Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

 

Freitag, 16. Mai 2008

weiterer Fingerabdruck eines Innenministers veröffentlicht

Nach Wolfgang Schäuble ist diesmal diesmal sein Kollege in Österreich dran:

Die Grünen haben am Freitag den Fingerabdruck von Innenminister Günther Platter veröffentlicht. Sicherheitssprecher Peter Pilz und die Wiener Gemeinderätin Marie Ringler präsentierten bei einer Pressekonferenz eine neue Kampagne, bei der sie Klebebilder mit den Fingerprints Platters verteilen. Damit will die Partei vor dem “Missbrauchspotenzial” der von der Regierung geplanten Fingerprints in Reisepässen warnen. Sie befürchten den Aufbau eines Überwachungsstaats durch die Einrichtung zentraler Fingerabdruck-Datenbanken in Österreich.

Weitere Berichte u.a. beim Standard, bei ORF Futurezone und bei heise.

Leider scheint es den Abdruck noch nirgendwo in ordentlicher Auflösung im Netz zu geben. Unter platterwatch.at findet man eine sehr kleine Fassung und ein Bestellformular. Sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren.

Montag, 28. April 2008

NetzpolitikTV 038: Johannes Grenzfurtner von Monochrom

NetzpolitikTV 038 ist ein Interview, was Julia Lazarus auf der re:publica’08 mit Johannes Grenzfurtner von der österreichischen Künstlergruppe Monochrom gemacht hat.

Das Interview gibt es als MP4, Flash und OGG Theora.


NetzpolitikTV 038: Monochrom from netzpolitik on Vimeo.

Donnerstag, 24. April 2008

Ars Electronica 2008

Für die Ars Electronica 2008 wurde heute das Motto und die Leitidee verkündet: “A New Cultural Economy – wenn Eigentum an seine Grenzen stößt.” Das klingt doch mal sehr spannend. Das dazu passende Symposium wird von Joi Ito kuratiert. Stattfinden wird der Event vom 4.-9. September, wie immer in Linz / Österreich.

Aus dem Mission-Statement:

Das Zeitalter von Copyright und geistigem Eigentum ist abgelaufen. Eine Entwicklung, die sich schon in den technischen Grundlagen des Internet manifestiert hat, ist in den Nutzungspraktiken der jungen Generation zum Leben erwacht und bringt eine neue Ökonomie des Teilens und des offenen Zugangs hervor.

Mit dieser provokanten Formulierung stellt Ars Electronica eine der Kernfragen der modernen Wissensgesellschaft in den Mittelpunkt des diesjährigen Festivalprogramms: Es geht um den Wert geistigen Eigentums, um Informationsfreiheit und Urheberrechte, um das große Geschäft und die Vision einer offenen Wissensgesellschaft, die ihre neue ökonomische Basis auf Kreativität und Innovation aufbauen will. Es geht aber auch darum, dass es weithin an brauchbaren und tragfähigen Regeln und Gesetzgebungen für diese neue Realität fehlt und nicht zuletzt darum, dass die Arbeit daran nicht nur Juristen und Wirtschaftsexperten alleine überlassen werden sollte. Denn egal, von welcher Seite man sich der Frage nähert – von den Netzpiraten über die Neuerfinder der Allmende zu den Pionieren einer Sharing Economy oder den Apologeten der Creative Industries – wenn Wissen und Content tatsächlich das neue Kapital der postindustriellen Gesellschaft sein sollen, dann muss es fließen, dann muss es zugänglich sein, für alle.

Freitag, 28. März 2008

Datenspuren in Bibliotheken

Der Beitrag ist schon etwas älter, aber hier noch nicht erwähnt worden: Haftgrund aus Wien geht der Problematik nach, dass Bibliotheken eine History der bereits geliehenen Bücher anlegen können - und kommt zu dem Schluß, “dass nicht alle technischen Möglichkeiten der Datenbeschaffung auszureizen” seien. Ausleihe-History und Datenschutz sowie nostalgisches Abgleiten:

Im Bibliothekssystem der Wiener Büchereien werden ausschließlich die letzten drei EntlehnerInnen eines Mediums gespeichert - ab der vierten Entlehnerin ist die erste nicht mehr mit dem Medium verknüpft.
Auf Wunsch der BenutzerInnen besteht jedoch die Möglichkeit, die Speicherung der Entlehnhistory zu aktivieren, wodurch ein Hinweis bei der Entlehnung eines Mediums erscheint, welches von der Benutzerin schon einmal entliehen worden ist.
Dieses Feature wird nicht oft aber doch, vor allem von Vielleserinnen genutzt.

Vor einiger Zeit kam eine Mail aus dem EDV-Referat, dass eine Speicherung der Entlehnhistory ab sofort zu unterlassen sei, weil dies gegen den Datenschutz verstoße. Auch wenn die Leserin ausdrücklich ihre Einwilligung gebe.

Da in manchen Zweigstellen offenbar die bestehenden Histories weiter aktiviert blieben, erfolgte per Mail der Hinweis, dass ab nun täglich alle aktivierten Histories zentral gelöscht würden.

Der Artikel gibt auch eine Diskussion wieder und ist gut verlinkt. Als Mensch vom bibliothekarischen Fach schließe ich mich dem Haftgrund an: Datensparsamkeit ist hier geboten, Übersicht läßt sich woanders erledigen. Wollen wir hoffen dass auch in der schönen neuen e-Library-Welt der EU das eingehalten und nicht unnötig auf den kleinsten gemeinsamen Nenner verwässert harmonisiert wird.

Montag, 3. März 2008

Online-Durchsuchung in Österreich

Die Online-Durchsuchung wird anscheinend schon in Österreich praktiziert, wenn man einem Bericht bei Spiegel-Online glauben mag: Dschihadist und Dilettant.

Über Monate ermittelten das deutsche Bundeskriminalamt und der österreichische Verfassungsschutz, Operation “Target” tauften sie das Unterfangen. Unter anderem wurde M. visuell und akustisch überwacht, die Österreicher spielten ihm nach Angaben seines Anwalts auch Spionagesoftware auf den Rechner auf. In jedem Fall finden sich in den Ermittlungsakten Hunderte protokollierte Chats und Telefonate.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Ausschreibung für den fair music Award 2008

Die österreichische Initiative fair music hat eine Ausschreibung für den “fair music Award 2008” gestartet. Mit dem Award möchte man ” vorbildliches Verhalten im Music Business” auszeichnen. Gesucht werden Unternehmen, Initiativen und Dienstleister zu nennen, die den fair music Award erhalten sollen.

Die Jury wird nach folgenden Kriterien vorgehen, um die Nominierten zu bewerten und evaluieren. Aus diesem Grund sollen für die unten genannten Schlüsselfaktoren Beiträge, Arbeiten oder spezielle Leistungen näher erläutert werden.

* Unbeschränkte künstlerische Freiheit in der Musik (im künstlerischen Prozess, Mitbeteiligung, Ausdruck und Kreativität)
* gerechte Bedingungen für Urheber (Komponist/Innen, Musiker/Innen, Künstler/Innen); innovatives Geschäftsmodelle, Vertragsbedingungen, Renumerationen
* kulturelle Vielfältigkeit: Repertoire, Werkverzeichnis, Bewerbung
* Service für Konsument/Innen: garantierter Zugang von Musik, Nutzbarkeit, adäquater Gebrauch von Technologie zur fairen Verteilung von Tantiemen.
* Unterstützung von Künstler/Innen: Karrierenentwicklung
* leichter Zugang von Musiker/Innen aus den Süden zu Musikmärkten

Mittwoch, 9. Januar 2008

Wiens Kulturgüter im Internet besuchen

Der ORF berichtet über ein nettes Projekt: Wiens Kulturgüter im Internet besuchen.

Die Kulturgüter Wiens können ab sofort im Internet erforscht werden. Daten und Bilder zu Architektur, Archäologie, Stadtgestaltung und Kunstwerken im öffentlichen Raum stehen kostenlos online zur Verfügung. Das Online-Angebot richtet sich an alle Kultur- und Architekturinteressierte. 55.000 Häuser, 1.500 archäologische Fundstellen und 700 Denkmäler sind im Online-Kulturgüterkataster zu finden. Auch Brunnen, Gedenktafeln, Freiplastiken oder sakrale Kleindenkmäler sind dokumentiert.

Die Verwendung einer freien oder offenen Lizenz würde dem Projekt aber gut tun.

Dienstag, 8. Januar 2008

Fair Music

Sascha Kösch in der De-Bug 118 über “Fair Music“:

FairTrade kümmert sich seit dreißig Jahren um eine angemessene Entlohnung von Lebensmittelproduzenten in den Entwicklungsländern. Dieses Modell soll jetzt auf kulturelle Produkte ausgeweitet werden, allen voran Musik. Peter Rantasa tritt den steinigen Weg an.

fairmusic.jpg

 

Tagmap

Kategorien

Am häufigsten kommentiert