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Donnerstag, 17. Juli 2008

Fünf gute Gründe gegen das neue iPhone

Es ist ja schon etwas surreal, wieviel man in der letzten Woche über das neue Konsumprodukt aus dem Hause Apple lesen musste, bzw. überall damit konfrontiert wurde. Klar, das Userinterface ist nett gelöst und man wundert sich, dass Mobiltelefone immer so schlechte designt waren. Aber gleichzeitig kommt mir die ganze Diskussion rund um dieses neue Statussymbol sehr unkritisch vor. Hat sich mal jemand überlegt, was man sich da in schönem Design ins Haus holt?

Das Commonsblog hat einen kurzen Text der Free Software Foundation mit fünf guten Gründen übersetzt, warum man das i Phone der 3. Generation da lassen sollte, wo es ist: beim Händler. (frei übersetzt)…

* Das iPhone blockiert komplett freie Software. Entwickler müssen an Apple eine Steuer zahlen, Apple herrscht dann darüber wer was mit seinem Gerät machen darf und was nicht.
* Das iPhone befürwortet und unterstützt das so genannte Digital Restrictions Management (DRM) - also digitale Nutzungseinschränkungen (zugunsten der Inhaber der Monopolrechte, also Apple)
* Das iPhone verrät wo Du bist und gibt Anderen ein Instrument in die Hand, Dir ohne Dein Wissen nachzuspüren.
* Auf dem iPhone laufen keine patent- und DRM freien Formate wie Ogg Vorbis und Theora.
* Das iPhone ist nicht die einzige Option. Es zeichnen sich bessere ab, die Deine Freiheit respektieren, Dich nicht ausspionieren, freie Medienformate abspielen und Dich freie Software nutzen lassen wie FreeRunner.

Viel Spass beim Konsum.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Debug: DRM erzwingt die Abkehr von DRM

Im De:bug-Blog gibts einen lesenswerten Beitrag zur allmählich erkennbaren Strategie der Musiklabel-Majors, auf DRM zu verzichten (das machen sie nur, um die starke Stellung von Apple zu brechen, nicht etwa aus Einsicht, dass DRM prinzipiell verfehlt ist): Der DRM-Killer heisst DRM.

Und genau jetzt ist die Zeit gekommen, in der - wir oraktelten das schon länger - Apple schlichtweg Teile der Musikindustrie, deren Aktien einfach nicht aus der tiefen Talsohle herauskommen, fast schon aus der Portokasse aufkaufen könnte (auch wenn das zur Zeit eher wie ein schlechter Deal aussehen mag). Sicherlich hat Apples DRM-Variante nur einen Teil zum Erfolg der iPods beigetragen, aber es hat die Hardware-Software-Service-Strategie auch über all die Jahre vor einem entscheidenden Bruch gesichert. Wer einmal einen entscheidenden Teil seiner Musiksammlung für den iPod gekauft hat (und es sind nicht die Sideloader und Ripper, die in der Zukunft Musikdownloads kaufen werden, sondern eben die die jetzt schon damit angefangen haben), der kommt aus seinem Universum nicht mehr raus, dank DRM.

Und genau das, genau diese Einschliessung der Inhalte, dürfte der Grund hinter dem scheinbar so konsumentenfreundlichen Abschied von DRM sein, denn das Monopol von Apple lässt sich so lange nicht brechen, so lange nicht DRM aus dem iTunes Store verschwindet und genau diese Chance will man frühzeitig nutzen, was auch die Versuche, DRM-freie Musik zuerst auf anderen Plattformen, bei der Apple-Konkurrenz zu veröffentlichen, etwas hilflos erscheinen lässt. Doch erst wenn auch das letzte DRM aus dem Apple-Store verschwunden ist, kann man wirklich hoffen, die Apple Dominanz zu brechen. Und deshalb: Wenn es ein Ende von DRM geben wird, dann wird DRM der DRM Killer gewesen sein.

Freitag, 15. Juni 2007

Wie grün wird das iPhone sein?

Gute Frage von Greenpeace: How green is that iPhone?

Like everyone else we don’t know what’s in the iPhone yet. It debuts June 29th. But we already know how green a phone can be. Nokia, Sony Ericsson, and Motorola have both removed some of the worst chemicals from their phones and identified extra toxic chemicals they intend to remove in the future — even beyond the minimal legal requirements.

Nokia and Sony Ericsson have a global take-back policy for their phones and accept their responsibility to reuse and recycle the phones they manufacture. That saves resources and helps prevent old phones ending up as e-waste dumped in Asia. Due to our successful Green my Apple campaign Steve claimed: “Apple is ahead of, or will soon be ahead of, most of its competitors” on environmental issues. This is Apple’s chance to prove it.

To be only as good as Nokia and Sony Ericsson, Apple should:

* Not use toxic chemicals like brominated flame retardants and Polyvinyl Chloride in the iPhone.
* Offer for free worldwide take-back for the iPhone.

Samstag, 3. Februar 2007

DRM-Systeme machen sich gegenseitig den Garaus

Besser kann es eigentlich nicht kommen: Windows Vista führt wegen des dort eingebauten Digital Restriction Management (DRM) zu Problemen mit dem DRM von iTunes / iPod. Tja,wer solchen Bevormundungs-Schrott kauft, hat es offenbar nicht besser verdient.

Donnerstag, 25. Januar 2007

Podcast bei iTunes?

Regelmässig erhalte ich Mails mit der Anfrage, weshalb der Netzpolitik-Podcast und Netzpolitik-TV nicht bei iTunes zu finden sind. Die Antwort ist ganz einfach: Ich nutze kein iTunes und hab daher keinen Peil, was man da beachten muss. Und anscheinend braucht man die Software für die richtige Einstellung des Feeds, oder?

Bisher kann ich mich über die Downloadzahlen nicht beschweren, andererseits ist es ja auch immer praktisch, verschiedene Zugangsmöglichkeiten zu schaffen und Traffic ist kein Problem mehr. Ich würde ja gerne die Wünsche erfüllen, aber hier bei newthinking nutzt niemand iTunes. Daher meine Frage an die iTunes-Nutzer: Was muss man da tun?

Mittwoch, 3. Januar 2007

Sammelklage gegen iTunes-DRM

Apple hat in den USA eine Sammelklage wegen des iTunes-DRM am Hals:

Mit seinem “FairPlay” genannten DRM-System schützt Apple die Musiktitel, die über die iTunes-Plattform verkauft werden. Da Apple anderen Technologie-Anbietern keine Lizenzen für das hauseigene DRM-System verkauft, können mit FairPlay verschlüsselte Lieder nur auf den von Apple vertriebenen iPods abgespielt werden. Dadurch, so behaupten die Kläger in ihrer Sammelklage, habe Apple das Wettbewerbsrecht verletzt und ein illegales Monopol für den Online-Vertrieb von Musik errichtet.

Dazu komme, heißt es in der Klage, dass Apple die iTunes-Kunden absichtlich nicht umfassend aufkläre. Die Firma lasse die Kunden darüber im Unklaren, dass sich bei iTunes gekaufte Titel nicht mit MP3-Playern anderer Hersteller hören lassen. Die Kläger verlangen aus diesem Grund Schadensersatz in ungenannter Höhe und weitergehende Maßnahmen

Da wünscht man doch gerne mal viel Erfolg.

Sonntag, 8. Oktober 2006

Greenpeace erklärt die Apple-Kampagne

Technology Review hat ein Interview mit Zeina Alhajj, die Managerin der Apple-Kampagne von Greenpeace International: “Wir brauchen eine grüne Elektronik”

TR: Elektronische Geräte müssen aber offenbar immer auch Materialien enthalten, die nicht gänzlich umweltfreundlich sind. Ist “grüne” Hightech wirklich möglich?

Alhajj: Nun, vor einigen Jahren hieß es ja auch noch, man könnte das Blei in den Lötverbindungen nicht ersetzen. Inzwischen gibt es genügend Produkte, in denen es fehlt. Wir haben es hier mit einer Industrie zu tun, die aus unserem Planeten ein globales Dorf gemacht hat, in dem sie die Kommunikation erleichterte. Greenpeace ist sich sicher, dass sie es auch schaffen kann, grünere Produkte herzustellen. Wir fordern die Branche dazu heraus. Das geht ganz sicher, auch wenn man dazu etwas investieren muss.

Passend dazu: Bei Mac-Essentials gibt es den ersten Sonntags-Frühschoppen (codename) geht es darum, wie auf den glänzenden Photokina-Einstand für Apple der Tiefschlag der »Backdating-Krise« folgte, und wie ein grüneres Apple die IT-Industrie verändern könnte. Es geht um Apple-Erfolge, um »Think Different« und um Ethik im Business. Mit dabei sind der Pressesprecher von Apple Deutschland, Georg Albrecht, der ehemalige Bankvorstand und Yeald-Herausgeber Marcel van Leeuwen, und die Leiterin der Apple-Kampagne bei Greenpeace, Zeina Alhajj.

Das 25 Minuten lange Gespräch gibt es als MP3.

Montag, 25. September 2006

Apple mahnt Nutzung des Begriffs “Pod” ab.

Startet Apple´s Rechtsabteilung eine Abmahnwelle Welle von Unterlassungserklärungen gegen die Verwendung des Begriffs “Pod”? Das Wired-Blog “Listening Post” berichtet über erste Abmahnbriefe:

Apple Computer has slapped Podcast Ready with a “cease and desist” letter, claiming that the terms “Podcast Ready” and “myPodder” infringe Apple’s trademarks, and that they cause confusion among consumers. The company has been cracking down on use of the word “pod” by all sorts of parties, even though its trademark is for the word “iPod.”

Unklar ist im Moment, ob Apple die Markenrechte am Wort “Podcast” auch besitzt und auch durchsetzen will.

Update: ars technica berichtet jetzt auch: Apple goes after “podcasts”. In deutschen Medien scheint das Thema noch nicht angekommen zu sein.

 

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