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Donnerstag, 9. Oktober 2008

Netzpolitik-Podcast 070: Matt Mullenweg über Wordpress

Der Netzpolitik-Podcast Folge 070 ist ein Interview mit dem Wordpress-Mitgründer Matt Mullenweg (Blog). Wordpress ist die freie Software hinter diesem und vielen anderen Blogs. Das Projekt wurde 2003 gestartet und ist ein “Fork” der freien Software b2. Als “Fork” bezeichnet man die Abspaltung eines freien Projektes. Matt nutzte b2 als Blog-Software, aber die Entwicklung wurde eingestellt. Da die Software unter der freien GPL-Lizenz stand, konnte er auf dem bestehenden Code aufbauen und das Wordpress-Projekt daraus entwickeln. Der Durchbruch von Wordpress kam, als der damalige Blog-Marktführer Movable Type die eigenen Lizenzbedingungen änderte und viele Nutzer dadurch verprellte.

Wir unterhalten uns über das grosse Ökosystem der Wordpress-Community und wie sie funktioniert. Einen grossen Anteil an der Verbreitung von Wordpress haben sowohl die riesige Menge an verfügbaren freien Plugins als auch Designs. Beim Release der Version 2.5 waren alleine 90 Entwickler beteiligt, die Code hinzusteuerten. Insgesamt schätzt Matt die Grösse der Wordpress-Community auf zwischen 2000-5000 Menschen, die irgendwas beisteuern.

Mittlerweile hat Matt auch die Firma Automattic gegründet, die rund um Wordpress ein Open Source Geschäftsmodell entwickelt hat. Wordpress.com ist ein Blog-Provider und hostet mehrere Millionen Blogs, davon ca. 100.000 in deutscher Sprache (Aber unklar, wieviele aktive). Das eine Geschäftsmodell sind Mehrwerte rund um Wordpress, wie Hosting, mehr Features und werbefrei. Das andere Geschäftsmodell dreht sich um den Spamfilter Akismet.

Matt Mullenweg gibt einen Ausblick auf die kommende Version 2.7, die im November erscheinen wird. Die grösste Änderung wird in der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit für die Administrationsoberfläche sein. Bloggen soll dadurch viel schneller werden. Vorausgegangen sind professionelle Usability-Tests, die bessere Abläufe in der Nutzung aufzeigten. Es wird etwas Umstellung notwendig sein, weil die Menüs z.B. dann links sein werden, aber laut Matt wird man sehr rasch nicht mehr zur alten Version zurück wollen. Weitere technische Features sind mehr APIs, die Anbindung von mobilen Geräten, um z.B. von unterwegs Kommentare freischalten zu können und eine Verbesserung der Caching-Funktionalitäten.

Wir reden auch über die Vorurteile von vielen Entwicklern, dass Wordpress Frickelsoftware sei und ob man nicht alles neu programmieren sollte. Laut Matt ist der Code viel besser geworden. Gegenüber der Version 1.5 ist in der Version 2.7 nur noch rund 10% desgleichen Codes enthalten und die Qualität verbessert sich ständig. Zum Schluss unterhalten wir uns noch über die deutsche Wordpress-Community.

Das Interview ist ca. 17 Minuten lang, liegt als MP3 und OGG vor und kann zu den Bedingungen der Creative Commons BY-NC-SA Lizenz genutzt werden.

Montag, 22. September 2008

Radio: Welche Bedeutung haben Weblogs?

Am Samstag waren Stefan Niggemeier und Jan Schmidt im Radiofeuilleton des Deutschlandradio Kultur zu Besuch, um über “Gegenöffentlichkeit oder Selbstdarstellung - Welche Bedeutung haben Weblogs?” zu reden. Davon gibt es MP3s: Teil1 und Teil2.

Freitag, 5. September 2008

Wie das Web 2.0 den US-Wahlkampf prägt

Deutschlandradio Kultur hat mich am Donnerstag im Radiofeuilleton über “Bloggen fürs Weiße Haus - Wie das Web 2.0 den US-Wahlkampf prägt” interviewt. Davon ist die MP3 online zu finden.

Dienstag, 12. August 2008

Die Welt ist eine Google?

Peter Glaser hat in seinem Blog Spass mit einem FAZ.NET Journalisten über die Herkunft des Zitates “Die Welt ist eine Google”: Marco Dettweiler, “seriöser Journalist”.

Mittwoch, 30. Juli 2008

“Meinungsführerschaft und Gatekeeping in Blogs”

Zsuzsanna Kiràly hat mich für ihre Magisterarbeit über “Meinungsführerschaft und Gatekeeping in Blogs” interviewt und das Gespräch transcribiert. Mit ihrer Erlaubnis veröffentliche ich das hier.

1. Bitte beschreiben Sie Ihren Blog.

Netzpolitik.org beschreibt und behandelt die politischen Prozesse einer digitalen Gesellschaft - einerseits wie die Politik auf das Internet reagiert und andererseits wie das Internet die Politik verändert. Es gibt drei Säulen: Erstens die Funktion eines Gatekeepers, eines Filters, also Nachrichten und Informationen rund um dieses Themenfeld zu aggregieren, zweitens eigene Video- und Audio-Podcasts quasi als Weiterbildungsprogramm oder Bildungsfernsehen zu erstellen und drittens dient der Blogs als Kampagnenplattform, um aktiv mit den Lesern Politik zu machen.
Weiterlesen …

Mittwoch, 9. Juli 2008

Surftipp: Hypemachine

Spiegel-Online berichtet über die Musik-Blogs-Aggregationsseite Hypemachine:

Aber die Hype-Maschine hört nicht auf die Masse, und die Masse nicht auf die Hype-Maschine. Obwohl die Seite bereits seit 2005 online ist, bei Kritikern regelmäßig ein euphorisches Echo findet, sie sowieso fast immer die Zusammenstellungen der besten Musikseiten der Welt schafft, fristet sie ein eigentümliches Mauerblümchendasein. Vielleicht, weil sie erklärungsbedürftig ist: Sie ist keine Downloadseite im eigentlichen Sinn, kein Internet-Radio, kein Dienst, bei dem man sich nach Geschmack bedienen lassen kann. Sie ist eine unberechenbare Wundertüte. Die Hype Machine ist eine Art Blog-Aggregator. Sie führt zusammen, was andere publizieren. Insofern ist sie eine Art Suchmaschine, bei der allerdings das Suchwort schon feststeht: Musik.

Ich hab hier noch ein NetzpolitikTV-Interview mit dem Gründer von Hypemachine rumfliegen, was ich irgendwann auch mal bearbeitet bekomme. Im Moment streikt aus unersichtlichen Gründen die Technik.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Creative Commons Techblog

Von Creative Commons gibt es jetzt auch ein englischsprachiges CC-Techblog für die eher nerdigen Themen. Dort wurde auch vom CC Tech Summit gebloggt, der gestern in Kalifornien stattfand.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Expertengespräch zum Thema Online-Journalismus im Bundestag

Matthias Spielkamp ist morgen zu einem nicht-öffentlichen Expertengespräch zum Thema Online-Journalismus des Unterausschusses Neue Medien des Bundestags eingeladen. Im Vorfeld hat er seine Antworten auf den längeren Fragenkatalog zum Expertengespräch schon zum Peer-Review gepostet.

Der Unterausschuss hat einen langen Fragenkatalog geschickt, den die Experten im Vorfeld beantworten sollen. Ich war in den letzten Wochen so viel unterwegs, dass ich die Antworten erst jetzt zusammengestellt habe. Wer die Fragen liest, wird feststellen, dass man viele erheblich ausführlicher beantworten müsste. Dazu habe ich zum einen keine Zeit, zum anderen haben sicher auch die Abgeordneten keine Zeit, eine noch ausführlichere Antwort zu lesen.

Kann mir jemand logisch erklären, warum ein Expertengespräch zu diesem Thema im Bundestag nicht-öffentlich ist?

 

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