I [edit] Wikipedia - Kampagne
Tolle Motive einer “I [edit] Wikipedia“-Kampagne:
Es gibt laufend mehr in einer Flickr-Gruppe. Jakob Voss hat auch was dazu geschrieben.
[Danke an Torsten.]
Tolle Motive einer “I [edit] Wikipedia“-Kampagne:
Es gibt laufend mehr in einer Flickr-Gruppe. Jakob Voss hat auch was dazu geschrieben.
[Danke an Torsten.]
Die deutschsprachige Wikipedia hat ein neues Feature bekommen: Gesichtete und geprüfte Versionen. Die Funktion wurde aber gerade erst aktiviert. Daher sind die meisten Artikel noch nicht gesichtet. Und so funktioniert es:
Zur Qualitätskontrolle können in diesem Wiki die einzelnen Versionen von Artikeln markiert werden. Der Markierungsstatus einer Artikelversion wird in einem Kasten in der rechten oberen Ecke angezeigt:
Unmarkierte Artikelversionen sind mit einem grauen Minus gekennzeichnet.
Gesichtet gilt eine Artikelversion, wenn von einem regelmäßigen Autor bestätigt wurde, dass sie keine mutwilligen Verunstaltungen (Vandalismus) enthält.
Geprüft kann eine Artikelversion zusätzlich werden, wenn sie nach Meinung eines fachkundigen Prüfers keine falschen Aussagen oder verfälschende Lücken enthält.
Tim Bartel erklärt die Funktion in seinem Blog:
Momentan ist dazu die Stimmberechtigung Voraussetzung, in Zukunft sollen die Hürden allerdings deutlich niedriger angelegt werden.
Bertelsmann bringt demnächst das “Wikipedia-Lexikon” heraus, das sich als “lexikalisches Jahrbuch” versteht. In der Konzeption soll es sich aufgrund “des starken Aktualitätsbezuges sowie der differierenden Gewichtung der Stichwörter und Stichworttexte deutlich von klassischen A bis Z-Nachschlagewerken” unterscheiden. Im Wikipedia-Lexikon wird nicht das gesamte Wikipedia-Wiki gedruckt, sondern nur rund 50.000 Stichwörtern und erklärten Begriffe, die in 2007/08 zu den häufigsten recherchierten Suchbegriffe gehörten. Dazu wurde eine Formel entwickelt, die diese Informationen aus den Wikipedia-Statistiken ermittelt. In den Stichwortartikel sollen die Zusammenfassungen stehen, die man in der Einleitung eines Wikipedia-Artikels findet
Wikimedia Deutschland freut sich in der Pressemitteilung:
Für den Verein Wikimedia Deutschland ist das Wikipedia-Lexikon ein wichtiger Meilenstein. “Es wird weltweit das erste gedruckte allgemeine Nachschlagewerk auf Basis von Wikipedia-Inhalten sein”, betont Vorstandsmitglied Mathias Schindler. “Wir sind sehr gespannt auf die Resonanz und hoffen, dass damit all jene widerlegt werden, die gedruckte Lexika in Zeiten des Internets schon abgeschrieben haben.”
Ein weiteres nettes Beispiel, wie man freies Wissen mehr Menschen zur Verfügung stellen kann. Und ein Euro pro verkauftem Buch gehen an die Wikipedia. Gleichzeitig wird es einen gemeinsamen Workflow mit dem Bertelsmann-Lektorat geben, so dass Änderungen und Verbesserungen an den Artikeln zurück ind ie Wikipedia fliessen.
Die Wikimedia Foundation hat den zehnmillionsten Artikel verkündet: Wikipedia Hits Milestone of Ten Million Articles Across 250 Languages.
Earlier this week the Wikimedia Foundation reached a significant new milestone: on Thursday, March 27, at 00:07 UTC the official article count for all Wikipedias combined reached 10 million. The ten millionth article, a short biography of 16th century English goldsmith and painter Nicholas Hilliard, was created in the Hungarian Wikipedia by user Pataki Márta. Wikipedia now boasts articles in more than 250 languages, with the English Wikipedia having the largest number, followed in descending order by the German, French, Polish, Japanese, Italian, Dutch, Portuguese, Spanish, and Swedish Wikipedias. The project is also experiencing rapid growth in many young Wikipedias, including Marathi, Tagalog, and Cantonese.
Herzlichen Glückwunsch!
Kürzlich wurde ja bekanntgegeben, dass der Brockhaus ab April ins Internet wandert und dass die aktuelle, 21. Printausgabe wohl die letzte auf Papier sein wird. Im heutigen Tagesspiegel ist dazu ein Artikel von Caroline Fetscher erschienen (auch online), der zu den schlechtesten Texten gehört, die ich in letzter Zeit lesen musste: Vollgestopft mit Klischees und Ressentiments gegen die ach so neuen Medien — und das Abendland geht natürlich auch mal wieder unter:
Wo wird das Be-Greifbare, Haptische bleiben, das Element des wenigstens minimal weniger Entfremdeten? Wo ereignet sich dann noch das stille Aufdemteppichhocken im Licht der Lampe, das versunkene Blättern im dicken Buch, ohne Computersurren im Hintergrund? [...]
Ob und wie ein lexikalischer Hunger die von der Informationsflut verwirrte User-Community im Internet überhaupt auf diese Strecke führt, das wird die Brockhaus AG an den Klickraten messen können. Einstweilen befasst sich das Gros der Internet-User eher mit privaten Ebay-Geschäften und Online-Gebrauchtwagenanzeigen, mit Kochtipp-Websites, hypochondrischen Gesundheits-Chatrooms, Ressentiments verbreitenden Bloggern, Elektronik-Erotik, religiösen, fundamentalistischen, politisch-ideologischen Verschwörungstheorien anonymer Internet-Leader und haufenweise anderem Mist mehr.
Argumente gibt es kaum; eigentlich könnte man im ganzen Text die Vokabeln umdrehen, um daraus ein Plädoyer für das Internet zu machen, ohne dass die Kausalität leiden würde. Hier geht es gar nicht darum, wie eine Enzyklopädie ihr Wissen anbietet: Zwischen den Zeilen steht die Angst einer Journalistin um das eigene Medium. Zurecht, wenn ich darüber nachdenke, mit meinem Abonnement für solche Artikel Geld zu bezahlen.
Die Landeszentrale für politische Bildung NRW hat in ihrem Video-Podcast “Die Welt verbessern - Demokratie leben” eine kleine Reihe gemacht, in der es um die digitale Welt geht. Musiker Moritz zieht dabei durch die Lande und fragt Experten, was er beim Samplen beachten muss, ob man Wikipedia zum Tricksen bei Uni-Arbeiten verwenden kann, was man gegen Datendiebstahl aus dem geklauten Handy macht und so weiter. Ich durfte ihm die Vor- und Nachteile von Online-Identifizierungssystemen beibringen.
Das Format ist sehr kompakt und die Stories sind “aus dem echten Leben”, was dazu führt, dass die “Experten” manchmal etwas Schwierigkeiten haben, ihr Wissen klar zu vermitteln. Aber gerade das hat mir z.B. gezeigt, wie sehr ich mich selber oft noch in Kreisen bewege, wo man zu vieles für selbstverständlich hält. Lustig war es auf jeden Fall, und ein gutes Format für eine junge Zielgruppe. Schön, dass die Landeszentralen dieses Medium jetzt auch verwenden. Das Material steht unter Creative-Commons-Lizenz, allerdings leider einer restriktiven, die kein Remixen erlaubt.
Jimmy Wales war ja auch dem DLD so gefragt, dass ich als Blogger keinen Interview-Termin bekam. Aber dafür musste ich auch nichts transkribieren und verlinke einfach nur auf ein Interview bei Golem: Wikipedia ist Segen und Fluch zugleich.
Golem.de: Für Google gehört der geheime Algorithmus zum Geschäftsmodell. Wie sieht Ihr Modell aus, wenn Sie Ihren Algorithmus offen legen?
Wales: Meiner Ansicht nach ist Suche in den letzten Jahren eine Selbstverständlichkeit geworden. Die Qualität der Suche - sei es bei Google, Yahoo, Ask oder einigen der kleineren Suchmaschinen - ist inzwischen sehr ähnlich. Sie konkurrieren untereinander nicht mehr mit dem besten Suchalgorithmus. Die Algorithmen sind zwar noch nicht perfekt, aber inzwischen ziemlich gut geworden. Wenn das stimmt, liegt das Geschäftsmodell nicht mehr darin, den Suchalgorithmus geheim zu halten, sondern im Markenprofil und in der Nutzererfahrung.
Wenn ich eine geniale Idee hätte, die besser wäre als alle anderen, dann würde ich sie geheim halten. Das habe ich aber nicht. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir mit Open Source die gleiche Qualität hinbekommen. Unser Wettbewerbsvorteil hat mit Nutzererfahrung, mit Mitwirkung, mit unserem Markenprofil, mit Transparenz, Offenheit, Mitbenutzung und Gemeinschaft zu tun. Nicht jeder legt Wert darauf, einige aber eben doch - und für die ist dieser Dienst gedacht.
[...]
Golem.de: Kommen wir noch einmal auf Google zurück: Ist es Ihr Ziel, Googles Marktposition anzugreifen? Oder ist Wikia Search einfach eine andere Suchmaschine?Wales: Für mich ist das in erster Linie eine politische Aussage. Es geht darum, dass Suche wichtig ist und dass sie deshalb transparent und offen sein sollte. Natürlich wollen wir so beliebt werden wie möglich. Wir wollen einen Dienst anbieten, den die Nutzer nützlich finden, und wir wollen eine bedeutende Einrichtung im Internet werden. Aber ich denke nicht in Wettbewerbskategorien - das ist nicht meine Herangehensweise. Ich möchte Dinge aufbauen, die cool sind und hoffe, dass die Leute sie nutzen.
Heise berichtet über aktuelle Entwicklungen der Wikimedia-Foundation. Bei einer Fundraising-Aktion konnten ca. zwie Millionen Dollar eingenommen werden. 1,5 Millionen Dollar kamen demnach von 45000 kleinspenden, der Rest von einem anonymen Grossspender. Allerdings sind im aktuellen Haushalt 4,6 Millionen Dollar eingeplant. Die restlichen Gelder sollen jetzt von der Industrie geholt werden. Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner und Wikimedia-Vize Erik Möller präsentierten vor Sun Microsystems ein 28-seitiges Strategiepapier, welches jetzt auch online bei Wikinews zu finden ist. Heise fasst die wichtigsten Punkte zusammen:
In dem Papier ist unter anderem eine technische Roadmap enthalten. Die Veröffentlichung der gesichteten Versionen ist demnach für Mai diesen Jahres geplant, gleichzeitig sollen auch andere Werkzeuge zur Qualitätssicherung in der Wikipedia freigeschaltet werden. Einen Schwerpunkt legt die Foundation auf zukünftige Print-Versionen der Wikipedia-Artikel. Zunächst will die Wikimedia Foundation in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Unternehmen Pediapress eine Drucktechnik in die Wikipedia integrieren, die nach und nach ausgebaut werden soll. So sollen die Artikel zunächst ins PDF-Format, später auch ins OpenDocument-Format exportiert werden können. Für Herbst diesen Jahres sind auch sogenannte “Smart dumps” vorgesehen, die wohl den Druck einer Zusammenstellung ganzer Themenbereiche aus der Wikipedia ermöglichen. Ein weiteres Projekt ist eine Software zum gemeinsamen Editieren von Videos innerhalb der Wikimedia-Projekte. Nach den Screenshots zu urteilen, sollen die freiwilligen Autoren die Möglichkeit bekommen, Videos online zu schneiden und mit Audiokommentaren zu versehen.
Interessant ist auch das Intervie wmit Sue Gardner in der aktuellen ct’ über die Wikimedia Foundation auf dem Weg vom Experiment zur Organisation: „Ein ständiges Bemühen, die Dinge zu verbessern“.
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