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	<title>netzpolitik.org &#187; Offene Standards</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft.</description>
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		<title>Dradio Wissen: Dezentrale Soziale Netzwerke</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 16:40:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder Google+ haben eines gemeinsam: Sie sind zentral organisiert und werden jeweils von einer einzigen Firma beherrscht. Bei Deutschlandradio Wissen sprach Torsten Grote von der Free Software Foundation Europe heute (MP3) über sinnvolle Alternativen in Form von dezentralen sozialen Netzwerken. Im Gegensatz zu ihren zentralisierten Pendants laufen diese mit Freier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder Google+ haben eines gemeinsam: Sie sind zentral organisiert und werden jeweils von einer einzigen Firma beherrscht. Bei <a href="http://wissen.dradio.de/internet-dezentrale-netzwerke-fuer-mehr-sicherheit.36.de.html?dram:article_id=14661">Deutschlandradio Wissen sprach Torsten Grote von der Free Software Foundation Europe heute</a> (<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/23/drw_201201231034_social_media_dezentrale_netzwerke_764d5794.mp3">MP3</a>) über sinnvolle Alternativen in Form von dezentralen sozialen Netzwerken. Im Gegensatz zu ihren zentralisierten Pendants laufen diese mit Freier Software auf <a href="http://podupti.me/">vielen verschiedenen Servern</a>, die auf Basis Offener Standards ein gemeinsames Netzwerk bilden. Damit hat kein Server-Betreiber die alleinige Macht über die sozialen Interaktionen und die Daten aller Teilnehmer, sondern lediglich über die Daten auf seinem Server. In Kombination mit Freier Software und Ende-zu-Ende Verschlüsselung wird diese Macht weiter reduziert.</p>
<p>Bei Netzwerken wie Facebook hat eine Firma alle Macht über die Plattform. Das gesamte Erscheinungsbild sowie auch die Nutzungsbedingungen können nach Belieben der Firma jederzeit geändert werden. Inhalte können zensiert und Menschen von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Wer nicht mitmachen will, wird zunehmend sozial isoliert. Auf alternative soziale Netzwerke wechseln und trotzdem die sozialen Kontakte mitnehmen ist unerwünscht und deswegen sehr schwer. Facebook bestimmt also was möglich ist und was nicht. Neben dem vendor lock-in tritt hier noch social lock-in auf, der noch viel gefährlicher ist.</p>
<p>Initiativen wie <a href="https://joindiaspora.com/">Diaspora</a> und <a href="http://friendica.com/">Friendica</a> haben es sich zum Ziel gesetzt, derartige Plattform-Monokulturen aufzubrechen und soziale Interaktion soweit zu öffnen, dass sie nicht an Plattformen gebunden ist, sondern frei vernetzt stattfinden kann. Das wichtigste dabei ist ein Offener Standard, der technisch definiert, wie die Kommunikation zwischen verschiedenen sozialen Knoten ablaufen muss. Für Statusnachrichten gibt es bereits <a href="http://ostatus.org/">OStatus</a> , aber für alles andere wie Fotos und Veranstaltungen muss sich noch ein Standard durchsetzen. Dabei möchte die vom <a href="http://www.foebud.org/">FoeBuD</a> gestartete Initiative <a href="http://wiki.socialswarm.net/Main_Page">Social Swarm</a> helfen. Nachdem ein Standard gefunden und die Technologie gereift ist, soll eine Kampagne Bewusstsein schaffen und Benutzer zum Umstieg motivieren.<span id="more-28452"></span></p>
<p>Wirklichen Erfolg in der ganzen Gesellschaft wird solch ein dezentrales soziales Netzwerk aber wahrscheinlich nur haben, wenn die heutigen Platzhirsche ihre Plattformen für andere soziale Knoten öffnen und sich mit ihnen über gemeinsame Offenen Standards verbinden. Ob sie das freiwillig tun werden, darf bezweifelt werden. Vielleicht wird es am Ende auch eine Frage der Politik sein, das Facebook-Monopol zu brechen. Eine Möglichkeit wäre es, Facebook zu verpflichten, sich anderen soziale Knoten zu öffnen. Alle anderen sozialen Netzwerke wie Xing, Google+ oder LinkedIn müssten sich dann ebenfalls anschließen. In einer solchen Entwicklung wären die Benutzer wieder frei, selbst zu entscheiden, mit welcher Software sie auf welchen sozialen Knoten zugreifen und wie sie ihre verschiedenen Identitäten dort mit anderen verknüpfen.</p>
<p>Das wir ein dezentrales soziales Netzwerk als globalen Standard brauchen, steht außer Frage. Die Frage ist nur, wann wir es bekommen werden. Hilf mit bei <a href="http://wiki.socialswarm.net/Main_Page">SocialSwarm</a> oder <a href="http://wiki.fsfe.org/CloudComputing#Social_Networks">den anderen Initiativen</a>, damit es schneller geht.</p>
<p>Der Artikel ist <a href="http://blogs.fsfe.org/torsten.grote/2012/01/23/dradio-wissen-dezentrale-soziale-netzwerke/">von Torsten Grote (FSFE) übernommen</a>.</p>
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		<title>FSFE ruft zu Nominierungen für den Document Freedom Award auf</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 13:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 28. März 2012 wird die Free Software Foundation Europe (FSFE) bereits zum vierten Mal den Document Freedom Award verleihen. Mit diesem Preis zeichnet das deutsche Team der FSFE und der FFII Institutionen oder Unternehmen aus, die einen besonderen Beitrag zur Verbeitung von Offenen Standards leisten. Der Document Freedom Award wird alljährlich im Rahmen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. März 2012 wird die <a href="http://fsfe.org/">Free Software Foundation Europe (FSFE)</a> bereits zum vierten Mal den <strong>Document Freedom Award</strong> verleihen. Mit diesem Preis zeichnet das deutsche Team der FSFE und der <a href="http://www.ffii.de">FFII</a> Institutionen oder Unternehmen aus, die einen besonderen Beitrag zur Verbeitung von Offenen Standards leisten. Der Document Freedom Award wird alljährlich im Rahmen des <a href="http://documentfreedom.org">Document Freedom Days</a> verliehen, dem internationalen Tag für die Bedeutung Offener Standards.</p>
<p>Bisherige Preisträger des Document Freedom  Award sind <a href="http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release-de/2008q1/000124.html">2008 das Auswärtige Amt</a> für seine damalige Umstellung und Verwendung des Open Document Format (ODF), <a href="https://fsfe.org/news/2010/news-20100324-01.de.html">2010 das Deutschlandradio</a> für das Anbieten von Ogg-Vorbis-Streams und <a href="https://fsfe.org/news/2011/news-20110330-01.de.html">2011 der Internetauftritt der Tagesschau</a> für das Bereitstellen seiner Videobeiträge im Ogg-Theora-Format.</p>
<p>Dieses Jahr möchte die FSFE euch mit einbeziehen und ruft daher zu Nominierungsvorschlägen möglicher Preisträger auf. Wenn ihr eine Institution oder ein Unternehmen in Deutschland kennt, das sich durch seinen beispielhaften Einsatz Offener Standards auszeichnet, sendet den Vorschlag bitte mit einer kurzen Begründung bis zum <strong>1. Februar</strong> an <a href="mailto:germany@fsfeurope.org">germany@fsfeurope.org</a>.</p>
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		<title>Berlin &#8211; Hauptstadt der Freien-Software-Parteien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 06:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja zu Offenen Standards. Nein zu Softwarepatenten Die Free Software Foundation Europe veröffentlicht heute ihre Freien-Software-Wahlprüfsteine für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 18. September. Die Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die generelle Förderung von Freier Software, dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier Software, Offenen Standards, dem Einsatz von Freier Software in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja zu Offenen Standards. Nein zu Softwarepatenten</strong> Die Free Software Foundation Europe veröffentlicht heute ihre <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201109-germany-berlin.de.html">Freien-Software-Wahlprüfsteine für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin</a> am 18. September. Die Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die generelle Förderung von Freier Software, dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier Software, Offenen Standards, dem Einsatz von Freier Software in der Bildung, Werbung für unfreie Software auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung sowie zu Softwarepatenten.</p>
<p>Erfreulich ist die Sachkenntnis der Berliner Parteien. Die Antworten zeigen deutlich, dass Freie Software im Berliner Abgeordnetenhaus schon öfter Thema war (z.B. <a href="http://heise.de/-964520">&#8220;Berliner Abgeordnetenhaus votiert für offene IT-Standards&#8221;</a>). Insbesondere die Berliner FDP, Grüne und SPD glänzen gegenüber ihren anderen Landesverbänden. Leider enttäuscht die CDU erneut mit einer nichts sagenden Antwort.</p>
<p><strong>Einige Ergebnisse der Befragung</strong> Während ihre anderen Landesverbände nur knapp antworteten, oder sich eher negativ geäußert haben, positioniert sich die <strong>FDP</strong> in Berlin eindeutig für Freie Software und Offene Standards; und macht diesbezüglich mehrere Versprechen.</p>
<p>Die Berliner <strong>Grünen</strong> sind starke Befürworter Freier Software und weisen auf konkrete Maßnahmen hin. Außerhalb der Verwaltung fallen die Antworten jedoch etwas unspezifischer aus. Bedauerlich auch, dass die Berliner Grünen Acrobat-Links auf Behörden-Webseiten berechtigt finden.</p>
<p>Die <strong>SPD</strong> spricht sich ebenfalls weitestgehend positiv aus.  Es werden konkrete Maßnahmen angesprochen. Allerdings ist die SPD zurückhaltender gegenüber einer schnellen Umstellung der Verwaltung auf Freie Software. Des Weiteren hat sie in der Regierungskoalition vergangene Beschlüsse zum konsequenten Einsatz Freier Software in der Verwaltung blockiert. Jedoch fällt die Antwort der SPD in Berlin im Vergleich zu ihren anderen Landesverbänden erheblich besser aus.</p>
<p>Die <strong>Piraten</strong> sprechen sich, wie aus anderen Befragungen gewohnt, durchgehend positiv aus. Gemeinsam mit FDP, Grünen, SPD und Partei Mensch Umwelt Tierschutz sprechen sie sich klar gegen Softwarepatente aus, da diese Innovation behindern. Auch die <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz</strong> und die <strong>Rentnerinnen und Rentner Partei</strong> befürworten Freie Software. Dagegen äußeren sich die <strong>Freien Wähler Berlin</strong> größtenteils negativ und skeptisch gegenüber Freier Software.</p>
<p>Die <strong>CDU</strong> positioniert sich überhaupt nicht zu Freier Software. Sie folgt dem gewohnten Antwort-Muster anderer Landesverbände: Sie verweigern sich den gestellten Fragen. Statt dessen schreiben sie einen langen Absatz, der nichts mit Freier Software zu tun hat. Danach folgen ein paar Sätze, in denen Freie Software grob angeschnitten, jedoch keinerlei Position bezogen wird.</p>
<ul>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201109-germany-berlin.de.html">Die FSFE Wahlprüfsteine der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus</a></li>
<li>Wahlprüfsteine vergangener Wahlen:
<ul>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201105-germany-bremen.de.html">Bremen</a></li>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-rheinland-pfalz.de.html">Rheinland Pfalz</a></li>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-baden-wuerttemberg.html">Baden Württemberg</a></li>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-sachsen-anhalt.de.html">Sachsen Anhalt</a></li>
</ul>
</li>
<li>Wikimedia stellte den Parteien auch <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/meta/wiki/Wikimedia_Deutschland/Wahlpr%C3%BCfsteine/Berlin_2011#Open_Source_in_der_Verwaltung">Fragen zu Freier Software</a></li>
</ul>
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		<title>Zeit für transparente Entwicklungshilfe – Open Aid Data Event in Berlin im September</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/zeit-fur-transparente-entwicklungshilfe-%e2%80%93-open-aid-data-event-in-berlin-im-september/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 10:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Standards]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Entwicklungszusammenarbeit ist eine komplizierte Angelegenheit. Die meisten Geber, auch Deutschland, investieren viel Zeit und Mühe, in Monitoring und Evaluation, um die Wirkung ihrer einzelnen Projekte zu untersuchen. Es mangelt jedoch an Übersicht, Transparenz und internationaler Koordination. Daher ist oft nicht nachvollziehbar wer, wofür, wie viel Geld gibt und wie es tatsächlich eingesetzt wird. So kommt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entwicklungszusammenarbeit ist eine komplizierte Angelegenheit. Die meisten Geber, auch Deutschland, investieren viel Zeit und Mühe, in Monitoring und Evaluation, um die Wirkung ihrer einzelnen Projekte zu untersuchen. Es mangelt jedoch an Übersicht, Transparenz und internationaler Koordination. Daher ist oft nicht nachvollziehbar wer, wofür, wie viel Geld gibt und wie es tatsächlich eingesetzt wird. So kommt es dazu, dass einige Ländern und Sektoren über-fördert werden, während andere Sektoren und Länder leer ausgehen. Nicht zuletzt die Regierungen in Entwicklungsländern, benötigen aber zur Planung ihrer Haushalte und Staatsausgaben eine bessere Übersicht. <span id="more-24453"></span></p>
<p>Ein klassischer Fall für einen ordentlichen Standard für die Veröffentlichung und den Austausch der Daten – wenn nur nicht jede Organisation ihre eigenen Vorlieben und Formate hätte.</p>
<p>Um diese Situation zu verbessern hat der OECD bereits bereits 2005 die <a href="http://www.oecd.org/document/18/0,3343,en_2649_3236398_35401554_1_1_1_1,00.html" target="_blank">Pariser Erklärung zur Effizienz von Entwicklungshilfe</a> verabschiedet. Darauf aufbauend wurde 2008 die “<a href="http://www.aidtransparency.net/about">International Aid Transparency Initiative</a>” IATI ins Leben gerufen. Dieses Jahr hat IATI <a href="http://iatistandard.org/" target="_blank">einen Standard für Daten zu Entwicklungsvorhaben</a> veröffentlicht der im XML Format festlegt, wie zumindest grundlegende Informationen zu Entwicklungsvorhaben gespeichert werden sollen (Wer, was, wo, von wann bis wann und wie viel?). Nun liegt es an den Akteuren, diesen Standard einzuführen und einen großen Schritt in Sachen Offenheit und Transparenz zu wagen. Während Open Data in anderen Politikbereichen ein oft diskutiertes Thema ist, ist das Thema für viele Organisationen die Entwicklungshilfe betreiben ein neuer Begriff.</p>
<p>Aus diesem Grund organisieren im September 2011 die NGOs OpenAid und Transparency International Deutschland zusammen mit der Open Knowledge Foundation Deutschland und der Heinrich Böll Stiftung ein zweitägiges, internationales Event zu offenen Daten und Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit. Dazu eingeladen sind MitarbeiterInnen von Entwicklungs- Organisationen, Wissenschaftler und entwicklungspolitische Berater, Parlamentarier, Journalisten und NGO-Vertreter. Neben einem Konferenztag am 29.9. werden eine Schulung zur Nutzung der Daten und ein Hackday am 28.9. stattfinden.</p>
<p>Ziel ist eine Auseinandersetzung mit dem Potential, das offene Daten für die Entwicklungszusammenarbeit und die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe bieten. Wer Interesse hat: Anmeldungen sind <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=10058&amp;returnurl=/index.html" target="_blank">hier</a> mööglich. Für mehr Informationen steht <a href="http://www.openaid.de/de">OpenAid</a> auch als Ansprechpartner zur Verfügung.</p>
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		<title>Erste Videos der Open Knowledge Conference</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 10:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor rund einem Monat fand die Open Knowledge Conference in Berlin statt. Mittlerweile sind die ersten Videos der Vorträge und Panel-Diskussionen online. Eine kleine Auswahl findet sich hier, weitere sind bei Vimeo zu finden. Dr. Rufus Pollock &#8211; Open Data – What, Why , How There has been growing interest in many circles, and especially [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor rund einem Monat fand die <a href="http://okcon.org/2011">Open Knowledge Conference</a> in Berlin statt. Mittlerweile sind die ersten Videos der Vorträge und Panel-Diskussionen online. Eine kleine Auswahl findet sich hier, weitere sind bei <a href="http://vimeo.com/okf/videos">Vimeo zu finden</a>.</p>
<p><a href="http://okcon.org/2011/programme/open-data-what-why-how">Dr. Rufus Pollock &#8211; Open Data – What, Why , How</a><br />
<span id="more-24160"></span></p>
<blockquote><p>There has been growing interest in many circles, and especially in government, regarding ‘open data’. In this talk he’ll explain what open is, what’s its attraction is, especially for government information, and finally explain how governments and others can ‘go open’. Access to government data is essential to many of the webapps and digital services we’d like to see, from planning a journey to work to knowing where your taxes get spent. As well as covering the basic what, why, how of open data this talk will look at examples of some of the most interesting work in this area and provide a vision for what developing open data ecosystem could look like.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/26009369?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="590" height="334" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/26009369">[OKCon 2011] Dr. Rufus Pollock &#8211; Open Data – What, Why , How</a> from <a href="http://vimeo.com/okf">Open Knowledge Foundation</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><a href="http://okcon.org/2010/programme/from-openness-to-abundance">Glyn Moody &#8211; From Openness to Abundance</a></p>
<blockquote><p>The various movements based on digital openness – free software, open content, open data, open science, open government etc. – have made huge strides in recent years, and transformed many aspects of the modern world dramatically. But that is just the beginning. The key drivers of openness – the shift from analogue to digital, and global connectivity – imply much more: digital abundance. And that, in its turn, requires us to re-examine ancient intellectual monopolies born of analogue scarcity.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/26205953?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="590" height="334" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/26205953">[OKCon 2011] Glyn Moody &#8211; From Openness to Abundance</a> from <a href="http://vimeo.com/okf">Open Knowledge Foundation</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><a href="http://okcon.org/2011/programme/freelibre-software-and-open-data">Richard Stallman &#8211; Free / Libre-software and Open Data</a></p>
<blockquote><p>Free software that respects users’ freedom, so they can control their own computing. All software users are entitled to this control; for public entities, maintaining control of their own computing is a responsibility. Representing the Free Software Movement, Richard Stallman will explain how the ideas of the Free Software Movement, contrast them with the ideas of open source software, and relate them to the generation and use of open data.</p></blockquote>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/26313968?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="590" height="332" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/26313968">[OKCon 2011] Richard Stallman &#8211; Free / Libre-software and Open Data</a> from <a href="http://vimeo.com/okf">Open Knowledge Foundation</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><a href="http://okcon.org/2011/programme/panel-open-hardware-open-standards">Panel: Open Hardware &#038; Open Standards</a></p>
<blockquote><p>Panel by Alison Powell, Dannie Jost, Massimo Menichinelli and Jürgen Neumann</p></blockquote>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/26237631?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="590" height="334" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/26237631">[OKCon 2011] Panel: Open Hardware &#038; Open Standards</a> from <a href="http://vimeo.com/okf">Open Knowledge Foundation</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Richard Stallman: Kämpft gegen die Netz-Moloche!</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/richard-stallman-kampft-gegen-die-netz-moloche/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 12:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Richard Stallman hat einen Gastbeitrag auf SpOn unter der CC-BY-ND veröffentlicht: Kämpft gegen die Netz-Moloche! Web-Konzerne bestimmen, welche Programme Besitzer auf ihre Smartphones laden und welche Bücher sie auf ihren Lesegeräten behalten dürfen. Richard Stallman, Aktivist für freie Software, ruft zum Widerstand auf: Wer Freiheit und Privatsphäre will, muss gegen den Strom schwimmen. Tim Berners-Lee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Stallman hat einen Gastbeitrag auf SpOn unter der CC-BY-ND veröffentlicht: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,774766,00.html">Kämpft gegen die Netz-Moloche!</a></p>
<p><em>Web-Konzerne bestimmen, welche Programme Besitzer auf ihre Smartphones laden und welche Bücher sie auf ihren Lesegeräten behalten dürfen. Richard Stallman, Aktivist für freie Software, ruft zum Widerstand auf: Wer Freiheit und Privatsphäre will, muss gegen den Strom schwimmen.</em></p>
<p>Tim Berners-Lee hat das World Wide Web ab 1990 für den weltweiten Austausch von Informationen entwickelt, am 6. August 1991 gab er es zur allgemeinen Benutzung frei. Langsam verwandelt es sich aber in ein System der ausgelagerten Datenverarbeitung, ein System des &#8220;Remote Computing&#8221;. Es speichert Daten von Nutzern und Daten über Nutzer, auf die der Nutzer selbst nicht zugreifen kann &#8211; die US-Bundespolizei FBI aber jederzeit. Das Netz übernimmt die Datenverarbeitung, der Nutzer gibt die Kontrolle darüber ab. Dieses neue Web ist voller Verlockungen &#8211; doch wir müssen ihnen widerstehen.<br />
<span id="more-24106"></span><br />
In den achtziger Jahren benutzten die meisten Menschen keine Computer, und wenn doch, dann vor allem PCs oder Time-Sharing-Dienste, mit denen mehrere Benutzer über ein Terminal auf einen Rechner zugriffen. Auf beiden konnte man nach Belieben Software installieren, bei beiden besaß man die volle Kontrolle über die eigenen Daten &#8211; auch wenn nicht klar ist, wie viele Einblicke das FBI in Time-Sharing-Dienste nehmen konnte (die in den neunziger Jahren aber ohnehin größtenteils verschwanden).</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass die Nutzer damals die Kontrolle über ihre EDV hatten. Bei Software hat entweder der Nutzer die Kontrolle über das Programm (freie Software), oder das Programm hat die Kontrolle über den Nutzer (proprietäre oder unfreie Software). Damals nutzte man proprietäre Software, weil es nichts anderes gab. Der Nutzer konnte nichts an der Software ändern und wusste nicht so genau, was die Software eigentlich machte.</p>
<p>Proprietäre Software schränkt den Nutzer mit Absicht ein</p>
<p>Der Missbrauch durch proprietäre Software hat sich seither verschärft; sie schränkt den Nutzer mit Absicht ein, oft spioniert sie ihn aus, und sie enthält Hintertüren. Einige Beispiele für solches Vorgehen:</p>
<p>    Windows macht Updates ohne Erlaubnis des Nutzers .<br />
    Amazon kann ohne das Einverständnis des Nutzers zuvor gekaufte Bücher von Kindle-Lesegeräten löschen .<br />
    Viele Android-Smartphones lassen keine Installation von modifizierten Versionen der Android-Software zu .<br />
    Das iPhone bestimmt, welche Anwendungen der Nutzer installieren darf &#8211; eine extreme Form digitaler Handschellen.<br />
    Nutzer, die ihr iPhone modifizieren, um auch andere Programme installieren zu können, reden von &#8220;jailbreaking&#8221; &#8211; eine Anspielung darauf, dass das Produkt ein Gefängnis (&#8220;jail&#8221;) ist.</p>
<p>Aber auch ohne solche Extrembeispiele war es noch nie in Ordnung, wenn Software den Nutzer beherrscht. Deshalb habe ich 1983 die Bewegung der Freien Software ins Leben gerufen. Wir wollten ein völlig freies Betriebssystem und freie Anwendungen entwickeln, über die der Nutzer die volle Kontrolle bewahrt. Ich nannte das System GNU (oft wird es fälschlicherweise als &#8220;Linux&#8221; bezeichnet.) Wer auf dieses System umsteigt und nur noch freie Software verwendet, hat die volle Kontrolle über seine Datenverarbeitung. Wir haben bisher nur einen kleinen Teil des Cyberspace befreit, aber dieser Teil ist ein wichtiges Standbein für die Freiheit.</p>
<p>Einige Entwicklungen im Netz bedrohen diesen Erfolg. Das erste Problem war das Auftauchen unsichtbarer Verknüpfungen auf Websites zu anderen Servern, deren Hauptziel die Überwachung ist &#8211; möglicherweise für Werbung. Nutzer, die bestimmte Seiten aufrufen, merken gar nicht, dass diese Seiten mit einem Angebot &#8211; wie beispielsweise ichbeobachtedich.de &#8211; verknüpft sind, so dass sich die Seite bei jedem Besuch und auf Dauer merken kann, dass der Nutzer bestimmte Seiten besucht hat.</p>
<p>Web-Dienste installieren umfassende Javascript-Programme</p>
<p>Javascript stellt ein weiteres Problem dar. Anfangs noch für Harmloses wie ausgefallene Menüs verwendet, haben sich seine Möglichkeiten so vervielfacht, dass Javascript inzwischen selbst komplexe Anweisungen ausführt und nicht-triviale Daten verarbeiten kann. Dienste wie Google Docs installieren im Browser große Javascript-Programme. Obwohl diese auf dem Rechner laufen, hat der Nutzer keinerlei Kontrolle darüber.</p>
<p>Und dann ist da die Sache mit der Datenspeicherung auf den Servern von Unternehmen. Die größten dieser Unternehmen haben keinen Respekt vor der Privatsphäre der Nutzer. Wenn ein Nutzer Facebook seine Daten überlässt, bezahlen andere Firmen für die Nutzung dieser Daten Geld. Sie bezahlen Facebook &#8211; und nicht den Nutzer &#8211; dafür, mit seinem Gesicht zu werben.</p>
<p>Facebook-Nutzer sind nicht Kunden, sie sind Ware</p>
<p>Die Time-Sharing-Anbieter der achtziger Jahre behandelten die Daten ihrer Nutzer &#8211; mit wenigen Ausnahmen &#8211; noch mit Umsicht, weil sie zahlende Kunden hatten, die jederzeit den Anbieter wechseln konnten. Facebook-Nutzer bezahlen nichts, daher sind sie keine Kunden. Sie sind die Ware, die an andere Unternehmen verkauft wird. Kommt das Unternehmen oder dessen Muttergesellschaft aus den USA, kann das FBI die Nutzerdaten nach Lust und Laune und ohne jede gerichtliche Verfügung auswerten. Dazu berechtigt es ein äußerst unamerikanisches Gesetz, das beschönigend &#8220;Patriot Act&#8221; genannt wurde.</p>
<p>Manche Dienste bieten die Verarbeitung der Daten ihrer Nutzer auf ihren Servern an. Tatsächlich bedeutet dies, dass die Server der Anbieter die vollständige Kontrolle über die Datenverarbeitung übernehmen.</p>
<p>Derzeit läuft eine systematische Kampagne, die Nutzer dazu bringen soll, ihre Daten Unternehmen anzuvertrauen, denen sie nicht vertrauen sollten. Das Schlagwort lautet &#8220;Cloud Computing&#8221; &#8211; ein Begriff, der für so Vieles gebraucht wird, dass seine einzige wahre Bedeutung lautet: &#8220;Mach es, ohne darüber nachzudenken, was du da tust.&#8221;</p>
<p>Es gibt sogar ein Produkt, Google ChromeOS, das darauf angelegt ist, Daten ausschließlich in der Datenwolke zu speichern. Die Nutzer lagern ihre Datenverarbeitung komplett auf die Server des Anbieters aus. Ironischerweise ist ChromeOS Freie Software, eine Variante von GNU/Linux. Die Nutzer können auf den Quellcode zugreifen, sie könnten ihn verändern, um Daten lokal zu speichern und zu verarbeiten &#8211; sofern der ChromeOS-Rechner über genügend lokalen Speicherplatz verfügt, und sofern er dem Nutzer die Installation eigener Software-Versionen erlaubt. Sollte es so laufen wie bei Android-Telefonen, werden die meisten ChromeOS-Geräte das wohl nicht zulassen.</p>
<p>Das alles bedeutet nicht, dass Internetnutzer keine Privatsphäre genießen können. Es bedeutet auch nicht, dass Nutzer gar keine Kontrolle mehr über ihre Datenverarbeitung haben können. Es bedeutet nur, dass sie gegen den Strom schwimmen müssen, um das alles zu bekommen.</p>
<p>Copyright 2011 Richard Stallman, veröffentlicht von SPIEGEL ONLINE.<br />
Veröffentlich unter der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/">Creative Commons Attribution Noderivs 3.0 Lizenz.</a></p>
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		<title>Freie-Software-Wahlprüfsteine in Bremen: CDU &#8211; Zero Points</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 12:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach den Befragungen in anderen (Bundes-)Ländern, veröffentlichte heute die Free Software Foundation Europe (FSFE) die Ergebnisse ihrer Parteienumfrage zu Freier Software für die Bürgerschaftswahl in Bremen. Am meisten hat mich die Ahnungslosigkeit der FDP zu Offenen Standards erschreckt. Weiterhin verstehe ich nicht, dass die Bremer SPD und FDP Verlinkungen der Verwaltung auf proprietäre Software akzeptabel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/askyourcandidates.de.html">Befragungen in anderen (Bundes-)Ländern</a>, veröffentlichte heute die Free Software Foundation Europe (FSFE) die <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201105-germany-bremen.de.html">Ergebnisse ihrer Parteienumfrage zu Freier Software für die Bürgerschaftswahl in Bremen</a>. Am meisten hat mich die Ahnungslosigkeit der FDP zu Offenen Standards erschreckt. Weiterhin verstehe ich nicht, dass die Bremer SPD und FDP Verlinkungen der Verwaltung auf proprietäre Software akzeptabel finden. Da müssen wir wohl die  Parteien in Zukunft besser informieren. Beim Thema Software-Patente ist dies besser gelungen: Die Parteien äußern sich klar gegen Software-Patente.</p>
<p>Kritisch zusammengefasst: Die FDP betont zwar den Kostenaspekt Freier Software, verkennt jedoch deren politische Bedeutung. Die Bremer Grünen enttäuschen mit schwammigen Aussagen, die im Kontrast zu ausgearbeiteten Antworten der anderen Landesverbände stehen. Genauso die Position der Piratenpartei; sie fällt zwar positiv für Freie Software aus, ist aber im Vergleich zu anderen  Landesverbänden weniger konkret. Die Linke hat starke Positionen zu Freier Software, konkrete Maßnahmen werden jedoch nicht genannt und scheinen noch entwickelt zu werden.<span id="more-22840"></span></p>
<p>Die Bremer SPD scheint sich nur oberflächlich mit Freier Software auseinandergesetzt zu haben, jedoch bemühte sich der Bremer Landesverband, die Wahl-Fragen direkt zu beantworten, während es bei den anderen Landtagswahlen nur eine allgemeine Antwort gab.</p>
<p>Ganz schwach ist wieder die CDU. Nachdem die anderen Landesverbände bereits nur indirekt undunkonkret auf die FSFE-Wahlprüfsteine eingegangen waren, blieben die Fragen in Bremen, wie schon in Rheinland-Pfalz, unbeantwortet. Damit ignoriert die Bremer CDU weiterhin die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potentiale Freier Software.</p>
<p><strong>Offene Standards</strong> Offene Standards werden thematisch von der SPD noch mit Freier Software vermischt und die FDP ist sich unsicher, ob Offene Standards wichtig für die Verwaltung sind und will die <a href="http://fsfe.org/projects/os/def.de.html">Definition Offener Standards</a> den &#8220;Fachleuten&#8221; überlassen.</p>
<p><strong>Werbung für unfreie Software durch die Verwaltung</strong> Die Bremer FDP bezweifelt, ob es sich bei der <a href="http://fsfe.org/campaigns/pdfreaders/pdfreaders.de.html">Verlinkung von unfreier Software</a> auf den Webseiten der öffentlichen Verwaltung um Werbung handelt. Die SPD ist der Ansicht, dass eine solche Verlinkung auf unfreie Software gerechtfertigt ist, wenn das Programm eine weite Verbreitung hat. Damit sind die Positionen schwächer als z.B. bei den <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-rheinland-pfalz.de.html">Antworten der Parteien in Rheinland-Pfalz</a>.</p>
<p><strong>Software-Patente</strong> Positiv sticht die Position der Parteien zu dem Problem derSoftware-Patente hervor. Hier herrscht Konsens: FDP, Grüne, Linke und Piratenpartei sprechen sich klar dagegen aus. Nur die SPD ist bei dem Thema etwas zaghaft und spricht nur von einer Reform des Urheberrechts. (Meinen sie damit <a href="http://blogs.fsfe.org/mk/?p=622">den Ansatz des BIKT</a>?)</p>
<ul>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201105-germany-bremen.de.html">Wahlprüfsteine für Bremen</a></li>
<li>Vergangene Wahlprüfsteine aus <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-rheinland-pfalz.de.html">Rheinland-Pfalz</a>, <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-baden-wuerttemberg.de.html">Baden-Württemberg</a> und <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-sachsen-anhalt.de.html">Sachsen-Anhalt</a></li>
</ul>
<p>Wer selbst Fragen zu Freier Software an Kandidatinnen und Abgeordnete hat, kann dies beispielsweise über <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de">abgeordnetenwatch.de</a> oder direkt bei einem persönlichen Termin machen.</p>
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		<title>Offene Praktikumsstellen zu Freier Software</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 15:13:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campaigning]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir haben bei der Free Software Foundation Europe noch eine Praktikumsstelle offen, die gut zum Interesse von Netzpolitik-Leserinnen passen würde. Beginn des Praktikums wäre ab Anfang bis Mitte September für die Dauer von 4 bis 12 Monaten. Das Tätigkeitsfeld ist weit gefächert: neben Kampagnenplanung und Durchführung, Wahlbefragungen in Europa, Analysen rund um Freie Software und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben bei der <a href="http://www.fsfe.org">Free Software Foundation Europe</a> noch eine Praktikumsstelle offen, die gut zum Interesse von Netzpolitik-Leserinnen passen würde. Beginn des Praktikums wäre ab Anfang bis Mitte September für die Dauer von 4 bis 12 Monaten.</p>
<p>Das Tätigkeitsfeld ist weit gefächert: neben Kampagnenplanung und Durchführung, <a href="http://blogs.fsfe.org/mk/?p=750">Wahlbefragungen in Europa</a>, Analysen rund um Freie Software und Offene Standards, Pressearbeit und Veranstaltungsplanung ist das in Deutschland z.B. die Vorbereitung und Teilnahme von Gesprächen mit Politikern und Ministerien oder die Weiterverfolgung der <a href="http://blogs.fsfe.org/mk/?p=781">Rückmigration des Auswärtigen Amts</a>. Ausführliche Informationen findet ihr auf <strong><a href="http://fsfe.org/contribute/internship.en.html">der Praktikumsseite</a></strong>.</p>
<p>Außerdem sucht auch <strong>KDE e.V.</strong>, mit dem wir uns ein Büro teilen, nach neuen Praktikannten. Infos dazu findet ihr <a href="http://ev.kde.org/resources/internship-advert_EN-updated.pdf">in diesem PDF</a>.</p>
<p>Wir freuen uns auf Eure schnelle Bewerbung.</p>
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		<title>Was ist eigentlich Bitcoin?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 16:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Standards]]></category>

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		<description><![CDATA[Bitcoin gibt es schon seit 2009. &#8216;Damals&#8217; hat Satoshi Nakamoto das peer-2-peer-Bezahlsystem ins Leben gerufen. Und die Idee dazu auch noch viel älter. In den letzten Tagen ist das Interesse an Bitcoin sehr stark gestiegen: Jason Calacanis zum Beispiel bezeichnet Bitcoin gestern als das gefährlichste Open-Source-Projekt aller Zeiten. Aber was ist Bitcoin überhaupt? Stellen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bitcoin.org/">Bitcoin</a> gibt es schon seit 2009. <a href="http://www.bitcoin.org/sites/default/files/bitcoin.pdf">&#8216;Damals&#8217; hat Satoshi Nakamoto das peer-2-peer-Bezahlsystem ins Leben gerufen</a>. Und die Idee dazu auch noch viel älter. In den letzten Tagen ist das Interesse an Bitcoin sehr stark gestiegen: Jason Calacanis zum Beispiel bezeichnet Bitcoin gestern als <a href="http://t3n.de/news/bitcoin-gefahrlichste-open-source-projekt-aller-zeiten-310035/">das gefährlichste Open-Source-Projekt aller Zeiten</a>.</p>
<p>Aber was ist Bitcoin überhaupt? <span id="more-22688"></span></p>
<p>Stellen wir uns eine Mischung aus DRM, public-/private-key-Verschlüsselung und einem peer-to-peer-Netzwerk mit verteilter Datenbank vor. Die Münzen dieser elektronischen Währung werden aus digitalen Signaturen generiert &#8211; und zwar in einem seeehr langsamen Prozess. Die Gesamtmenge an verfügbaren bitcoins ist per Definition limitiert  auf 21Millionen, wobei diese Zahl erst in sehr vielen Jahren erreicht  werden wird. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin">Bei Wikipedia findet sich das folgende Rechenbeispiel</a>:</p>
<blockquote><p>Neue Bitcoins berechnen sich durch die Formel (6 * 50  Bitcoins/Stunde) * (eigene CPU-Geschwindigkeit / Summe der totalen  CPU-Geschwindigkeit des Netzwerkes), womit die Generierung von 50  Bitcoins auf einem handelsüblichen Computer ca. 1 Jahr dauern würde. Demnach  lohnt sich Generierung im großen Stil nur mit GPUs oder größeren  Computernetzwerken, welche allerdings aufgrund des Strompreises (noch)  in keinem Verhältnis zum Marktwert der Bitcoins stehen.</p></blockquote>
<p><strong>Update</strong>: <a href="http://cryptome.org/0004/bitcoin-lottery.htm">Mehr Details zum &#8220;Bitcoin-Mining&#8221; hier</a>.</p>
<p>Um die Gültigkeit zu prüfen und das doppelte Ausgeben einer Münze zu verhindern, braucht man dann natürlich noch eine Kontrollinstanz. Üblicherweise wird im DRM-Bereich dazu eine zentrale Stelle geschaffen. Bei Bitcoin übernimmt diese Aufgabe ein peer-to-peer-System, das alle Transaktionen erfasst, und dadurch sehr schnell zu komplex wird (bzw. werden soll), um sinnvoll von einem Angreifer manipuliert werden zu können – so soll Falschgeld unmöglich werden.</p>
<p>Gleichzeitig ist das System, das nur auf anonymen Hashes basiert, absolut <del>anonym</del> pseudonym (<a href="http://www.netzpolitik.org/2011/was-ist-eigentlich-bitcoin/#comment-424377">Siehe Kommentare von Andre</a>) für alle Teilnehmer &#8211; so lange sie Bitcoins nicht in echtes Geld tauschen. Hier wird auch die Attraktivität von bitcoins offensichtlich. Gegenüber Diensten wie Paypal bietet Bitcoin</p>
<ul>
<li>keine Zensur-, Sperr-, oder Kontrollmöglichkeit</li>
<li>gebührenfreie weltweite Transaktionen</li>
<li>vollständige Anonymität (wie Bargeld)</li>
<li>eine Spekulationsmöglichkeit bzw. Aussicht auf Zinsen: Der Bitcoin-Wechselkurs in &#8220;etablierte&#8221; Währungen bestimmt sich an Wechselbörsen. Inzwischen ist dort der Wert einer bitcoin von wenigen cent auf 6-8$ gestiegen.</li>
</ul>
<p>Zusammengefasst verbindet Bitcoin also die Vorteile von Bargeld und Konten/Überweisungen.</p>
<p>Weder Staaten, noch Banken haben natürlich besonders großes Interesse daran, dass ein solches System sich durchsetzt. Entscheidend wird dafür aber sein, dass bitcoins <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Konvertibilit%C3%A4t">konvertibel</a> werden, bzw. bleiben. Dann wäre eine mangelnde Stabilität auch nicht so entscheidend, da man einfach immer zeitnah wechseln, und bitcoins nur für den Transfer nutzen könnte. Der wichtigste Punkt aber ist, dass bitcoin hält, was das System verspricht &#8211; sonst würde die Bezeichnung &#8220;gefährlichstes Open-Source-Projekt&#8221; eine ganz andere Bedeutung bekommen. Nach der Aufmerksamkeit, die dem Projekt in den letzten Tagen geschenkt  wurde, werden das jetzt mit Sicherheit ein paar kluge Köpfe prüfen.</p>
<p>Viele rechnen nun damit, dass sich als bevorzugtes Zahlungsmittel für illegale Geschäfte ausweiten, <a href="http://launch.is/blog/l019-bitcoin-p2p-currency-the-most-dangerous-project-weve-ev.html">und &#8220;verboten&#8221; wird</a>. Das ist gar nicht so unwahrscheinlich, wenn man sich überlegt, was ein System wie bitcoin zum Beispiel für Geldwäsche-Gesetze und Einkommens- und Kapitalertragssteuern bedeutet. Paypals AGBs zum Beispiel schließen Währungswechsel ohnehin aus (klar, weil sie selbst am Währungswechsel bei internationalen Transaktionen verdienen). Bitcoin wirklich zu verbieten wird so leicht aber nicht zu machen sein, denn WENN zutrifft, was von bitcoin behauptet wird, ist das mehr oder weniger unmöglich –  wie soll nachgewiesen werden, dass mein Nachbar mir meine Bitcoins eingetauscht hat? Der hat doch gar keinen Account!</p>
<p>Entscheidend für die Durchsetzung des Projektes wird dann ausschließlich seine Akzeptanz sein. Bisher hatten alle mir bekannten alternativen Währungssysteme in dieser Hinsicht nur mäßigen Erfolg. Aber das, was bitcoin verspricht, klingt echt &#8230; sehr interessant.</p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://on3.de/element/10115/blogbuster-digitale-waehrung-bitcoin-haste-mal-nen-bitcoin">Ein deutsches interview mit einem Bitcoin-Aktivisten gibt es bei on3.</a></p>
<p><a href="http://thisweekin.com/thisweekin-startups/bitcoin-discussion-with-gavin-andresen-and-amir-taaki-on-this-week-in-startups-140/">Ein langes Interview mit Gavin Andresen und Amir Taaki gibt es bei ThisWeekIn Startups</a>.</p>
<p><object width="570" height="346" type="application/futuresplash"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/TwNfBgwbqng?version=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/futuresplash" width="570" height="346" src="http://www.youtube.com/v/TwNfBgwbqng?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>The Future of Security and Open Standards on the Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 09:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Standards]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[kas]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 26. Mai redet Vint Cerf, &#8220;Chief Internet Evangelist&#8221; von Google in Berlin bei der der Konrad-Adenauer-Stiftung bei einer Veranstaltung über &#8220;The Future of Security and Open Standards on the Internet&#8221;, die zusammen mit Google Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung organisiert wird. Bei der globalen Organisation des Internets bedingen und unterstützen sich Offenheit und Sicherheit wechselseitig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. Mai redet Vint Cerf, &#8220;Chief Internet Evangelist&#8221; von Google in Berlin bei der der Konrad-Adenauer-Stiftung bei einer Veranstaltung über <a href="http://www.kas.de/wf/de/17.46242/">&#8220;The Future of Security and Open Standards on the Internet&#8221;</a>, die zusammen mit Google Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung organisiert wird.</p>
<blockquote><p>Bei der globalen Organisation des Internets bedingen und unterstützen sich Offenheit und Sicherheit wechselseitig. Seit seiner Entstehung basiert der Erfolg des Internets auf der Offenheit der Daten-Kommunikations-Standards, die von den Pionieren des Internets gewählt wurden. Dr. Vint Cerf wird über eine zeitgemäße Weiterentwicklung der globalen Netzinfrastruktur und drohende Gefahren für Offenheit und Sicherheit sprechen und mit Ihnen diskutieren.</p></blockquote>
<p>Beginn ist 18:15 Uhr und man soll sich vorher anmelden.</p>
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		<title>Bundesregierung: Unwissenheit oder Angriff auf Freie Software?</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/bundesregierung-unwissenheit-oder-angriff-auf-freie-software/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 09:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[fsfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Politiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Fall der Abkehr des Auswärtigen Amtes von Freier Software verwickelt sich die Bundesregierung in Widersprüche. Die Reaktion der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Viele der Antworten zeigen, dass die Bundesregierung entweder wichtige Aspekte Freier Software nicht verstanden hat, oder dass die Regierung hier bewußt Freie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fall der Abkehr des Auswärtigen Amtes von Freier Software verwickelt sich die Bundesregierung in Widersprüche. Die <a href="http://www.von-notz.de/downloads/antwort-ka_bmi_quelloffene-software-aa_03-05-2.pdf">Reaktion der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen</a> wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.</p>
<p>Viele der Antworten zeigen, dass die Bundesregierung entweder wichtige Aspekte Freier Software nicht verstanden hat, oder dass die Regierung hier bewußt Freie Software im Allgemeinen und Freie Software-Unternehmen attackiert.</p>
<p>So bestreitet die Regierung, dass die Entwicklungen im Auswärtigen Amt eine &#8220;Abkehr von der bisherigen ausschließlich auf quelloffener Software basierenden IT-Strategie&#8221; darstellen. Gleichzeitig bestätigt sie jedoch, dass die Behörde auf Microsoft Windows 7 und Office 2010 migieren wird.</p>
<p>Die Antwort verbreitet alte Mythen wie z.B., dass Freie Software schlechter benutzbar sei, höhere Hardware-Kosten verursache und es an Gewährleistung mangele.</p>
<p>Daneben wirft die Antwort der Regierung neue Fragen auf. So erwähnt die Regierung, dass 4,3 Millionen Euro für eine &#8220;quelloffene Bundesdistribution&#8221; ausgegeben wurde, die offenbar nie fertig gestellt wurde. Wer fragt sich hier nicht was mit diesem Projekt passiert ist, und wofür die Regierung das Geld eigentlich ausgegeben hat? <span id="more-22551"></span></p>
<p><strong>Mithelfen</strong> In der Antwort stecken viele falsche und verwirrende Aussagen drin, dass wir eure Mithilfe bei der Analyse benötigen. <strong>Fügt eure Kommentare auf der </strong><a href="http://etherpad.fsfe.org/1TyQlboVdF"><strong>öffentlichen Plattform zur Kommentierung der Fragen</strong></a><strong> ein.</strong> Bei vielen Antworten werden Freier Software Probleme angelastet, die auf Managmentfehler zurückzuführen sind.</p>
<p>Hier schon mal ein paar erste Kommentare, den Rest füge ich ins Etherpad ein:</p>
<p><strong>Support / Gewährleistung für Freie Software</strong> (Frage 21): Freie-Software-Lizenzen stellen zunächst klar, dass der Autor der Software keine Gewährleistung für die Software gibt. Dies ist der Fall, da der Autor nicht zwingend der Dienstleister ist.</p>
<p>Wenn ein Dienstleister mit der Erstellung von Software beauftragt und dafür bezahlt wird, dann gilt grundsätzlich die normale werkvertragliche Gewährleistung, egal ob Freie oder proprietäre Software eingesetzt wird.</p>
<p>Wenn man Freie Software kostenlos herunterlädt und benutzt, dann bekommt man auch keine Gewährleistung. Im deutschen Recht gelten die Gewährleistungs- und Haftungsregelungen wie bei anderen unentgeltlichen Verträgen (Schenkung, Leihe etc.).</p>
<p>Jedoch kann jeder Dienstleister für jede Software unter einer Freien-Software-Lizenz Gewährleistung anbieten. Dies geschieht im Service-Level-Agreement (SLA), in dem z.B. festgelegt wird, für was genau eine Gewährleistung gegeben wird, innerhalb welcher Zeit Fehler behoben werden, zu welchen Kosten etc. Diese Gewährleistungen lassen sich im Allgemeinen sehr genau auf die Bedürfnisse des Kunden anpassen und gehen nicht selten über das hinaus, was Dienstleister für proprietäre Produkte vieler Hersteller gewährleisten können, bzw. was die Hersteller proprietärer Produkte selbst gewährleisten. Das Auswärtige Amt hätte auf Dienstleistungen von z.B. <a href="http://www.redhat.com/rhel/">Redhat Enterprise Linux</a> oder <a href="http://www.novell.com/products/server/">Suse Linux Enterprise Server</a> zurückgreifen können.</p>
<p><strong>Benutzbarkeit Freier Software</strong>: In Antwort 16 wird so getan, als ob Benutzbarkeitsprobleme bei Freier Software nicht behoben werden könnten und als ob Freie Software generell weniger benutzerfreundlich ist als unfreie Software. Die Benutzbarkeit einer Software hat nichts damit zu tun ob sie Freie Software oder unfreie Software ist. Es gibt schlecht bedienbare freie als auch unfreie Softare. Das zeigt die aufgeführte Groupware (X-manage) die im Auswärtigen Amt verwendet wird. Diese ist aber unfreie Software und nicht wie die Antwort suggeriert Freie Software.</p>
<p>Anmerkung: Der Autor ist <a href="http://fsfe.org/about/kirschner/">Deutschlandkoordinator der Free Software Foundation Europe</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die zweite &#8220;Kleine&#8221; zur Rückmigration im Auswärtigen Amt</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/die-zweite-kleine-zur-ruckmigration-im-auswartigen-amt/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2011/die-zweite-kleine-zur-ruckmigration-im-auswartigen-amt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 12:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat diese Woche im Bundestag eine kleine Anfrage zur Rückmigration des Auswärtigen Amts auf Microsoft Windows XP gestellt (PDF). Die Grünen bemängeln, dass die Haltung der Bundesregierung zum Einsatz Freier Software weiterhin unklar ist. In den 39 Fragen geht es unter anderem um die Freie-Software-Strategie der Bundesregierung; die Verbreitung Offene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat diese Woche im Bundestag <a href="http://gruen-digital.de/2011/04/kleine-anfrage-an-die-bundesregierung-zur-foerderung-freier-software/">eine kleine Anfrage zur Rückmigration des Auswärtigen Amts auf Microsoft Windows XP</a> gestellt (<a href="http://gruen-digital.de/wp-content/uploads/2011/04/Kleine_Anfrage_AA_FOSS.pdf">PDF</a>). Die Grünen bemängeln, dass die Haltung der Bundesregierung zum Einsatz Freier Software weiterhin unklar ist.</p>
<p>In den 39 Fragen geht es unter anderem um die Freie-Software-Strategie der Bundesregierung; die Verbreitung Offene Standards; Software-Monopole und Herstellerabhängigkeit; Fragen der IT-Sicherheit; und die Rolle des Innenministeriums, des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Open-Source-Kompetenzzentrum des Bundesverwaltungsamtes (CCOSS).</p>
<p>Nachdem die Bundesregierung auf die <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/045/1704567.pdf">kleine Anfrage der SPD</a> in <a href="http://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/KA-17_4567.pdf">ihrer Antwort</a> keine klaren Aussagen gemacht hat, fragen die Grünen konkret nach:</p>
<ul>
<li>seit wann der Bundesregierung die Rückmigration bekannt war (hier wird auf die <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/interne-dokumente-des-auswartigen-amtes-zur-anderung-der-open-source-strategie/">geleakten Dokumente von netzpolitik</a> verwiesen),</li>
<li>warum das Auswärtige Amt gegen die Empfehlungen der selbst in Auftrag gegebenen Studien handelt (das hatte ich in einem Interview mit der TAZ <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzoekonomie/artikel/1/eine-studie-nach-der-anderen/">&#8220;Eine Studie nach der anderen&#8221;</a> bemängelt)</li>
<li>Welche Anstregungen unternommen wurden um die genannten Interoperabilitätsprobleme zu beheben,</li>
<li>warum es diese Interoperabilitätsprobleme gab, obwohl die Bundesverwaltung nach dem IT-Rats-Beschluss Nr. 11/2008 Open Document Format-Dokumente (ODF) empfangen, bearbeiten und zurückschicken können müssen,</li>
<li>was getan wurde, um die Mitarbeiter besser bei der Migration einzubinden</li>
<li>wie hoch die erwarteten und später die tatsächlichen Kosten waren</li>
<li>wie das Auswärtige Amt es schafft, dass wie die Bundesregierung schrieb, bei der Rückmigration keinerlei Kosten auftreten werden</li>
</ul>
<p>Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hatte <a href="http://fsfe.org/news/2011/news-20110202-02.de.html">bereits in der Vergangenheit gefordert</a>, den Prozess transparenter zu machen (siehe dazu <a href="http://blogs.fsfe.org/mk/?p=734">Dradio-Wissen-Interview mit Bernhard Reiter</a>) und begrüßt daher die kleine Anfrage der Grünen, wie damals auch die Anfrage der SPD.</p>
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		<item>
		<title>Offene Standards: Singapur, München, Tagesschau und der Rest der Welt</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/offene-standards-singapur-munchen-tagesschau-und-der-rest-der-welt/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2011/offene-standards-singapur-munchen-tagesschau-und-der-rest-der-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 16:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am heutigen Document Freedom Day feiern Menschen in weltweit über 37 Städten Offene Standards. Das reicht von Workshops über Vorträge und Auszeichnugen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen. Den europäischen DFD-Preis erhiehlt heute Morgen die Stadt München für ihr Projekt LiMux, bei dem auf Offene Standards und Freie Software gesetzt wird. Im Laufe des Tages werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen <a href="http://www.documentfreedom.org">Document Freedom Day</a> feiern Menschen in weltweit <a href="http://documentfreedom.org/2011/events/events.de.html">über 37 Städten</a> Offene Standards. Das reicht von Workshops über Vorträge und Auszeichnugen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen. Den europäischen DFD-Preis erhiehlt heute Morgen die Stadt München <a href="http://fsfe.org/news/2011/news-20110330-02.de.html">für ihr Projekt LiMux</a>, bei dem auf Offene Standards und Freie Software gesetzt wird. Im Laufe des Tages werden noch mehr Veranstaltungen stattfinden.</p>
<div id="attachment_21625" class="wp-caption aligncenter" style="width: 280px"><a href="http://blogs.fsfe.org/mk/?p=758"><img src="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/dfd-singapur.jpeg" alt="" width="270" height="360" class="size-full wp-image-21625" /></a><p class="wp-caption-text">DFD: Wir schlafen noch und Singapur feiert schon</p></div>
<p>In Deutschland wurde Tagesschau.de, die Internetplattform der ARD, für den Einsatz Offener Standards ausgezeichnet. Die Auszeichnung verliehen die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) dafür, dass die angebotenen Sendungen zusätzlich im offenen Videoformat &quot;<a href="http://theora.org/">Ogg Theora</a>&quot; verfügbar sind. In Berlin überreichten FSFE und FFII eine Urkunde sowie eine Torte mit der Aufschrift &quot;rOgg On!&quot; an Sven Bruns, Leiter der Technik von tagesschau.de und den ehemaligen technischen Leiter Willem Froehling. In Hamburg nahm die stellvertretende Redaktionsleiterin von tagesschau.de Sabine Klein die DFD-Torte für die Redaktion entgegen.</p>
<p><span id="more-21624"></span></p>
<div id="attachment_21627" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/DFD-2011-DSC_0058.jpg"><img src="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/DFD-2011-DSC_0058.jpg" alt="DFD in Berlin" width="480" height="321" class="size-full wp-image-21627" /></a><p class="wp-caption-text">Preisverleihung im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin mit Sven Bruns, Leiter der tagesschau.de Technik</p></div>
<p><strong>Was ist Ogg-Theora?</strong> Ogg Theora ist ein offenes Videoformat, das, im Gegensatz zu patentierten Videoformaten, jeder Software-Hersteller einfach und ohne Lizenzpflicht unterstützen darf. So ist es auch für die Software-Nutzer möglich, ohne die Abhängigkeit von einem Hersteller auf den unterschiedlichsten Geräten Ogg Theora abzuspielen.</p>
<p><strong>Wie spiele ich Ogg-Theora ab?</strong> Ogg Theora wird von allen Abspielprogrammen in gängigen GNU/Linux-Distributionen unterstützt. Durch den <a href="http://www.videolan.org">VLC-Player</a> können Ogg-Dateien auch unter Microsoft Windows und Apples Mac OS X abgespielt werden. Des Weiteren unterstützen viele moderne Webbrowser das Format direkt.</p>
<p><strong>Was bietet tagesschau.de?</strong> Auf tagesschau.de gibt es alle regulären Video-Beiträge als Ogg Theora. Auf <a href="http://www.tagesschau.de/tagesschau24/">tagesschau24</a> wird das Video mit dem neuen Web-Standard HTML5 direkt eingebunden. An anderen Stellen muss noch manuell auf &quot;Download der Videodatei&quot; und dann Format &quot;Mittel (Ogg)&quot; geklickt werden.</p>
<div id="attachment_21629" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/DFD_2011_HH_DSC_9756.jpg"><img src="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/DFD_2011_HH_DSC_9756.jpg" alt="DFD in Hamburg" width="480" height="319" class="size-full wp-image-21629" /></a><p class="wp-caption-text">Tortenübergabe in Hamburg an die stellvertretende Redaktionsleiterin Sabine Klein und Webmaster</p></div>
<p><strong>Wie gehts weiter?</strong> Was jetzt noch fehlt sind freie Formate für die anderen Multimediainhalte: insbesondere die Mediathek und Live-Streams sowie Ogg-Theora- oder <a href="http://www.webmproject.org/">WebM-Videos</a> der besseren Qualitätsstufen. Zusammen mit Stephan Uhlmann (FFII) habe ich den Preis heute im Hauptstadtstudio überreicht. Bei den Gesprächen wurde klar: hinter der Einführung von Ogg-Theora steht ein großes persönliches Engagement. Damit tageschau.de so weitermachen kann, hilft es, wenn ihr den heutige DFD zum Anlass nehmt und eine kurze Motivations-E-Mail an tagesschau.de schickt.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Computer sind Teufelszeug&#8221; &#8211; Antworten auf Wahlprüfsteine zu Freier Software</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/computer-sind-teufelszeug-antworten-auf-wahlprufsteine-zu-freier-software/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 05:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Kirschner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute veröffentlichte die Free Software Foundation Europe (FSFE) die Ergebnisse ihrer Parteienumfrage zu Freier Software für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. (Und ja, das Zitat aus dem Betreff kommt wirklich in den Antworten vor!) Die Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die generelle Förderung von Freier Software, dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute veröffentlichte die Free Software Foundation Europe (FSFE) die Ergebnisse ihrer Parteienumfrage zu Freier Software für die Landtagswahlen in <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-baden-wuerttemberg.de.html">Baden-Württemberg</a> und <a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-rheinland-pfalz.de.html">Rheinland-Pfalz</a>. (Und ja, das Zitat aus dem Betreff kommt wirklich in den Antworten vor!)</p>
<p>Die Parteien konnten Stellung nehmen zu Fragen über die generelle Förderung von Freier Software, dem Problem der Herstellerabhängigkeit bei unfreier Software, Offenen Standards, dem Einsatz von Freier Software in der Bildung, Werbung für unfreie Software auf Webseiten der öffentlichen Verwaltung sowie zu Softwarepatenten.</p>
<p>Die FSFE wird die Fragen auch an die Parteien der kommenden Landtagswahlen in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin richten.</p>
<p>Wer selbst Fragen zu Freier Software (oder natürlich auch anderen Themen) an Kandidatinnen und Abgeordnete hat, kann dies beispielsweise über <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de">abgeordnetenwatch.de</a> oder direkt bei einem persönlichen Termin machen.</p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://blog.karlitschek.de/2011/03/open-letter-to-german-politicians-about.html">Frank Karlitschek</a> hat die Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg zu Cloud-Computing befragt. Geantwortet haben bisher: <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/prof_dr_ulrich_goll-546-41701--f289469.html#q289469">Ulrich Goll (FDP)</a>, <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/winfried_kretschmann-546-41835--f289468.html#q289468">Winfried Kretschmann (GRÜNE)</a>, <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_nils_schmid-546-41537--f289467.html#q289467">Nils Schmid (SPD)</a> und <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/stefan_urbat-546-42053--f289470.html#q289470">Stefan Urbat (Piratenpartei)</a>. <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/stefan_mappus-546-41798--f289466.html#q289466">Stefan Mappus (CDU)</a> hat noch nicht geantwortet.</p>
<p>Wahlprüfsteine kommender Wahlen:</p>
<ul>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-baden-wuerttemberg.de.html">Baden-Württemberg</a> </li>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-rheinland-pfalz.de.html">Rheinland-Pfalz</a> </li>
</ul>
<p>Weitere Artikel zu diesem Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://fsfe.org/campaigns/askyourcandidates/201103-germany-sachsen-anhalt.de.html">Positionen der Parteien zu Freier Software in Sachsen-Anhalt</a> (Update: mit Antwort der FDP).</li>
<li><a href="http://wiki.fsfe.org/Bundestagswahl2009">Hilfe für Fragesteller</a> und Beispiele für Fragen und Antworten anlässlich der Bundestagswahl 2009.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Interne Dokumente des Auswärtigen Amtes zur Änderung der Open-Source-Strategie</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2011/interne-dokumente-des-auswartigen-amtes-zur-anderung-der-open-source-strategie/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2011/interne-dokumente-des-auswartigen-amtes-zur-anderung-der-open-source-strategie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 15:27:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir hatten bereits darüber berichtet, dass das Auswärtige Amt unter Minister Westerwelle Abschied von der erfolgreichen Freie Software &#8211; Strategie der vergangenen Jahre nimmt und wieder verstärkt auf Herstellerabhängigkeit und weniger offene Standards setzen will. Die Nachricht hat deswegen viele überrascht, weil gerade das Auswärtige Amt als Vorreiter galt und auch in den vergangenen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2011/strategiewechsel-im-auswartigen-amt-100-mio-euro-fur-microsoft/">Wir hatten bereits darüber berichtet</a>, dass das Auswärtige Amt unter Minister Westerwelle Abschied von der erfolgreichen Freie Software &#8211; Strategie der vergangenen Jahre nimmt und wieder verstärkt auf Herstellerabhängigkeit und weniger offene Standards setzen will. Die Nachricht hat deswegen viele überrascht, weil gerade das Auswärtige Amt als Vorreiter galt und auch in den vergangenen Jahren <a href="http://www.netzpolitik.org/2007/vorbildlich-geld-sparen-mit-freier-software-im-auswaertigen-amt/">regelmäßig Erfolgsstories</a> über den Einsatz Freier Software in der Öffentlichen Verwaltung lieferte. Andererseits waren viele nicht überrascht, hatte sich doch gerade die auf &#8220;Freiheit&#8221; setzende FDP nie wirklich mit den Potentialen von Freier Software auseinandergesetzt (Wenige Ausnahmen wie der Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz bestätigen die Regel). Und Microsoft-Mitarbeiter waren gern gesehene Gäste und Sprecher auf IT-relevanten Veranstaltungen der FDP und ihrer Friedrich-Naumann-Stiftung.</p>
<p>Vergangene Woche <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/bundesregierung-zartes-bekenntnis-zu-proprietarer-software/">bloggte bereits Joerg-Olaf Schaefers bei uns</a> über die <a href="http://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/KA-17_4567.pdf">Antwort der Bundesregierung</a> (PDF) auf Fragen der SPD-Fraktion zum Strategiewechsel. </p>
<p>Daraufhin fanden wir in unserem Briefkasten verschiedene Datensätze, die etwas Einblick in die Hintergründe liefern. Dazu zählt u.a. ein 300 Seiten umfassender Bericht zur Bewertung der Open-Source-Strategie, die das Auswärtige Amt im Jahr 2009 bei McKinsey in Auftrag gegeben hat (Im weiteren Verlauf &#8220;Organisationsuntersuchung&#8221; genannt). Dort wird die Strategie bestätigt und Empfehlungen für einen weiteren Erfolg gegeben. </p>
<p>Der Strategiewechsel im Auswärtigen Amt wurde bereits im vergangenen Jahr eingeleitet, nicht lange nach dieser Organisationsuntersuchung. <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/AAmt-Groß-Mitarbeiterinformation.pdf ">In einer Hausmitteilung (PDF)</a> von Dr. Michael Groß (Referatsleiter IT) an alle Mitarbeiter wurde Ende 2010/Anfang 2011 bekannt gegeben, dass der Strategiewechsel in Richtung Windows auf die Clients bereits im vergangenen Sommer entschieden wurde:<br />
<span id="more-20730"></span></p>
<blockquote><p>  &#8220;Dies Hausleitung hat daher im August 2010 die Entscheidung getroffen, dass wir bei den Arbeitsplatzrechnern wieder zu einem Microsoft Ansatz schwenken. [...] Konkret werden wir in 2011 jene Arbeitseinheiten der Zentrale und der Auslandsvertretungen, die derzeit mit Linux arbeiten wieder auf das vertraute Windows XP Betriebssystem umstellen. Das trifft auf etwa 3.000 Anwender zu. [...] Die erste Vertretung ist bereits umgestellt, ebenso viele Arbeitseinheiten in Bonn. [...] Windows XP ist dann die einheitliche Basis für den eigentlichen Schritt zu einem neuen Windows 7 und Office 2010 (Word, Excel, PowerPoint) sowie Outlook als neuem Mailsystem mit integrierter Kalender- und Kontaktefunktion. Dieses Gesamtprojekt läuft seit September 2010.&#8221;</p></blockquote>
<p>In der Beantwortung der kleinen Anfrage liest sich das so:</p>
<blockquote><p>  &#8220;Unter diesen Aspekten konsolidiert das Auswärtige Amt seine derzeitige IT-Landschaft. Je nach zu erfüllender Anforderung wird die passende Lösung zunächst bei den in der Bundesverwaltung standardisierten Anwendungen gesucht.&#8221;</p></blockquote>
<p>(Was mich bei dieser Antwort verwundert, ist die Verwendung des Begriffs &#8220;standardisierten Anwendungen&#8221;. Mir war bisher nicht bekannt, dass die Bundesverwaltung bestimmte Softwarelösungen als Standard festgelegt hat. Aber ich lass mich hier gerne mit Quellen widerlegen).</p>
<p>Interessant ist auch die Beantwortung der Frage 9 in der kleinen Anfrage nach den möglichen Kosten:</p>
<blockquote><p>  &#8220;Es entstehen keine mittelbaren Kosten, im Gegenteil, durch die Einführung von standardisierten Software-Produkten und die Nutzung von im Bund bereits vorhandenen Softwarelösungen sowie Hardwareproduktpaletten werden Effizienzgewinne (insbesondere im Hardwarebereich und bei nachfolgenden Betreuungsaufgaben) erwartet.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das wundert uns etwas, wenn wir uns die dazu passenden Papiere anschauen. In einer zweiten McKinsey &#8211; Studie für das AA (19. März 2010 = Clientroadmap), die netzpolitik.org in Auszügen vorliegt, steht im Fazit: </p>
<blockquote><p>  &#8211; Linux single boot &#8220;Auch nach detailierter Analyse gangbarer Weg, bei dem verstärkt gegen die vorhandenen Nutzervorurteile angekämpft werden muss&#8221;.<br />
  &#8211; Linux/Windows dual boot &#8220;Kompromisslösung, die die Vision von Linux auf dem Desktop aufrecht erhält, aber gleichzeitig Nutzeranforderungen besser berücksichtigt.<br />
  &#8211; <strong>Windows single boot &#8220;Technisch möglich und aus Nutzersicht attraktiv, jedoch teuer, aufwändig und als Schritt schwer vermittelbar. </strong><br />
[...]<br />
Nachteile Windows-Single Boot:</p>
<p>  &#8211; 180-Grad-Kehrtwende für IT des AA: hohe Change-Aufwände, Risiko von Know-How-Verlust, herausfordernde Kommunikation (intern und extern)<br />
  &#8211; Vorreiterrolle und Alleinstellungsmerkmal fällt weg; der &#8220;Optionswert&#8221; von Linux auf dem Desktop für das AA und gesamten Bund geht verloren<br />
  &#8211; <strong>Mittelfristig signifikante Lizenz- und Migrationskosten</strong></p></blockquote>
<p>In der Beantwortung der Frage 10 der kleinen Antwort wird auf die  &#8220;Organisationsuntersuchung&#8221;verwiesen. Wir haben davon nur den <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/AAmt-1-Organisationsuntersuchung.pdf">Teil, der explizit die Open-Source-Strategie betrifft, online gestellt (PDF)</a>, weil das sehr interessant ist und unsere Leser vielleicht noch mehr daraus ziehen können als wir. In der angeführten Organisationsuntersuchung stehen u.a. folgende Punkte:</p>
<blockquote><p>- Empfehlung der Organisationsuntersuchung Microsoft Office abzuschaffen:</p>
<p>    &#8220;Zunächst ist es wichtig die interne Homogenität in der Office-Landschaft zu fördern, um so den Datenaustausch innerhalb des Auswärtigen Amts zu optimieren und zumindest hier Formatierungsverlusten vorzubeugen. Die heute noch standardmäßige Installation von Microsoft Office auf den Linux-Desktops in einer virtuellen Box (zukünftig ggf. Terminalserver) sollte abgeschafft oder zumindest nicht mehr automatisch freigeschaltet werden.&#8221;</p>
<p>- ODF Standard härter durchsetzen:</p>
<p>    Bei den Kontaktpunkten, bei denen dies rechtlich oder anderweitig möglich ist, sollte der im eigenen Haus verwendete Standard durchgesetzt werden. Behörden in Deutschland und der EU sind größtenteils dazu verpflichtet, ODF zu unterstützen; gegenüber Dienstleistern sollte dies in Verträgen eingefordert werden.</p></blockquote>
<p>Wir halten fest: Eines der Hauptmotive für den Umstieg auf Microsoft Windows und -Office sollen Inkompatiblitäten zwischen dem offenen Datenformat ODF von OpenOffice und dem Datenformat von Microsoft Office sein. Man könnte auch ODF &#8220;härter durchsetzen&#8221;, um dem Anspruch der Bundesverwaltung zu erfüllen, mehr auf Interoperabilität und Offene Standards zu setzen. Dass man dies nicht macht und eine erfolgreiche Unabhängigkeits-Strategie aufgibt, kann man dann wohl als Bankrotterklärung bezeichnen.</p>
<p>Das Ziel der Bundesregierung war mal, auf Offene Standards zu setzen und diese zu fördern. Die Gründe dafür waren mehr Offenheit, Interoperabilität, Herstellerunabhängigkeit und Nachhaltigkeit. Das Auswärtige Amt war dabei der Vorreiter. Offensichtlich hat man sich von dieser Strategie mehr oder weniger heimlich still und leise verabschiedet.</p>
<p>Wir haben Matthias Kirschner von der <a href="http://www.fsfeurope.org">Free Software Foundation Europe</a> um eine Bewertung gebeten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Bundesregierung verstellt der Öffentlichkeit den klaren Blick auf den Strategiewandel im Auswärtigen Amt. Es ist zu bezweifeln, dass ernsthaft versucht wurde die Freie-Software-Strategie im Auswärtigen Amt umzusetzen. Dabei zeichnet sich ein bekanntes Muster ab: Viele &#8220;beratende&#8221; Unternehmen profitieren überdurchnittlich bei proprietärer Sofware und verfolgen daher bei Einführung Freier Software eine Strategie des doppelten Bodens. Zunächst wird bei dem &#8220;Versuch&#8221; der Umstellung beraten. Dann bei der Abkehr von dem &#8220;Versuch&#8221; und der &#8220;Rettung&#8221; über das proprietäre Standardportfolio. Die Kosten dafür tragen in der öffentlichen Verwaltung die Bürger. Darüberhinaus wird die lokale Wirtschaft geschädigt, die nur bei anbieterunabhängiger Freier Software wirklich gleichbereichtigt mitbieten kann.&#8221; </p></blockquote>
<p>Wir haben in den vergangenen Tagen viele kleine Puzzlestücke mit Informationen aus verschiedenen Quellen erhalten. Um diese weiter zusammen zu setzen und die genauen Hintergründe für den Strategiewandel zu dokumentieren, freuen wir uns selbstverständlich über weitere Insider-Informationen. Dazu zählen auch Infos, welche Lobby-Gruppen und -Agenturen für Microsoft hinter den Kulissen aktiv sind.</p>
<p>Gleichzeitig haben wir zur Dokumentation einen Teil der uns vorliegenden Originalquellen veröffentlicht, damit Ihr Euch diese auch anschauen könnt und uns Bescheid zu geben, wenn wir interessante Details übersehen haben. </p>
<p>Update: Mittlerweile haben wir auch Statement von Elmar Geese, dem Vorsitzenden des Linuxverbandes, bekommen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bedaure die Entscheidung des Auswärtigen Amtes. Das wir seitens der Bundesregierung kein klares Bekenntnis zu Open Source haben, obwohl dies sowohl aus Sicherheitsgründen, als auch aus strategischen Gründen angeraten wäre, ist jedoch das wirkliche Problem. grade das Auswärtige Amt hätte aus Fehlern der Vergangenheit lernen können, es sei hier nur an den Skandal mit trojanerverseuchten Arbeitsplatzrechnern erinnert, die nach China gefunkt haben. Alles in allem ist die Entscheidung des Auswärtigen Amtes sicherlich auch ein Sieg der enormen Lobbyaktivitäten, die Microsoft, aufgeschreckt durch die zunehmende Marktbedeutung von Open Source, initiiert hat.&#8221; </p></blockquote>
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