ist wie immer frei.

Dienstag, 28. August 2007

BpB-Debatte: Verbotene Spiele?

Die Bundeszentrale für politische Bildung startet morgen eine Online-Debatte rund um das Thema “Verbotene Spiele?“. Wie der Titel es schon sagt, geht es um Computerspiele. Hier ist der Teaser-Text:

Seit dem Amoklauf von Erfurt streiten Spieler und Eltern, Forscher und Lehrer, Politiker und Interessenverbände in Deutschland über gewalthaltige Computerspiele. Seit 2005 steht der Vorschlag im Raum, die Herstellung von “Killerspielen” gesetzlich zu verbieten. Mit jedem jugendlichen Amoklauf flammt der Verdacht gegen die Spiele neu auf, und mit ihm Verbotsrufe. Die Debatte selbst wird dabei zusehends komplexer. War die einzige Sorge anfangs, ob Spiele gewalttätig machen können, fragt man heute auch: Wie groß ist ihr Suchtpotenzial? Wie “normal” ist Gewalt in den Medien? Wie muss Jugendschutz bei Spielen aussehen, im Zeitalter des Internet? Und wie wichtig sind Computerspiele als Wirtschafts- und Kulturgüter?

Die Online-Debatte ordnet das Dickicht in sechs Hauptfragen. Chroniken und Einführungen erschließen Hintergründe, Experten, Politiker und Interessenvertreter schildern ihre Sicht der Dinge, die laufend um weitere Positionen ergänzt werden. In einer Reihe von Live-Chats diskutieren dazu stets zwei Experten anderthalb Stunden mit Nutzern über ihr Thema. Alle Chats werden online dokumentiert.

Der erste Live-Chat findet morgen statt. Erfreulich ist, dass alle Materialien auf der Unterseite unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurden.

Dienstag, 7. August 2007

Rechtliche Grenzen von Werbung in Computerspielen

Telemedicus berichtet über die “Rechtliche Grenzen von Werbung in Computerspielen“:

Längst hat die Konvergenz der Werbemedien auch Computer- und Videospiele erfasst. Werbung in Computerspielen, sogenanntes Ingame-Advertisement, entwickelt sich zunehmend zu einem lohnenden Geschäft für Spielehersteller und Werbetreibende. Gut 730 Millionen Dollar Marktvolumen prognostizierte die Yankee-Group im Februar beim GfM World Congress bis zum Jahr 2010. Die Vorteile von Ingame-Advertisement liegen auf der Hand: Hersteller haben die Möglichkeit, teilweise die Entwicklungskosten durch Werbung abzudecken, während Werbetreibende zielgerichtete Werbung als Alternative zum schwächelnden analogen Werbemarkt schalten. Doch das deutsche Recht setzt diesem neuen Werbemarkt Grenzen, und Spielehersteller haben bei der Konzeption von Spielen viel zu beachten.

Das Fazit lautet:

Werbung in Computerspielen bietet Spieleherstellern und Werbetreibenden viele neue Chancen und Möglichkeiten. Doch gilt es viel zu beachten: Werbung muss als solche erkennbar sein und darf das Spiel nicht in extremer Weise dominieren. Auch darf die Werbung nicht zu extremen Performance-Einbußen führen, mit denen der Nutzer des Spiels nicht rechnen kann. Sollen persönliche Daten des Spielers zur Werbeeinblendung benutzt werden, muss eine eindeutige und freiwillige Einwilligung eingeholt werden, ohne dass diese Voraussetzung zum Spielen sein darf. Die eingesetzten Werbemittel müssen sorgfältig geprüft werden, denn nahezu jedes der beteiligten Unternehmen kann für Rechtsverletzungen in Anspruch genommen werden.

Sonntag, 5. August 2007

Neues auf dem Spiele-Markt

Telepolis berichtete zweimal über verschiedene Computerspiele-Projekte mit unterschiedlichen Ansätzen. Da gibt es erstmal das interessante deutsche Spiel “EDU“, welches Shooter-Elemente mit Wissen verbindet: Kreide statt Knarre

Das an der Uni Jena entwickelte Computerspiel “EDU” zeigt allen Politikern, die sich den Mund fransig babbeln, wenn es um die so genannten Killerspiele geht, dass die Diskussion um ein Verbot derartiger Games weit am Ziel vorbeischießt. Steckt da, sofern es nicht menschenunwürdig zugeht, nicht vielleicht sogar Potenzial für Neues drin?

Etwas politisch motivierter ist “Das chinesische Killerspiel gegen die Korruption“:

Die chinesische Regierung versucht, gegen die Korruption in Staat und Partei anzugehen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, haben nach Einführung neuer Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung im Mai 1790 Staatsbedienstete im Juni “freiwillig” ihr Fehlverhalten gemeldet. Wer innerhalb von 30 Tagen seine Missetaten eingesteht, sollte mildere Strafen erhalten, während die anderen hart bestraft würden. Um zur Jagd auf korrupte Staatsdiener anzustacheln und sie als verdammungswürdig darzustellen, bietet nun der Disziplinarausschuss der Kommunistischen Partei im Distrikt Haishu der Stadt Ningbo seit dem 25. Juli ein Online-Spiel auf dem China Anti-Corruption Culture Gaming Net an.

Donnerstag, 26. April 2007

Killerspiele im Bundestag

Golem berichtet über eine Anhörung des Unterausschuss Neue Medien im Bundestag zum Thema Jugendschutz: Killerspiele: Aktueller Jugendschutz einfach und genial?

Die Demonstration Pfeiffers kritisierte Prof. Hartmut Warkus, Leiter des Zentrums für Medien und Kommunikation an der Universität Leipzig: So kompakt und prägnant wie im Zusammmenschnitt von Pfeiffer seien Gewaltszenen in den entsprechenden Spiele gar nicht vorhanden. Hätte man ihn gefragt, hätte er die Szenen gern selbst vorgespielt, nur wäre dies wohl eher langweilig geworden.

Nicht die Spiele seien das Problem, so Warkus. Es seien die Erwachsenen, die das Medium nicht verstehen, da sie nicht selbst spielen. Daher sei es auch falsch Spiele zu verbieten, die aktuellen Regelungen dahingehend seien sehr weitreichend: “Wenn ein 12-Jähriger Counterstrike spielt, hat ein Erwachsener versagt.”. Er selbst habe mindesten 50 Partien Counterstrike hinter sich, das Blut dabei aber gar nicht wahrgenommen bis ihn ein Reporter auf der Games Convention fragte, wie er mit dem Blut im Spiel umgehe.

Freitag, 20. April 2007

Microsoft-Lobby bei Computerspiele-Anhörung im Bundestag

Das Engagement von Microsoft Deutschland in zahlreichen Industrie-Lobbyverbänden lässt sich nächste Woche mal im Bundestag plastisch anschauen. Dort findet am 26. April eine Anhörung zum Thema “Jugendmedienschutz und gewalthaltige Computerspiele” statt. Und ganz verwundert war ich gerade, als ich zwei Microsoft-Lobbyisten unter insgesamt sechs Sachverständigen erblickte. Und das zum Thema Computerspiele: Bundestag beschäftigt sich mit Killerspielen.

Geladen sind Experten der Kontrollinstanzen, Vertreter der Spielehersteller und der Wissenschaft. So werden Mike Cosse, stellv. Vorsitzender Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), Elke Monssen-Engberding, Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, und Dr. Klaus Spieler, Geschäftsführer der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), ebenso dabei sein wie Stephan Brechtmann, der Vorstandssprecher des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) und zudem Direktor der Home & Entertainment Division Microsoft Deutschland. Als Wissenschaftler sind Prof. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V., und Prof. Dr. Hartmut Warkus, Leiter des Zentrums für Medien und Kommunikation an der Universität Leipzig, geladen.

Wundere mich gerade ob der Vielfalt an Sachverständigen… Ist ja anscheinend auch Netzpolitik-Marathon im Bundestag. Die Lesung zur Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums findet auch nächste Woche statt.

Ansonsten: Kulturrat begrüßt Bundestagsanhörung zu Computerspielen.

Der Deutsche Kulturrat begrüßt, dass sich die Kulturpolitiker des Bundestags am Donnerstag kommender Woche mit dem Thema “Jugendmedienschutz und gewalthaltige Computerspiele” befassen wollen. Der Kulturrat hofft, dass mit der öffentlichen Anhörung im Unterausschuss Neue Medien “eine Versachlichung der Diskussion” erreicht werden kann. Der Spitzenverband der Kulturorganisationen hatte zuvor bereits vor Übereifer beim Verbot von Computerspielen gewarnt. Die Spiele, auch die gewalttätigen, gehörten zum Kulturbereich, sagte Geschäftsführer Olaf Zimmermann heute laut dpa.

 

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