Studie: Deep Packet Inspection und Netzzensur
von markus um 18:25 am Dienstag, 30. Juni 2009 | 4 Kommentare
Bei Global Voices Advocacy gibt es eine Studie über “Deep Packet Inspection and Internet Censorship” zum Download (PDF).
As this paper will argue, the link between deep packet inspection and internet censorship is of far greater concern for freedom of speech than its use in traffic shaping or preventing copyright infringement. At the present time many of the states censoring the internet are already known to use deep packet filtering. A further question that arises in this context is whether state actors which censor the internet are following the lead of non-state actors and modifying content within the data stream rather than just blocking it. As DPI opens the door for far more subtle censorship methods, it could lead to a move from filtering internet content to editing it.
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Firefox 3.5 ist raus
von markus um 17:23 am | 10 Kommentare
Heute wurde der freie Browser Firefox in der Version 3.5 veröffentlicht und steht zum Download bereit. Zu den neuen Features zählen u.a.:
* Schneller als die alten Versionen
* Verbesserte Intelligente Adressleiste
* Ein-Klick-Lesezeichen
* Privater Modus (Irgendwie zum surfen ohne Spuren zu hinterlassen - oder doch nicht?)
* Besserer Schutz gegen Phishing- & Malware-Schutz
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FES-Kurzstudie: Breitband? Sofort! …aber wie?
von markus um 16:34 am | 1 Kommentar
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine aktuelle Kurzstudie zum Thema Breitbandausbau in Deutschland veröffentlicht: “Breitband? Sofort! …aber wie?” (PDF)
Arne Börnsen beleuchtet den aktuellen Stand der Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Gerade hier steckt der Teufel oft im Detail: Zwar sind Gelder und politischer Wille zum flächendeckenden Breitbandausbau vorhanden, doch herrscht Unklarheit, welche technische Lösung vorzuziehen sei. Unsere Kurzstudie möchte hier Abhilfe leisten und Entscheidungsträgern sowie Interessierten wichtige Informationen an die Hand geben.
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Länder zählen mit “Zensursula”
von Jörg-Olaf Schäfers um 16:21 am | 41 Kommentare
Über die vom Familieministerium ausgerichtete “Konferenz zum Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien” und speziell ihre Abschlusserklärung (PDF) war hier ja schon einiges zu lesen.
Gefordert werden in der, unter anderem von Europol, dem Bundeskriminalamt, den Kinderschutzorganisationen Innocence in Danger, ECPAT, Save the Children und UNICEF Deutschland, und natürlich von Ursula von der Leyen unterschriebenen Erklärung, - wenig überraschend - u.a. weitere Websperren.
Das müsse man tun, betont “Zensursula”, wie bei Heise Online zu lesen ist, schließlich hätten …
Nur rund 160 Staaten [...] überhaupt eine Gesetzgebung gegen die Vergewaltigung von Kindern, die von den Tätern aufgenommen und übers Netz “massenhaft verbreitet wird”, monierte von der Leyen auf der Tagung; 95 Nationen hätten keine solche Gesetze.
160 Staaten? 95 Nationen? Was denn nun? Zum einen sind “Staaten” und “Nationen” politikwissenschaftlich und völkerrechtlich schon einmal zwei Schüsseln Brei. Der Vergleich, bzw. die Gleichsetzung ist also schon grundsätzlich problematisch. Ok, lassen wir das aussen vor. Interessant ist nämlich vor allem ein kurzer Klick in die Wikipedia. Dort kann man nachlesen, dass es derzeit lediglich 193 vollständig von der UNO anerkannte Staaten gibt.
getaggt mit: BKA > Gräfin Zahl > IiD > kinderpornographie > Konferenz > UNICEF > UNO > Zensursula
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“Walled In!” Germany’s inner border
von markus um 14:53 am | 11 Kommentare
Die Deutsche Welle erklärt in einer knapp 10 Minuten langen Animation, wie das mit der Mauer durch Deutschland gelaufen ist und wie sie aussah: “Walled In!” Germany’s inner border.
For 28 years, a nearly insurmountable barrier kept people from fleeing East Germany. But then, the dramatic night of November 9, 1989, saw the fall of the Wall that divided Germany. Today, it is difficult to imagine what was bitter reality just a few decades ago. For the first time, a realistic computer animation reveals the vast security system of Germany’s inner border and the Berlin Wall, both of which were recreated virtually in the greatest detail.
Update: Danke für den Hinweis auf die deutschsprachige Version:
getaggt mit: Animation > deutsche_welle > Deutschland > Digitalkultur
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Call for Papers: Datenspuren 2009
von markus um 13:14 am | 1 Kommentar
Der Chaos Computer Club Dresden lädt am 3. und 4. Oktober 2009 zum sechsten Mal zum Symposium Datenspuren ein. Dafür gibt es jetzt einen Call for Papers.
getaggt mit: ccc > Datenschutz > datenspuren > Digital Rights > Dresden
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(N)ONLINER Atlas 2009: fast 70 Prozent sind online
von markus um 12:50 am | 6 Kommentare
Die Initiative D21 hat zusammen mit TNS Infratest ihren jährlichen (N)ONLINER Atlas veröffentlicht. 2009 haben fast 70% Zugang zum Netz. Aus der Pressemitteilung:
Die Zahlen der Onliner in den verschiedenen Altersgruppen zeigen – wie in den Vorjahren – auch 2009 einen allgemeinen Aufwärtstrend. Bei den unter 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer inzwischen durchweg über 80 Prozent. Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzer besonders kräftig um 6,9 Prozentpunkte von 41,6 auf 48,5 Prozent an. Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor nicht erreicht. Hier ist nicht einmal jeder Fünfte online – bei weiter nur geringem Wachstum. Neben den „Best Agern“ gibt es weitere, im Internet bislang unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen wie Menschen mit formal einfachem Bildungshintergrund oder Personen in Haushalten mit geringem Einkommen. In beiden demographischen Gruppen wächst der Onliner-Anteil im Jahresvergleich erfreulicherweise überdurchschnittlich. So steigt der Onliner-Anteil von Personen in Haushalten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 EUR um 6,1 Prozentpunkte auf nunmehr 47 Prozent an, damit ist jedoch dort noch nicht einmal jeder Zweite online. Dagegen sind Personen in Haushalten mit Monatseinkommen von 3.000 EUR und mehr zu 89,4 Prozent Internetnutzer.
Hier ist das PDF mit den Ergebnissen.
getaggt mit: d21 > Deutschland > Digitale-Spaltung > internetnutzung > studie
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Urheberrecht: Die Ideen der anderen
von markus um 12:23 am | 9 Kommentare
Der gedruckte Tagesspiegel überrascht ausnahmsweise mal mit einem ausgewogenen Artikel zur Urheberrechtsdebatte: Die Ideen der anderen. Internet-Piraten gegen Copyright-Magnaten: kleine Einführung in die Ideologie des digitalen Freibeutertums.
Musik aber hat mit den Musikkonzernen nicht begonnen, und sie wird mit „Pirate Bay“ nicht enden. Auch für andere Kunstformen gilt, dass das Internet sie nicht abschaffen, aber verändern wird. Das Netz ist dabei lediglich das Forum einer Umwälzung, deren Ursachen gesellschaftlicher Natur sind: Ausschlaggebend ist das Gefühl, der Kulturindustrie als Konsument zwar willkommen, als Teilnehmer jedoch unerwünscht zu sein. In westlichen Gesellschaften grassiert es unter jungen Menschen, denen der etablierte Kulturbetrieb mitunter wie eine Seilschaft seniler Snobs vorkommen muss. In Entwicklungsländern erfasst es größere Bevölkerungsschichten, denen die Teilhabe am westlich dominierten Kulturmarkt grundsätzlich verwehrt bleibt. Aus beiden Gruppen rekrutieren die Internetpiraten ihre radikalsten Ideologen. Die Frage ist also nicht, ob das Netz ein rechtsfreier Raum sein darf, wie derzeit diskutiert wird, sondern ob Millionen von Internetnutzern es hinnehmen, dass die Ungerechtigkeiten der analogen Welt im Netz fortbestehen.
getaggt mit: Digital Rights > Digitalkultur > Urheberrecht
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