Social Camp - Der Film
Vom ersten Social Camp gibt es jetzt einen 22 Minuten langen Film:
Socialcamp - Der Film from Helpedia on Vimeo.
Bei Vimeo kann man sich den Film auch als Quicktime herunterladen.
[via]
Vom ersten Social Camp gibt es jetzt einen 22 Minuten langen Film:
Socialcamp - Der Film from Helpedia on Vimeo.
Bei Vimeo kann man sich den Film auch als Quicktime herunterladen.
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Am 11. Oktober wird der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung wieder zu einer großen Demonstration nach Berlin aufrufen. Diesmal wird das im Rahmen eines europäischen Aktionstages sein, wo in vielen anderen europäischen Metropolen ebenfalls gegen Überwachung und die Vorratsdatenspeicherung demonstriert wird. Wie es momentan aussieht, soll in der Woche danach über das BKA-Gesetz im Bundestag abgestimmt werden. Der Zeitpunkt wäre praktisch. Hoffentlich wird auch das Wetter wieder so toll wie beim letzten mal, wo im September vergangenen Jahres 15.000 Menschen in Berlin demonstrierten.
Das Netzwerk Recherche hat die Studie “Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt?” veröffentlicht. Auf 86 Seiten gibt es einen Überblick, wie Agenda-Setting und überhaupt der Hauptstadtjournalismus funktioniert. Basis waren Experteninterviews mit 33 Journalisten, Pressesprechern und Kommunikationsberatern im Berliner Politikbetrieb.
Vereinfacht und fehlerhaft gesagt lesen die auch nur Spiegel-Online.
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Hie rmal ein kurzer Ausschnitt:
4.2.4. Agenda Setting: ZusammenfassendeThesen
Die Prinzipien des Agenda Setting im Hauptstadtjournalismus haben unter dem Eindruck des technologischen Wandels einen wesentlichen Transformationsprozess durchlaufen. Die neuen publizistischen Determinanten stellen nicht nur eine Herausforderung für die tägliche journalistische Arbeit dar, sondern auch in der Frage nach der Rolle der Leitmedien im politischen Diskurs: Die Analyse hat deutlich gezeigt, dass sich traditionelle Rollenzuweisungen auflösen und neue Medien, vor allem das Internet, für die Themensetzung an Bedeutung gewinnen.
In Berlin ist eben das erste deutschsprachige Social Camp gestartet. Die Idee ist, Aktivisten und Techies in einem Barcamp-Stil zusammen zu bringen. Wir haben das von newthinking mitorganisiert und freuen uns jetzt, dass mehr als 140 Teilnehmer gekommen sind. Die Warteliste war um einiges länger, aber der Platz ist knapp. Heute gibt es mehr als 30 Sessions und da auch hier der Platz knapp war, wird es wohl auch morgen in sechs verschiedenen Räumen parallele Sessions geben.
Hier ist der Ablaufplan für heute:
Ich werde gleich eine Session zu “Politisch bloggen” anbieten und heute Nachmittag jeweils eine zu “Open Source” (aka Freie Software) und “Creative Commons” für Non-Profits und NGOs. Das wird alles eher Grundlagenvermittlung sein.
Update: Gebloggt habe ich dann gar nicht, weil ich lieber aktiv an Sessions teilgenommen habe. Heute hab ich gleich meinen Rechner zuhause gelassen. Im Gegensatz zu gestern hätte ich ihn aber gut gebrauchen können. Insgesamt war es sehr nett. Die Teilnahme war am Samstag aber sehr grösser als am Sonntag. Eine Erfahrung, die man bei allen Barcamps sammelt. Während gestern die Sessionplätze komplett belegt waren, gab es heute noch Lücken. Und auch weniger Teilnehmer. Trotzdem hat es alles sehr viel Spass gemacht und die Durchführung war dank der zahlreichen hilfsbereiten Teilnehmer auch sehr einfach organisiert.
Jetzt.de war dabei und hat u.a. vier Teilnehmer portraitiert: Zu Besuch beim Social Camp in Berlin.
Was unter politischen Beobachter als „neu“ und „revolutionär“ gilt, war für Blogger, Programmierer und Web-Cracks schon lange klar: Das Netz taugt nicht nur für Singlebörsen und Chatrooms. Für politische, soziale, ökologische Initiativen kann es zum Universalwerkzeug werden. Werbung, Kommunikation, Organisation: Alles ist im Netz schnell, effektiv und kostet kaum Geld. Weil aber viele deutsche Nichtregierungs-Organisationen (NGO) unter Internetpräsenz bisher im besten Fall eine - leidlich aktuelle – Homepage verstehen, gibt es an diesem Wochenende in Berlin das Social Camp. Die Organisatoren des Camps sind überwiegend junge Leute; Unternehmer, ehrenamtlich Engagierte und Blogger. Zwei Tage lang werden die Netzexperten den NGOlern Internetnachhilfe geben. Was dabei herauskommt weiß keiner, denn es gibt kein festes Programm. Alles, was auf dem Camp passiert, hängt von den Teilnehmern ab, die auch die meisten Inhalte selbst mitbringen und die Arbeitseinheiten gestalten.
Und auch die Taz hat berichtet: Ein neues soziales Netz.
In Berlin trifft sich die Szene gemeinnütziger Internet-Profis zu einer lockeren Konferenz, genannt “Socialcamp”. Zweck: Die Vernetzung der Welt. Ziel: die Rettung derselben.
Morgen beginnt “Berlin08 - Festival für junge Politik” in der Berliner Wuhlheide. Ich bin noch kurzfristig als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion angefragt worden und werde daher morgen zwischen 14:30-16:00 über “Wie frei sind unsere Medien” diskutieren.
„WIE FREI SIND UNSERE MEDIEN?“
FREITAG, 13. JUNI 2008, 14.30 BIS 16.00 UHRDie Pressefreiheit ist einer der Eckpfeiler der Demokratie. Ohne Pressefreiheit ist keine Demokratie denkbar. So hat die Freiheit der Berichterstattung auch Einzug gehalten in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Dennoch muss sie immer wieder neu erkämpft werden – nicht nur in vielen Ländern der Welt, in der sie noch immer nicht als fundamentales Recht anerkannt wird und Journalisten unterdrückt oder verfolgt werden, sondern auch in Europa, in denen es immer wieder zu Eingriffen in die Freiheit der Presse kommt. Ende 2007 veröffentlichte „Reporter ohne Grenzen“ zum sechsten Mal eine Rangliste der Pressefreiheit, welche die Lage der Medienfreiheit in 169 Ländern vergleicht. Deutschland ist nach zahlreichen Eingriffen in die Medienfreiheit, etwa die bekannte „Cicero-Affäre, im Vorjahresvergleich um fünf Plätze von Platz 18 auf 23 zurückgefallen. Werden wir noch weiter „abrutschen“? Wohin geht die Entwicklung international? In Russland, auf Platz 147 der Rangliste von „Reporter ohne Grenzen“, müssen Journalisten, die investigativ recherchieren, um ihr Leben fürchten. In China ist die Freiheit der Berichterstattung während der Olympischen Spiele 2008 mehr als fraglich. Doch nicht nur Staaten schränken die Freiheit ein – auch die Ökonomisierung schreitet voran. Wie wird die Unabhängigkeit durch so genannte „Heuschrecken“, die Verlage und Medienunternehmen übernehmen und unter unbedingten Renditezwang stellen, gefährdet? Werden Qualitätsmedien zum Luxusgut? Und: Was bedeutet eigentlich die Freiheit des Wortes für junge Menschen heute? Wie entdecken sie neue Spielräume für den Ausdruck ihrer Gedanken etwa durch Blogs im Internet?
* Christoph Schultheis, Bildblog
* Anna Siitam, Vorstandssprecherin der Europäischen Jugendpresse
* Reinhard Laska, Redakteur bei dem ZDF-Magazin Frontal 21
* Markus Beckedahl, netzpolitik.org
Die Diskussion wird von der Jugendpresse in Kooperation mit der BpB durchgeführt.
Bei Telemedicus findet sich ein Bericht über die Konferenz „Reales Recht für virtuelle Welten”, die letzte Woche in Berlin stattfand:
Und wieder flogen die Penisse - das bekannte Beispiel von Anshe Chung, jenem Avatar, der auf einer virtuellen Pressekonferenz das Ziel einer Phallus-Attacke wurde, durfte natürlich nicht fehlen. Doch das Thema der von der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Hans-Bredow-Institut veranstalteten Konferenz mit dem Titel „Reales Recht für virtuelle Welten“ (PDF) war grundsätzlicher Natur: Ist das Recht Hemmschuh oder Entwicklungsvoraussetzung für virtuelle Welten? Ein kursorischer Rückblick. Die Konferenz war zweigeteilt: Auf einem nichtöffentlichen Workshop diskutierten tagsüber internationale Experten in mehreren Abschnitten schwerpunktmäßig Fragen des virtuellen Eigentums, der Persönlichkeitsrechte sowie allgemeiner Abgrenzungsfragen zwischen Spiel und Realität. Die Diskussion setzte sich mit leicht verändertem Schwerpunkt bei der öffentlichen Podiumsdiskussion am Abend fort. Dort stand das Thema Jugendschutz im Vordergrund sowie die Frage, ob die deutsche Rechtslage im internationalen Vergleich ausreichend attraktive Bedingungen für Betreiber virtueller Welten bietet.
Und auch die Deutschlandfunk-Sendung “Markt und Medien” hat darüber berichtet (MP3).
Im Rahmen des bundesweiten und dezentrale Aktionstag gegen Überwachung, der vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung am kommenden Samstag organisiert wird, wird es ein Grundrechtsfest in Berlin geben. Im öffentlichen Raum in der Art eines Strassenfestes wird es im R.A.W. Tempel an der Revaler Straße 99 in Friedrichshain (Google-Map) sowohl offene Workshops/Vorträge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, praktische Mitmach-Workshops und ein künstlerisches/kulturelles Rahmenprogramm geben.
Und das ist geplant:
Unter Pavillons und draußen in Workshop-Areas werden zwischen 12:00 und 18:00 Uhr Vorträge und Workshops stattfinden. (Bei schlechtem Wetter ziehen wir in eine große Werkshalle.) Diese werden von verschiedenen Organisationen angeboten werden und unterschiedliche Aspekte von Demokratie, Bürgerrechten, Sicherheitsgesetzgebung und Überwachung beleuchten.
* Die Workshops und Vorträge richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
* Zu kreativem Mitmachen laden “Schäublonen-” und Button-Workshops ein.
* Zwischen 18:00 bis 22:00 Uhr soll ein künstlerisches Programm auf das Thema des Tages rekurrieren, unter anderem findet mindestens eine Filmvorführung statt.
* Ab 21:00 Uhr gibt es eine Feuershowmit Berliner Feuerkünstlerinnen und Feuerschluckern.
* Ab 23:00 Uhr Party “Minimal Highway”, Minimal-House-Elektro mit den DJs BOOMeranG, Grooveticket, Jan Goehler, NorrisAudio, Jerando, d:coder, Sven Teet.
* Während des gesamten Tages lädt das nachdenklich stimmende Installationskunstwerk “Nimm den Schäuble mit ins Schlafzimmer!”, eine Skulpturen-Installation aus Blumen, zur Interaktion mit den Besuchern ein.
* Außerdem findet während des Fests die Premiere des Kunstprojekts “Pigeon Project” statt, einer Kunstaktion niederländischer, italienischer und deutscher KünstlerInnen.
Das Workshop-Programm ist schön vielfältig und interessant. Ein weiteres Highlight ist wie bei vielen lokalen Aktionen die kostenlose Vergabe von pseudoregistrierten Handy-SIM-Karten zum anonymen Handy-Telefonieren. Die Anzahl der Karten ist aber begrenzt. Spenden hierfür sind gerne willkommen. (Ich hoffe, mir wird auch was zurückgelegt!)
Radio 1984 wird wieder Live von den bundesweiten Aktionen berichten.
Mitmachen:
Der Aufruf zum bundesweiten Aktionstag findet sich auf www.FreiheitstattAngst.de. Und damit auch viele Menschen am Samstag zu den vielen lokalen Aktivitäten kommen, könnt Ihr gerne auf die jeweils nächste Aktion nahe Eurem Wohnort in Eurem Blog oder sonstwo hinweisen. Die Liste der Aktivitäten findet sich hier. Bisher sind es 33 Orte in Deutschland. Wer spontan noch etwas tun möchte, ist hiermit eingeladen. Das ist ein Wiki und es gibt viele Anleitungen, was man lokal vor Ort tun kann.
Am vergangenen Wochenende fand in Berlin die Konferenz “Sicherheitsstaat am Ende. Kongress zur Zukunft der Bürgerrechte” statt, auf die wir hingewiesen haben. Dort wurde eine interessante Resolution beschlossen, die einen “sofortigen Stopp weiterer Überwachungsvorhaben” fordert, sowie “eine Politik, die grundrechtliche Freiheiten respektiert”: Und das sind die konkreten Forderungen:
Bürgerrechte statt Sicherheitsstaat
[...]* Unsere Gesellschaft braucht überwachungsfreie Räume: Jedem Menschen, egal was er begangen hat oder wessen er verdächtigt wird, muss eine überwachungsfreie Privatsphäre zugestanden werden. Auf Ermittlungsmaßnahmen wie die Online-Durchsuchung von Computern, die unvermeidbar in den Kernbereich privater Lebensgestaltung eingreifen, muss eine freiheitliche Gesellschaft verzichten.
* Die Prävention von Gefahren darf kein Staatsziel werden, dem wir unsere Freiheit opfern. Wir fordern deshalb einen Verzicht auf alle Überwachungs- und Ermittlungsmaßnahmen, die ohne jeglichen Verdacht das Kommunikationsverhalten, die Bewegungen oder Verhaltensweisen der gesamten Bevölkerung kontrollieren.
* Staatliches Handeln soll offen, erkennbar und überprüfbar sein. Diesen Prinzipien widerspricht die zunehmende Zentralisierung von Sicherheitsbehörden. Polizeiliches und geheimdienstliches Handeln sind strikt zu trennen, die gemeinsame Nutzung von Datenbeständen ist zu beenden.
* Eine freie Gesellschaft braucht den Protest und die Tolerierung Andersdenkender: Willkürliche Maßnahmen gegen demonstrierende und die Kriminalisierung sozialen Protests sind zu beenden.
* Eine freie Gesellschaft verträgt keine Militarisierung. Für Einsätze der Bundeswehr im Inland oder eine zivil-militärische Zusammenarbeit ist kein Platz in einer rechtsstaatlichen Demokratie.
* Grundrechtliche Freiheiten müssen im vollen Umfang auch für MigrantInnen und Flüchtlinge gelten: Sie haben ebenso einen uneingeschränkten Anspruch auf den Schutz ihres Privatlebens. Die ausufernde Praxis der Abschiebungshaft, die selbst gegenüber Minderjährigen und zum Teil ohne richterliche Kontrolle praktiziert wird, ist unverhältnismäßig und deswegen abzuschaffen.
* Im Übrigen gilt: Freiheitsrechte sind ohne die materiellen Voraussetzungen, sie in Anspruch nehmen zu können, nur von begrenzter Wirkung. Eine Gesellschaftspolitik, die die sozialen Gegensätze immer weiter verschärft und die Verarmung größerer Bevölkerungsteile vorantreibt, widerspricht dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes.
War eigentlich jemand auf dem Kongress und kann mal in den Kommentaren berichten, wie es war? Ich bin immer noch in den USA, was man vielleicht an den Posting-Zeiten im Moment sehen kann und würde mich über einen kleinen Bericht freuen.
In Berlin öffnet bald die erste Netaudio-Bar mit garantiert freier Musik: “BreiPott“. Die Adresse ist Skalitzer Strasse 81 und die Eröffnungsparty ist am Samstag, den 14. Juni 2008.
Das Konzept ist etwas komplexer. Einerseits gibt es Bar und “creative cooking” (alles mit Milchreis), andererseits kann man sich über USB mit der neuesten Netlabel-Musik versorgen. Bin mal gespannt, wie das in der Realität dann aussieht.