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Donnerstag, 19. Juni 2008

Neue Zeitschrift: Data Loss Quarterly

Das hier spukte mir schon etwas länger im Kopf herum: Als Kategorienname und Tag schon länger bei netzpolitik.org vorgeschlagen, könnte das “Data Loss Quarterly, Fachmagazin für Identitätsdiebstahl und Datensicherheit” endlich mal veröffentlicht werden. Fehlt nur noch genügend Material und die erste Ausgabe. Wer macht mit?

Aus dem (möglichen) Editorial:

Ob Online oder Offline: die Schlampigkeit von Behörden in Großbritannien, Banken in den USA und deutschen Ministerien, Schlagzeilen über “verlorene” Daten erreichen uns in kurzen Abständen. Data Loss Quarterly, das Fachmagazin für Identitätsdiebstahl und Datensicherheit, will in vier Ausgaben pro Jahr PR-Blasenfrei über Trends, Datenkatastrophen und Rechtslagen berichten.

Datenschutz, behördlich oder in der Privatwirtschaft, muss ernster genommen werden. Das Thema verdient eine breite Öffentlichkeit, denn auch meine und deine Daten sind potentiell betroffen. Beim Erscheinen des Heftes stand der globale Zähler der Datensätze außer Kontrolle bei $foobar. Dass eine Dunkelziffer existiert ist dabei ebenso klar wie die faktische Wirkungslosigkeit von Entschuldigungen.

Es steht zu befürchten, dass die betroffenen Unternehmen und die Partnerfirmen, solche Vorfälle als “Unfall” oder “Einzelfall” deklarieren und allein über Krisenmanagement zu lösen versuchen - und die öffentliche Kommunikation im Vordergrund steht, also die Wirkung für die (impliziert: nicht betroffene) Öffentlichkeit. Schadensbegrenzung, die sich in Presseveröffentlichungen und geschminkten Worten äußert, halten wir für akademisch interessant - die Verantwortung verbleibt aber unverändert bei den Datenhaltern. Wir beobachten die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der abgegebenen Versprechen.

Technische und menschliche Hintergründe sollten aber gegenüber all dem nicht zurückstehen. Welche Möglichkeiten (automatisiertes) Data-Mining bietet, was übliche Verfahren des online- und offline Datentransfers sind und wie Zugriffsberechtigungen in Software abgebildet werden können, das wird Teil des Experimentier-Teils. Womöglich brauchen wir drastische Darstellungen möglichen Mißbrauchs am Beispiel, um Scoring, Kundenprofilbildung und “Found Data” nachhaltig zu illustrieren. Es soll niemand sagen, er oder sie habe nicht gewußt, was man mit den Daten anstellen kann.

Whistleblowing verdient eine eigene Abteilung, ist aber naturgemäß schwierig zu institutionalisieren.

Aus dem (denkbaren) Inhaltsverzeichnis der nullten Ausgabe:

  • Datenverlust aktuell
  • Britische Rekrutendaten
  • US-amerikanische Kundendatensätze
  • Deutsche Regierungslaptops
  • Internationale Datenkulturen
  • Die italienischen Einkommenssteuerdaten von 2006
  • Schweden: Offenheit als Prinzip
  • Datenschutz in Deutschland: Datenschutzbehörden wachen über Behörden, aber das BMI über die Unternehmen
  • Globale Zähler
  • Gesamtzahl der Datensätze außer Kontrolle $foobar
  • PR-Reviews
  • “Bedauerlicher Einzelfall”
  • “Das war nicht abgesprochen”. Der italienische Datenschutzbeauftragte im Interview.
  • Ratgeber & Praxis
  • Psychologie: “Plötzlich hatte ich 500 Pfund gespendet.” Jeremy Clarkson weiß jetzt, dass seine Kontodaten mißbraucht werden können.
  • Recht: Welche Daten sind urheberrechtlich geschützt?
  • Tipps und Tricks zu Datensparsamkeit
  • Tipps und Tricks: Tools für Data-Mining
  • Tipps und Tricks: Disparate Datenquellen konvertieren und verbinden

Das alles sind nur Formulierungsvorschläge, und genausowenig stehen die tatsächlichen Themen fest. Das Projekt braucht noch ein Cover, das gerne nach biederer Fachzeitschrift aussehen kann, wir brauchen Ideen (Layout, genaue Zielgruppe, etc.), wir brauchen eine sachliche Nachrichtenberichterstattung und -beobachtung. Es gibt weder Geld für eine echte Institutionalisierung, noch gibt es Anzeigenkunden (die wollen wir vielleicht auch nicht).

Es gibt nur die Hoffnung auf ein wenig mehr Aufklärung und Bewusstseinsbildung. Mir ist immer noch nicht klar, ob es eine Satire oder eine bittere Realnummer werden soll. Aber wenn wir tatsächlich eine Ausgabe schaffen gebe vielleicht ich koffeinhalte Getränke aus.

Mangels Zeit kann ich das nicht allein durchziehen, und wäre auch gar nicht der richtige. Aber eine publizistisch übliche “Nullnummer” könnte das durchaus werden, wenn Ihr mitmacht. Stoff gibt es ja genug. Und diese Ausgabe, die im Probelauf erstellt wird, kann als bleibendes Anschauungsmaterial dienen. An vielen Stellen gelten ja offline-Magazine, die als PDF veröffentlicht werden, als Autorität. Das kann uns nutzen.

Sonntag, 15. Juni 2008

Schweiz: Securitas hat bei Attac geschnüffelt

Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet, dass das Sicherheitsunternehmen Securitas im >Rahmen des G8-Gipfel 2003 in der Schweiz Attac überwacht hat. Das geschah durch eine eingeschleuste Privaten Ermittlerin: Securitas hat bei Attac geschnüffelt.

Die «Investigation Services» wurden auch im Umfeld des G8-Gipfels aktiv, der im Juni 2003 in Evian über die Bühne ging. Im Auftrag von Securitas hat sich eine Frau unter falschem Namen in globalisierungskritischen Kreisen – namentlich bei Attac – umgehört, wie Securitas-Generalsekretär Reto Casutt einen Bericht des Westschweizer Fernsehmagazins «Temps présent» bestätigte. Sie habe «Informationen über bevorstehende Veranstaltungen und Aktionen mitbekommen und darüber berichtet». Es sei Securitas darum gegangen, einen «Informationsvorsprung» zu haben, um die Infrastrukturen von Kunden und die eigenen Wachleute zu schützen. [...]
Auch die Generalsekretärin von Attac Schweiz, Florence Porton, und Autorinnen eines Attac-Buches, das Aktivitäten des Nestlé-Konzerns kritisiert, erklärten sich vor den Medien in Lausanne «schockiert» über die Spionagetätigkeit. Nach ihrer Darstellung hatte Securitas die unter falschen Namen operierende Frau auch in das Autorenteam eingeschleust, das seine Arbeit erst einige Monate nach dem G8-Gipfel in Angriff nahm. Die «Spionin» hatte Zugang zu den E-mail-Adressen der Co-Autoren, allen Recherchen und Quellen sowie den Adressen der Kontaktpersonen im In- und Ausland. Laut Attac habe die Frau die Arbeit am Buch bis im Sommer 2004 «überwacht», die Sitzungen in Privatwohnungen vermutlich heimlich aufgezeichnet und sei dann plötzlich spurlos verschwunden.

Samstag, 17. Mai 2008

Creative Commons in der Schweiz

Ich bin gerade in Zürich im Rahmen des “Creative Commons Hands On“, den die Digital Allmend hier veranstaltet. Im Rahmen einer Halbtages-Veranstaltung werden verschiedene Initiativen und Projekte rund um freie Digitalkultur präsentiert. Und es ist sehr nett hier im Cabarett Voltaire, einem dadaistischen Kulturprojekt. Ich geb mal einen kleinen Überblick, was sich hier neben den CC-Lizenzen selbst präsentiert:

[project 21] ist eine studentische Projektplattform für nachhaltige Entwicklung an der ETH und Universität Zürich. Erfreulicherweise sehen sie die Diskussion um Nachhaltigkeit weiter als sie üblich geführt wird und denken das digitale gleich mit. Daher präsentieren sie auch zwei Projekte für eine freie digitale Kultur. Das erste ist noch im Entwicklungsstadium und heisst “Creative Corner”, eine “Plattform zur Förderung der freien Kultur an Schulen”. Dazu soll eine “creativebox“als “digitaler Kiosk” entwickelt werden, die dem Freedom Toaster ähnelt. Diese sollen an Schulen aufgestellt werden, wo Schüler sich freie Inhale brennen, bzw. auf USB-Sticks ziehen können. Dazu soll es eine Linux-Distribution geben, die Lehrer sich selbst installieren können, die Rechner können aus alter Hardware zusammen gebastelt werden, die sonst als Elektroschrott enden würde. Das zweite Projekt von [project 21] ist ein freies Bier. Genauso wie das FreeBeer steht es unter einer liberalen Creative Commons Lizenz und das Rezept ist offen. Aber der beteiligte Projektpartner, eine Bio-Brauerei, hatte nicht alle notwendigen Zutaten des FreeBeer und so haben sie gleich ein eigenes freies Bier gebraut und veröffentlicht. Das trinke ich gerade und es schmeckt nicht schlecht. Aber das FreeBeer schmeckt mir doch noch besser, zumal es Guarana enthält, was zusätzlich fit macht.

Restorm.com ist eine schweizer Musikplattform, die sich “the musc econosphere” als Untertitel gegeben hat. Seit Dezember ist die Plattform online und sie hat das Ziel, alles abzudecken, was Musiker brauchen. Dabei gibt es einige interessante Ideen. Das Design erinnert an Last.fm, aber zusätzlich zu Streams kann man als Künstler auch Downloads anbieten. Creative Commons Lizenzen können dabei auch ausgewählt werden, sie werden sogar ausdrücklich empfohlen. Ziel der Plattform ist es, jungen Künstlern eine Plattform zu geben, die alle notwendigen Dienstleistungen, die Labels anbieten, ersetzt. In der Schweiz hat sie schon 1600 Künstler, klingt erstmal viel für das kleine Land. Mals chauen, wie die Plattform sich weiterentwickelt. Einige Ideen für die Zukunft klingeln auf jeden Fall interessant. Gleichzeitig soll die Plattform zukünftig auch noch für alle medialen Inhalte ausgebaut werden, sich also an Künstler im Allgemeinen richten und nicht nur an Musiker.

Eine kleine Dokumentation des Events findet sich im Kulturpavillion-Blog, was hier aus Zürich mit Fotos und Podcasts berichtet.

Samstag, 19. April 2008

Schweiz: Mobygratis ist nicht gratis

Moby stellt auf Mobygratis Musik für Filmemacher gratis zur Verfügung. Das Angebot ist eigentlich super und sehr interessant.

Die Digitale Allmend hat nun bei der Schweizerischen Verwertungsgesellschaft SUISA nachgefragt, ob die Musik nun für Video-Podcasts oder Filme ohne Kosten von Verwertungsgesellschaften verwendet werden kann. Die SUISA hat nun folgendermassen geantwortet:

Ich habe mir das Video auf youtube angeschaut. Dazu folgendes:

  • Moby unterscheidet zwischen “non commercial use” und “commercial use” seiner Musik. Mit diesem Hinweis spricht er eines der Hauptprobleme beim Vergleich zwischen dem Copyright der USA und dem Urheberrecht in Europa an: In den USA wird zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Nutzungen unterschieden, bei uns zwischen der privaten und der öffentlichen Nutzung. Diese beiden Systeme sind nicht kompatibel; eine öffentliche Nutzung kann nicht-kommerziell sein, eine private kommerziell. Mobys Ansatz für eine Verwertung ist demnach in Europa nicht umsetzbar
  • Hinzu kommt folgendes: Moby hat seine Rechte der BMI und der MCPS zur Verwertung eingeräumt. Uns sind seitens dieser Gesellschaften keine Eingrenzungen der Rechtswahrnehmung bekannt. Würde also ein Filmschaffender in der Schweiz einen der Moby-Tracks ausserhalb der Privatsphäre nutzen, würden wir ganz normal einkassieren. Verwendet dieselbe Person die Musik allerdings nur innerhalb der Privatsphäre, entstehen keine Kosten. Dies gilt nicht nur für die herkömmliche Filmutzung sondern auch für Video-podcasts.
  • Dienstag, 15. April 2008

    Wechsel bei Creative Commons Schweiz

    Bei Creative Commons Schweiz hat es einen Wechsel gegeben. Der Verein Openlaw - Plattform für Recht und freie Software hat seit mehreren Jahren den Legal Lead für Creative Commons Schweiz getragen. Die Aufgaben bestanden u.a. darin, Creative Commons für die Schweiz zu adaptieren, und als Anlaufstelle für Anfragen zur Verfügung zu stehen. Nun betreut die Digitale Allmend Creative Commons in der Schweiz (www.allmend.ch).

    Creative Commons Schweiz wird unterstützt durch Dr. Urs Gasser, Rechtsanwalt, Professor an der Universität St. Gallen. Im Rahmen des weiteren Supportive Networks stehen auch die bisherigen Mitglieder Urs Gehrig, lic.iur (Basel) sowie Dr. Christian Laux, Rechtsanwalt LLM (Zürich) unterstützend zur Verfügung.

    Ich freu mich auf die Zusammenarbeit. Am 17. Mai gibt es in Zürich eine Tagesveranstaltung zu Creative Commons, wo ich für eingeladen wurde. Dazu aber später mehr, wenn das Programm steht.

    Freitag, 18. Januar 2008

    Schweiz: Datenschutzverletzungen bei der Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen

    Eine wichtige und sehr interessante Nachricht ist gerade vom Eidgenösischen Datenschutz und Öffentlichkeitsbeauftragten in der Schweiz veröffentlicht worden.

    Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) stellt fest, dass die Datenbearbeitung einer Schweizer Firma im Rahmen der Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen in Peer-to-Peer-Netzwerken gegen die Grundsätze des Datenschutzgesetzes verstösst. Dabei stellt der EDÖB die Legitimität der strafrechtlichen Verfolgung von Urheberrechtsverletzern keineswegs in Abrede. Es geht vielmehr um die Frage nach dem rechtlichen Rahmen, der eine Durchbrechung des Fernmeldegeheimnisses im privatrechtlichen Bereich erlauben würde. Ein solcher ist nicht gegeben. Solange das der Fall ist, hat die Firma gemäss EDÖB die Bearbeitung von Personendaten zu unterlassen.

    Die ganze Pressemitteilung kann beim Newsdienst des Bundes gelesen werden.

    Es ist unklar, um welche Firma es sich dabei handelt. Es gibt scheinbar einige Anbieter in der Schweiz, welche solche Dienste anbieten.

    Bekannt in der Schweiz wurde v.a. Logistep für ihre “Anti-Piracy Solution”. In Deutschland hat Heise über diese Firma schon mehrfach berichtet.

    Dienstag, 15. Januar 2008

    Lovepeace - Dating- und Kampagnen-Plattform von Greenpeace Schweiz

    Greenpeace Schweiz hat eine “Partner- und Community-Plattform für eine rundum bessere Welt” names lovepeace.ch gestartet. Das ist ein Social Network für drei Nutzungsmöglichkeiten: “Liebe finden”, “Freunde finden” und “Etwas bewegen”. Mit fünf Franken ist man dabei und kann Kontakt zu anderen “Profilen” aufnehmen. Das ist gleichzeitig auch die Greenpeace-Mitgliedschaftsgebühr, so dass Greenpeace-Mitglieder kostenlos dran teilnehmen können. Eine pfiffige MItgliederwerbe-Aktion.

    Das Prinzip ist nicht neu, nur wurde es im deutschsprachigen Raum noch nicht ausprobiert. In den USA boomen seit Jahren “politische Dating-Plattformen”. Die Idee dahinter ist, dass sich konservative Evangelikale aus dem Bible-Belt gerne mit ihresgleichen vermehren und progressive Städter das auch gerne untereinander tun. So gibt es mittlerweile für die unterschiedlichsten politischen Zielgruppen die passenden Dating-Plattformen. Einen Schritt weiter gehen Plattformen wie “Act for Love“, was vermutlich das Vorbild für “Lovepeace” war. Dort kann man einerseits Dating machen und nebenbei noch an Kampagnen teilnehmen, indem man Petitionen unterschreibt, Geld spendet und was man sonst auf Kampagnenplattformen macht.

    Vom Dating-Aspekt ist das für politisch denkende Menschen sicherlich nützlicher und macht mehr Spass als die üblichen Dating-Plattformen, wo man den/die passende/n Partner/in anhand von eingestellten Fotos finden soll, aber die Interessen schwierig zu matchen sind. Abgesehen von politischen Ansichten. Und eine Dating-Möglichkeit auf einer Kampagnenplattform motiviert viele Singles sicherlich, öfters wieder vorbei zu kommen. Abgesehen von dem Aspekt der Mitgliederwerbung.

    [via Textdepot]

    Donnerstag, 10. Januar 2008

    IFPI Schweiz will Geld von Internet Radios

    Im Dezember hat die IFPI Schweiz wieder einmal Briefe mit massiven Forderungen versendet. Nach den DJs und Restaurants haben nun Internet-Radios massive Forderungen zur Zahlung von Gebühren für das Kopieren von Musikstücken ihrer Mitglieder erhalten. Dabei verweist die IFPI auf den Art. 36 des Schweizerischen Urheberrecht.

    Die IFPI verlangt, dass Internetradio-Betreibende einen Vertrag unterschreiben. Zentraler Punkt sind dabei die Kopierrechte:

    xyz.ch wird non-exklusiv das Recht gewährt im Rahmen der eigenen Internet-Programme von den Tonträgern der Mitglieder der IFPI sowie den darauf enthaltenen Aufnahmen die erforderlichen Überspielungen (technisch notwendige Festplattenkopien) für die Zugänglichmachung (Wahrnehmbarmachung) beziehungsweise “Verbreitung” im Internet herzustellen.

    DRM darf nicht umgangen werden und kann wohl nicht mehr abgespielt werden in einem Internetradio:

    Ein allfällig vorhandener Kopierschutz darf nicht “geknackt” werden.

    Der Text der Briefe ist nicht wirklich ziemperlich und es wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die IFPI Recht hat und die notwendigen Rechte an der gespielten Musik hat. Die Fristen sind zur Vertragsunterzeichnung sind immer auch sehr kurz.

    Die Tarifbasis pro Jahr gemäss des Vertrages:

  • Fr. 0.002 pro Title und Hörer
  • Upload (Vervielfältigung): Fr. 1.00 pro Titel
  • 4% der Werbe- und Sponsoringmassnahmen
  • Administrationsgebühren: Fr 500.-
  • Mindestentschädigung: Fr 3′000.- Grundgebühr zuzüglich Fr. 200.- pro Kanal
  • Für viele Internetradios die sehr klein sind ist die Gebühr zu hoch. Sie müssen, falls die Gebühren für die von Ihnen gespielte Musik berechtigt ist, entweder ihr Program anpassen oder wohl aufhören.

    Der Vertrag kann nun auch online bei Swissradio angesehen werden. Swissradio hat auch geantwortet.

    Freitag, 23. November 2007

    Politik 2.0 – sind Blogs Motoren oder Bedrohung für die Demokratie?

    Sarah Genner hat ihre Abschlussarbeit zum Thema “Politik 2.0 – sind Blogs Motoren oder Bedrohung für die Demokratie?” veröffentlicht. Hier ist ein Auszug aus dem Abstract: ¨

    Weisen Blogs den Weg zu einer demokratischeren Offentlichkeit? Sind sie die Chance für Bürgerinnen und Bürger in Mediendemokratien, sich in politischen Debatten Gehör zu verschaffen? Wie steht es um die Befürchtung, dass durch die Fragmentierung der Informantionskanäle die Basis für demokratische Entscheidungsfindung schwinde?

    Bisherige Studien haben gezeigt, dass Informationen aus Blogs und andere Inhalte aus dem Internet erst dann Breitenwirkung erlangen, wenn sie von Mainstreammedien aufgegriffen werden. Mit einer umfassenden Erhebung in Deutschschweizer Printmedien zeigt die vorliegende Untersuchung, welche schweizerischen und internationalen Blogs von auflagenstarken Zeitungen und Zeitschriften genannt werden. Weiter werden einerseits unterschiedliche Funktionen von Blogs für die breite politische Offentlichkeit herausgearbeitet und andererseits wird beurteilt, inwiefern Blogs für die politische Berichterstattung demokratische Potenziale entwickeln.

    Insgesamt erweisen sich Faktoren wie Prominenz, Bildungsstand und Geschlecht als entscheidend, wer den Kampf um die Aufmerksamkeit einer breiten Offentlichkeit gewinnt.

    Die wichtigsten Resultate im Überblick gibt es auch als PDF.

    Montag, 24. September 2007

    Schweiz: 29.9.07 - 3. Wikipediatag in Bern

    Am Samstag den 29.9.07 findet in Bern (Schweiz) der 3. Wikipediatag statt. Die Veranstaltung findet an der PH Bern statt und geht von 10:00 bis 18:30:

    Ausgewiesene Expertinnen und Experten garantieren für ein spannendes Programm: Dr. Donat Agosti (Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern), Dr. Peter Haber (Universität Basel), Jan Hodel (Fachhochschule Nordwestschweiz), Dr. Marco Jorio (Chefredakteur des Historischen Lexikons der Schweiz), Michail Jungierek (Wikimedia Deutschland, Hamburg), Delphine Ménard (Wikimedia Foundation, Frankfurt a.M.), Dr. Emanuel Meyer (Eidgenössisches Institut für geistiges Eigentum) und Irmgard Wiesner (Administratorin bei Wikipedia).

    Abschliessend findet eine Podiumsdiskussion zum Thema “Freier Zugang zu” unter der Moderation von Wolf Ludwig statt.

    Passend zum Wikipediatag hat auch die NZZ einen Artikel und Interview mit dem Wikimedia CH Präsident veröffentlicht und

     

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