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Donnerstag, 17. April 2008

Deutscher Kulturrat zu Neuen Medien

Der Deutsche Kulturrat hat eine Stellungnahme zu Neuen Medien veröffentlicht: Eine Herausforderung für die kulturelle Bildung. Im Titel wird der starke Bildungs-Bezug des Textes schon deutlich. Sind eine Menge sinnvoller Forderungen drin, auch wenn ich nicht alles teile. Und lustige Stilblüten gibt es obendrein wie:

Seit der Einführung beispielsweise des so genannten Web 2.0, bei dem die Internetbenutzer eigene Medieninhalte produzieren, ins Netz stellen und somit neue selbstorganisierte Kommunikationsprozesse stattfinden, produzieren die Internetnutzer eine neue Dimension von Kultur.

Man stellt sich beim lesen vor, wie das Web 2.0 im Jahre 2004 angeschaltet wurde und endlich dürften zum ersten Mal eigene Inhalte produziert und publiziert werden…

Donnerstag, 24. Januar 2008

Video erklärt die Kapstadt Open Education Declaration

Über die Kapstadt Open Education Declaration, eine Erklärung für offene Bildungs-Inhalte, hatte Andrea am Dienstag schon berichtet. In einem Video-Statement erklärt Mark Shuttleworth, was die Ziele der Erklärung und weitere Schritte sind:

Dienstag, 4. September 2007

Do it yourSELF: Neue Lehr- und Lernplattform für Freie Software

Dem großen Angebot an freier Software steht häufig ein signifikantes Defizit an entsprechenden Kursangeboten und Unterrichtsmaterialien gegenüber. Um das zu ändern, hat sich vor einem Jahr das SELF Projekt(Science, Education and Learning in Freedom) gegründet.

Ziel war die Entwicklung einer zentralen Plattform für barrierefreien Zugang zu didaktischem Material über freie Software und offene Standards. Das Ergebnis kann jeder ab dem 5. September 2007 in der Beta-Version ausprobieren sowie bei der Entwicklung mithelfen. Offiziell startet die Plattform im Rahmen einer Konferenz zu freier Software.

Die neue Plattform soll neben frei verfügbaren Kursunterlagen auch die Möglichkeit bieten, einzelne Lerninhalte auszuwählen, um sie zu einem maßgeschneiderten Kurs in der eigenen Muttersprache zusammenzufügen oder für e-learning zu exportieren. Die Qualität der Dokumente wurde nach eigenen Angaben von einem Expertenteam auf Qualität, freie Lizenz und Gültigkeit hin überprüft. Als Nutzer soll man u.a. Lernmaterialien zu OpenOffice.org, The Gimp oder GNU/Linux finden können.

Die Plattform selbst basiert wie zu erwarten auf freier Software und soll nach dem Wikipedia-Modell funktionieren. Den Benutzern gibt man die Möglichkeit zu evaluieren, anzupassen, zu verfassen und auch zu publizieren. Davon erhofft man sich nachhaltige Effekte, was die Funktion der neuen Seite als Wissenplattform auf der einen und als Communityportal auf der anderen Seite anbelangt. Joachim Jakobs von der FSF Europe geht sogar davon aus, dass sich so die IT-Ausbildung weltweit verändern wird und empfiehlt die Übertragung auf andere Wissensbereiche.

Dienstag, 19. Juni 2007

OECD: The Emergence of Open Educational Resources

Die OECD hat einen neuen Report über offene Bildungsprojekte veröffentlicht: “Giving Knowledge for Free - The Emergence of Open Educational Resources”. Das Buch kann man hier kaufen. Es findet sich aber auch an anderer Stelle ein PDF davon zum Download.

Freitag, 15. Juni 2007

ZDF mal erst im Internet und dann im TV

Ich weiß nicht, ob es sowas schon mal gegeben hat. Aber gestern hat das ZDF eine Sendung zuerst um 20 Uhr im Internet ausgestrahlt, bevor sie dann um 0:35 Uhr im ZDF in der Glotze erschien. Die Sendung hieß “Wieviel Rausch darf sein” und sprach ohnehin eher jugendliche Drogenkonsumenten und Sozialpädagogen an. Man konnte per E-Mail und Webcam interagieren und sich später dann im TV bewundern. Während die Sendung im Internet lief, brachte das ZDF “Lustige Musikanten on tour”, in der sich ältere Menschen mit schlichter Musik und heiler Welt in Stimmung brachten.

Montag, 7. Mai 2007

Südafrikanisches online Seminar zu “Blogs + Education”

Wer Interesse an (süd)afrikanischen Perspektiven auf den Einsatz von Blogs im Bereich Bildung hat, sei auf das online Seminar “Blogs for quality learning in developing contexts” vom 16. bis 23. Mai verwiesen. Veranstalter ist SANTEC (Society and Network for Technology in Education through Collaboration), ein lockeres Netzwerk rund um “educational technology” v.a. auf dem afrikanischen Kontinent. Das Seminar wird geleitet von Tony Carr von der University of Cape Town. Dem Programm zufolge geht es um einen grundlegenden Einstieg in die Anwendung von Blogs in Lehre und Forschung. Die Ressourcen zum vorangegangenen online Seminar “Podcasting in eLearning” sind auch noch auf der SANTEC Site verfügbar.

Dienstag, 6. März 2007

Wie Open Source Prozesse das Bildungssystem verändern

Die Online Education Database hat zehn Erfolgsgeschichten, wie Open Source Prozesse das Bildungssystem verändern. Da geht es dann um Wikipedia, Linux, OpenCourseWare, Project Gutenberg, etc.

Kurz: Es geht um die Power von Peer-Production.

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Wer braucht schon Computer in Schulen?

Die Netzeitung berichtet: Deutschlands Lehrer mehrheitlich PC-Muffel

Deutsche Lehrer setzen im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen im Unterricht nur sehr selten Computer ein. Wie die Europäische Kommission in einer Studie ermitteln ließ, hat fast jeder vierte Lehrer im vergangenen Jahr kein einziges Mal einen Computer im Unterricht genutzt. Von den übrigen 78 Prozent nutzten deutlich mehr als die Hälfte die Rechner nur sehr selten; in höchstens einer von zehn Stunden, berichten die «Ruhr Nachrichten».

Die gute Nachricht ist ja, dass diese Lehrer mehrheitlich in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen. Die schlechte Nachricht ist, dass bis dahin eine Generation Schüler nicht wirklich in digitaler Medienkompetenz unterrichtet und auf das digitale Zeitalter vorbereitet wurden.

 

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